Berndt Schulz Die verzauberten Frauen

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Inhaltsangabe zu „Die verzauberten Frauen“ von Berndt Schulz

Ex-Kommissar Martin Velsmann genießt die Freuden des Ruhestands im romantischen Rheingau. Doch ein ungelöstes Rätsel aus seiner Kindheit lässt ihn nicht los. Seit Jahrzehnten quält ihn die Frage nach der Bedeutung des mysteriösen Pergaments, das in einem versteckten Grabmal im Zisterzienserkloster Eberbach entdeckt wurde.
Woher stammt die Prophezeiung auf dem Pergament und was hat Clemens von Brentano damit zu tun? Wieso sind so viele Menschen hinter dem Fundstück her? Das intellektuelle Spiel schlägt in blutigen Ernst um, als ein mit archaischer Grausamkeit verübter Mord passiert und sogar Velsmanns Familie bedroht wird.
Welche verborgenen Mächte sind hier am Werk? Wieso wollen die offiziellen Stellen alles vertuschen? Wie kann ein uralter Glaubenskrieg heute noch Opfer fordern? Martin Velsmann muss seinen schwierigsten und persönlichsten Fall lösen – und zwar schnell.

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  • Rezension zu "Die verzauberten Frauen" von Berndt Schulz

    Die verzauberten Frauen

    martina_turbanisch

    18. July 2011 um 15:02

    Das Buch ist in drei Kapitel unterteilt, die den Leser in jeweils drei verschiedene Jahrzehnte führen, in drei verschiedene Lebensabschnitte von Kommissar Martin Velsman. Das erste Kapitel führt uns in das Jahr 1961. In diesem Jahr besuchte Martin Velsmann als Junge gemeinsam mit Vater und Großvater das Kloster Eberbach um ein Konzert zu besuchen. Martin Velsmann ist ein sensibler Junge, dem Gedichte und Geschichten im Kopf herumspuken und der auf keinen Fall Polizist, wie sein Vater und Großvater, werden möchte sondern Tänzer. Zeitgleich mit dem Konzert findet eine Gruppe von Archäologen unter der Leitung von Herrn Rosenthal ein bis dahin unentdecktes Grab und darin unter anderem ein altes Pergament, das den Weltuntergang vorhersagt. Doch auf dem Weg ins Landesarchiv verschwindet dieses Pergament und Herr Rosenthal bittet Martins Vater um Rat in dieser Angelegenheit. Während die Erwachsenen reden und Herr Rosenthal ein paar Geheimnisse um dieses Pergament lüftet, streift Martin allein durch das Kloster. Fasziniert betrachtet er Statuen und Grabplatten, bis seine Faszination in Schrecken umschlägt. Er glaubt Stimmen zu hören, die etwas sagen, was sein späteres Leben durchaus prägen wird. Alles was geschieht, hat mir dir zu tun! Alles hier ist für dich gemacht! Begreifst du das? , Im zweiten Kapitel findet man sich im Jahr 1983 wieder. Martin Velsmann ist nicht Tänzer, sondern doch Polizist geworden. Er ist jung verheiratet und dabei die Karriereleiter zu erklimmen. Eines Tages wird er, während er gerade dabei ist seine neue Kollegin Breitenbach einzuarbeiten, zum wiederholten Male mit Dingen konfrontiert, die ihn an die Stimmen im Kloster Eberbach erinnern, die er als Junge dort gehört hat.. Als er dem nachgeht, stößt er nicht nur auf den auch damals schon im Kloster beschäftigten Archäologen Rosenthal, der sich sogar noch an ihn erinnert, sondern auch auf ein zweihundert Jahre altes, scheußliches Verbrechen. Er beschließt einen Fachartikel darüber zu schreiben und seine Recherche zu diesem Artikel beschäftigt ihn so sehr, dass darüber beinahe die Gegenwart vergisst. Aber die Realität holt ihn schlagartig in Gestalt eines Verbrechens ein, das fatal an genau die Greueltat erinnert, die vor zweihundert Jahren verübt wurde. Martin Velsmann verbeißt sich so sehr in die Tat und an seinen persönlichen Lösungsansatz, dass seine Vorgesetzten ihn von dem Fall abziehen. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Jahr 2011. Martin Velsmann arbeitet als Berater beim LKA Wiesbaden, seine Ehe hat unter all den Ereignissen gelitten und er ist mir Frau und Kindern mittlerweile in die Nähe des Klosters Ebersbach umgezogen. Doch immer noch beschäftigen ihn die Ereignisse aus den Jahren 1961 und 1983 und auf Anraten seiner ehemaligen Kollegin Breitenbach wendet er sich an eine Psychotherapeutin, die ihm rät, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Er beginnt erneut sich in die Jahrhunderte, die Gedichte und Geschichten zu verbeißen und findet letztlich auch den Schlüssel um all die Geschehnisse zu verstehen und zu enträtseln, nicht zuletzt durch die Hilfe seines Sohnes. Mein Fazit: Am Anfang des Buches war ich nicht wirklich begeistert, für mich gab es ein bisschen viel Einblick in die verworrene Gedankenwelt eines Zehnjährigen und ein bisschen viel Texte des Dichters Clemens von Brentano, aber es lohnt sich auf jeden Fall weiterzulesen. Die Geschichte wird von Seite zu Seite spannender und auch die vielen Zitate machen dann irgendwann wieder Sinn. Ich mag die Art wie tatsächliche geschichtliche Ereignisse und Personen mit Erfundenen verwoben werden, aber das ist sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Auch die letztendliche Lösung und der Showdown sind spannend beschrieben und führen zu einem sinnvollen Ende. Ob die Welt denn nun tatsächlich im Dezember 2012 untergeht – wer weiß, das werden wir ja dann sehen. Wer eine Mischung aus Geschichte und spannendem Krimi mag, der sollte „Die verzauberten Frauen“ auf jeden Fall lesen.

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  • Rezension zu "Die verzauberten Frauen" von Berndt Schulz

    Die verzauberten Frauen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. June 2011 um 16:47

    Martin Velsmann unterhält sich mit dem unbehaglich wirkenden Mann, der das beginnende Gespräch spontan in Richtung Wilhelm Furtwängler lenkt. Doch er ist nicht hier im Rheingauer Winkel, um sich mit Sievers über die Liebe zum Universum und zur Menschheit, oder gar um die Entscheidung, welcher Liebe man den Vorzug geben sollte, zu unterhalten. Die neue Kollegin Karen Breitenbach regte ihn zum Besuch des Brentanohauses an. Jene schlagfertige Dame, die von der Polizeischule mit dem Privileg einer "dringenden Empfehlung" bedacht wurde und deren Zuteilung für Velsmann zweifellos einen Sprung auf seiner Karriereleiter bedeutete. Jene Dame, die sich während ihrer persönlichen Vorstellung erdreistete, ihrem Vorgesetzten die etwas merkwürdig formulierte Bereitschaft anzukündigen, sich "ab heute in sein Leben zu bohren". Jene Dame, die seine innere Stimme zu einem befreienden "Endlich" anregte, da sie zwar eine junge Frau sei, jedoch ohne die ebenso obligatorische wie piepsige Stimme. Velsmann, beinahe schon etwas ungehalten, berichtet Sievers von seiner Empfehlung, der sich sofort an Karen erinnern kann, als er einst an der Polizeischule über Gärten und Spurensicherung referierte. Der Ermittler aus Fulda wollte nicht mit der Tür ins Haus fallen, tut es aber mehr oder weniger doch, denn ihn interessiert dieses "Papier", welches dem Brentanohaus angeboten wurde. Der vermeintliche Gärtner wirkt betroffen, denn als einer der beiden Archivare der Familie Brentano weiß er natürlich Bescheid. Vor zwei Wochen tauchte die Schrift im Bundesarchiv auf. Angeblich würde ein zweiter Text auf dem Dokument erscheinen, der eventuell von Clemens Brentano stammen könnte. Zu weiteren Auskünften ist der Archivar zunächst nicht bereit, zumal es sich nicht um eine offizielle Ermittlung handelt, und einem Inspektor der Fuldaer Kripo, der nicht nur nach, sondern auch vor Feierabend der Literatur frönt, ist er sowieso keinerlei Rede und Antwort schuldig. Wie der Blitz trifft es ihn aber, als Martin Velsmann plötzlich beginnt, aus der "Cronika" zu zitieren. Denn ausgerechnet dieser Text ist jener von Clemens Brentano, der auf dem besagten Pergament erschienen ist. Doch auch der Hauptkommissar ist völlig überrascht, denn wie hätte er das ahnen können? Er zitierte lediglich aus Kindheitserinnerungen ...! Der Ausflug ins "feindliche Ermittlungsareal" am dienstfreien Samstag hat Folgen, denn Velsmann will zunächst nicht nach Fulda zurückkehren. Kollegin Breitenbach kann es nicht nachvollziehen und seine Frau gibt ihm grünes Licht für den "Sonnenuntergang in Winkel" sowie eine Übernachtung in Eltville. Bei einem Abendspaziergang am Rhein erinnert er sich an seine Kindheit. Mit seinem Vater und Großvater besuchte er damals das Kloster Eberbach. An den Klosterverwalter Rosenthal erinnert er sich genauso gut wie an die Geschichten, die er erzählte. Es war von einem grauenhaften Mord auf der Loreley die Rede. Und da war ein rätselhafter Fund in einem Grab, das im Kloster Eberbach an einer Stelle gefunden wurde, wo eigentlich keine Grabstätte hätte sein dürften. Viel hat er damals nicht mitbekommen, da man ihn bei dem Treffen hinausschickte. Die Grabstätte hatte er damals aber gesehen. Am Sonntag fährt Velsmann ins Kloster. Rosenthal lebt noch und erinnert sich noch sehr gut an ihn. Von dem seltsamen Grab ist aber jede Spur verschwunden ...! Zur Vorgeschichte: Im Januar 1633 besuchte der schwedische Reichskanzler Axel Oxenstierna Kloster Eberbach. Reich beschenkt von Gustav Adolf, seinem König, durfte er es als sein Eigentum betrachten. Doch es steckte insofern mehr dahinter, als Oxenstierna und sein Berater beauftragt waren, das letzte erhaltene von sieben Pergamenten zu finden, welches eine ganz und gar unerfreuliche Prophezeihung enthielt. Das Teufelszeug zu vernichten, lautete der Auftrag ... Nach der vergleichsweise unkomplizierten (aber nicht minder spannenden) Lektüre von "Schwarze Dame Tod" und "Abgehakt", durfte ich einen "Krimi" im üblichen Sinne, was auch die Kurzbeschreibung vom Verlag bereits vorwegnahm, nicht erwarten, dennoch traf mich die Wucht dieses historischen Thrillers gänzlich unerwartet! Über Generationen zeichnet Berndt Schulz hier ein epochales Drama, welches seinen Mittelpunkt in einer bedrohlichen Prophezeihung findet (und, zumindest bis Überschreitung des entsprechenden Datums, auch im kommenden Jahr noch für wohliges Unbehagen sorgen könnte). Die verschachtelte Erzählstruktur verliert zu keiner Zeit den Überblick und gönnt sich zudem den heute kaum mehr üblichen Luxus einer ausgefeilten Charakterzeichnung der handelnden Hauptpersonen! Hinzu kommt eine deftige Portion Humor, der aber niemals auch nur eine Spur zu flach eingebracht wird. Insbesondere die Dialoge zwischen Karen Breitenbach und ihrem Vorgesetzten Martin Velsmann suchen ihresgleichen, denn hier treffen zwei Seelenverwandte unmittelbar und ohne Vorwarnung aufeinander. Wahrhaft poetisch sind die liebevoll erzählten Rheingauer Landschaftsimpressionen - selbst ein kurz erwähnter Sonnenuntergang lädt zum Verweilen und Innehalten ein. Da der Rezensent die Gegend gut kennt, reicht es sogar für die eine oder andere Gänsehaut! Am Rhein ist sowieso alles anders. Die Sonne versinkt dort "funkensprühend im Strom" - kein Wunder, denn generell ist das "Licht über dem Rheintal" weitaus mehr als einzigartig ... Das intellektuelle Verwirrspiel in und um Kloster Eberbach, eingebunden in historische und aktuelle Bezüge im Zusammenhang mit der Loreley-Sage sowie einer ebenso uralten wie apokalyptischen Prophezeihung, ist nach "DrachenHatz" und "Der Verlobte" das dritte Buch der Sutton-Krimi-Reihe, das sich bereits jetzt einen sicheren Platz in der Auswahl meiner Lieblingsbücher für das Jahr 2011 gesichert hat. © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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