Bernhard Bueb Von der Pflicht zu führen

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Inhaltsangabe zu „Von der Pflicht zu führen“ von Bernhard Bueb

Ausgebrannte Lehrer, gelangweilte Schüler, gleichgültige Eltern: Die Bildungsmisere in Deutschland ist nicht das Ergebnis fehlender Reformen, sondern fehlender Führung. Jeder Erziehende hat die Pflicht, Kinder und Jugendliche anzuleiten, damit sie zu sich selbst finden und an ihre Fähigkeiten glauben. Ein Plädoyer für ein radikales Umdenken in Bildung und Erziehung. Lernen Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel kennen!

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— Jacynthe

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  • "Von der Pflicht zu führen" von Bernhard Bueb

    Von der Pflicht zu führen

    Jacynthe

    03. June 2014 um 18:35

    Klappentext Es geht nicht ohne Führung, nicht in der Kindererziehung und auch nicht in der Erwachsenenwelt. Denn die Art und Weise, wie wir geführt werden, bestimmt unser Leben. Diese Erkenntnis hat sich in deutschen Unternehmen durchgesetzt, aber nicht im Bereich der Bildung und Erziehung - mit alarmierenden Auswirkungen. Meine Meinung Buebs Standpunkt ist klar: es geht nicht ohne Führung. Vor allem nicht in der Bildung. Und das ist ein Bereich, in dem sich "gute Führung" noch nicht so etabliert hat wie in Unternehmen. In sogenannten neun Geboten führt Bueb auf, was eine gute Führungspersönlichkeit ausmacht und wie wichtig eine solche gerade in der Schule ist. Seiner Meinung nach müssen Kinder geführt werden, um zu ganzheitlicher Bildung zu gelangen und sich so in der Welt behaupten zu können. Nach den Eltern sind es die Lehrer, die diese Führung übernehmen müssen und Bueb bemängelt zu recht, dass die meisten Lehrkräfte keine Führungspersönlichkeiten sind, weil sie im Grunde nicht führen wollen. Das Unterrichtssystem sei wenig transparent und jeder Lehrer nehme sich als Einzelkämpfer wahr, so dass es schlichtweg nicht möglich sei, einen Lehrer nach dem Studium auf seine Führungsfähigkeit hin und auch allgemein zu prüfen. Ich kann dem voll und ganz zustimmen! Rückblickend war meine Schulzeit geprägt von Ungerechtigkeiten, gegen die man als Schüler einfach nicht ankam. Zum Beispiel war unsere Stufe in drei Englischkurse unterteilt, mit drei verschiedenen Lehrern. Der Leistungsdurchschnitt der drei Kurse hätte, trotz eigentlich gleicher Inhalte, unterschiedlicher nicht sein können. Das stört natürlich die Schüler des besten Kurses nicht weiter. Ich befand mich allerdings im "schlechtesten" Kurs... Der Mensch sei ein Herdentier, meint Bueb weiter, und brauche Anführer, um überleben zu können. Daher sei es auch an Schulen wichtig, einen kompetenten Schulleiter zu haben, der seinerseits die Lehrer führt. Meiner Meinung nach reitet Bueb ein wenig zu viel auf den Schulleitern herum, was wohl daher kommt, dass er selbst jahrelang Leiter einer Schule war. Irgendwann gegen Ende des Buches dachte ich mir dann auch: "Ist ja guhuuut, aber ich will erstmal Lehrerin werden, dann sehen wir weiter." Man kann sich natürlich über seinen Standpunkt, dass die Menschen nicht ohne Führung können, streiten, wie es auch bereits vielerorts geschehen ist. Bueb sagt im Vorwort, dass er weiß, wie negativ das Wort "führen" im Deutschen behaftet ist. Er belegt seine These aber auch an verschiedenen logischen Beispielen. So zum Beispiel der Tatsache, dass Menschen zeitgeschichtliche Epochen nach Menschen benennen, die Großes geleistet haben oder dass bei Wahlen häufig die einzelnen Politiker eine größere Rolle spielen als deren Parteien. Trotz des vielschichtigen Themas hat sich Bueb an das Wesentliche gehalten und ist einem gut sichtbaren roten Faden gefolgt. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, und immer wieder führt Bueb ausgewählte Beispiele an, die das jeweilige "Gebot" noch vertiefen. Gelegentlich hatte ich jedoch das Gefühl, dass Bueb sich wiederholt, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass sich die "Gebote" inhaltlich oft überschneiden. Insgesamt halte ich das Buch für sehr gelungen und hilfreich, vor allem für angehende Lehrerinnen und Lehrer. In wie weit man Bueb zustimmt, muss wohl jeder für sich entscheiden. Mir hat das Buch aber sehr geholfen und mir die Augen für verschiedene Aspekte des Lehrberufs geöffnet, an die ich bisher noch nicht gedacht hatte. An den Pflichten der Lehrer gegenüber den Schülern, die Bueb sehr deutlich heraus arbeitet, lässt sich nämlich schlichtweg nicht rütteln. Egal, ob man diese nun "führen" nennen will oder nicht. Ich vergebe 4 von 5 Wolken.

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  • "Ich glaube, das die Zeit für gute Führung an Schulen gekommen ist."

    Von der Pflicht zu führen

    WinfriedStanzick

    16. December 2013 um 16:11

      Nach seinem umstrittenen ersten Buch "Lob der Disziplin", das in Deutschland eine nicht unerhebliche Erziehungsdebatte auslöste, legt der ehemalige Leiter des Eliteinternats Salem am Bodensee, Bernhard Bueb, nun nach. Hatte er in seinem ersten Buch das generelle Fehlen von Werten wie Disziplin, Ordnung und Zuverlässigkeit in der ganzen Erziehung beklagt und dabei einen Verfall von bestimmten Werten als Folge der Studentenbewegung und ihrer Auswirkungen auf die Pädagogik und das Zusammenleben der Menschen als Hauptursache identifiziert, widmet er sich im vorliegenden Buch hauptsächlich dem Erziehungssystem Schule und definiert "Neun Gebote der Bildung." Insbesondere hat er dabei die Person, die Rolle und die Aufgaben eines Schulleiters im Blick. Er zieht von dort auch Fäden zur Führungsrolle von Lehrern und Eltern, wenn er schreibt: "In der Erziehung ist Führung durch Vorbild der Königsweg. Wenn Kinder und Jugendliche folgen, weil sie so sein wollen wie die für sie Verantwortlichen, der hat schon gewonnen. Die Gefährdung aller Vorbilder ist pharisäische Selbstgerechtigkeit. Das einzige Heilmittel dagegen ist Humor. Niemand kann Vorbild sein, dem es an Humor fehlt. Obwohl Vorbildlichkeit eine so zentrale Rolle in der Pädagogik spielt, kann jeder Vater, Mutter, leider auch Lehrer oder Schulleiter werden, ohne dass seine Eignung an dem Kriterium gemessen wird, ob er ein Vorbild sein kann. Vater oder Mutter zu werden gilt als Menschenrecht; lediglich formale Einwände kann der Staat dagegen erheben. Die Anstellung von Lehrern und Schulleitern könnten die zuständigen Autoritäten davon abhängig machen, ob sie zum Vorbild taugen. Sie tun es jedoch ganz selten. Die Wirkung als Vorbild gewinnt durch Ausstrahlung, exzellenten Verstand, Kreativität, starke Persönlichkeit, aber auch durch Intuition, Empathie und Gespür für Ideen, deren Zeit gekommen ist. Es sind angeborene Begabungen, die für Führungspositionen höchst nützlich sind, aber nicht vorausgesetzt werden können. Unter dem Begriff emotionale Intelligenz lassen sich diese Eigenschaften zusammenfassen. Menschen mit solchen Begabungen werden mit Recht in höhere Führungspositionen berufen. Ihnen ist aber trotzdem zu raten, das nötige Handwerk zu lernen." In neun Kapiteln schlüsselt Bueb auf, worin er gute Führung in der Schule sieht. Lehrer sollten ihren Schülern ein Vorbild sein und der Schulleiter seinen Lehrern. Dabei geht er selbstverständlich davon aus, dass Menschen Führung brauchen, sowohl die Kinder als auch die Mitglieder eines Kollegiums. Durch den Missbrauch von "Führung" im Nationalsozialismus werden jedoch auch bei der Bewertung dieses Buches noch viele alte Mechanismen der political correctness einrasten und ausrasten. Dabei ist Leitung und Führung ein urdemokratisches Prinzip und das, was Bueb an vielen gelungenen Beispielen ( z.B. der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden ) beschreibt, selbstverständlicher Teil der Alltagsarbeit vieler Eltern und Chefs. Leider aber ist es noch eine Minderheit. Doch Bueb hat Hoffnung, die der Rezensent teilt: "Ich möchte mit einer Vorhersage schließen: Wenn sich das Selbstverständnis und die Rolle von Schulleitern und Lehrern soweit ändern, dass sie Führung akzeptieren als einen Weg, die Qualität von Schule zu verbessern, so werden wir vielen Reformversuchen der letzten 30 Jahre zum Durchbruch verhelfen. Und es gibt eine Hoffnung: Die Erkenntnis, dass gute Führung Segen bringt, hat auch die Schule erreicht. Wenn sich in Zukunft an Schulen eine Führungsstruktur entwickelt, dann werden Schulleiter und Lehrer auch Politik als ihre Aufgabe verstehen und sich für die Interessen der Schule stark machen. Victor Hugo wird der Satz zugeschrieben, nichts sei so erfolgreich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Ich glaube, das die Zeit für gute Führung an Schulen gekommen ist." Dem Buch ist zu wünschen, dass seine wichtigen Thesen durch die Diskussionsbarrieren der political correctness auch in die Lehrerschaft durchdringen. Vieles was Bueb erläutert, gilt auch für Eltern, die dieses teilweise sicher provokante Buch mit ebensolchem Gewinn lesen können wie Lehrer.  

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  • Sehr "Phrasen"-lastig, insgesamt okay

    Von der Pflicht zu führen

    Goldstueck90

    19. November 2013 um 21:20

    Bernhard Bueb übt mit seinem Buch "Von der Pflicht zu führen" eine große Kritik am deutschen Schulsystem. Schulleiter und Lehrer müsse sich besser darauf verstehen zu führen!! Lehrer soll die Schüler richtig anleiten, sie in ihrem Selbstfindungsprozess begleiten und die Ausbildung starker Persönlichkeiten fördern. Genauso müssen es Schulleiter auch mit Lehrern handhaben - sie leiten, sie bekräftigen, sie nötigenfall kritisieren und das Beste aus ihhnen heraus holen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Transparenz des Unterrichts. Lehrer sollten aufhören hinter verschlossenen Türen ihr eigenes Süppchen zu kochen, sondern ihren Unterricht für Kollegen öffnen und eine Zusammenarbeit anstreben. Dazu zählt auch gegenseitige Kritik. Evaluationen würden den Unterricht außerdem auch erheblich verbessern. Insgesamt ein recht interessantes Buch...allerdings beihnhaltet es viele Phrasen, Wiederholungen, einiges ist sehr nichtssagend. Zwischendurch findet sich aber der ein oder andere nützliche Tipp was Klassenführung etc. betrifft. Es ist gut geschrieben und leicht lesbar. Durch die Wiederholungen zieht es sich allerdings ganz schön in die Länge. Vielleicht hätte sich der Autor mit dem Wörtchen "Führen" noch etwas intensiver auseinandersetzen können und seine Ansichten etwas präziser gestalten können.

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  • Rezension zu "Von der Pflicht zu führen" von Bernhard Bueb

    Von der Pflicht zu führen

    Bambusimbiss

    03. March 2010 um 12:33

    Ich finde seine Einstellung sehr menschlich und konsequent

  • Rezension zu "Von der Pflicht zu führen" von Bernhard Bueb

    Von der Pflicht zu führen

    tvb

    26. October 2008 um 19:39

    Einzigartige Analyse des Schulbetriebs und seiner Schwächen. Sehr gute Fallbeispiele. Die 4 Gebote als Ausgangspunkt plausibel. Verdächtig nur, wie er es schafft, einem das Gefühl zu geben, einem aus der Seele zu sprechen.

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