Bernd Udo Schwenzfeier Die Totengräber

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Inhaltsangabe zu „Die Totengräber“ von Bernd Udo Schwenzfeier

Mörder und Kinderschänder werden aus Beweis­mangel freigesprochen – doch wenige Wochen später kommen sie unter myste­riösen Umständen ums Leben.
Was wie eine Reihe von Zufällen erscheint, hat System – und ein Boulevardjournalist entdeckt die Organisation, die dahinter steht. Eine lebensgefährliche Entdeckung. Die Mitglieder von „Phönixx“ rekrutieren sich aus den ­Eliten Deutschlands und fühlen sich berufen, das Land zu säubern. Dabei ist jedes Mittel recht. Sie verbünden sich mit einer Gruppe von Polizisten, die traumatisiert und seelisch zerstört aus Afghanistan zurück- gekommen sind und denen die Kameradschaft der Wüste mehr bedeutet als Recht und Gesetz. So entsteht eine Situation, in der Männer des SEK gegen Supercops zum Showdown antreten.
Der Autor, selbst erfahrener Polizeibeamter, schildert den Versuch, einen Staat im Staat zu bilden. Die packende Krimihandlung legt den Finger auf die Wunde Demokratieverdrossenheit und Rechtsradikalismus.
Natürlich sind alle Personen und Situationen frei erfunden ...

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  • Elitäre Selbstjustiz

    Die Totengräber

    Kerry

    24. November 2013 um 21:23

    Der 40-jährige Jan Breuer ist glücklich und zufrieden mit seinem Leben. Er hat eine wundervolle Frau und zwei entzückende Töchter und auch beruflich läuft es sehr gut. Erst kürzlich wurde er zum Teamleiter der Polizeireporter bei der Berliner Boulevardzeitung Berliner Express ernannt. Sein bester Freund ist Kriminalhauptkommissar Alexander Schrader, doch hierbei handelt es sich wirklich um eine private Freundschaft, dienstlich hat Jan andere Ansprechpartner und Quellen. Beide Männer verbindet die Leidenschaft für Triathlon, sodass sie, so oft es ihnen möglich ist, zusammen trainieren. Dann jedoch erhält Jan eines morgens einen Anruf von einem Unbekannten. Dieser macht ihn auf verschiedene Mordfälle aufmerksam, die Jan sich näher betrachten soll. Jans Instinkt ist geweckt und er beginnt zu recherchieren. Schnell stellt sich heraus, dass die benannten Mordfälle tatsächlich etwas gemeinsam haben. Alle Verdächtigen wurden von Richter Christoph Schreiber freigesprochen und alle Freigesprochenen sind kurze Zeit später durch einen Unfall oder Selbstmord ums Leben gekommen. Zufall? Daran glaubt Jan nicht und recherchiert weiter. Durch seine Recherchen macht er jedoch Leute auf sich aufmerksam, die lieber weiter im Verborgenen agieren wollen ... Derweil versucht Staatsanwalt Matthias Saalbach eben jenen Richter Schreiber absetzen zu lassen. Zwar gelingt es ihm, alle Staatsanwälte auf seine Seite zu ziehen, jedoch können diese nichts gegen Schreiber ausrichten. Kurze Zeit später bringt sich Richter Christoph Schreiber um. Hatte der Richter doch etwas mit den freigesprochenen Tatverdächtigen zu tun? Steckte er womöglich sogar mit ihnen unter einer Decke? Alexander Schrader macht sich zusammen mit dem Verfassungsschutz auf, die Hintergründe dieser merkwürdigen Unfall- und Selbstmordtoten zu hinterleuchten und stößt dabei auf bisher nie dagewesenes ... Elitäre Selbstjustiz! Der Plot wurde ausgesprochen realistisch und spannend erarbeitet und ganz ehrlich, ich kann jetzt nicht unbedingt behaupten, dass ich die "Bösen" als so böse einschätzen würde. Sicherlich ist es nicht in Ordnung, was sie gemacht haben und niemand hat das Recht, das Recht in die eigene Hand zu nehmen und jedoch kann ich verstehen, dass sie das Gesetz in die eigene Hand nehmen, wenn nachweislich das Recht versagt hat. Die Protagonisten wurden ausgesprochen facettenreich erarbeitet. Besonders beeindruckend fand ich die Figur des Alexander Schader, ein Kriminalhauptkommissar, der weiß, dass das Gesetz bzw. der Rechtsstaat nicht immer funktioniert und dennoch nie den Glauben an diesen verliert und sich immer für denselben einsetzt und nicht von seinem Weg abweicht. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd, was hier definitiv des packenden Plots zu einem überaus sensiblen Thema und ganz fantastischer unerwarteter Wendungen geschuldet ist. Abschließend kann ich nur sagen, dass es ein wahrer Genuss war, dieses Buch zu lesen und ein kleiner Teil von mir, ich gebe es zu, kann die Täter und ihre Tate durchaus nachvollziehen.

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