Bernd Wiersch Die Karmann-Story

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Inhaltsangabe zu „Die Karmann-Story“ von Bernd Wiersch

So richtig los ging es bei Karmann eigentlich erst mit dem „Ghia“. Auf Basis des bewährt-soliden Käfer hatten die Osnabrücker ein sportlich-elegantes Coupé geschaffen, das allen den Kopf verdrehte. Ein richtiges Traumauto, aber eines mit dem gewissen Etwas: Es ließ sich bezahlen. Der Karmann Ghia passte damit perfekt in die Zeit des deutschen Wirtschaftswunders, in der man wieder jemand war und in der es endlich wieder etwas mehr sein durfte. Dieses Buch widmet sich nun der Geschichte dieses eleganten Wagens, vor allem aber der Firma dahinter: Karmann aus Osnabrück. Automobilhistoriker Bernd Wiersch ist es durch seine langjährige, innige Verbindung zum Volkswagen Konzern, dem Karmann heute angehört, gelungen, die erste wirklich allumfassende Firmengeschichte zu Karmann zu schreiben. In unterhaltsamen Texten verpackt er akribisch recherchierte Fakten und führt uns anhand der chronologisch portraitierten Karmann-Fahrzeuge durch die wechselvolle, spannende Geschichte des Unternehmens. Und die kann sich sehen lassen, denn neben lukrativen Fertigungsaufträgen solventer Automobilhersteller hatte Osnabrück auch immer Platz für eigene kreative Ideen, die in futuristischen Concept Cars, Strandbuggys, Caravans und Wohnmobilen Ausdruck fanden. Die bekanntesten Autos aus Osnabrück sind: • Audi A4 Cabrio • BMW 6er / 6er Cabrio • Opel Diplomat A Coupé • Porsche 912 / 914 / 968 • VW Karmann Ghia / Käfer Cabrio / Golf Cabrio Jeder Käfer-Fan, jeder Oldtimer-Fan wird dieses Buch lieben. Und jeder Karmann-Fan sowieso.

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    Die Karmann-Story
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    07. October 2015 um 11:11

    Wie der Autor bereits im Vorwort erwähnt, stand ihm das Unternehmensarchiv nicht zur Verfügung. Um so mehr ist anzuerkennen, wieviel historisches Material und Fakten Bernd Wiersch, ein profunder VW-Kenner, zusammentragen konnte.  Wer allerdings eine Aufstellung aller jemals von Karmann gebauten Fahrzeuge und Prototypen in Form eines Catalogue Raisonée erwartet, wird enttäuscht sein. Hauptziel des Buches ist die Darstellung der über 100-jährigen Geschichte des Hauses. Entsprechend beginnt das Werk mit dem Lebensweg des Gründers Wilhelm Karmann senior (1871-1952), der bereits 1901 eine Wagenbaufabrik übernahm und damit selbständig wurde. Hauptgeschäftszweig war der Kutschenbau, aber bereits 1902 entstand die erste Automobilkarosse auf einem Dürkopp-Fahrgestell. Es ging schnell aufwärts, selbst die Folgen des Ersten Weltkriegs wurden durch geschickte Produktwahl wie Handwagen, Pferdekarren und ähnliches überbrückt. In den zwanziger Jahren reiste Wilhelm Karmann in die USA.  Die dort aufgenommenen Impulse führten zu einer starken Modernisierung seiner Werke. In den dreißiger Jahren prägte die Zusammenarbeit mit Adler in Frankfurt die Produktion, außerdem übernahm der Sohn Wilhelm Karmann junior zunehmend Verantwortung im Unternehmen.  Auch von Hanomag und Ford konnte man Aufträge bekommen. Leider zerstörte der Zweite Weltkrieg und seine Folgen erst einmal jegliche Hoffnung. Aber man gab nicht auf, kam über Ford zu einer Verbindung mit dem Volkswagenwerk und damit zu einem großen Auftragsvolumen über viele Jahre. Käfer Cabrio, Karmann Ghia, Golf Cabrio, Scirocco und Corrado wurden in erheblichen Stückzahlen produziert. Aber auch für die Auto Union, Porsche, BMW, Mercedes und Opel, um nur einige zu nennen, fertigte man Karosserien und ganze Autos. Weitere Standbeine waren die Werkzeugfertigung, die Konstruktion von Cabrioverdecken, Wohnmobile und der Prototypenbau. So war man eigentlich bestens aufgestellt, zusätzlich existierten noch Betriebe im Ausland, Karmann do Brasil wurde bereits 1960 gegründet, in den 90ern und später kamen noch Werke in den USA, Mexiko, Portugal und Polen aufgebaut. Das 100-jährige Jubiläum feierte man 2001, die Zeichen standen noch voll auf Erfolg. Hauptaufträge waren zu dieser Zeit das Mercedes SLK Cabrio, das Audi Cabrio und das Renault Mégane Cabrio. Leider war man nicht erfolgreich beim Akquirieren von Neuaufträgen, die Produktion sank dramatisch, was im April 2009 zum Insolvenzverfahren führte. Verhandlungen mit VW führten im November des gleichen Jahres zur Gründung der Volkswagen Osnabrück GmbH, so dass immerhin rund 2.000 Mitarbeiter im neuen Unternehmen Beschäftigung fanden, wenn auch zu schlechteren Bedingungen. Bernd Wiersch hat diese Geschichte  gut nachrecherchiert und das Buch lässt sich flüssig lesen. Statt streng chronologisch vorzugehen, wird in manchen Kapiteln das Geschehen parallel nach Themen dokumentiert, so zum Beispiel die Zusammenarbeit mit verschiedenen Automarken. Auch der zeitliche und wirtschaftliche Kontext wird gut erklärt.

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