Bernd Zangerl

 5 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor*in von Bouldern.

Lebenslauf

BERND ZANGERL is regarded as one of the best boulderers of all-time. Born in 1978 in Tyrol, he was surrounded by mountains and began bouldering at a young age. After great success in alpine climbing, he later turned to bouldering and found his true passion here.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bernd Zangerl

Cover des Buches Bouldern (ISBN: 9783711200082)

Bouldern

(3)
Erschienen am 04.10.2021

Neue Rezensionen zu Bernd Zangerl

Cover des Buches Bouldern (ISBN: 9783711200082)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Bouldern" von Bernd Zangerl

Bellis-Perennis
Bouldern ist alles andere als ein Kinderspiel

Dieses Buch stellt uns den Sport „Bouldern“ in wunderschönen Bildern vor. Aber, was ist das überhaupt „Bouldern“? 

Klettern? Ja, aber ... Oder doch etwas anderes?

Jedenfalls ein Sport, der den ganzen Körper und besonderes Fingerspitzengefühl (er)fordert.  

Jedenfalls keine Sportart für mich. Ich habe interessiert die Gründe gelesen, warum sich Männer und Frauen diese Sportart hingeben, die auf der ganzen Welt bekannt ist und auch ausgeübt wird. 

Bernd Zangerl versucht seinen Lesern in zehn Kapiteln die Faszination des Bouldern zu erklären. Dabei verschweigt er schmerzliche Misserfolge und das oftmalige Scheitern am Fels nicht. Besonders interessant ist das Heranführen von Kindern an den Sport. Denn „Kraxeln“ ist für manche Kinder (zumindest eine Zeit lang) der bevorzugte Fortbewegungsstil. 

Dennoch, schon nach wenigen Zeilen von Bernd Zangerl wird klar: Bouldern ist alles andere als ein Kinderspiel. 

Fazit: 

Gerne gebe ich diesem aufschlussreichen Buch und seinen prachtvollen Fotos 5 Sterne.

Cover des Buches Bouldern (ISBN: 9783711200082)
Sikals avatar

Rezension zu "Bouldern" von Bernd Zangerl

Sikal
„Bouldern“ – was ist das überhaupt?

Vielen nicht alpinen Menschen wird der Begriff nichts sagen – ein Blick in das Buch verrät jedoch gleich worum es sich handelt. Schnell könnte man die Meinung bekommen, es handelt sich beim Bouldern um das vergnügliche „Kraxln“ eines Kindes auf einem Felsen am Wegesrand. Steinbrocken unterschiedlicher Größe werden einer Besteigung unterzogen. Aber kann man bei einzelnen Felsen überhaupt von einer „Besteigung“ sprechen?


Nach den ersten Zeilen des Autors wird schnell klar: Bouldern ist alles andere als ein Kinderspiel.


Für den einen ist es dennoch die Suche nach der Ruhe abseits der Arbeitswelt, ein Eintauchen in die Natur und ein „Eins werden“ mit dem Gestein. Für die anderen ist es Hochleitungssport, sich einen Felsen zu suchen und sich solange daran zu versuchen, bis jeder Griff sitzt.


Dieses Suchen nach den Griffen wird ausgedehnt zu einer Suche nach dem perfekten Boulder. Jeder, der diesen Sport betreibt, ist ein Suchender.


In vielen Bildern wird in diesem Buch das Bouldern gezeigt. Auf jedem einzelnen der Bilder ist zu sehen, dass es sich bei den Ausführenden um wirklich Sportler – wahre Athleten – handelt. Und diese Bilder zeigen auch, mit welchem Ernst diese Sportart betrieben wird.


Die einzelnen Kapitel beschreiben vom Einstieg in den Sport, die Geschichte und einzelne Sportler sowie einen Überblick über die einzelnen Bouldergebiete der Welt. So mancher wird überrascht sein, wo diese Sportart überall beheimatet ist. Spannend sind auch die Geschichten der einzelnen Boulderer zu lesen, welche unterschiedlichen Wege zu diesem Sport führen und aus welcher Motivation heraus er betrieben wird.


Insgesamt gibt dieses Buch einen Einblick in eine Sparte des Alpinsports, die hierzulande vielleicht belächelt wird und deren Sportler als verrückt eingestuft werden – hat man sich aber mit den Hintergründen näher befasst, wird man schnell seine Meinung ändern.


Zurück zum „Kraxln“ der Kinder – gegen Ende des Buches gibt es ein eigenes Kapitel, welches den natürlichen Trieb der Kinder auf Felsen zu klettern gerecht wird – „Bouldern mit Kindern“ zeigt wie aus einem unbedarften Spiel unendlich viel Nutzen für unseren Nachwuchs erzeugt werden kann. Gerne vergebe ich für dieses umfassende Buch 5 Sterne.

Cover des Buches Bouldern (ISBN: 9783711200082)
annlus avatar

Rezension zu "Bouldern" von Bernd Zangerl

annlu
umfassender Enblick in die Welt des Boulderns

*Diese innere treibende Kraft bewirkt, dass ich mich plötzlich an Griffen festhalte, die ich vorher gar nicht wahrgenommen habe.*


Bouldern, was ist das eigentlich? So leicht die Definition klingt, so schwer lässt sich die Komplexität fassen. Das Buch gibt einen Einblick in die unterschiedlichsten Facetten dieser Kletterkunst und will Information und Inspiration in einem sein.



Mit den Kapiteln Inspiration und Motivation startet Bernd Zangerl eine philosophisch angehauchte Einleitung, die dem Bouldern besonders eins zuschreibt – sehr persönlich zu sein. So geht auch er auf seinen persönlichen Weg ein, der ihn zu diesem Sport gebracht hat. So wie er haben viele andere Kletterer das Bouldern (klettern ohne Seilsicherung in sicherer Absprunghöhe zum Boden) für sich entdeckt. Zweiundzwanzig von ihnen werden im Buch vorgestellt, wobei die Auswahl nicht vorgenommen wurde, weil sie die „Besten“ sind, sondern gerade deshalb, weil sie die Vielfalt des Boulderns repräsentieren. So sind Pioniere unter ihnen, ebenso wie neue Wettbewerbssieger, solche, die sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen und für sich selbst bouldern und solche, die den Fokus weniger auf die ganzen Routen als auf einzelne Teilstücke legen. Die Motivation und Herangehensweise ist bei jedem eine andere, was die Grundgedanken des Boulderns gut wiederspiegelt. Ein eigenes Kapitel geht darauf ein, wie sich das Bouldern entwickelt hat und beschreibt seine historischen Ursprünge.


Das Buch gibt aber auch praktische Tipps, beschreibt, was man als Anfänger zu beachten hat, welche Ausrüstung es braucht, wo sich die bekanntesten Gebiete der Welt befinden und warum das Bouldern sich auch für Kinder eignet. Allerdings steht auch hier der Inspirationsgedanke des Buches im Vordergrund, sodass immer wieder Anlässe zum Selbstprobieren geschaffen werden.


Obwohl zuletzt auch Wettkämpfe kurz besprochen werden und in die Bechreibungen und Abbildungsbezeichnungen viele Schwierigkeitsgrade mit einfließen, wird die Entwicklung hin zum Konkurrenzdenken und zur rein sportlichen Sicht auf das Bouldern immer wieder kritisch angesprochen. Auch das Kapitel zur Nachhaltigkeit und zur Achtsamkeit gegenüber der Natur und den Einheimischen fällt unter den Grundgedanken der rücksichtsvollen Sportausübung.


Neben den Beschreibungen lebt das Buch durch seine vielen Fotografien. Zum Thema passend sind dies Sportlerportraits aber auch viele atemberaubende Aufnahmen, die das Können der Fotografen zeigen. Ob ein Spiel mit dem Licht oder beeindruckende Landschaften, in denen die Felsen und im Besonderen auch die Kletterer nur ein Teil des Eindruckes sind, hier findet man eindrückliche Bilder.


Fazit: Auch wenn das Bouldern nicht mein Sport ist, habe ich einen lebendigen Eindruck gewonnen und mich besonders für die Geschichte und die Herangehensweise der Sportler interessiert. Die Gedanken zur Motivation, die persönlichen Einblicke und die wunderbaren Bilder haben mir ein besonderes Lesevergnügen geschaffen.

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