Bernhard Görg

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Bernhard GörgLiebe Grüße aus der Wachau
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Liebe Grüße aus der Wachau
Liebe Grüße aus der Wachau
 (3)
Erschienen am 27.09.2015
Bernhard GörgDas ewige Gelübde
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Das ewige Gelübde
Das ewige Gelübde
 (1)
Erschienen am 24.11.2016
Bernhard GörgDürnsteiner Würfelspiel
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Dürnsteiner Würfelspiel
Dürnsteiner Würfelspiel
 (1)
Erschienen am 30.09.2017

Neue Rezensionen zu Bernhard Görg

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Dürnsteiner Würfelspiel" von Bernhard Görg

Was hat es mit dem Würfel auf sich?
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Chefinspektorin Doris Lenhart bekommt es diesmal mit einem besonders kniffligen Kriminalfall zu tun: Beim Vergraben ihres toten Hundes im väterlichen Weingarten finden Kinder ein Skelett. Schnell ist klar, dass es sich um keine antiken Knochen handelt, denn man kann eine Hüftprothese erkennen. Doch wer ist die Tote? Und was hat es mit dem beim Skelett gefundenen Würfel eines Gesellschaftsspieles auf sich?

Wenig später wird die freiheitliche Gemeinderätin und Geschäftsfrau Kriemhilde Dahlmeyer mit ihrem Auto in die Luft gesprengt. Ein politisches Motiv oder hängt der gewaltsame Tod mit dem recht umtriebigen Lebenswandel der Toten zusammen.

Als es dann noch einen weiteren Mord gibt, ist sich Doris Lenhart sicher, dass die Fälle zusammen hängen, nur wie?

Meine Meinung:

Autor und Ex-Politiker Bernhard Görg lässt seine Erfahrung im politischen Intrigantenstadel der österreichischen Innenpolitik einfließen.
So zeichnet er den neuen Landespolizeidirektor Dr. Wolfgang Marbold, der nun Lenharts Vorgesetzter ist, als überaus ekeligen Ehrgeizling, der versucht die Untergebenen und Mitarbeiter gegeneinander auszuspielen. Doch dieses fiese Spiel durchkreuzt Doris Lehnhart mehrmals und bietet dem Emporkömmling mit großen Ambitionen Paroli, denn Doris ist bestens vernetzt.

Interessant ist, dass sich Görg zweimal desselben Klischees bedient: Nämlich der ehrgeizigen, nach höherem strebenden Ehefrauen. Da ist zum einen Frau Marbold, die ihren Gemahl puscht und zum anderen Frau Frisch, die ihren eher gemächlich und linkisch wirkenden Ehemann Felix vorantreibt. Sie will, dass Felix unbedingt vom Revierinspektor zum Gruppeninspektor befördert wird, da dies neben höherem Einkommen, mehr Reputation einbringt. Wir kennen Felix Frisch bereits aus dem zweiten Band „Das ewige Gelübde“ als frauenfeindlichern Besserwisser.

Die Krimihandlung ist gut durchstrukturiert. Den Täter habe ich recht bald auf dem Radar gehabt. Spannend ist es jedenfalls die Gedankengänge der Ermittler zu verfolgen.

Fazit:

Wer einen flotten Krimi in einer der schönsten Gegenden Österreichs lesen möchte, ist hier gut bedient. Gerne gebe ich vier Sterne.

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Das ewige Gelübde" von Bernhard Görg

Die Schuld und Sühne ....
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Während der Weihezeremonie zum Ordensmitglied der Benediktiner stirbt der ehemalige Anwalt Lukas an einer Vergiftung.

Eine untreue Religionslehrerin wird erhängt am Jauerling, dem Wachauer Hausberg, aufgefunden. 
Die örtliche Polizei will den Akt bereits als Selbstmord zu den Akten legen, doch der sechste Sinn Lenharts lässt sie ermitteln, was Felix Frisch, dem interimistischen Chef der Polizeidienststelle Spitz an der Donau, gar nicht schmeckt. 
Frauen in Chefpositionen bei der Polizei? Geht für ihn gar nicht!

Was ursprünglich zusammenhanglos aussieht, entpuppt sich als komplexe Geschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Meine Meinung:

Bernhard Görgs zweiter Wachau-Krimi liest sich flüssig und ist als Sommerlektüre gut geeignet.

Die Charaktere aus dem ersten Band haben ein paar Ecken und Kanten dazu bekommen. Vor allem Doris Lenhart ist nicht immer ganz so souverän. Immerhin ist sie Mutter zweier Töchter, von denen eine gerade sechzehn Jahre alt ist und Doris einige knifflige Nüsse zum Knacken gibt.

Gut gefallen hat mir der Abt, den ich mir als wertschätzenden Humanisten vorstelle, während der Prior für mich eher den schleimigen Typen verkörpert. Doch der wirklich hinterfotzige Klosterbruder verbirgt sich hinter einer umgänglichen Maske.

Herrlich schräg, die Josefa Machherndl, die ehemalige Gemeindesekretärin, die aus der Länge der Beichten der Kirchenbesucher die Schwere der Sünden ableiten will.

Da der Krimi in der wild romantischen und für ihre ausgezeichneten Marillen bekannten Wachau angesiedelt ist, darf der hochprozentige Marillenschnaps, dem Josefa häufig zuspricht, nicht fehlen. Die intrigante „Ratsch-Kathl“ (mit zwei langen Haaren auf einer dicken Warze) glaubt doch allen Ernstes, von Gott berufen zu sein, den Sünden Einhalt zu gebieten. 
Dass sie die ganzen Jahre zu einem falschen Heiligen gebetet hat, geschieht ihr Recht. Darüber habe ich herzlich lachen müssen.
Wieder gibt es einen kleinen Seitenhieb auf Politiker, die um ihren guten Ruf besorgt sind und bei der Polizei zu intervenieren versuchen. Da kommt der Dürnsteiner Bürgermeister allerdings an die Falschen: Weder der Spitzer Polizist noch Doris Lenhart lassen sich auf solche Spielchen ein.
Richtig österreichisch passend finde ich auch, dass oftmals der „kleine Dienstweg“ also persönliche Bekanntschaften und/oder informelle Informationsquellen angezapft werden. Ja, so ist es eben auch im wirklichen Leben.

Fazit:

Ein netter Krimi, der die Schönheiten der Wachau beschreibt und mich gut unterhalten hat.

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Liebe Grüße aus der Wachau" von Bernhard Görg

Ein Serienmörder in der Wachau
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Vorliegender Krimi ist der erste aus der Feder des ehemaligen Politikers Bernhard Görg.

Der Krimi hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen, entwickelt der Autor ein recht gutes Gespür für Land und Leute, kennt er doch die Schauplätze recht gut aus eigenem Erleben.

Die Seitenhiebe auf einen allzu feudal auftretenden Landeshauptmann entlockt mir ein breites Grinsen. 

Die Charaktere sind recht gut ausgearbeitet, ebenso wie der Plot. Lediglich dem Motiv des Mörders kann ich nicht ganz so gut folgen. Es wirkt ein wenig unplausibel und wie ein Fremdkörper in der Geschichte.
Sonst ist alles wirklich penibel und großartig beschrieben. Wir lernen lateinische Zitate von Plautus kennen und rasen mit dem Mountainbike auf den Hausbergen der Wachau herum. Witzig finde ich auch, dass „Botticelli“ mit „Balotelli“ verwechselt wird – ein köstliches Wortspiel.

Dem Leser werden mehrere potentielle Täter angeboten.
Warum dann plötzlich ausgerechnet dieser Mann als Mehrfachmörder präsentiert wird, lässt mich ein bisschen unbefriedigt zurück.

Gut gefällt mir die Chefinspektorin Doris Lenhart, die eine patente (Ehe)Frau und Mutter ist. Ihr Charakter ist eine Wohltat zwischen den vielen kaputten, trinkenden und allein lebenden Kriminalbeamtinnen.

Fazit:

Ein schöner Krimi, der die humanistische Bildung des Autors deutlich macht. Einen zusätzlichen Punkt ziehe ich aber wegen des etwas unplausiblen Mörders ab, daher diesmal nur 3 Punkte.

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