Bernd Stöver CIA

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Inhaltsangabe zu „CIA“ von Bernd Stöver

Verehrt, gehasst, gefürchtet: Die 1947 als Speerspitze im Kalten Krieg gegründete "Central Intelligence Agency" machte durch Interventionen in Kuba, Chile und anderswo von sich reden, stürzte in den Siebzigerjahren durch illegale Aktionen - Mord, Drogenhandel, Geheimarmeen - in eine Krise und konnte im "War on Terror" ihre Kompetenzen bis hin zu "gesteigerten Befragungen" und "gezielten Tötungen" erneut erweitern. Bernd Stöver schildert anschaulich und auf dem neuesten Forschungsstand Geschichte und Organisation der geheimnisvollen Behörde und fragt, warum eine demokratische Zivilgesellschaft sie zulässt.

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  • Komprimierter, treffender Überblick über Geschichte und Wesen der CIA

    CIA

    michael_lehmann-pape

    27. February 2017 um 12:49

    Komprimierter, treffender Überblick über Geschichte und Wesen der CIA Das Nationen je einen Geheimdienst gegenüber vermeintlichen oder realen Bedrohungen „von außen“ betreiben, das ist eine gewisse Selbstverständlichkeit. Durchaus aber massive Unterschiede lassen sich feststellen in der Art, wie ein solcher Dienst sich ausgestaltet und welche Machtfülle er im Lauf der Zeit erlangt. Der KG und, vor allem, die CIA sind in dieser Richtung durchaus legendär, und das bei Weitem nicht im besten Sinne. Dass die CIA keine Grenzen akzeptiert, auch die „nach innen“ nicht, das sind schon handfeste Skandale, welche die Geschichte des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes noch und nöcher begleiten. Populär, verehrt, angefeindet, erweitert, zurückgedrängt, kalt lässt den Beobachter, vor allem aber die Amerikaner, die CIA auf keinen Fall. Wobei die Invasion in der „Schweinebucht“ oder die „Iran-Contra“ Affäre nur die allerkleinste Spitze des riesigen Eisbergs bilden, der sich unter den drei Buchstaben verbirgt. Und den Bernd Stöver ruhig, kompetent und sachgerecht in diesem schmalen Band vor Augen rührt. Von der Gründung der CIA im Jahre 1947 als „Abwehr im kalten Krieg“ bis in die Gegenwart hinein. „Der Mythos lebt aber immer auch von der Kritik, gerade weil die Weltöffentlichkeit ….. der CIA schließlich fast alles zutraut“. Und das keineswegs zu Unrecht wie Stöve differenziert ausführt. Wobei er die Grenzen der Erkenntnis offen anspricht. Vieles bleibt im dunklen, bleibt Ahnung. Die aber nach der Lektüre durchaus sachgerechte Anhaltspunkt für weitere Überlegungen erhält. Bei denen es nicht verwundert, dass gerade die realen „Kollateralschäden“ kaum einschätzbar sind, da hier auch die besten „Whistleblower“ an die Grenzen das Fassbaren stoßen. Gerade der „Freibrief“ nach 9/11, den Stöve ausführlich im Buch erläutert zeigt an, wie die CIA nach einigen Jahren der „Defensive“ unverhofft wohl neuen Schwung und massiv ausgeweitete Kompetenzen erhielt, die sich bis zum heutigen Tag eher noch gesteigert haben (auch was en digitalen Bereich der Spionage angeht). Weiterhin also kann gelten, dass die CIA eine Art „Avantgarde der US Außenpolitik“ darstellt, die den Boden bereitet lange bevor offizielle Schritte und Interessen bekannt werden. Und dies, trotz der bekannten und skandalösen Fehlschläge wohl weitgehend und überwiegend erfolgreich vollzieht. Ein interessantes und mit vielen Informationen differenziert vorgelegtes Bild der CIA.

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