Bernhard Hatterscheidt

 4.4 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Mord mit Nebenwirkungen, Eiskalt in Nippes und weiteren Büchern.

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Erscheint am 15.11.2018 als Buch bei Lempertz Edition und Verlagsbuchhandlung.

Alle Bücher von Bernhard Hatterscheidt

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Bernhard HatterscheidtMord mit Nebenwirkungen
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Mord mit Nebenwirkungen
Mord mit Nebenwirkungen
 (8)
Erschienen am 16.10.2017
Bernhard HatterscheidtEiskalt in Nippes
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Eiskalt in Nippes
Eiskalt in Nippes
 (6)
Erschienen am 28.08.2011
Bernhard HatterscheidtMörderischer Fastelovend
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Mörderischer Fastelovend
Mörderischer Fastelovend
 (3)
Erschienen am 01.08.2010
Bernhard HatterscheidtPuzzlemord in Deutz
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Puzzlemord in Deutz
Puzzlemord in Deutz
 (1)
Erschienen am 01.08.2015
Bernhard HatterscheidtMelaten Macchiato
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Melaten Macchiato
Melaten Macchiato
 (1)
Erschienen am 01.10.2014
Bernhard HatterscheidtFeuer in Rondorf: Regional-Krimi
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Feuer in Rondorf: Regional-Krimi
Feuer in Rondorf: Regional-Krimi
 (1)
Erschienen am 24.09.2012
Bernhard HatterscheidtVingstblüten im Herbst
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Vingstblüten im Herbst
Vingstblüten im Herbst
 (1)
Erschienen am 25.10.2013
Bernhard HatterscheidtBrennpunkt Rheinland - Raucher sterben früher
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Brennpunkt Rheinland - Raucher sterben früher

Neue Rezensionen zu Bernhard Hatterscheidt

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RalfEbersoldts avatar

Rezension zu "Mörderischer Fastelovend" von Bernhard Hatterscheidt

"Mörderischer Fasteloven" - Ein Krimi über einen Mönch und den Wolf im Hasenpelz.
RalfEbersoldtvor 10 Tagen

Ein Hase hoppelt von Loch zu Loch und warnt seine Mümmelmänner mit einem Pfotenklopfen auf die Erde bei drohender Gefahr. Aber seit wann kennen wir Hasen als Raubtiere bzw. seit wann morden Hasen?! An Karneval oder an “Fastelovend“, wie der Kölner auch sagt, ist vieles möglich.

Kriminalhauptkommissar Bernhard Hatterscheidt, im Jahr 1965 in Essen geboren, arbeitet seit 1982 bei der Polizei. Nach seiner Ausbildung zum Kriminalkommissar kam er 1996 zur Kölner Kriminalpolizei, wo er sieben Jahre lang enger Mitarbeiter des Leiters der Kölner Kripo gewesen ist. Heute bearbeiteter als Kriminalhauptkommissar Amts-und Korruptionsdelikte.



In einem Grill-Imbiss in der Kölner Keupstraße wurde Ralf Baum mit einer Pistole ins Auge geschossen, er verstarb noch vor dem Aufprall auf den Boden, so vermutete der Gerichtsmediziner später während der Obduktion. Laut dem Inhaber des Grills, der türkischer Herkunft ist und wenig Deutsch sprach, wie Kriminalhauptkommissar Westhoven später während der Vernehmung feststellen durfte, trug der Täter ein Hasenkostüm. Er drückte wortlos den Abzugshahn und drohte dem Imbissbesitzer, falls er was sagen würde.

Elke Schwarz, die Schwester des getöteten Mannes zeigte Rührung, konnte es kaum fassen, dass ihr Bruder nun tot war. Sie sagte aus, dass ihr Ehemann und ihr Bruder gut befreundet gewesen sei. Zur Überraschung der Kriminalbeamten verhedderte sich dieser später jedoch in Ausreden.
In den Verdacht der Kripo geriete auch die Ex-Freundin des Getöteten. Sie bestätigte der Kripo die Aussage von Elke Schwarz, dass sie sich nach 2 Jahren plötzlich trennte, und begründete die aprupte Trennung mit seinen perversen Internetgeschäften. Ins Detail gehen wollte sie jedoch nicht, es war ihr zu unangenehm.

Einen Tag später, Westhoven war gerade mit seiner Frau mitten im privaten Karnevalsgeschehen, als er zunächst einen Anruf abwies und später auf eine SMS reagierte, und via Anruf erfuhr, dass eine Frau namens Susanne von Ehlen  umgebracht wurde. Diese Frau war lediglich mit Strapsen und Strümpfen bekleidet, und ihr steckte ein Messer bis zum Griff im Bauch, außerdem wurde ihr der Schädel eingeschlagen. Neben ihrem Bett lagen Kleenextücher und jede Menge Kondome, also offensichtlich eine Prostituierte.

 Westhoven besichtigte zusammen mit den Kollegen der Spurensicherung die Wohnung der Toten. In ihrem Schrank, den Westhoven vorsichtig geöffnet hatte, fand er eine Webcam und in einem anderen Schrank jede Menge Kostüme, also vermutlich eine zusätzliche Geldeinnahmequelle. Auf einen Notizblock hatte sie Daten und Uhrzeiten der Kundenbesuche festgehalten, außerdem die Art der Bezahlung, also bar oder Konto, und auch die sexuellen Vorlieben der Kunden. Auf diesem Notizblock hatte sie auch einige Monate zuvor den Namen “Ralfi B.“ sowie das Datum des Besuchs und dahinter “teen“ notiert.

Als später Westhovens` Kollegen Dember und Gerber die Wohnung des getöteten Ralf Baum durchsuchten, entdeckten sie in einer Zwischenwand des Wohnzimmerschranks hunderte DVDs mit Mädchen, die maximal 15 Jahre alt waren. Auch von der Prostituierten besaß er weitere Videos, in denen sie in Schulmädchenkleidung zu sehen war.

 

Am Aschermittwoch wurde im Volksgarten eine dritte Leiche gefunden. Es handelte sich um eine 21-jährige, die in einer streng gläubigen protestantischen Familie aufgewachsen war, noch zu Hause wohnte, und optisch wesentlich jünger aussah.

Elke Schwarz durchsuchte später heimlich den Schreibtisch ihres Gatten, weil dieser auf eine Frage von ihr ungewohnt aggressiv reagierte. Im Schreibtisch fand sie einen Briefumschlag, den sie vorsichtig mit Wasserdampf öffnete. Sie fand darin pornographische Bilder mit Minderjährigen.

Noch am Rosenmontag, und noch bevor Westoven erstmals die Wohnung von Ralf Baum aufsuchte, hatte Westhovens Ehefrau, übrigens eine Blondine, die ohne ihren Mann Karneval feiern musste, eine Begegnung mit einem als Mönch verkleideten Mann mit auffallend rotem Kopfhaar, der sie zunächst auf ein Kölsch einlud. Anna Westhoven reagierte gelassen und zeigte ihm ihren Ehering am Finger. Daraufhin wurde der Mann hartnäckig und zugleich respektlos, indem er fragte, wo denn ihr lieber Göttergatte nun sei.  Als sie antwortete, dass ihr Mann bei der Kripo arbeitete und dienstlich unterwegs war, vermutete er, dass ihr Mann (Zitat): >>…, bestimmt bei dem Nuttenmord.<< sei. Darüber sei im Radio berichtet worden. Nachdem er noch hinzufügte, dass – seiner Ansicht nach – Nutten grundsätzlich ein gefährliches Leben führen, und dies auch so wollen, schlich sie sich nach draußen und fuhr mit dem Taxi davon. >>Ein mörderischer Fastelovend<<, wird der Gerichtsmediziner später bemerken.

Beide getöteten Frauen hatten blondes Kopfhaar und eine kindliche äußerliche Erscheinung. Außerdem waren beide nach der Tötung mit gespreizten Beinen zur Schau gestellt worden.

Am Veilchendienstag, also einen Tag nach Rosenmontag, meldete sich eine Taxifahrerin als Zeugin und erschien im Präsidium mit einer äußerst interessanten Nachricht: Sie berichtete nämlich, dass sie am Karnevalssamstag einen in einem Hasenkostüm gekleideten Fahrgast hatte. Und zwar etwa zur Uhrzeit, als Ralf Baum erschossen wurde.


Später erfuhr die Kripo, weshalb Uta Palanke so furchtbare Angst vor Manfred Schwarz hatte. Dieser behandelte sie nämlich oftmals sehr ruppig und gestikulierte mit Gewalt, wenn sie nicht tat, was er wollte, außerdem war er Zuhälter eines Pädophilenrings.

Dass einige Tage später mitten in der Kölner Innenstadt ein Mann von einem anderen Mann vor die gerade losfahrende Bahn gestoßen wurde und dabei ums Leben kam, sorgte nun endgültig für schlechte Stimmung im Polizeipräsidium.

Eigenen späteren Angaben nach wurde der Täter noch in der Bahn von drei jungen Männern und einer jungen Frau aufgrund seiner kupferroten Haare gemobbt. Mittels mehrerer Zeugenaussagen konnte ein Phantombild gezeichnet werden, welches in der lokalen Zeitung gedruckt wurde. Der Nachbar des Täters meldete sich daraufhin bei der Kripo  und identifizierte ihn anhand des Bildes.

In dessen Wohnung, welche die Kriminalbeamten in einem katastrophalen Zustand vorfanden, konnten unterm Bett ein Mönchskostüm und in der Nachttischschublade jeweils ein ausgeschnittener Zeitungsartikel über die Ermordung an Susanne von Ehlen und an Elisabeth Düster festgestellt werden.  Als Westhoven ihn schließlich eindringlich darauf an sprach, begann er in zwei Vernehmungssitzungen freudig darüber die beiden Morde zu erzählen, als hätte er die Taten während der Vernehmungen noch einmal erlebt. Auch von einem kurzen Gespräch attraktiven Blondine erzählte er, die er (Zitat) >>Geile Schlampe<< nannte. Während seiner Taten und während der Vernehmungen stellte er sich vor, so sagte er selber aus, dass er seine Mutter tötete, die ihn alleine großziehen musste und ihn seit frühester Kindheit schlug, und häufigen Sexkontakt mit verschiedenen Männer gegen Bezahlung hatte und dabei stets eine Perücke mit blonden Haaren trug.

Der Täter, der Rolf Baum erschoss, besaß etwa ebenso viele Kostüme wie Susanne von Ehlen und Uta Palanke.



Hauptkommissar Paul Westhoven ist zum zweiten Mal verheiratet. Während in seinem Privatleben seine Frau die Hosen an hat, genießt bei seinen Kollegen, insbesondere bei Heinz Dember und bei Jochen Gerber, den Ruf, strebsam zu sein, und lässt im Job kaum Privates durch blicken. Hat er sich erst mal in einen Fall verbissen, lässt er nicht mehr los, weshalb ihm auch den Beiname “Terrier“ zugesprochen wird. Seine Hartnäckigkeit hinterlässt bei manchen Zeugen den Eindruck nach mehr persönlichem Interesse als notwendig, so zum Beispiel bei Uta Palanke, der langjährigen Freundin der getöteten Prostituierten, und er sich von ihr – im Rahmen der Ermittlungen – den Aufbau einer Amateur-Pornoseite zeigen lässt und sie ihn missverständlich anbaggert. Immerhin ist Westhoven professionell genug, um abzulehnen.

Im Roman verliebt sich Heinz Dember in die attraktive Gerichtsmedizinerin Doris Weber, die ihm allerdings über Wochen verschweigt, dass er nur der Nebenbuhler ist, weil ihre Wochenenbeziehung ihr eigentlicher Lebensinhalt ist. Während dem letzten Treffen zwischen ihr und Dember sagt sie es ihm erst, fühlt sich einen Augenblick später doch zu ihm hingezogen, und verlässt ihn wegen des gerissenen Kondoms dann doch. Am Ende ist sie von Heinz Dember schwanger.
Über Jochen Gerbers  Privatleben ist aus “Mörderischer Fastelovend“ nichts bekannt.

 

 

 

Anmerkung Rezensent:

Aus kriminalistischen Sachbüchern weiß ich, dass nicht wenige Psychopathen (Menschen mit Bewusstseinsstörungen und lediglich nutzbringend in der Lage sind, sich in andere hineinzudenken) und Soziopathen (Menschen, die weder gedanklich noch emotional beim Opfer sind, und nur ihren eigenen Vorteil sehen) gerne der Öffentlichkeit und auch der Justiz und der Polizei zeigen, dass sie schlauer sind als andere. Viele dieser Tätergruppen wurden innerhalb eines oder mehreren Entwicklungsstadien emotional gehemmt, was eine äußerst rationale Denkweise verursacht und dazu führt, dass sie nicht zu Ende denken, also irgendwann allgemein wie auch bei ihren Taten Fehler begehen – die sie selbstverständlich nicht reflektieren können.

 

Für mich als Leser ist irreführend, dass der Autor (oder der Verlag?) hin und wieder mitten im Geschehen einen neuen Absatz beginnt und dort namenlos Handlungen beschreibt, die mit dem eigentlichen Geschehen nichts zu tun haben.

Zum Beispiel beschreibt er, wie eine männliche Person im Radio von der Tötung an Elisabeth Düster erfährt und deshalb unmittelbar vor Verzehr einer Mahlzeit deshalb masturbiert.

Noch besser (ironisch gemeint), als Manfred Schwarz zu Hause bemerkt, dass er alleine und seine Frau die Fotos im Schreibtisch bemerkt hat und er anschließend mit Uta Palanke im Video-Chat chattet.

Unmittelbar darunter hat der Autor in einer neuen Zeile eine spätere Aussage von Frau Schwarz gegenüber der Kripo eingefügt. Mit der Vernehmung von Frau Schwarz geht es dann gar im nächsten Absatz erst weiter.

Außerdem sind Gedankenzitate mal mit Satzzeichen gekennzeichnet und mal nicht.


Inhaltlich ein gelungener Kriminalroman, der spannend, mit bewegenden Geschichten über Menschen aus dem Leben, und mit viel Leidenschaft geschrieben wurde.


Mit besten Empfehlungen
Ralf Ebersoldt

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A

Rezension zu "Mord mit Nebenwirkungen" von Bernhard Hatterscheidt

Krimi mit Suchtfaktor
Agnes-Christavor einem Jahr

Krimi mit Suchtfaktor. Wenn man einmal angefangen hat, legt man das Buch nicht mehr zur Seite, bis man fertig ist. Keinesfalls sollte man das Buch anfangen zu lesen, wenn man danach noch was vor hat.
Die Protagonisten sind einem irgendwie vertraut, ich hatte das Gefühl, dass ich denen schon mal begegnet bin. Man kann hier gut Sympathien und Anitpathien entwickeln. Der Krimi hat mich überzeugt und deswegen kann ich hier auch diese Bewertung abgeben. Ich hoffe, dass der Autor nicht lange auf ein wetieres Buch warten lässt.

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H

Rezension zu "Mord mit Nebenwirkungen" von Bernhard Hatterscheidt

Packend, fesselnd, spannend und skurril!
Hennovor einem Jahr

"Mord mit Nebenwirkungen" hat mich voll überzeugt! Das neue Ermittlerteam ist witzig und agiert menschlich. Die Spannung ist durchweg bis zum Schluss hoch und es gibt eine Menge "Action". Wenn man glaubt, dass alles schon vorbei ist, geht es nochmal richtig rund. So wird es bis zum Schluss nicht langweilig. Absolut empfehlenswert!

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