Bernd Thränhardt , Jörg Böckem Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht

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Inhaltsangabe zu „Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht“ von Bernd Thränhardt

Spannende Autobiografie- sehr lesenswert...

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    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    badwoman

    badwoman

    16. August 2015 um 19:37

    Bernd Thränhardt wächst in einer intakten Familie auf. Er hat ein sehr gutes Verhältnis zu seinem jüngeren Bruder Carlo, die beiden unternehmen fast alles gemeinsam. Als sie erwachsen werden, ändert sich das zwangsläufig: Carlo wird Leistungssportler und Bernd Filmemacher, aber auch jetzt starten die beiden noch einige gemeinsame erfolgreiche Projekte mit prominenten Sportlern. Bernd schwimmt auf einer Erfolgswelle und feiert das immer öfter ausgiebig im Kölner Nachtleben. Neben Alkohol berauscht er sich auch an Kokain und einem zügellosen Sexleben. Immer öfter hat er Probleme, nach solch ausschweifenden Nächten sein Arbeitspensum zu schaffen. Die Abstürze in den Kontrollverlust häufen sich. Sein Leben wird würdelos und einsam, es zählt nur die Gier nach der nächsten Flasche, alles andere ist Nebensache. Als er erkennt, dass er wirklich ein Alkoholproblem hat, begibt er sich endich in den Entzug. Auf einige Entzüge folgen genau so viele Rückfälle. Bis er es doch endlich mit Hilfe seiner Familie, Selbsthilfegruppen und Freunden schafft, trocken zu bleiben. Nach einigen Jahren schafft er es sogar, anderen Betroffenen mit seiner Erfahrung zu helfen. Bernd Tränhardt erzählt uns in diesem Buch schonungslos offen von seiner Alkoholsucht und den dazu gehörigen Abstürzen. Er führt dem Leser vor Augen, wie schnell und tief man fallen kann, wenn man von dieser Sucht betroffen ist. Viele Szenen sind einfach schockierend, zu welchen würdelosen Handlungen man sich herablässt, um an Alkohol zu kommen, macht sehr betroffen. Dieses Buch ist ein Sachbuch, doch es ist auch spannend und flüssig zu lesen. Die Sprache ist klar und macht so besonders deutlich, wie grausam dieser Abstieg war. Ich habe großen Respekt vor dem Autor, der uns in die Abgründe seines Lebens blicken lässt und freue mich für ihn, dass er die Sucht (hoffentich) besiegt hat. Ein lesenswertes Buch!

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  • Biografie eines Alkoholikers

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    esposa1969

    esposa1969

    27. January 2014 um 01:01

    Hallo meine lieben Leser, heute berichte ich über ein Buch, welches ich schon vor einiger Zeit lesen durfte: == Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht [Gebundene Ausgabe] == Bernd Thränhardt (Autor), Jörg Böckem (Autor) . == Buchrückentext: == Im Dauerrausch von Alkohol und Kokain bewegt sich Bernd Thränhardt in der Welt der Reichen und Schönen. Ein Leben auf der Überholspur – bis er ganz unten landet. "In meinem Kopf weißes Rauschen, das sind die besseren Momente. In den schlechteren blicke ich in einen nachtschwarzen Abgrund. Scham, Schuld und Selbsthass zerfressen mich. Das Gesicht im Spiegel ist aufgedunsen und ekelregend. Ich kann seinen Anblick nicht ertragen. Kann meinen Anblick nicht ertragen, den Menschen, der ich geworden bin." . == Buchbeschreibung lt. Klappentext: == Als erfolgreicher Filmemacher hat er einen 17-Stunden-Tag und steht ständig unter Strom. Der Alkohol wird zum Seelentröster, entspannt und euphorisiert zugleich. Für eine TV-Dokumentation begleitet er Boris Becker ein Jahr lang um den Globus. Sein Leben kippt in die Sucht. Der Bruder des bekannten Hochspringers wird zum Grenzgänger: ausschweifende Partys, Premierenfeiern, durchsoffene Nächte, Bordellbesuche, Linienziehen auf der Herrentoilette. Mit 2,5 Promille checkt er schließlich in einer Privatklinik zur stationären Entgiftung ein. Weitere Rückfälle folgen, bis er endlich einsieht: „Ich muss mein Leben komplett ändern.“ Ein Buch über Größenwahn und Versagensängste, über Abstürze, Lügen und sc hmerzhaften Einsichten. . == Über den Autor: == Bernd Thränhardt Bernd Thränhardt, Jahrgang 1956, studierte Germanistik, Sport und Erziehungswissenschaften und arbeitete danach viele Jahre erfolgreich als Journalist, Filmproduzent und Autor. Seit er trockener Alkoholiker ist, ist er als Suchtberater, Therapeut und Coach für Alkoholabhängige tätig. (quelle: vorablesen.de) . == Buchdetails: == * Gebundene Ausgabe: 304 Seiten * Verlag: Ullstein Hardcover (8. März 2013) * Sprache: Deutsch * ISBN-10: 3550080158 * ISBN-13: 978-3550080159 * Größet: 22 x 14,4 x 3 cm == Leseeindrücke: == Schon als ich die Leseprobe las wusste ich: Das wird mein Buch! Ich habe schon viele Biografien über Prominente gelesen, die einen Schicksalschlag zu meistern hatten: Petra Schürmann - den Verlust ihrer Tochter, Gaby Köster - ihren schweren Schlaganfall und nun eben über ... ja da hatte ich wohl was verwechselt. Ich dachte tatsächlich, diesen Autorennamen mit dem bekannten Sportler/ Hochspringer in Verbindung zu bringen und ging davon aus, dass er das auf dem Cover sei. Als ich dann googelte merkte ich, dass ich gar nicht so verkehrt lag, denn der weltbekannte Hochspringer Carlo Thränhardt ist der Bruder des Autors Bernd Thränhardt. Das Buch - natürlich in der ersten Person verfasst - ist ein offenes und ehrliches Geständnis über all das, was man wohl im Leben verkehrt machen kann: Saufen, koksen, wechselnde Bettgeschichten, Geld verplempern... Aber wie kommt es dazu? Wird man als Alkoholiker geboren? Rutscht man Schritt-um-Schritt in die Sucht? Und wie kommt man da wieder raus? Das Buch beschreibt sein Leben von Anfang an. Wohlbehütetes Elternhaus, inniges Verhältnis mit seinem später berühmten Bruder, so dass auch er selbst mit vielen berühmten Persönlichkeiten in Kontakt kam, keine Party ausließ und keinen Alkohol. Immer mehr, immer mehr, bis sein Leben nur noch aus einem einzigen Delirium bestand. Viele Entzugstherapien, die mehr oder weniger zwischen zwei Party-Orgien geschoben wurden. Bis schließlich nichts mehr geht und er weiss, wenn er es jetzt nicht schafft, dann nie mehr. Inzwischen ist er über 11 Jahre trockener Alkoholiker und macht mit diesem Buch allen Mut, denen noch ein steiniger Weg bis dahin bevorsteht. Das Buch ist nicht nur ehrlich verfasst, sondern auch sehr intelligent. An der Schreibweise merkt man, dass dieser Mensch kein dummer Säufer ist, sondern ein hochgebildeter Mann, der abgestürzt ist, sich aber wieder auf die Füße gestellt hat. Das Cover zeigt den Autoren und ich muss zugeben: Das Leben und der Alkohol haben ihn gezeichnet. Bei uns in der Nachbarschaft wohnt ein Alkoholiker und der sieht von den Gesichtszügen her dem Autoren sehr ähnlich. Ich denke mal in so vielen Jahrzehnten des Saufens, bleiben die Spuren nicht aus. Dennoch gilt mein Respekt jedem, der es schafft sich aus dem Schlamassel zu ziehen und den Absprung zu schaffen. by esposa1969

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  • Ausgesoffen: Meuín Weg aus der Sucht

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    Pixibuch

    Pixibuch

    31. August 2013 um 20:20

    Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so betroffen wenn nicht sogar niedergeschlagen war ich von dieser Biografie. Bisher kannte ich nur den Sportler Carlo Thränhardt. Wie sich hier sein Brucder geoutet hat, war schon sehr mutig. Wir haben die Kindheit und Jugend von Bernd kennengelernt. Bestimmt nicht besser oder schlechhter in den 50iger Jahren wie bei den anderen Leuten. Die Brüder haben sehr viel Zeit mit Sport verbracht. Auch so mancher Jugendliche macht mal eben Bekanntschaft mit dem Alkohol. Dann beginnt Bernd mehr schlecht als recht zu studieren. Die Kneipen, wo man zusammensitzt und Pils trinkt. So richtig mit dem Alkohol hat es dann angefangen, als der Autor Journalist wurde. Tagsüber Stress, abends zum Entspannen einen Schnaps. Wenn man dann aber auch nocht Kontakt mit der High Society hat, dedr Bussygeselschacft, dann istg Champagner, Aperol und dergleichen an der Tagesordnung. So ist auch Bernd hineingerutscht, da er ja auch genügend Geld hatte. Wo dann der Alkohol nicht mehr reichte, dab kamen halt noch die Drogen dazu. Ich habe nur gestaunt, wie tief und weit man fallen kann. Was aus einem gesunden und sportlichen Menschen werden kann. Ich muß seine Disziplin bewundern, mit der er sich derfat aus dem Dreck herausgezogen hat. Ein Buch mit Niveau. Man sieht den Menschen, leidet mit ihm. Ich bin Vielleser, aber so ein zu Herzen gehendes Buch habe ich noch nie gelesen. Dieses Buch müßte man den Therapiezentren zur Pflichtlektüre geben.

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  • Hoffentlich... Für immer ausgesoffen...

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    Der.schmetterling

    Der.schmetterling

    08. June 2013 um 16:31

    Bernd Thränhardt beschreibt in seiner Autobiografie "Ausgesoffen" das Leben in der Sucht und aus der Sucht heraus, aus der Perspektive eines Journalisten in der Glitzerwelt der Prominenten. Sein Leben ist gezeichnet von Höhen und Tiefen. Der Beginn der Sucht ist wie so oft die menschliche Unsicherheit, Angst und der Wunsch dazu zu gehören. Durch den Druck in einer Gruppe von Prominenten macht Bernd die ersten Erfahrungen mit Koks. Er möchte dazugehören, nicht außen vor sein. Betäubt und bestärkt vom Rausch traut sich Bernd vieles zu, was er vorher sich nicht vorstellen konnte. Er fühlt sich als Stimmungsmacher zwischen den Schönen und Reichen und merkt dabei nicht wie er immer wieder Grenzen überschreitet und zu vielen Menschen völlig Nähe und Distanz verliert und seine eigenen Bedürfnisse sehr egoistisch durchsetzt. Bernd Thränhardt lebt in drei Parallelwelten: die Familie, sein Job und die gefährliche Halbwelt. Er lebt ein Leben im Dauerrausch und verliert nach und nach jeglichen halt im Leben bis er sich in seinen ersten Entzug begibt. Auch an dieser Stelle seines Lebens ist ihm die Ernsthaftigkeit nicht bewusst und so benötigt er mehrere stationäre Aufenthalte um zurück zu einem drogenfreiem Leben zu gelangen. Doch dieser weg ist beschwerlich und wird für ihn auch sein Leben lang beschwerlich bleiben. Insgesamt sieht Bernd Thränhardt sich selten als einen Abhängiger unter vielen Menschen in der Gesellschaft. Sowohl mit den Promis kann er sich nicht identifizieren wie auch mit den Abhängigen auf der Straße. Das Eingeständnis, dass er Alkoholiker ist braucht seine Zeit. Bernd Thränhardt beschreibt seine Lebensgeschichte sehr realistisch, oftmals hat der Leser das Gefühl neben ihm zu stehen und an den Partys der Prominenten teilhaben zu dürfen. Der Aufbau des Buches ist durch kurze Kapitel und große Schrift sehr übersichtlich gegliedert. Durch den leicht verständlichen Schreibstil, liest sich das Buch sehr flüssig. Durch die Höhen und Tiefen des täglichen Lebens entsteht eine gewisse Spannung im Buch. Als Autobiografie ist dieses Buch sehr gut gelungen. Bernd Thränhardt beschreibt viele Details seines Lebens, jedoch entsteht häufig der Eindruck das einige Details weggelassen wurden um ihm persönlich nicht zu Schaden. Als Buch für Betroffene und Angehörige fehlen leider einige Details. Es wird im Buch sehr einfach beschrieben den Suchtdruck mit einer Valium zu überwinden, weiterhin wären detailliertere Beschreibungen der körperlichen Symptome sehr hilfreich gewesen. Auch Zeiten der sozialen Isolation wurden von ihm nicht detailliert beschrieben, sondern nur mit der Aussage "dann soff ich wieder Tage alleine in meiner Wohnung" erwähnt. Insgesamt erhält das Buch von mir einen Stern Abzug, da mir wie beschrieben einige Inhalte zu kurz waren.

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  • Ausgesoffen - oder: Der Weg zurück ins Leben

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. April 2013 um 23:30

    *INHALT* Bernd ist der Bruder des Hochspringers Carlo Thränhardt. Da er ebenso viel Begeisterung für Sport mitbringt, kommt es irgendwann dazu, dass er anfängt, Filme darüber zu machen und steigt dadurch ebenfalls in die Riege der Reichen und Schönen auf. Alkohol ist auf diversen Events stets sein Begleiter - durch ihn wird er lockerer, ungezwungener, ruhiger. Und mutiger. Als er während einer dieser Parties in Kontakt zu Kokain kommt, findet er auch daran Gefallen. Unfähig, sich selbst die Problematik und Gefahr seines Konsums einzugestehen, macht er jahrelang so weiter - und die Spirale aus Hochprozentigem, Kokain und Valium dreht sich immer schneller. Bis Bernd die Notbremse zieht und sich in eine Privatklinik zurückzieht, wo er den ersten Entzug seines Lebens macht. Doch damit ist es nicht getan; es folgen viele Hochs und Tiefs; Entgiftungen und erneute Rückfälle, wiederholte Aufenthalte und schließlich auch AA-Treffen, die es ihm schlussendlich ermöglichen, seiner Sucht die Stirn zu bieten. Er ist seit 11 Jahren trocken. *MEINE MEINUNG* Das Buch beginnt sehr eindrucksvoll. Im ersten Kapitel berichtet Bernd von den Tiefen der Sucht; Es ist 4 Uhr morgens, der Körper schreit nach Alkohol, und man nimmt sogar anderthalb Kilometer Fußmarsch in Kauf, um an der 24-Stunden-Tankstelle dem Drang nachkommen zu können (Für das Geld, das man für ein Taxi bezahlen würde, kann man sich eine Flasche Schnaps leisten!). Und wenn man vor Ort feststellt, dass das Portemonaie noch zuhause liegt, lässt man eben seine Armbanduhr Marke Tag Heuer als Pfand da. Für mich absolut unvorstellbar - für einen Alkoholkranken traurige Realität. Nacht für Nacht. Im Folgenden beschreibt der Autor sein Leben, von der Kindheit über die Jugend und erste Kontakte mit Alkohol bis hin zu den Exzessen und dem konstanten Zustand des Betrunken-seins. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und berichtet schonungslos offen von Familiengeburtstagen, bei denen er sich daneben benahm oder vom Koksen auf dem Herrenklo. Er schreibt über den Verlust seines Lebensmutes und der Kraft und Stärke seiner Mutter, die als treibende Kraft zu seiner Genesung beigetragen hat. Und von der Schwierigkeit, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein und sich einzugestehen, dass man ein Problem hat. Doch dieses Buch ist weit davon entfernt, eine Rechtfertigung zu sein. Es geht Bernd vielmehr um Aufklärung und darum, anderen zu helfen. Nach Jahren, die er betrunken erlebt hatte, fiel es ihm schwer, sich vorzustellen, wie ein nüchternes Leben aussehen kann. Und das machte ihm Angst. In seinem Buch beschreibt er, wie so ein Leben aussehen kann; wie man es schaffen kann, bei Null wieder anzufangen, nachdem er die Karriere, das Ansehen, sein Liebesleben und auch das Vertrauen seiner Familie der Abhängigkeit geopfert hat. Und möchte damit Möglichkeiten aufzeigen, andere Betroffene animieren und vor allem die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisieren. Da ich auch innerhalb meiner Familie mit dem Thema Alkoholsucht konfrontiert wurde, rennt Bernd offene Türen bei mir ein - und ich hoffe, dass er mit seiner Offenheit zu vielen anderen durchdringen kann.

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  • Offen und ehrlich

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    sapadi

    sapadi

    03. April 2013 um 09:32

    Bernd Thränhardt, der Bruder des bekannten Hochspringer Carlo Thränhardt, berichtet von seiner Kindheit, seiner Schulzeit und seinem ersten Kontakt zum Alkohol. Weiterhin beschreibt er seinen Absturz und den unaufhaltsamen Weg von gefeierten Journalisten mit Ruhm und Geld zum insolventen Alkoholiker und den vielen Versuchen aus der Sucht wieder heraus zu kommen. Er macht dies alles mit einer offenen, ehrlichen und sich gegenüber schonungslosen Art und Weise, und wirkt dadurch sehr überzeugend. Nichts wird schön geredet oder positiver als es wirklich ist dargestellt. Man fühlt mit ihm mit und begleitet alle seine Versuche, seine verschiedenen Wege und sein Handeln. Es entsteht sogar eine Verbundenheit, als würde man dem Menschen in diesem Buch kennen. Bernd Thränhardt schafft es, was man bereits weiß, nämlich das Alkoholismus eine Krankheit ist, auch ganz bewusst werden zu lassen und zu verinnerlichen. Nach diesem Buch ist meine Einstellung zu Alkoholikern und zum Alkoholismus eine andere als vorher. Fazit: Ein Buch für Betroffene, für Angehörige und für jeden der sich für das Thema interessiert. Gut geschrieben und sehr informativ. Also einfach mal reinlesen und sich überzeugen lassen.

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  • Hart aber Fair!

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    kassandra1010

    kassandra1010

    02. April 2013 um 10:46

    Ich finde es immer wieder schade, dass es guten Autoren erst gelingt, ihr Sachbuch auf den Markt zu bringen, wenn irgendein Popsternchen gerade an diesem Thema abgestürzt ist. Hier ist es Alkohol, bei anderen Drogen, bei vielen anderen Menschen irgendeine Sucht. Gut und schrecklich hart erzählt uns Tränhard seinen Umgang mit der Sucht und zeigt auf, das Sucht nun mal nichts mit einfach mal aufhören zu tun hat. Schade, dass das Buch erst jetzt erschienen ist, denn es ist eines der besten Sachbücher in der letzten Zeit!

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  • Ein Leben ohne Alkohol, wie soll das gehen?

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. April 2013 um 15:28

    Ganz oder gar nicht! Dass es geht, zeigt Bernd Thränhardt in seiner Autobiographie „Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht“ auf eindringliche Art und Weise. Gnadenlos, direkt und ohne Tabus schildert er seinen Auf- und Abstieg in einer Welt der Reichen und Schönen, an der er, der äußerst gesellige und lustige Typ, in vollem Maße teilhaben will. Dabei „helfen“ ihm Alkohol und Kokain. Nach und nach bewegt er sich immer mehr am Rande des Limits, auf einem Drahtseilakt zwischen Leistung und Versagen, beruflich und privat. Auf exzessive Partynächte im Rausch und Wahn folgen ernüchternde, qualvolle Tage, die an Körper und Geist zehren. Sex & Drugs lautet die eine Devise, Streben nach Anerkennung und Ruhm die andere. Der teuflische Kreislauf beginnt und führt in den unvermeidlichen Abgrund. Selbstkritisch und ohne Schuldzuweisung berichtet Bernd Thränhardt über eine dunkle Episode seines Lebens und lässt den Leser hinter die Fassaden von Stars und Sternchen aus Sport und Unterhaltung blicken, die ihm dank des jüngeren Bruders Carlo, in aller Munde durch dessen herausragende Hochsprungerfolge in den 80er Jahren, geöffnet werden. Als Filmemacher und TV-Journalist macht sich auch Bernd einen Namen. Im Laufe der Zeit kommt es jedoch aufgrund seiner vom Alkohol beherrschten Lebensweise häufiger zu physischen und psychischen Ausfällen, die schließlich im absoluten Tief enden, das er erst nach mehreren zum Scheitern verurteilten Versuchen langsam, mit professioneller Unterstützung und einer gehörigen Portion Selbstdisziplin überwinden kann. In kurzen Kapiteln mit prägnanten Überschriften, erzählt Bernd Thränhardt, unter Mitwirkung von Jörg Böckem, Journalist, Autor und ehemaliger Junkie, seine sehr persönliche Geschichte, die aufgrund ihrer Realität berührt und Empathie, Verständnis und Hoffnung weckt. Der Weg eines mir bis jetzt unbekannten Menschen gleicht dem Weg vieler, die die Lösung aller Probleme im Alkohol oder anderen Drogen sehen, abhängig werden und ihre Sucht bekämpfen wollen, mit dem Unterschied, dass sie weniger berühmt, weniger reich, weniger gesellschaftlich anerkannt sind und keine Bücher veröffentlichen können. Der Schritt, sich als Alkoholiker zu bekennen, ist für die Betroffenen kein leichter. Denn wann fängt Alkoholismus eigentlich an? Beim täglichen Bier zum Mittagessen oder beim allabendlichen Glas Wein? Ich habe den Werdegang einer schwachen und zugleich starken Persönlichkeit mit großem Interesse verfolgt und einen sympathischen Menschen kennen gelernt, dessen Offenheit und Ehrlichkeit mich beeindruckt und bewegt hat. Ihm ist es geglückt, sein Schicksal in die Hand zu nehmen, mutig, konsequent und in meinen Augen bewundernswert. Seit 10 Jahren ist Bernd Thränhardt nun trocken, eine Trockenheit, die er selbst als Marathon bezeichnet. Ich wünsche ihm weiterhin viel Kraft, Durchhaltevermögen, besonders in schwierigen Situationen, in denen sich das Suchtgedächtnis zu Wort meldet, und natürlich ein gutes Gelingen in der wichtigen Arbeit als Suchtberater und Therapeut.

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  • Schonungsloser Bericht über Alkoholsucht

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    irismaria

    irismaria

    30. March 2013 um 19:04

    Von den Suchterkrankungen halte ich die Alkoholsucht für die gesamtgesellschaftlich fatalste, gerade weil Alkoholkonsum allgemein akzeptiert ist und der Weg vom kontrollierten Konsum in die Sucht leider zu oft beschritten wird. In "Ausgesoffen" schildert Bernd Thränhardt, der Bruder des bekannten Hochspringers, seinen Weg in die Alkoholabhängigkeit und wieder hinaus. Die Biographie liest sich gut und ist fesselnd geschrieben. Thränhard erzählt von Kindheit, Sport- und Lesebegeisterung der Brüder, von der Flucht in den Westen und der Jugend in der Eifel. Als Jugendliche machen sie die ersten Erfahrungen mit Alkohol, allerdings noch in normalen Rahmen - von Sucht ist noch keine Rede.Mit dem Älterwerden, dem sportlichen und beruflichen Erfolg gerät Bernd im Schatten seines berühmten Bruders in prominente Kreise und wird zum Macher von Filmen über Prominente. Sein Leben gleicht einer Fahrt auf der Überholspur, mit zu viel Party, Sex, Kokain und Alkohol. Nach und nach kann er dem Rausch nicht mehr entfliehen und muss sich nach mehreren gescheiterten Versuchen der Abwendung von Dorgen und Alkohol seine Sucht eingestehen. Doch mit Hifle seiner Familie gelingt ihm gerade noch der Absprung und der Weg in ein suchtfreies Leben. Ein interessanter Einblick in ein Promileben, ein schonungsloser Bericht über Alkoholsucht, der aber auch Hoffnung macht.

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  • Raus aus der Sucht - ein langer Weg

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    Herbstrose

    Herbstrose

    25. March 2013 um 18:47

    Schonungslos offen erzählt Bernd Thränhardt in diesem Buch über sein Leben als Alkohol-, Drogen- und Tablettensüchtiger, über seine diversen Versuche des Entzugs und schließlich über das Leben danach. – Gleich zu Beginn bekommt man einen Eindruck davon, welchem inneren Zwang ein Süchtiger ausgesetzt sein muss und wie Entzugserscheinungen ihn dazu zwingen, sich nachts an der Tankstelle Alkohol zu beschaffen. Man erhält einen Einblick in seine Kindheit und Jugendzeit, seine wilde Zeit als Student und seine ersten Erfolge im Beruf. Dabei merkt man, dass sich der Hang zu Alkohol, Drogen und Tabletten schon recht früh bemerkbar machte. Es folgte ein langer beschwerlicher Weg bis zum Tiefpunkt, dann erst war Bernd Thränhardt bereit zum Entzug. – „Ausgesoffen“ ist eine sehr bewegende Autobiographie, die zu schreiben großen persönlichen Mut erforderte. Es ist gewiss nicht leicht, sich vor dem Leser so zu entblößen. Leider berichtet er nur oberflächlich von der wohl schlimmsten Zeit während des Entzugs, der sicher nicht ohne erhebliche physische und psychische Schmerzen durchgezogen wurde. Herr Thränhardt hat es geschafft, er ist seit 11 Jahren trockener Alkoholiker. Es ist ihm zu wünschen, dass das für den Rest seines Lebens so bleibt. – Ein sehr empfehlenswertes Buch, das meiner Meinung nach jeder lesen sollte. Es kann vielleicht Betroffenen helfen das Problem anzugehen und gibt Außenstehenden einen Einblick in den stetigen Kampf eines Süchtigen mit sich und der Sucht.

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  • Rezension zu "Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht" von Bernd Thränhardt

    Ausgesoffen: Mein Weg aus der Sucht
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    16. March 2013 um 10:14

    Ich finde es sehr mutig, so offen über seine Probleme zu schreiben, vor allem wenn man prominent ist. Bernd Thränhardt berichtet wie er in die Alkoholabhängigkeit hineingeriet und wie er mit Disziplin auch wieder heraus kam. Das alles hätte er aber ohne Unterstützung nicht geschafft. Bernd Thränhardt berichtet über sein Leben und wie er mit Hilfe von Alkohol seine Selbstzweifel und Selbstsicht überlistet hat. Es dauerte dann auch nicht lange, bis er in seiner Selbstüberschätzung erste Ausfälle hat. Sein Leben entgleitet ihm immer mehr, aber er sieht sich als großen King. Er merkt nicht, wenn er verletzt und dass er andere beschämt. Auch seine sehr kurzen Stippvisiten in der Entzugsklinik zeugen von absoluter Selbstüberschätzung. Es kommt wie es kommen muss: die Rückfälle lassen nicht lange auf sich warten. Auch kontrollierter Alkoholkonsum ist keine Lösung. Jedes Problem – sei es Liebeskummer oder der Tod des Vaters – werfen in vollkommen aus der Bahn. Es hat lange gedauert, bis er bemerkte, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Erst mit dieser Einsicht konnte er erfolgreich den Weg aus der Sucht schaffen. Ein gut strukturierter Tagesablauf halfen ihm ebenso wie Sport, dass er dann doch trocken blieb. Aber am wichtigsten waren die Menschen, die ihn unterstützten. Ob dieses Buch eine Hilfe für Alkoholiker sein kann, wage ich zu bezweifeln.

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