Bernd Ulrich

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Bernd UlrichStalingrad
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Stalingrad
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 (2)
Erschienen am 14.02.2005
Bernd UlrichGuten Morgen, Abendland - Der Westen am Beginn einer neuen Epoche
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Guten Morgen, Abendland - Der Westen am Beginn einer neuen Epoche
Bernd UlrichSagt uns die Wahrheit!
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Sagt uns die Wahrheit!
Sagt uns die Wahrheit!
 (1)
Erschienen am 10.09.2015
Bernd UlrichWofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss.: Eine Streitschrift
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Wofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss.: Eine Streitschrift
Bernd UlrichWofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss.
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Wofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss.
Bernd UlrichFrontalltag im Ersten Weltkrieg
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Frontalltag im Ersten Weltkrieg
Frontalltag im Ersten Weltkrieg
 (0)
Erschienen am 26.08.2008
Bernd UlrichKrieg im Frieden
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Krieg im Frieden
Bernd UlrichFrontalltag im Ersten Weltkrieg
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Frontalltag im Ersten Weltkrieg
Frontalltag im Ersten Weltkrieg
 (1)
Erschienen am 01.08.1999

Neue Rezensionen zu Bernd Ulrich

Neu
W

Rezension zu "Guten Morgen, Abendland - Der Westen am Beginn einer neuen Epoche" von Bernd Ulrich

"Am Ende wird der Wille zur Demokratie einen Weg zur Gerechtigkeit finden."
WinfriedStanzickvor einem Jahr


Er steckt den Kopf nicht in den Sand, belässt seine politischen Kommentare und Analysen nicht im Jammern und Klagen über die „Welt aus den Fugen“, sondern Bernd Ulrich, Leiter der Politik-Redaktion der Wochenzeitung „Die Zeit“ entwirft in dem vorliegenden Essayband in insgesamt zehn thematischen Zugängen ein überzeugender politischer Analyse und politischer Bestandsaufnahme ein Epochenbild, das wir in den nächsten Monaten und Jahren in der politischen Kultur unseres Landes und zur Unterfütterung von noch mehr nötigen demokratischen Engagements der Bürger noch dringend brauchen werden und auf dessen Elemente nach der Wahl hoffentlich noch viele zurückkommen werden.

Ulrich glaubt, die Erschütterungen der letzten Jahre (Trump, Brexit, Flüchtlingskrise, autoritäre Staaten mitten in der EU) sind notwendig, um der Öffentlichkeit unseres Landes die Augen zu öffnen für die Ursachen, die viel zu lange verdrängt worden sind: die Wucht, mit der die weltweiten Krisenherde an unser Leben unmittelbar heranrücken, und die grotesken und obszönen Ungerechtigkeiten, die so sichtbar werden und die sich die Opfer nicht mehr bieten lassen, bei uns und weltweit ...

Für Deutschland und erst recht für Europa sieht er eine Zukunft weisen als Mittler zwischen Ost und West und als Kümmerer für Afrika. Bei aller zum Teil sehr ernüchternder Analyse, die zeigt, dass die alten Zeiten endgültig vorbei sind, gibt Ulrich die Hoffnung nicht auf wenn er am Ende schreibt: "Am Ende wird der Wille zur Demokratie einen Weg zur Gerechtigkeit finden."

Möge er Recht behalten und mögen sich auch nach der Wahl zum Bundestag dort und in einer kritischen Öffentlichkeit genug Stimmen finden, die in diese Hoffnung miteinstimmen und ihre Politik danach ausrichten.

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J

Rezension zu "Guten Morgen, Abendland - Der Westen am Beginn einer neuen Epoche" von Bernd Ulrich

Gute Deutsche
jamal_tuschickvor einem Jahr


Jedes Volk ermächtigt sich in einer Geschichte, die das Göttliche mit der Geografie verbindet. Besonders blumig erscheint die Selbstvergewisserung, wenn sie von einer beseelten Natur ausgeht und in einer Schlange oder Löwin die Geburtshelferin der Nation erkennt. Fragt man die Leute, dann ist der deutsche Haupttext ein Heldenepos voller Nebel, Tarnkappen und Gemeinheiten. Zeit-Redakteur Bernd Ulrich sieht das anders. In seinem „Weckruf“ „Guten Morgen, Abendland“ behauptet Ulrich, die Helden der Nibelungen seien ausgemustert worden. Stattdessen ginge es in der neuen Großerzählung um Schuld und Sühne als etwas immer weiter Wirkendem. Der Autor sprach über „die Integration der Schuld in die Nationalgeschichte“ und den Ausbruch der Marginalisierten „aus ihren Demutsgefängnissen als einer Nebenfolge der Globalisierung“ mit Wolfgang Schäuble in der Berliner Akademie der Wissenschaften. Schäuble nannte Ulrichs Deutungsversuche indirekt die Dramatisierung eines historischen Wimpernschlags. Was sind schon siebzig Jahre Nachkriegsgeschichte vor dem Hintergrund eines Reichsgeschehens, das mit Childerich blutig anfängt. Behutsam warf Schäuble dem Journalisten Alarmismus vor. Zugleich freute er sich über die im Ruf laut werdende Heimatliebe.
Ulrich stapelt starke Behauptungen auf manchmal sehr treffende Beobachtungen, gelungene Simplifikationen und die Wiedergabe von Einsichten, die auf Sportplätzen, in Gaststätten und im Internet billig gewonnen wurden. Ulrich schreibt: „Mit der merkelschen Entscheidung … kamen eine Million arabisch geprägte, also mutmaßlich „schwierige“ Muslime ins Land“.
Der Autor verfolgt die Entwicklung der Schwierigen auf Facebook: „Ob diese jungen Männer zu „guten Deutschen“ werden oder auf einen islamischen Abweg geraten, hängt … auch von der politischen Kultur (ab), mit der sie konfrontiert sind.“
Ulrich schildert eine „aus den Fugen“ geratene Welt. Schäuble hielt dagegen, dass die Welt für jede Generation aus dem Gleisbett springt. „Gehen Sie nur einmal hundert Jahre zurück. Da hatten wir den Ersten Weltkrieg.“
Die Gesprächspartner waren sich unheimlich nah, der Stuhlkreis-Liberale Ulrich und ein Schäuble im Schafspelz. Schließlich ging es um nichts. Der Politiker bezeichnete das Flüchtlingsmenetekel als „Rendezvous mit der Geschichte“, die nun denen Beine macht, die bisher keinen Grund zum Laufen sahen. Er erwähnte „die Doppelgesichtigkeit des Menschen“ und gab sich halb als Geschichtsfatalist, angeblich kleingehalten von einem Mandat, mit dem man von der Geschichte gar keine Aufträge annehmen kann.


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W

Rezension zu "Sagt uns die Wahrheit!" von Bernd Ulrich

Ein engagiertes und selbstkritisches Plädoyer für eine neue politische Kultur der Aufrichtigkeit
WinfriedStanzickvor 3 Jahren



Der Autor dieser kleinen Streitschrift, der stellvertretende Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT Bernd Ulrich, gehört seit den siebziger Jahren zu den profiliertesten journalistischen Begleitern der Bundesrepublik Deutschland. Seit vielen Jahren werden seine Leitartikel und Kommentare, vor allen Dingen zur Innenpolitik, weit über die Grenzen des Landes hinaus beachtet und diskutiert. Über die Parteigrenzen hinweg gehört er in Deutschland bei den Politikern zu den gefragten und geschätzten kritischen Gesprächspartnern.

Weil auch Bernd Ulrich deren Arbeit ernst nimmt, sieht er sich mit diesem Büchlein gezwungen, ihnen kräftig ins Gewissen zu reden. „Sagt uns die Wahrheit!“ ruft er ihnen zu, und versucht dem interessierten Bürger zu erklären „was die Politiker verschweigen und warum.“

Als Ulrich diese Streitschrift schrieb, war noch nicht annähernd erkennbar, wie dramatisch und verzweifelt sich die Situation der Flüchtlinge verändern würde, die, von anderen europäischen Staaten einfach weiter gewunken, zu Hunderttausenden in unser Land kommen und sich dort eine Zukunft erhoffen, die ihnen unser Land nicht geben können wird, jedenfalls nicht in dem Tempo und der Weise, wie sie sich das offenbar erhoffen.

Das permanente Wiederholen des Satzes „Wir schaffen das!“, ohne auf die immensen Probleme der Kommunen und Landkreise einzugehen und vor allen Dingen auf die Ängste der Menschen, ist ein ganz aktuelles Beispiel dafür, wie die Politiker den Menschen im Land einfach nicht die Wahrheit sagen. Ulrich macht das in seinem Buch an dem Handling der Griechenlandkrise deutlich und nimmt auch die Rolle der Medien, auch die seiner eigenen Zeitung und seiner eigenen Rolle dabei, kritisch in den Blick.

Seine Hauptthese ist: Deutschlands Politiker haben Angst, dass das Volk, erführe es die Wahrheit, in alte, überwunden geglaubte Muster zurück fallen könnte. (vgl.Pegida u.ä.) . Ulrich sagt hingegen: das Volk ist reif, die Wahrheit zu erfahren und mit ihr auch umzugehen. Die Politik muss ihre Scheu vor einer nicht gewünschten Reaktion der Bürger aufgeben und sie mit ins Boot nehmen. Offenheit und Ehrlichkeit statt alter Beschwichtigungspolitik. Die nämlich zerstört die Aussicht auf bessere Lösungen.

Ein engagiertes und auch selbstkritisches Plädoyer für eine neue politische Kultur der Aufrichtigkeit. Ein Aufruf zu einem neuen  Dialog zwischen Bürgern und Politik.

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