Bernhard Görg

 4,2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Liebe Grüße aus der Wachau, Dürnsteiner Puppentanz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Bernhard Görg

Bernhard Görg, geboren 1942 in Horn, besuchte das Gymnasium in Krems und studierte Geschichte, Latein und Rechtswissenschaften. Nach einer Karriere in der Wirtschaft wechselte er in die Politik, wo er zuletzt Wiener Vizebürgermeister und Landeshauptmannstellvertreter war. Jetzt widmet er sich dem Schreiben. »Dürnsteiner Würfelspiel« ist nach »Das ewige Gelübde« und »Liebe Grüße aus der Wachau« sein dritter Doris Lenhart-Krimi.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bernhard Görg

Cover des Buches Liebe Grüße aus der Wachau (ISBN: 9783990011409)

Liebe Grüße aus der Wachau

 (3)
Erschienen am 27.09.2015
Cover des Buches Dürnsteiner Puppentanz (ISBN: 9783990013427)

Dürnsteiner Puppentanz

 (1)
Erschienen am 17.08.2019
Cover des Buches Das ewige Gelübde (ISBN: 9783990012024)

Das ewige Gelübde

 (1)
Erschienen am 24.11.2016
Cover des Buches Dürnsteiner Würfelspiel (ISBN: 9783903200050)

Dürnsteiner Würfelspiel

 (1)
Erschienen am 30.09.2017
Cover des Buches Dürnsteiner Himmelfahrt (ISBN: 9783990014486)

Dürnsteiner Himmelfahrt

 (0)
Erschienen am 29.08.2020

Neue Rezensionen zu Bernhard Görg

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Cover des Buches Dürnsteiner Puppentanz (ISBN: 9783990013427)Wedmas avatar

Rezension zu "Dürnsteiner Puppentanz" von Bernhard Görg

Ein guter Regio-Krimi!
Wedmavor 2 Monaten

„Dürnsteiner Puppentanz“ ist bereits die vierte Folge mit Doris Lenhart, die ich vor kurzen kennengelernt habe. Gerade sehe ich, dass es bereits den 5.ten Band gibt. Das freut mich. So gute Regio-Krimis trifft man selten. Die Fälle sind spannend aufgebaut. In der Regel gibt es Einblicke in die Gedanken des Täters und anderen Figuren. In dieser Folge erhält man auch Einblicke in die Köpfe der karrieregeilen Parteifutzis, ob es um Lenharts Chef geht, der ihr seit eineinhalb Jahren mit seinem Gehabe das Leben schwer macht oder um die neue Figur, eine Landtagsabgeordnete. Herrlich, wie messerscharf beobachtet und packend präsentiert diese Karrieristen.

Aber auch die Nebenfiguren, die man bereits liebgewonnen hat, sind schon herrlich, so lebensnah und überlebensgroß gezeichnet. Sie sind gerade durch ihre Schwächen die „Leute“, auf die ich mich von Folge zu Folge freue.

Doris selbst und ihr Mann kommen mir etwas blass vor. Aber gut. Die Nebenfiguren hauen dies durchaus raus. Und die Geschichten an sich. So urig, atmosphärisch, dass man glaubt, vor Ort dabei zu sein. So oft hat der Autor von Krems vorgeschwärmt, dass ich unbedingt mal dorthin reisen möchte.

Solche Regio-Krimis höre ich besonders gerne. Ich hätte sie auch gern gelesen. Der Vorleser erschien mir anfangs etwas zu reserviert. Wie ein Fernsehersprecher der siebziger Jahre, hat mein Mann gesagt, als er ihn hörte. Aber mittlerweile ist auch er etwas aufgetaut.

 

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Cover des Buches Dürnsteiner Würfelspiel (ISBN: 9783903200050)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Dürnsteiner Würfelspiel" von Bernhard Görg

Was hat es mit dem Würfel auf sich?
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Chefinspektorin Doris Lenhart bekommt es diesmal mit einem besonders kniffligen Kriminalfall zu tun: Beim Vergraben ihres toten Hundes im väterlichen Weingarten finden Kinder ein Skelett. Schnell ist klar, dass es sich um keine antiken Knochen handelt, denn man kann eine Hüftprothese erkennen. Doch wer ist die Tote? Und was hat es mit dem beim Skelett gefundenen Würfel eines Gesellschaftsspieles auf sich?

Wenig später wird die freiheitliche Gemeinderätin und Geschäftsfrau Kriemhilde Dahlmeyer mit ihrem Auto in die Luft gesprengt. Ein politisches Motiv oder hängt der gewaltsame Tod mit dem recht umtriebigen Lebenswandel der Toten zusammen.

Als es dann noch einen weiteren Mord gibt, ist sich Doris Lenhart sicher, dass die Fälle zusammen hängen, nur wie?

Meine Meinung:

Autor und Ex-Politiker Bernhard Görg lässt seine Erfahrung im politischen Intrigantenstadel der österreichischen Innenpolitik einfließen.
So zeichnet er den neuen Landespolizeidirektor Dr. Wolfgang Marbold, der nun Lenharts Vorgesetzter ist, als überaus ekeligen Ehrgeizling, der versucht die Untergebenen und Mitarbeiter gegeneinander auszuspielen. Doch dieses fiese Spiel durchkreuzt Doris Lehnhart mehrmals und bietet dem Emporkömmling mit großen Ambitionen Paroli, denn Doris ist bestens vernetzt.

Interessant ist, dass sich Görg zweimal desselben Klischees bedient: Nämlich der ehrgeizigen, nach höherem strebenden Ehefrauen. Da ist zum einen Frau Marbold, die ihren Gemahl puscht und zum anderen Frau Frisch, die ihren eher gemächlich und linkisch wirkenden Ehemann Felix vorantreibt. Sie will, dass Felix unbedingt vom Revierinspektor zum Gruppeninspektor befördert wird, da dies neben höherem Einkommen, mehr Reputation einbringt. Wir kennen Felix Frisch bereits aus dem zweiten Band „Das ewige Gelübde“ als frauenfeindlichern Besserwisser.

Die Krimihandlung ist gut durchstrukturiert. Den Täter habe ich recht bald auf dem Radar gehabt. Spannend ist es jedenfalls die Gedankengänge der Ermittler zu verfolgen.

Fazit:

Wer einen flotten Krimi in einer der schönsten Gegenden Österreichs lesen möchte, ist hier gut bedient. Gerne gebe ich vier Sterne.

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Cover des Buches Das ewige Gelübde (ISBN: 9783990012024)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Das ewige Gelübde" von Bernhard Görg

Die Schuld und Sühne ....
Bellis-Perennisvor 4 Jahren

Während der Weihezeremonie zum Ordensmitglied der Benediktiner stirbt der ehemalige Anwalt Lukas an einer Vergiftung.

Eine untreue Religionslehrerin wird erhängt am Jauerling, dem Wachauer Hausberg, aufgefunden. 
Die örtliche Polizei will den Akt bereits als Selbstmord zu den Akten legen, doch der sechste Sinn Lenharts lässt sie ermitteln, was Felix Frisch, dem interimistischen Chef der Polizeidienststelle Spitz an der Donau, gar nicht schmeckt. 
Frauen in Chefpositionen bei der Polizei? Geht für ihn gar nicht!

Was ursprünglich zusammenhanglos aussieht, entpuppt sich als komplexe Geschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Meine Meinung:

Bernhard Görgs zweiter Wachau-Krimi liest sich flüssig und ist als Sommerlektüre gut geeignet.

Die Charaktere aus dem ersten Band haben ein paar Ecken und Kanten dazu bekommen. Vor allem Doris Lenhart ist nicht immer ganz so souverän. Immerhin ist sie Mutter zweier Töchter, von denen eine gerade sechzehn Jahre alt ist und Doris einige knifflige Nüsse zum Knacken gibt.

Gut gefallen hat mir der Abt, den ich mir als wertschätzenden Humanisten vorstelle, während der Prior für mich eher den schleimigen Typen verkörpert. Doch der wirklich hinterfotzige Klosterbruder verbirgt sich hinter einer umgänglichen Maske.

Herrlich schräg, die Josefa Machherndl, die ehemalige Gemeindesekretärin, die aus der Länge der Beichten der Kirchenbesucher die Schwere der Sünden ableiten will.

Da der Krimi in der wild romantischen und für ihre ausgezeichneten Marillen bekannten Wachau angesiedelt ist, darf der hochprozentige Marillenschnaps, dem Josefa häufig zuspricht, nicht fehlen. Die intrigante „Ratsch-Kathl“ (mit zwei langen Haaren auf einer dicken Warze) glaubt doch allen Ernstes, von Gott berufen zu sein, den Sünden Einhalt zu gebieten. 
Dass sie die ganzen Jahre zu einem falschen Heiligen gebetet hat, geschieht ihr Recht. Darüber habe ich herzlich lachen müssen.
Wieder gibt es einen kleinen Seitenhieb auf Politiker, die um ihren guten Ruf besorgt sind und bei der Polizei zu intervenieren versuchen. Da kommt der Dürnsteiner Bürgermeister allerdings an die Falschen: Weder der Spitzer Polizist noch Doris Lenhart lassen sich auf solche Spielchen ein.
Richtig österreichisch passend finde ich auch, dass oftmals der „kleine Dienstweg“ also persönliche Bekanntschaften und/oder informelle Informationsquellen angezapft werden. Ja, so ist es eben auch im wirklichen Leben.

Fazit:

Ein netter Krimi, der die Schönheiten der Wachau beschreibt und mich gut unterhalten hat.

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