Ich habe das Buch im Urlaub gelesen und dabei viel Spaß gehabt. Bernd Stelter beschäftigt sich intensiv mit dem Älterwerden, bietet Anregungen und Tipps fürs Rentnerdasein an und lässt auch andere zu Wort kommen, z. B. den Psychiater und Theologen Manfred Lütz. Insgesamt eine sehr kurzweilige Lektüre. Überflüssig fand ich allerdings die häufige Erwähnung seiner gut funktionierenden Ehe, vor allem in Verbindung mit dem Hinweis, dass seine Frau gut sechs Jahre jünger ist als er und er sich deshalb nicht nach einer "Jüngeren umschauen" muss. Es stellt sich die Frage, ob er das "tun müsste", wäre seine Frau genauso alt wie er ...
Bernd Stelter
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Neue Bücher
Die kalte Hand des Camping-Killers
Die kalte Hand des Camping-Killers
Alle Bücher von Bernd Stelter
Wer abnimmt, hat mehr Platz im Leben
Der Tod hat eine Anhängerkupplung
Nie wieder Ferienhaus
Wer älter wird, braucht Spaß am Leben
Der Killer kommt auf leisen Klompen
Mieses Spiel um schwarze Muscheln
Mode, Mord und Meeresrauschen
Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken
Neue Rezensionen zu Bernd Stelter
Ja, wir werden alle älter und ab 60 Jahre geht es ins dritte Drittel. Aber man muss keine große Angst haben, auch jetzt ist das Leben schön.
Und man kann immer noch viel Spaß haben.
Bernd Stelter fragt einige Leute nach dem Alter, nach Gelassenheit, Ansprüche, Vergangenheit und Zukunft.
Ein schöne Buch zum Nachdenken.
Eine Wasserleiche, eine erstochene Leiche und beide vom selben Täter ums Leben gebracht. Die schmutzigen Tiefen einer Muschelfischerfamilie.
Inhalt: Eigentlich sollte es ein entspannter Angelausflug auf Hornhechte werden. Doch die idyllische Ruhe wird gestört, als ein Mitangler seinen Angelhaken wieder frei schneiden möchte und dabei eine Leiche unter dem Pier hervor zieht. - Statt Wochende stehen nun also Ermittlungen auf dem Programm für den Inspecteur Piet von Hoovekamp.
Die deutschen Privatdetektive sind auch wieder mit von der Partie. Sie verbringen gerade ihre Osterferien auf dem Campingplatz und wollen der Polizei wieder helfend unter die Arme greifen. Die Leiche ist schnell identifiziert und nun muss nur noch der Mörder gefunden werden. - Die Ermittlungen gehen nur schleppend voran, bis eine zweite Leiche gefunden wird, die dann den nötigen Schwung und die Erkenntnisse in den Fall gebracht haben.
Am Ende muss sich sogar der Inspecteur bei den Deutschen entschuldigen, da er ihnen voreilig unrecht getan hat.
Fazit: Auf dem Coverbild sitzt Bernd Stelter mal wieder friedlich for seinem Wohnwagen. Er hat einen leuchtend roten Topf voller Miesmuscheln vor sich und sieht recht zufrieden aus. Das Ganze macht erst einmal absolut überhaupt keinen Eindruck von einem Krimi. Aber der wird es dann noch, spätestens dann, als die erste Leich auftaucht.
Bernd Stelter hat seine ganze eigene Art zu schreiben. Man kann sagen, dass er diese Geschichte erzählt, als wenn er gerade auf der Bühne steht und das alles seinem Publikum erzählt. Diese ganzen niederländischen Bezeichnungen sind etwas verwirrend, aber wenn man sich komplett auf das Buch einlässt und einige Dinge nicht so ganz ernst nimmt, erlebt man hier ein wirklich wunderbares und fast nachahmenswertes Campingabenteuer.
Einfach herrlich wie das etwas seltsame Wesen des Inspecteurs wieder herausgearbeitet wird. Er hat seine Prinzipien und Vorlieben, aber eben auch Dinge, die er absolut nicht ab kann. Es macht ihn, in meinen Augen, sympathisch, dass er mit seinen Macken nicht hinterm Berg hält.
Die Camper haben hier stellenweise ganz schön dick aufgetragen, von wegen sie wären Privatdetektive. Da konnte ich die Reaktion eines Polizeibeamten schon verstehen, aber am Ende haben sie durch ihre Aktionen schon sehr gut zu den Ermittlungserfolgen beigetragen.
Irgendwie wusste ich oftmals nicht, ob ich hier lachen oder fluchen sollte. Wenn man es mal genau betrachtet, dann sind die Camper stellenweise schon ziemlich trottelig und doof gewesen.
Allerdings habe ich die Figur dieses Foodbloggers nicht wirklich verstanden. So wirklich in die Handlung fand ich ihn jetzt nicht integriert und stellenweise hatte ich sogar ihn in Verdacht. Zwar war mir sein Motiv nicht wirklich klar, aber irgendwie hat es die ganze Zeit gewirkt, als hätte er es sein können. So als Fremder, der nicht wirklich in die Gegend gehört und dann so smart den weiblichen Wesen den Kopf verdreht ...
Für mich steht jedenfalls fest, dass ich auf diesem Campingplatz auch gern mal Urlaub machen wollen würde, wenn ich denn einen dem entsprechenden Untersatz hätte. Ich glaube, so ein Campingplatzleben kann ganz lustig sein. Bis auf die Todesfälle. Die muss es dann nun nicht wirklich haben.
Ich bin in jedem Fall sehr gut unterhalten worden und hatte ein wunderschönes Landschaftskino vor meinem geistigen Auge. – Der Landstrich, in dem das alles spielt, muss einfach nur sensationell gut sein.
Was das Wissen um Muscheln angeht, war ich ja mal sehr überrascht, wie vielseitig diese Meeresfrucht ist und wie aufwendig am Ende dann auch ihre Zucht ist. Ich habe immer gedacht, dass das ein Selbstläufer ist. Aber da habe ich mich ja mal gewaltig geirrt.
Ich habe dann hiermit alle vier bisher erschienenen Camper-Krimis gelesen und hoffe, dass da noch einige mehr kommen. Wäre doch gelacht, wenn die deutschen Privatdetektive nicht noch ein oder zwei mal der Polizei helfen könnten.
Es handelt sich bei diesen Camper-Krimis zwar um eine Serie, aber man kann die einzelnen Teile sehr gut unabhängig voneinander lesen und dabei seinen Spaß haben. – Ich kann nicht nur dieses Buch, ich kann alle Camper-Krimis reinen Herzens empfehlen.
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