Bernhard Emunds Finanzsystem und Konjunktur

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Inhaltsangabe zu „Finanzsystem und Konjunktur“ von Bernhard Emunds

Im aktuellen Aufschwung begeistern sich viele für die Vorstellung, der Zustand einer &raquo;new economy&laquo; mit dauerhaftem und inflationsfreiem Wachstum sei erreicht. Andere warnen davor, der kommende Abschwung könne durch den aktuellen Höhenflug der Aktiva-Preise und die Überschuldung der einzelwirtschaftlichen Akteure krisenhaft verstärkt werden. Eine bedeutende Referenz für diese kritischen Stimmen ist die finanzielle Konjunktur- und Krisentheorie Hyman P. Minskys. Darin werden konjunkturelle Aufschwungphasen häufig in einen Boom mit euphorischen Erwartungen, schnell steigenden Aktiva-Preisen und einem dynamischen Schuldenwachstum übersteigert, das die Krisenanfälligkeit des Finanzsystems erhöht.<br> Der erste Teil des vorliegenden Buches ist der finanzkeynesianischen Finanzierungstheorie gewidmet. Erstmals werden Beiträge Minskys, Dows und Wrays zu einer kohärenten Analyse des Finanzsystems zusammengeführt. Dazu werden die Investitions- und Finanzierungsentscheidungen der Unternehmen untersucht, steigende Kreditangebotskurven der Geschäftsbanken begründet und konjunkturell relevante Aspekte der Finanzspekulation analysiert. Ein besonderes Gewicht liegt auf der Darstellung der finanzkeynesianischen Position, daß die Geldmenge zwar endogen ist, d.h. primär vom Kalkül der einzelwirtschaftlichen Akteure abhängt, aber das Niveau der Aktiva-Preise bestimmen und darüber die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflussen kann.<br> Der zweite Teil ist den finanzkeynesianischen Konjunkturanalysen gewidmet, allen voran der finanziellen Konjunktur- und Krisentheorie Minskys. Die Dynamik steigender Investitionen und Gewinne sowie eines verstärkten Rückgriffs auf Fremdfinanzierung, die laut Minsky für den Aufschwung typisch ist, wird mit Hilfe eines dynamischen Modells präzisiert. Zudem werden die finanziellen Implikationen eines Multiplikatorprozesses und das im Aufschwung mögliche Wachstum der finanziellen Zirkulation untersucht. Es folgt eine Analyse, wie die gegenläufige Entwicklung von Geldangebot und vorsichtsbedingter Geldnachfrage im Aufschwung, am oberen Wendepunkt und in der Finanzkrise die Zinsrelationen beeinflussen und so Konjunkturschwankungen verstärken kann. Außerdem wird gezeigt, dass sich ein starker Anstieg der Finanzspekulation unter Umständen bremsend auf das realwirtschaftliche Wachstum oder die Gütermarkt-Inflation auswirkt. Abschließend werden die vorgestellten finanzkeynesianischen Analysen mit der neoinstitutionalistischen Finanzierungstheorie und mit den darauf aufbauenden finanziellen Akzelerator-Modellen verglichen.<br>
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