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Bernhard_Albrecht

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

"Mehr können wir nicht tun." Dieser Satz eines Arztes stand oft am Anfang der Geschichten, denen ich vier Jahre hinterhergespürt habe. Die neun Fallgeschichten in diesem Buch erzählen, wie dann ein anderer Arzt doch noch die Lösung findet. In den Erzählungen geht um alles, was das Leben ausmacht: Hoffnung, Liebe, Treue, Todesangst - und immer auch um einen Meilenstein im Leben des Arztes.
Als ich das Buch geschrieben habe, habe ich mir immer vorgestellt, dass es auch am Strand gegen einen Krimi bestehen muss - obwohl darin auch viel Wissen vermittelt wird. Von euch will ich erfahren, ob das gelungen ist und freue mich, wenn viele mitdiskutieren.
Wer mehr erfahren will, youtube-Video anklicken oder meine website www.bernhard-albrecht.de besuchen - dort auf "Buch" klicken.



Nachtrag 3.11.2013 - Leseprobe

Pater  Raphael  trug  eine braune Kutte  mit Kapuze und  um die Hüfte eine  Kordel. Er  war  stolz  auf  sein  Habit – so nannten die  Brüder das  Gewand –, denn es gemahnte an den Gründer des Franziskanerordens, Franziskus von Assisi, der im 13. Jahrhundert als Mönch in einem Wollsack  herumlief, weil er jegliche Symbole  des Reichtums ablehnte.

Am späten Vormittag  des 28. Oktober 2010 betrat Pater

Raphael  den Fahrstuhl des Klinikums Fulda.  Hinter ihm schoben zwei Rettungssanitäter eine  junge  Frau  auf einer Trage in die Kabine. Nie würde er vergessen, wie sich ihre Augen  vor Angst  weiteten,  als ihr Blick an seinem Habit entlang zu seinem Gesicht emporwanderte.

»Wer hat denn den Pater gerufen?«,  flüsterte sie, aus ihrer

Stimme klang Entsetzen.

Pater Raphael arbeitete seit sechs Jahren als katholischer Seelsorger am Klinikum. Täglich besuchte er Menschen in Todesangst,  doch er war gewohnt,  dass sein Erscheinungsbild sie eher beruhigte als verängstigte. Diese Frau aber war offensichtlich gerade  mitten aus dem  Leben  gerissen  worden,  und  sein  Habit bedeutete ihr  nur  eines: Sterben  und Tod.

»Ich  mache  hier  nur  meine Besuche auf den  Stationen

und stehe ganz zufällig im Fahrstuhl«, versuchte er ruhig zu antworten. »Und Sie?«

Er  erfuhr,  dass sie schwanger  war,  Zwillinge.  Dass  ihr

niedergelassener Frauenarzt wohl soeben ein Problem am Muttermund entdeckt hatte. »›Sie bleiben gleich hier liegen, ich hole den Notarzt‹, hat er zu mir gesagt.«

Dann  öffnete sich auch schon  die Fahrstuhltür, und sie

war weg. Der  Pater  aber blieb zurück, verwirrt und  aufgewühlt.


(aus dem Kapitel: "21 Wochen, fünf Tage". Es geht um die jüngste Frühgeburt Europas. Soeben nominiert für den "Deutschen Reporterpreis" unter dem Titel "Und Frieda lebt noch", SZ-Magazin, gekürzte Fassung, www.reporter-forum.de. Dieser Kapitelauszug fiel durch die Kürzung weg...)

Ich bin begeistert von den persönlich geschriebenen Bewerbungen und verspreche, diese Runde möglichst täglich zu begleiten. Die Auswahl wird schwer! Schön, dass sich sowohl Krimileser melden, die mit Medizin nichts am Hut haben, als auch vom Thema Betroffene und fachlich Interessierte. Das Buch ist für alle geeignet, behaupte ich - so wie einst die Bücher von Oliver Sacks ("Awakenings"), der das Genre begründete und den ich als Abiturient verschlungen habe. Wie bei Sacks handelt es sich um wahre Geschichten.
Gruß Bernhard

Autor: Bernhard Albrecht
Buch: Patient meines Lebens: Von Ärzten, die alles wagen

Sterny88

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Dann mache ich doch gerne mal den Anfang. Die Idee hinter dem Buch hört sich interessant an - ich würde gerne mehr über die angesprochenen Fälle lesen bspw. die Entwicklung einer künstlichen Luftröhre klingt sehr innovativ. Zudem bin ich gespannt, "wie" das Buch geschrieben ist - ob es genauer auf die medizinischen Fakten eingeht, die Art der Ärzte mit auswegslosen Fällen umzugehen oder ob Ärzte häufig an den Pranger gestellt werden, weil sie etwas nicht geschafft haben. Fallgeschichten bringen derartige Themen immer überzeugender/authentischer rüber, als allgemeine Diskussionen dazu und daher würde ich gerne an der Leserunde zu "Patient meines Lebens" teilnehmen.

EDIT: Ich sehe gerade, dass Sie selbst Medizin studiert haben - das lässt natürlich auch hoffen, dass Sie sich "perfekt" mit den Themen auseinandersetzen konnten :)

0VELVETVOICE0

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen
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Das klingt wirklich unglaublich interessant...ich würde mich freuen, wenn ich ein Buch gewinnen würde. Meine beste Freundin studiert zurzeit Medizin und wird wohl auch irgendwann mal in dieser Situation stecken.

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Bernhard_Albrecht

vor 4 Jahren

Lektüre Teil 1, Seiten 1 - 74
@MINION-MIGNONNE

Ich glaube, du bist die Letzte. Ich begleite dich gerne noch durch die Lektüre. Falls andere derweil noch Fragen haben, gerne. Und dann versuche ich mich an Abschiedsworten, wobei, eigentlich habe ich die weiter oben schon geschrieben :-)

Winterzauber

vor 4 Jahren

Lektüre Teil 2, Seite 75 - 124

MINION-MIGNONNE schreibt:
Scheint jetzt vielleicht etwas fehl am Platz , aber " die Arme...". Ich kenne auch jemanden , welcher sich andauernd über starke Schmerzen beschwert , doch ich glaube , wenn auch ich mir nicht sicher bin , dass es Momente gibt in denen er seine Schmerzen kurz vergessen kann..

Ja, sie hat sogar inzwischen eine Sprachsoftware, da sie dann nicht mit der Tastatur schreiben muss, das einzige was Hoffnung macht, hat ihr der Masseur gesagt, ein Nerv wächst wohl mit der Zeit minimal, da könnte sie dann in ca. 3 Jahren schmerzfrei sein.

Irve

vor 4 Jahren

Fazit / Rezensionen

Nun ist auch endlich meine Rezi fertig. Ich habe sie hier eingestellt, bei wasliestdu, bei Amazon und auf meinem Blog.
Danke, dass ich dieses tolle Buch mitlesen durfte!

http://irveliest.wordpress.com/2013/12/10/bernhard-albrecht-patient-meines-lebens/

Winterzauber

vor 4 Jahren

Fazit / Rezensionen

So, spät aber dennoch. Ich möchte mich nochmal bedanken für das tolle Buch, was ich sicher ohne die Leserunde nie gelesen hätte. Ich werde es noch an Freundinnen und an meine Schwester weitergeben.

Habe eine Rezi hier bei

Lovelybooks
Amazon
buecher.de
buch.de
Weltbild

veröffentlicht.

Bernhard_Albrecht

vor 4 Jahren

Schöne Rezi als Weihnachtsgeschenk für mich. Ich wünsche denen, die sich noch hierher verirren, schöne Feiertage. @Winterzauber: nehme ich als Auftrag, über ein neues Buch nachzudenken. Euer Bernhard

irismaria

vor 4 Jahren

@Bernhard_Albrecht

Ein neues Buch mit ähnlichen Geschichten wäre toll!

Auch von mir frohe Weihnachten an dich und die Runde. Ich werde das Buch übrigens zu Weihnachten verschenken.

Winterzauber

vor 4 Jahren

Bernhard_Albrecht schreibt:
Schöne Rezi als Weihnachtsgeschenk für mich. Ich wünsche denen, die sich noch hierher verirren, schöne Feiertage. @Winterzauber: nehme ich als Auftrag, über ein neues Buch nachzudenken. Euer Bernhard

Das wär toll !!

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