Bernhard Fisch Oberlehrer Otto Gutzeit, Russisch, Zeitzmünde

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Inhaltsangabe zu „Oberlehrer Otto Gutzeit, Russisch, Zeitzmünde“ von Bernhard Fisch

Von einem Lehrer geschrieben? Lass die Finger davon! Das mag Ihre erste Reaktion sein, wenn Sie dieses Buch in die Hand nehmen. Und dazu noch von einem Russischlehrer! Da fallen Ihnen gleich, wenn Sie in der DDR gelebt haben, die Qualen mit den Deklinationen ein - und die hundsgemeinen Vokabelkontrollen! Aber bitte, seien Sie nicht ungerecht. Ein Lehrer ist auch nur ein Mensch, wenn Ihnen das in Ihrer Schulzeit manchmal auch nicht so erschienen sein mag. Dem zudem sein Unterricht, wie er ihm beigebracht wurde, auch nicht gefallen hat. Der deswegen gesucht und, wie ihm scheint, gefunden hat. In späten Jahren konnten seine Schüler am Ende ihrer Ausbildung tatsächlich frei Russisch sprechen. Und eben wegen dieses Menschseins hatte er Verbindungen zur Roten Armee, ohne dass der Geheimdienst Einblick nahm, sah er sich mit Hilfe dieser Sprache im Osten und Südosten von Europa um, in Ländern, die er teilweise nur durch Karl May kannte. Überdies diente er mit seinen Sprachkenntnissen "der Partei", bis diese seiner überdrüssig wurde. Und er durchlebte auf seine Weise die Überdrüssigkeit des Volkes mit ihr. Davon erzählt der Autor (Jg. 1926) in diesem Buch. Lebendig, sehr klar und sachlich, mit Ironie und Humor, immer abwechslungsreich bis hin zu seiner prophetischen Voraussage über das bevorstehende Ende des sogenannten Sozialismus in der DDR. Wer sich dafür interessiert, wie ein durchschnittlicher Mensch damals in Ostdeutschland bis 1989 gelebt hat, ohne sein Selbstbewusstsein zu verlieren, der aber auch in diesem Staat zeitweise eine Perspektive gesehen hat, der sollte schon zu diesem Buch greifen.

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