Bernd Thränhardt , Jörg Böckem Ausgesoffen

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Inhaltsangabe zu „Ausgesoffen“ von Bernd Thränhardt

Im Dauerrausch von Alkohol und Kokain bewegt sich Bernd Thränhardt in der Welt der Reichen und Schönen. Ein Leben auf der Überholspur – bis er ganz unten landet. Als erfolgreicher Filmemacher hat er einen 17-Stunden-Tag und steht ständig unter Strom. Der Alkohol wird zum Seelentröster, entspannt und euphorisiert zugleich. Für eine TV-Dokumentation begleitet er Boris Becker ein Jahr lang um den Globus. Sein Leben kippt in die Sucht. Der Bruder des bekannten Hochspringers wird zum Grenzgänger: ausschweifende Partys, Premierenfeiern, durchsoffene Nächte, Bordellbesuche, Linienziehen auf der Herrentoilette. Mit 2,5 Promille checkt er schließlich in einer Privatklinik zur stationären Entgiftung ein. Weitere Rückfälle folgen, bis er endlich einsieht: „Ich muss mein Leben komplett ändern.“ Ein Buch über Größenwahn und Versagensängste, über Abstürze, Lügen und kaputte Beziehungen.

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    Ausgesoffen
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Meine Rezension zu "Ausgesoffen" von Bernd Thränhardt 1. Klappentext Als erfolgreicher Filmemacher hat Bernd Thränhardt einen 17-Stunden-Tag und steht ständig unter Strom. Der Alkohol wird zum Seelentröster. Sein Leben kippt in die Sucht: ausschweifende Partys, Premierenfeiern, Bordellbesuche, Linienziehen auf der Herrentoilette. Mit 2,5 Promille checkt er schließlich in einer Privatklinik zur stationären Entgiftung ein. Weitere Rückfälle folgen, bis er endlich einsieht: »Ich muss mein Leben komplett ändern.« Ein Buch über Größenwahn und Versagensängste, über Abstürze, Lügen und schmerzhafte Einsichten. Als erfolgreicher Filmemacher hat er einen 17-Stunden-Tag und steht ständig unter Strom. Der Alkohol wird zum Seelentröster, entspannt und euphorisiert zugleich. Für eine TV-Dokumentation begleitet er Boris Becker ein Jahr lang um den Globus. Sein Leben kippt in die Sucht. Der Bruder des bekannten Hochspringers wird zum Grenzgänger: ausschweifende Partys, Premierenfeiern, durchsoffene Nächte, Bordellbesuche, Linienziehen auf der Herrentoilette. Mit 2,5 Promille checkt er schließlich in einer Privatklinik zur stationären Entgiftung ein. Weitere Rückfälle folgen, bis er endlich einsieht: „Ich muss mein Leben komplett ändern.“ Ein Buch über Größenwahn und Versagensängste, über Abstürze, Lügen und kaputte Beziehungen. ******************************************************************** 2. Meine Meinung: Wow! Dieses Wort beschreibt so ziemlich alles. Schonungslos wird in diesem Buch über die Alkoholsucht berichtet. Man spürt förmlich in jeder Zeile, in jedem einzelnen Wort, die Gier nach der Droge. Alles wird zu Geld gemacht - Hauptsache der Sprit fließt. Selbst die sozialen Kontakte werden eingefroren oder direkt abgebrochen, weil sich die Gedanken nur noch um eines drehen. Die Sucht! Familie, Freunde - alles egal! Auch die Persönlichkeitsstörungen werden detailliert geschildert. Aber niemals wird den Mitmenschen die Schuld an der Sucht gegeben, sondern ehrlich und anschaulich wird das Leben des Süchtigen betrachtet. Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch wirklich umgehauen hat. Teilweise voller Ekel, aber auch die Neugier haben mich immer weiter lesen lassen. Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre an Schulen werden! ******************************************************************* 3. Preis/Leistung: ebook: 16,99 € bei 1219 KB (ca. 305 Seiten) gebundene Ausgabe: 19,99 € ******************************************************************** 4. Leseempfehlung für Leser die die Realität erleben wollen

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    Floh

    Floh

    20. August 2014 um 04:13
  • Schonungslos

    Ausgesoffen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    29. May 2013 um 08:08

      Nicht nur als „der Bruder“ bewegte sich Bernd Thränhardt im Partytaumel der „Schönen und Reichen“, auch er selbst war als Filmemacher zu jener Zeit durchaus erfolgreich, bekannt, mit dabei.   Und sein Rückblick auf jene Zeit erfüllt so ziemlich jedes Vorurteil, das der Normalbürger von jenem orgienhaften „Alltagsleben“ der Schickeria sich so macht. Von jener Haltung, die aus einem bisschen (oder auch mehr) Talent zur „Unterhaltung der Massen“ (nein, Leben werden nicht gerettet von „denen“, auch keine Erfindungen oder Fortschritte entfaltet), ob als Sportler, als Schauspieler, als Medienschaffender sich selbst knapp hinter Gott, auf jeden Fall aber weit über der Masse einzuordnen.   Schonungslos ist schon diese Darstellung eines rahmenlosen Lebensstils, der gerade kreative Menschen in den Sog nehmen kann (der Beispiele sind Legion). Wo der äußere Rahmen fehlt, wo Erfolg und Geld hinzutreten, eine gewisse Prominenz und ein auf Party-Unterhaltung geeichtes Umfeld, da sind auch andere „Be-Geisterungen“ nicht fern zur vermeintlichen Intensivierung des Erlebens (ständig Party, Frauen und Reisen stumpft letztlich einfach ab, auch das eine Erkenntnis des Buches). Bei Bernd Thränhardt war das vor allem der Alkohol und, nebenbei, das Kokain.   Sehr intensiv gelingt es Thränhardt, diese Spannung und Reibung in seiner eigenen Person fassbar zu schildern. Den „Rock´n Roll Lebensstil“ einerseits, Zerstreuung, ein emotionales Erleben Wollen, das immer mehr Anreize benötigt. Und auf der anderen Seite der innere Drang, die Suche und Sucht nach „Gesehen werden“, in seiner Leistung anerkannt sein, den anderen zeigen, dass man wer ist, was kann (du dies auch sich selber zeigen).   Rausch und bitter Ernüchterung, Ekel vor sich selbst, Arbeit und Erfolg und dies feiern und wieder Abstürzen, nach oben kommen, nach unten durchgereicht werden, ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen, ohne Augenzwinkern oder weitreichende, weinerliche Entschuldigungen setzt Thränhardt Wort für Wort und Seite für Seite offen in das Buch, was ihn lange Zeit in den Fängen hielt, was sein Leben, seine Tage bestimmte.   Türen öffnen sich wie von selbst, nicht zuletzt durch seinen Bruder, den Sportstar mit dem Talent zur optimalen Selbstvermarktung. Türen in eine Welt, die, folgt man Thränhardt, tatsächlich fast nur aus Schein und wenig aus Sein besteht, die kaum äußeren und keinen inneren Halt zu bieten hat für jemanden, der in sich selbst lange keinen wirklichen Halt findet. Aber eben auch eine Welt die verführt, die ein (falsch verstandenes) „Dolce Vita“ zelebriert und letztlich hauptsächlich Raubbau an sich selbst, seinem Körper und seinen Möglichkeiten vollzieht.   Bitte rauch jene Stellen im Buch, in denen es Thränhardt aus eigener Kraft versucht (und scheitert). Deutlich beschreibt er die ganz allgemein menschliche Erfahrung, wie schwer es ist, eingefahrene Bahnen zu verlassen, sich selbst auch nur ein stückweit allein aus sich selbst heraus zu verändern, so sehr der Verstand auch Einsicht hervorbringt.   Mut machend aber, ebenso klar geschrieben und ebenso schonungslos im Umgang mit sich selbst, legt Thränhardt auch Zeugnis ab von seinem, bis dato, erfolgreichen Weg hinaus. Von Therapie, Erlernen einer Selbstdisziplin, aus der Tiefe Schritt für Schritt zu sich selbst und weg von den Suchtstoffen zu finden.   Ein offenes und sehr interessant zu lesendes Buch, in dem Bernd Thränhardt seinen Weg in aller Klarheit und ohne sich zu schonen vor die Augen des Lesers führt und damit exemplarisch der Sucht eine ernstzunehmende Stimme verleiht.

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