Bernd Zeller

 4.1 Sterne bei 25 Bewertungen

Lebenslauf von Bernd Zeller

Bernd Zeller ist seit 1993 Cartoonist für »zitty«, »Süddeutsche Zeitung«, »Die Welt«, »Berliner Zeitung«, »Die ­Presse« u.a. Seit 1994 arbeitet er als Gag-Autor für die »Harald-Schmidt-Show« mit Auftritten in Sketchen als »Unser Ossi«. 1999 war er kurzzeitig Redakteur beim »Eulenspiegel«, danach bei der »Titanic«. Er war außerdem Neugründer der Satirezeitschrift »pardon«. Bernd Zeller lebt in Jena.

Neue Bücher

Wir sind das Volk, das sich so was gefallen lässt!

Neu erschienen am 06.02.2020 als Hardcover bei Solibro Verlag.

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Cover des Buches Überraschung!: Das ultimative Geschenkbuch (ISBN:B00PFY45UC)

Überraschung!: Das ultimative Geschenkbuch

 (6)
Erschienen am 09.11.2014
Cover des Buches Überraschung! (ISBN:9783943650716)

Überraschung!

 (6)
Erschienen am 02.12.2014
Cover des Buches Lost Merkel (ISBN:9783932927560)

Lost Merkel

 (3)
Erschienen am 04.03.2013
Cover des Buches Hat sich die Wende überhaupt gelohnt? (ISBN:9783932927874)

Hat sich die Wende überhaupt gelohnt?

 (2)
Erschienen am 02.09.2014
Cover des Buches Die Sprache des Grünen Reiches (ISBN:9783960790655)

Die Sprache des Grünen Reiches

 (1)
Erschienen am 30.03.2019
Cover des Buches Presseshow (ISBN:9783960790075)

Presseshow

 (1)
Erschienen am 04.05.2016
Cover des Buches Der Alpenpinguin (ISBN:9783941362185)

Der Alpenpinguin

 (0)
Erschienen am 01.07.2012

Neue Rezensionen zu Bernd Zeller

Neu

Rezension zu "Die Sprache des Grünen Reiches" von Bernd Zeller

"Wir machen uns nicht mit einer guten Sache gemein. Wir sind die gute Sache."
R_Mantheyvor einem Jahr

Aus dem Kopf einer Dame, die eine nicht zu leugnende Ähnlichkeit mit einer Moderatorin besitzt, die im öffentlich-rechtlichen Bezahlfernsehen Haltung zeigt, tritt dieser Grundgedanke des linken Journalismus. Obwohl Bernd Zeller mit diesem ersten Cartoon einmal nicht seine üblichen immer gleichen Figuren zeichnet, sondern offenbar eine real existierende Person, wird hier sein Stil deutlich. Die Zeichnungen spielen eine eher nebensächliche Rolle, besonders einprägsam sind sie nämlich nicht. Vielmehr geht es wie immer bei politischen Karikaturen um die kurzen Aussagen, die in ihnen stecken.

Bei Zeller treffen viele davon genau ins Schwarze, manchmal allerdings neigt er zu komplizierten Sätzen und hat offensichtlich Spaß dabei. Vielleicht war das ja der Grund, warum sein Verleger im Buch die Zellerschen Cartoons als "nicht hilfreich" bezeichnet. So etwas ist schon merkwürdig. Mir haben die meisten von ihnen jedenfalls gefallen. Mit beißendem Sarkasmus entlarvt Zeller die Phrasen der politischen Elite, etwa so: "Wir sind ein reiches Land; man muss nur mal sehen, wieviel Verfall wir uns leisten können." Oder so: "Von Kanzlerin Merkel wird bleiben, dass sie aus der Bundesrepublik ein Auswanderungsland gemacht hat." Das klingt witzig, ist es aber nicht, denn die Abwanderungsquote hochqualifizierter Fachkräfte (Ärzte beispielsweise) ist tatsächlich hoch.

Manchmal sind Zellers Sprüche aber auch zu diffus, weil er zu weit ins Absurde abdriftet, etwa bei: "Wir tragen die historische Schuld gegenüber den Randgruppen, die von der Mehrheit und von Einzelnen immer mit Mindestanforderungen konfrontiert werden." Das sitzt nicht, sondern verpufft. Und schließlich ist da auch noch der Titel dieser Sammlung. Von der Sprache des Grünen Reiches bleibt in diesem Band nicht viel hängen, weil es darum nicht wirklich geht. Eigentlich widerlegt Zeller viele der Phrasen, mit denen man täglich beworfen wird, wenn man sich die mehrheitlich linken Medien antut. Er macht das nicht immer gleich gut, aber das ist wohl auch normal. Kurze Sätze, die man sofort versteht, bringen mehr als komplizierte Konstruktionen wie etwa: "Die Hetze gegen Grüne hat dieselbe Struktur wie Antisemitismus. Womit wir uns nicht mit zionistischen Besatzern vergleichen wollen."

Besser ist da dann schon: "Helene Fischer ist doch eigentlich reich genug, um sich mal klar grün zu positionieren." Ob die Zellerschen Cartoons nun subversive Werke sind (steht so in der Vorstellung des Buches), mag ich nicht zu beurteilen, entlarvend sind sie jedenfalls zum großen Teil auf alle Fälle.

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Rezension zu "Presseshow" von Bernd Zeller

"Die Rubrik Einzelfälle heißt ab jetzt der Einzelfall des Tages"
R_Mantheyvor 4 Jahren

Solche und ähnliche knackige Aussagen findet man in guten Karikaturen. Sie bringen die Dinge auf den Punkt. Und manchmal führen sie auch zu plötzlichen Erkenntnissen oder werden zum Katalysator dafür. Dieses schmale Büchlein enthält Cartoons von Bernd Zeller in denen er sich mit dem bundesdeutschen Mainstream-Journalismus auseinandersetzt. Viele von ihnen sind toll. Aber wir leben nicht mehr in normalen Umständen, nicht mehr in Zeiten, wo Karikaturen gefragt sind. Vielen Menschen reicht es, und die Gesellschaft ist gespalten. 

Zeller war schon im Osten nicht angepasst. Warum sollte er es im Westen sein, wenn der in seiner Geisteshaltung immer stärker an vergangene Zeiten erinnert, von denen man sich eigentlich erlöst glaubte? Vielleicht liegt es an dieser komischen Entwicklung, dass es mir schwer fällt, über Zellers Karikaturen zu lachen. Gewöhnlich dienen solche gezeichneten Geistesblitze der Erleuchtung, sind der Zeit oder Erkenntnissen der Mehrheit weit voraus. Doch bei diesem Thema ist es genau umgekehrt. Gut gemacht, aber eben nichts Neues. Etwas, was nicht Heiterkeit, sondern schlechte Laune verbreitet. Man weiß, was man von der Mehrheit der Journalisten zu halten hat. Das ist kein Gefühl mehr, sondern durch Belege gesicherte Überzeugung. Zeller thematisiert besonders den "Gefühlsjournalismus": "Sie können dunkle Energie in Strom umwandeln. Was ist das für ein Gefühl?". Oder den Dialog mit dem Pack. Das Pack will aber keinen Dialog mehr. 

Manchmal überholen die Ereignisse den Karikaturisten eben einfach. Wenigstens kennt sich Zeller darin aus, weil er es schon einmal erlebt hat.

"Journalism is printing what others don't want printed. Everything else ist public relation."  Diese Orwellschen Sätze stehen gewissermaßen als Leitmotiv vor den Zeichnungen. Mehr muss man dazu dann auch nicht sagen.

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Rezension zu "Hat sich die Wende überhaupt gelohnt?" von Bernd Zeller

"Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!"
R_Mantheyvor 5 Jahren

Dieser hochintellektuelle Satz stammt von Erich Honecker. Und er hat ihn kurz vor dem Untergang der DDR in seiner ihm eigenen Sprechweise kraftvoll aus sich herausgepresst. Damals war das Publikum noch recht erheitert, denn so ganz ernst nahm ihn wohl kaum noch einer. Aber vielleicht verfügte der gute Erich über hellseherische Fähigkeiten, die man bei ihm einfach nicht wahrhaben wollte. Auf ähnliche Gedanken muss wohl auch Bernd Zeller gekommen sein.

Zeller hat den real existierenden Sozialismus noch bewusst erlebt. Ihm wird wie vielen Ostdeutschen die Richtung, in die die Bundesrepublik marschiert, recht bekannt vorkommen. Das Wappen auf dem Cover dieses Büchleins sagt mehr als alle Worte. Innen findet man kurze satirische Vergleiche zwischen der EU und der DDR zu vielen Themen. Irgendeine systematisierende Ordnung kann man nicht erkennen. Das wäre bei Zeller auch komisch. Und schließlich geht es hier um Satire und nicht um ein Sachbuch.

Und so recht weiß man beim Lesen der kurzen Texte auch nicht, ob man in sich hineingrinsen soll oder nicht, denn man fragt sich angesichts vieler von Zeller satirisch auf den Punkt gebrachten Sachverhalte tatsächlich, ob Mark Twain nicht doch recht hatte, als er meinte, dass Geschichte sich nicht wiederholt, aber reimt. Manch einer wird hingegen gar nicht bemerken, wohin die Reise geht. Vielleicht hilft Zeller da etwas bei der Zielfindung. In Wirklichkeit geht es ihm nämlich nicht um einen Vergleich, sondern um die Richtung.

Seine Texte haben nicht immer die gleiche Qualität. Während manches die Sache wirklich genau trifft, zuckt man bei anderen Ausführungen vielleicht eher die Schultern. So richtig verstehen können diese Texte wahrscheinlich nur Leute, die im Osten aufgewachsen sind und beide Systeme kennen. Wie man sie dann findet, hängt wohl stark von den eigenen Ansichten ab.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Überraschung!: Das ultimative Geschenkbuch (ISBN:undefined)

Wir ziehen Ostern einfach vor.

Die Pax et Bonum® - Verlags- und Mediengruppe

lädt herzlich zur Leserunde ein. Wir freuen uns über rege Diskussionsbeiträge.

Teilnahmebedingung an der Leserunde ist eine anschließende Rezension des Buches.

Über das Buch:

Überraschung!

Das ultimative Geschenkbuch

Wussten Sie, dass das Wort »Überraschung« zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert bedeutete, dass man rasch (plötzlich) über jemanden herfällt oder ihn überfällt – und »Geschenk« von einschenken, also der Bewirtung eines Gastes abstammt? Muss man am Sinn und Zweck von Überraschungen oder Geschenken zweifeln?

Nein. Zum Glück hat sich das geändert. Heute sollen Überraschungen und Geschenke erfreuen und Glück bringen. Nur – wie erreicht man das am besten?

Bernd Zeller hat hinreißend illustrierte Tipps und Ideen parat, mit denen ein Geschenk zur Überraschung und eine Überraschung zum Geschenk wird.


Mit 31 Illustrationen auf Fotobrillant gedruckt.

Vorwort             Leseprobe

  • Einbandart: Paperback / Seiten:72 / Maße: 17 x 17 cm / Gewicht:230g
  • Buch: ISBN 978-3-943650-71-6 Preis 13,90 €
  • Epubformat : ISBN 978-3-943650-70-9 Preis 2,99 €
  • Kindleformat: Preis 2,99 €


Über den Autor:

Bernd Zeller, Zeichner, Satiriker, Autor,

Gagmacher u.a. für Harald-Schmidt-Show und ähnliche Formate

seit 1993 Cartoonist für zitty Berlin,

Karikaturist u.a. für Die Welt, Berliner Zeitung, Die Presse, Eulenspiegel, Thüringer Allgemeine, Süddeutsche Zeitung, huffingtonpost.de,

1999 Buch "101 Gründe, nicht zu studieren"

2000 Buch "101 Gründe, kein Ossi zu sein"

2000 Titanic-Redakteur

2004 Wiedergründung von pardon

weitere Bücher: "Trockenzonen", "Lost Merkel", "Warum Kinder nicht einschlafen und Eltern nicht aus-", "Robin Kruhse", "Welches Tier passt zu mir?", "Hat sich die Wende überhaupt gelohnt? Der große Vergleich DDR - EU", "Fantoma und der Vampirbuddha"

Bernd Zeller gestaltete unter anderem  die Cover- und Buchillustrationen zum Buch:
Twitter, Splitter, Spaßgewitter ― Kurze Tweets gegen lange Gesichter
(Aus dem Hause Pax et Bonum®)


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Herzlichen Dank für die schönen Worte. Ingolf und der Pax et Bonum Verlag.

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