Bernhard Bueb Die Macht der Ehrlichen

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Inhaltsangabe zu „Die Macht der Ehrlichen“ von Bernhard Bueb

Ob in der Politik, im Beruf oder in den sozialen Netzwerken – wir lügen, um uns Vorteile zu verschaffen. Damit aber setzen wir unsere demokratische Gesellschaft aufs Spiel. Höchste Zeit also, dass Ehrlichkeit wieder oberstes Erziehungsziel wird. Menschen, Unternehmen und ganze Staaten lügen und kommen damit durch. Ehrlichkeit erscheint da eher als antiquierte Tugend. Kein Wunder, dass sich Kinder und Jugendliche die Unehrlichkeit der Erwachsenen zum Vorbild nehmen. Welch katastrophale Folgen das Lügen hat, können wir derzeit beobachten: Eurokrise, der Fall Guttenberg oder die Affäre um die WestLB. Wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der man einander misstraut? Bernhard Bueb fordert, dort etwas zu verändern, wo das Übel seinen Ausgang nimmt: bei der Erziehung der Kinder. Sie müssen wieder lernen, sich selbst und anderen ehrlich zu begegnen. Denn die Wahrhaftigkeit unserer Freundschaften, unserer Lebensgemeinschaften und unserer beruflichen Zusammenarbeit ist die einzige Basis, die uns erlaubt, ein glückliches Leben zu führen.

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  • Über die Erziehung zur Ehrlichkeit

    Die Macht der Ehrlichen

    WinfriedStanzick

    18. December 2013 um 15:49

      Schon sein erstes Buch „Lob der Disziplin“, mit dem sich der ehemalige Leiter des Internats Salem, Bernhard Bueb nach seiner Pensionierung zu Wort meldete, war eine streitbare Provokation für einen gesellschaftlichen und pädagogischen mainstream, gegen den Bueb mit Überzeugung anschreibt. In diesem Buch machte er Mehrfaches deutlich.   Jugendliche sehnen sich nach Autorität. Sie brauchen die Autorität von Erwachsenen, die ihnen Orientierung und Halt geben, die ihnen Vorbilder sind, die ihnen hohe Ziele vorgeben und Grenzen setzen, aber sie gleichzeitig ermutigen, die Grenzen zu überschreiten. Der Widerstand gegen Autorität führt in die Selbständigkeit, man könnte die Bereitschaft und Fähigkeit zum Widerstand als erste Zeichen von Charakter ansehen. Wer Selbstbestimmung lernen will, muss Unterordnung gelernt haben. Wenn Jugendliche in der Zeit des Umbruchs, der Pubertät, die auch die Zeit der Selbstentdeckung und Selbstfindung ist, keiner Autorität begegnen, mit der sie sich auseinandersetzen können, bleibt dieser Prozess kraftlos, weil den Jugendlichen ein Gegenüber fehlt, an dem sie sich reiben, an dem sie aber auch wachsen können. Eltern müssen zu der Macht und Verantwortung ‚ja’ sagen, die ihnen mit der Geburt oder Adoption von Kindern zuwächst. Sie dürfen diese Macht nicht relativieren, indem sie früh ein partnerschaftliches Verhältnis zu ihrem Kind anstreben. Kinder haben ein Recht auf einen klaren Machtanspruch von Eltern, legitimiert durch ihre Liebe, also auf Autorität, Nur dann kann das Geschäft der Erziehung gelingen, wenn Eltern solche Autorität auch ausüben.   Etwa ein halbes Jahr später weitete Bueb seine konservativ-progressive Sicht auf die Schule aus, als er in dem Buch „Von der Pflicht zu führen“ für Eltern Lehrer und Schulleiter folgendes festhielt:   "In der Erziehung ist Führung durch Vorbild der Königsweg. Wenn Kinder und Jugendliche folgen, weil sie so sein wollen wie die für sie Verantwortlichen, der hat schon gewonnen. Die Gefährdung aller Vorbilder ist pharisäische Selbstgerechtigkeit. Das einzige Heilmittel dagegen ist Humor. Niemand kann Vorbild sein, dem es an Humor fehlt. Obwohl Vorbildlichkeit eine so zentrale Rolle in der Pädagogik spielt, kann jeder Vater, Mutter, leider auch Lehrer oder Schulleiter werden, ohne dass seine Eignung an dem Kriterium gemessen wird, ob er ein Vorbild sein kann. Vater oder Mutter zu werden gilt als Menschenrecht; lediglich formale Einwände kann der Staat dagegen erheben. Die Anstellung von Lehrern und Schulleitern könnten die zuständigen Autoritäten davon abhängig machen, ob sie zum Vorbild taugen. Sie tun es jedoch ganz selten. Die Wirkung als Vorbild gewinnt durch Ausstrahlung, exzellenten Verstand, Kreativität, starke Persönlichkeit, aber auch durch Intuition, Empathie und Gespür für Ideen, deren Zeit gekommen ist. Es sind angeborene Begabungen, die für Führungspositionen höchst nützlich sind, aber nicht vorausgesetzt werden können. Unter dem Begriff emotionale Intelligenz lassen sich diese Eigenschaften zusammenfassen. Menschen mit solchen Begabungen werden mit Recht in höhere Führungspositionen berufen. Ihnen ist aber trotzdem zu raten, das nötige Handwerk zu lernen."   Nun beschreibt Bueb in seinem neuen Buch „Die Macht der Ehrlichen“ eine weitere in Vergessenheit geratene und als „Sekundärtugend“ diffamierte Lebenshaltung: die Ehrlichkeit. Der Glaube an die Macht der Wahrheit, so Bueb, halte die Welt zusammen. Wenn wir uns nicht mehr auf menschliche Ehrlichkeit, auch und gerade im Bereich der Wirtschaft verlassen können, bräche die Welt zusammen. „Der Wille zur Ehrlichkeit gehört zur menschlichen Natur wie der Macht – oder der Sexualtrieb. Kinder kommen mit dem Vertrauen auf die Welt, das ihre Eltern sie lieben. Erziehung zur Ehrlichkeit heißt, dieses Vertrauen fortwährend zu bestätigen.“   Bueb beschreibt die Krise, in der die Ehrlichkeit geraten ist, verschweigt nicht die Schwierigkeiten, heutzutage ehrlich zu sein, er schreibt von der oft schwierigen , im Grunde genommen aber leichten  Unterscheidung von Lüge und Wahrheit, von der Kraft und der Wirkung der Bildung( hier knüpft er nahtlos an die beiden oben erwähnten Bücher an) und immer wieder von der „Macht der Ehrlichen“ , wie er das nennt. Die Gewissheit, dass die Wahrheit und die Ehrlichkeit obsiegen werden, kann und wird, davon ist Bueb überzeugt, die Ehrlichen mächtig machen.   Kinder, die so erzogen sind, von Erwachsenen, die sich nicht scheuen, ihren Kindern ein fehlbares Vorbild zu sein, werden in ihrem Leben aufrecht gehen und sich nicht zur Lüge und Betrug verleiten lassen. Sie werden versuchen in der Wahrheit zu leben, wie das Vaclav Havel in einem seiner Essays genannt hat. Und sie werden so viele kleine Leuchttürme schaffen, die der Gesellschaft Orientierung geben und Zusammenhalt.      

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