Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

von Bernhard Hennen 
4,6 Sterne bei98 Bewertungen
Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte
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Aleenas avatar

Was für ein fantastisches Buch.Ich habe jede Seite geliebt. Mein Jahresfavorit.

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Episches Worldbuilding mit ausgereifter Story. High Fantasy vom Feinsten!

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Inhaltsangabe zu "Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte"

Der Beginn eines neuen magischen Zeitalters – die neue Bestseller-Serie von Deutschlands Fantasy-Autor Nr. 1: Bernhard Hennen. Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken. Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen. Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung steht – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ... »Man nennt ihn auch den ›Herrn der Elfen‹: Bernhard Hennen ist der zurzeit erfolgreichste Fantasy-Autor im deutschsprachigen Raum.« Express

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596297269
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:FISCHER Tor
Erscheinungsdatum:29.12.2017

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    Zcales avatar
    Zcalevor einem Monat
    Kurzmeinung: Sprachlich wunderschön, spannende Verwebung von Märchenelementen mit mittelalterlichem Italien, interessante Charaktere mit Luft nach oben
    Ein typischer Hennen

    Ich lese Hennen nun schon seit einigen Jahren. Begonnen hat es mit DSA-Romanen, gefolgt von seinen frühen historischen Romanen bis 2002 "Die Elfen" erschienen, wonach ich fast jedes Jahr mit neuen Elfenabenteuern versorgt wurde. Ich war enthusiastisch, sobald ein neues Hennen-Buch auf den Markt kam, habe mir sofort ein Exemplar geholt und alles stehen und liegen gelassen, um mit der Lektüre zu beginnen. Doch nach nunmehr über 15 Jahren muss ich mir eines eingestehen: es wiederholt sich.

    Hennens große Stärke (zumindest meiner früheren Ansicht nach) sind seine komplexen Hauptfiguren. Ich liebte die kühle Elfenkönigin Emerelle, die zugunsten ihres Volkes ihre eigene Zukunft aufgegeben hat, den loyalen Kriegsmeister Ollowain, der schlussendlich an seinen eigenen hohen moralischen Idealen scheiterte, sowie die Drachenelfe Nandalee, die hin und hergerissen war zwischen ihrem Ehrgefühl und ihren mütterlichen Pflichten. Allen diesen Charakteren ist eines gemein: sie sind gezwungen zu wählen zwischen der Erfüllung ihres persönlichen Glücks und dem Wohl anderer, vieler. Und da Hennen seine Figuren oftmals mit einer gehörigen Portion Selbstlosigkeit versieht, opfern sich nicht wenige seiner Helden einem größeren Ziel, wodurch seine Happyends einen bittersüßen Nachgeschmack bekommen.
    Versteht mich nicht falsch, an diesem Konzept ist grundsätzlich erstmal nichts schlechtes, schließlich liebe ich solche Geschichten mehr als ein (für mich als kitschig empfundenes) Happily Ever After - nur sehe ich nach über einem Dutzend Elfen-Romanen leider keine neuen Entwicklungen mehr.

    Was hat das nun mit den Chroniken von Azuhr zu tun?
    Als ich die Nachricht las, dass Hennen eine neue Serie bei einem anderen Verlag veröffentlichen würde, war ich zunächst begeistert. Ich hoffte auf frischen Wind in seinen sich wiederholenden Heldenschicksalen und war gespannt auf eine völlig neue Welt, denn neben Hennens starken Charakteren gefällt mir auch immer wieder seine umfangreiche Weltengestaltung und deren Parallelen zu weltlichen Kulturen, ihren Mythen und Sagen.

    Und tatsächlich beginnt "Der Verfluchte" auch spannungsreich mit dem Untergang einer ganzen Stadt: Lucio Tormeno, Erzpriester von Arbora, erkennt fast zu spät die Gefahr, die von einer pestverseuchten Schifflieferung ausgeht, und muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen, die auch gut 50 Jahre später noch seinen Sohn Nandus und seinen Enkel Milan beeinflussen werden.
    Der Konflikt zwischen Nandus und Milan bestimmt weitestgehend das erste Buch der Chroniken von Azuhr, eingebettet in den Kampf zwischen den Stadtfürsten, die die Insel Cilia vor Jahren besetzten, und den Schwertherzögen, welche quasi als Ureinwohner Cilias immer weiter in die entlegensten Ecken der Insel zurückgedrängt werden.

    Milan findet sich dabei in der Rolle des jungen Helden wieder, der seine große Liebe in den Rängen seines Erbfeindes (den Schwertherzögen) findet, die Ungerechtigkeit der Welt nicht ertragen kann und sich zwischen seiner Familie und seinen moralischen Ansprüchen an sich selbst entscheiden muss. Klingt bis hierhin wie eine von Hennens Stereotypen wie ich sie oben beschrieben habe? Ist Milan irgendwie auch, doch glücklicherweise schafft es Hennen, seine Hauptfigur nicht einfach stumpf alle Klischees zu durchlaufen. Stattdessen bietet er Alternativen, die er hoffentlich in den folgenden Bänden weiter ausbauen kann.

    Nandus hingegen wird als Tyrann beschrieben (und ist es zeitweise auch) und dennoch lege ich meine größten Hoffnungen auf ihn. Hennens Geschichten fehlt es meiner Meinung nach an schurkischen Charakteren, die zwar ein gewisses Maß an Moral besitzen, sich aus egoistischen Gründen aber nicht für die Rettung der Welt einsetzen. Er versucht es zwar immer mal wieder, doch geraten diese Schurken irgendwann entweder ins Lächerliche oder sie besitzen einen weichen inneren Kern, der nur durch die Freundschaft und Aufrichtigkeit ihrer Freunde, den reinen, wahren Helden, geweckt werden kann. Nandus fällt ein wenig in die letztere Kategorie, doch wie bei Milan zieht Hennen dieses Klischee nicht komplett bis zum Ende hin durch.

    Alles in allem ist "Der Verfluchte" ein wundervoller Auftakt zu einer neuen Serie.
    Die Welt ist reichhaltig und komplex, es werden viele Andeutungen über weitere Mächte gemacht, die neben den Stadtfürsten und den Schwertherzögen an dem Schicksal Cilias Anteil nehmen, und neben den weltlichen Einflüssen gibt es da noch einige rätselhafte, magische Vorkommnisse (die ich hier jetzt nicht behandelt habe, da ich fürchte zuviel zu spoilern :D).
    Die Handlung ist geradlinig und wird geführt durch die Entscheidungen und Aktionen der Hauptcharaktere, die sich durchaus vielschichtig wenn auch leicht klischeebehaftet präsentieren.
    Für den nächsten Band wünsche ich mir, dass Hennen noch ein wenig mehr aus seiner Comfortzone ausbricht und mir Facetten von Milan und Nandus zeigt, die sie aus seinen stereotypischen Helden herausstechen lassen.

    Empfohlen für alle, die Lust auf eine pathetische Vater-Sohn-Geschichte haben, die, angesiedelt in einer Art mittelalterlichem Italien, nur langsam phantastische Züge annimmt und vermutlich noch viele weitere Bände umfassen wird :)

    (Verfasst am 4. Januar 2018)

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    Evolis avatar
    Evolivor einem Monat
    Kurzmeinung: Lesenswerter Auftaktband mit wendungsreicher Geschichte, komplexer Welt und vielschichtigen Charakteren
    Wenn Legenden Wirklichkeit werden

    Bernhard Hennen ist einer der ganz großen deutschen Fantasy-Autoren. Schon diese Tatsache macht neugierig auf den Start seiner neusten Reihe, Die Chroniken von Azuhr, der noch dazu mit einer sehr ansprechenden Aufmachung glänzt. Stimmen neben geprägtem Cover, blauem Schnitt und farbiger Landkarte am Anfang auch die inneren Werte?

    Die Schatten der Vergangenheit
    Vor Jahrzehnten musste der Erzpriester Lucio Tormeno eine schwierige Entscheidung treffen, deren Auswirkungen noch immer spürbar sind. Inzwischen ist sein Sohn Nandus selbst Erzpriester in fortgeschrittenem Alter und hat seinen begabten Jüngsten Milan zum Nachfolger auserkoren. Doch der Sechzehnjährige lehnt sich gegen den strengen und von ihm als ungerecht empfundenen Vater auf. Durch die Begegnung mit ein paar Rebellen wird Milans Zorn weiter angefacht und der Widerstand in neue, ernstere Bahnen gelenkt. Zur gleichen Zeit häufen sich Berichte über Sichtungen des geheimnisvollen Krähenmanns, welcher eigentlich nur in alten Geschichten sein Unwesen treibt…
    Nach einem recht umfangreichen und sehr dramatischen, düsteren Prolog aus der Zeit von Lucio Tormeno folgt die Geschichte dann meist dem jugendlichen Milan, enthält aber auch immer wieder Kapitel rund um Nandus oder Nebenfiguren wie die exotische Kurtisane Nok und den örtlichen Hauptmann der Wache auf der Jagd nach dem Krähenmann.
    Der hauptsächlische Schauplatz, ein Teil der Insel Cilia, erinnert mit seinen Schiffen, Händlern und Adelsfamilien an italienische Stadtstaaten der Renaissance wie Venedig, inklusive der passenden Namen und drohender Pestausbrüche. Auch andere Elemente weisen Parallelen zu unserer Welt in früheren Zeiten auf – ein auftauchendes Volk ähnelt z.B. einer Mischung aus Mongolen und Chinesen oder Japanern. Das Buch hat dadurch viel von einem historischen Roman, nur eben aus einer fremden Welt, doch mit im Lauf der Handlung dezent zunehmender Fantasy-Komponente. Märchen- oder, wie es in diesem Szenario heißt, „Mären“-Gestalten beginnen, leibhaftig aufzutauchen. Der Zusammenhang zwischen diesem Phänomen und den Protagonisten wird mit fortschreitender Geschichte deutlich.

    Vater und Sohn
    Ein zentrales Thema des Romans ist das schwierige Verhältnis zwischen Milan und seinem Vater. Der kluge und in seinem Wesen rechtschaffene, wenn auch teils fehlgeleitete, Jüngling stellt dabei den Sympathieträger des Ganzen dar, doch man entwickelt teilweise auch ein wenig Verständnis für die Entscheidungen des oft grausam und herzlos wirkenden Nandus, der letztendlich nur das Beste für seine Heimat will. Die beiden Hauptfiguren, genau wie allerlei Nebencharaktere, können mit ganz unterschiedlichen Facetten aufwarten, auf simple schwarz-weiße Persönlichkeiten wird erfreulicherweise verzichtet, auch wenn ein paar Charakterzüge dann doch ein wenig klischeehaft wirken.
    Die Story hält einige, teils fiese Wendungen bereit und vermittelt eine dichte, insgesamt relativ dunkle Atmosphäre. Der gelungene Schreibstil zeichnet ein lebendiges Bild der Figuren und Schauplätze, so dass man gut in die Welt der Geschichte eintauchen kann. Anfangs gibt es noch kaum übernatürliche Komponenten, so dass die Handlung vorerst wirklich eher Fans historischer Romane erfreut, später nimmt der „Fantasy“-Anteil aber wie bereits erwähnt merklich zu.
    Vor allem das noch viele Fragen offen lassende Ende hat einen übersinnlichen Touch und verspricht für die Fortsetzung weitere magische Abenteuer.

    Fazit
    Die Chroniken von Azuhr starten mit einem lesenswerten Auftaktband, der nicht nur schick aussieht, sondern auch eine wendungsreiche Geschichte mit vielschichtigen Charakteren und einer komplexen, historisch anmutenden Welt zu bieten hat. Die Fantasy-Elemente werden dabei zuerst nur sparsam eingesetzt, mehren sich aber im Verlauf der Handlung. Nicht nur die zahlreichen Hennen-Fans kommen hier auf ihre Kosten und dürfen sich über eine neue epische Reihe freuen.

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    Jackie_von_Rolbecks avatar
    Jackie_von_Rolbeckvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Auftakt. Ich freue mich schon sehr auf den Nachfolger im September!
    was, wenn Mären Wirklichkeit werden und was, wenn die Menschen diese Wesen formen könnten?

    Bernhard Hennen, auch bekannt als der Meister der Elfen, hat ja mit seiner "Die Elfen"-Reihe neue Maßstäbe in Sachen Fantasy geschaffen. An mir ist der gute Mann bisher aber komplett vorbei gegangen, da weder Elfen noch Zwerge mein Ding sind.

    Daher war dies mein erster Roman von ihm.
    Vorweg, es gibt keine Elfen, Zwerge, Trolle oder andere "Mainstream- Fabelwesen", sondern Märe! Mal etwas komplett neues, was mir außerordentlich gut gefällt.

    Hier kurz die Zusammenassung:
    Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken. 
    Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
    Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ... 

    In der Welt von Azuhr gibt es schon lange keine Magie mehr. In Geschichten, den Mären, wird noch davon berichtet, als Monster und magische Wesen noch die Lande durchstreiften, Ritter diese bekämpften und Männer des Glaubens Magie wirken konnten. Diese Zeit liegt lange zurück. Die Insel Cilia wurde fast vollständig erobert, die Einheimischen entweder getötet, versklavt und verkauft oder in den Schwertwald verdrängt. In der restlichen Welt herrscht Krieg und Umbruchstimmung, dennoch ist es in Cilia friedlich.
    Der Erzpriester Nandus Tormeno kommt dabei aus einer einflußreichen und bekannten Familie, denn sein Vater rettete damals die Insel vor der Pest- durch ein grauenhaftes Opfer.
    Sein jüngster Sohn soll ihm nun folgen und sein Amt übernehmen. Was Milan nicht einsieht. Er rebelliert gegen seinen tyrannischen  Vater und will nur eines, seine Freiheit! Ein naiver halbstarker, der die Welt noch verklärt sieht und denkt, dass sich alles in schwarz und weiss halten lässt.
    Nach einem kleinen Zwischenfall trifft er auf Felicia und ihren Begleiter, die ihm eine neue Perspektive zeigen. Aber auch hier stellt sich die Frage, sagen beide Seiten wirklich die Wahrheit? 

    Bernhard Hennen führt seine Welt in eine einzigartige Art ein, die ich gar nicht beschreiben kann. Sein Schreibstil hat mich komplett gefesselt, er beschreibt seine Figuren und die Welt mit so viel Liebe ohne dabei nur noch rosarot zu schreiben. So schön seine Welt auch ist, so barbarisch und grausam kann sie auch sein. Ganz klar, dieses Buch ist nichts für zart besaitete und garantiert kein Kindermärchen.

    Seine Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben, aber auch hier vergisst er nicht die Grausamkeit des Menschen. Milan muss einiges durchleiden, allerdings hat mn immer das Gefühl, dass dieses Leid wichtig für die Geschichte ist und nicht dazu dient, noch mehr Blut reinzuwürgen.
    Kurzum, für mich einHighlight im Jahr 2018.
    Ich freue mich auf den zweiten Teil im September.

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    AnnaEichenbachvor einem Monat
    Grandios erzählt - einfach magisch


    „Und so ersann die Silberne Prinzessin ihr letztes Geschenk: die Mären. Geschichten von einer Welt voller Magie, voll dunkler Gestalten und strahlender Helden, von selbstloser Liebe und nie verlöschendem Zorn.“

    (Bernhard Hennen, Der Verfluchte S.273)
    Darum geht's

    Der Beginn eines neuen magischen Zeitalters – die neue Bestseller-Serie von Deutschlands Fantasy-Autor Nr. 1: Bernhard Hennen!

    Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken.
    Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
    Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ...

    (Quelle: Fischer Tor)

    Das Buch

    Bernhard Hennen ist für mich ein unvergleichlicher Geschichtenerzähler. Es gibt wohl kaum einen Autor, dessen Erzählungen ich so begierig aufsauge wie die seinen. Nicht umsonst zählt sein Roman Die Elfen zu meinen allerliebsten *** Herzensbüchern ***. Dementsprechend neugierig war ich, als angekündigt wurde, dass er nicht nur von Heyne zu Fischer Tor wechselt, sondern auch den Elfen den Rücken kehrt, um seine Leser in eine völlig neue Welt zu entführen. Dementsprechend habe ich mir auch die limitierte, signierte Ausgabe mit dem wunderschönen blauen Schnitt besorgt, die sich in meinem Regal wirklich toll macht. :) Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen.

    „Er hatte die Mär vom Krähenmann erzählt. Eine wunderbare Geschichte darüber, wie am Ende stets die Gerechtigkeit über das Dunkel in der Welt obsiegte.“

    (Bernhard Hennen, Der Verfluchte, S.7)

    Die ersten gut 80 Seiten nehmen sich Zeit für ein bisschen Vorgeschichte - und ein wichtiges Kapitel der Familiengeschichte des jugendlichen Protagonisten Milan Tormeno, die 53 Jahre vor der eigentlichen Handlung spielt. Vieles daran hat mir so gar nicht gefallen, mich sogar in eine echte Lesekrise gestürzt. Sollte Der Verfluchte tatsächlich der erste Roman aus Hennens Feder sein, den ich nicht gut finde?

    Gestört hat mich vor allem, dass sich der Autor Motive bedient, die er schon in seinen anderen Romanen (hier vor allem der Elfenritter) benutzt hat. Zwar in einen anderen Kontext eingebettet, aber dennoch las es sich ... aufgewärmt. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber gegen Ende der Vorgeschichte hat sie mich doch packen können - und daran ist eine kongeniale Anspielung auf Edgar Allan Poe nicht ganz unschuldig.

    „Gradlinig und wagemutig, so waren die Helden in Mären. Und so musste auch er sein.“

    (Bernhard Hennen, Der Verfluchte, S. 530)

    Die Erzählung, die sich danach entfaltet, hat meine kühnsten Erwartungen noch um Längen übertroffen. Ausgangspunkt ist ein klassischer Vater-Sohn-Konflikt zwischen Milan und seinem Vater, dem er ins Amt des Erzpriesters nachfolgen soll. Das Verhältnis der beiden ist vor allem durch Strenge auf Seiten Nandus‘ und eine trotzige, ablehnende Haltung Milans gegenüber den Wünschen seines Vaters geprägt. Hennen gewinnt dem altbekannten Motiv kaum Neues ab, macht aber die Beweggründe beider Figuren nachvollziehbar.

    Milan will sich unbedingt von seinem Vater emanzipieren und dem starren Korsett der hohen Erwartungen, die dieser an ihn stellt, entfliehen. Dabei geht er so weit, seinem Vater einen Streich zu spielen - mit ungeahnten Folgen.

    „Dieses Streben nach Vollkommenheit war der Fluch, der auf Milans Leben lastete. (…) So sehr er sich auch anstrengte, immer fand Nandus etwas an ihm auszusetzen.“

    (Bernhard Hennen, Der Verfluchte, S. 81)

    Unglaublich geschickt webt Hennen nach und nach immer mehr magische Elemente in den Plot ein. Mit großer Freude am Fabulieren spinnt er bezaubernde und zugleich erschreckende Mären, die dem Roman ein besonderes Flair verleihen. Da gibt es die weiße Königin oder den Krähenmann, der nachts durch die Gassen streift und Kinder raubt. Nach und nach stellt sich heraus, das hinter einiger dieser Geschichten, viel mehr steckt. Denn in Azuhr bricht ein Zeitalter an, in dem Märengestalten wieder lebendig werden.

    Die Welt von Azuhr verbindet italienische und asiatische Elemente, ist komplex aufgebaut und detailliert ausgearbeitet. Mehrere Parteien kämpfen um die Macht - und ehe Milan sich versieht, findet er sich mitten in den verworrenen Machtkämpfen wieder und muss sich entscheiden, auf wessen Seite er sich stellt.

    Neben Milan begleiten wir allerdings auch noch einige andere Figuren. Jede von ihnen hat eine eigene, unverwechselbare Erzählstimme. Da ist unter anderem Nok, die geheimnisvolle Konkubine, die voller (fernöstlicher) Weisheit steckt. Aber auch Felicia, die Diebin, die mehr ist, als sie zu sein vorgibt.

    „'Warum folgen wir dem Jungen überhaupt?'
    'Weil er ein Tormeno ist. Er wird mächtig werden. Jetzt kann ich Einfluss auf ihn nehmen. Das wird die Zukunft verändern.'“

    (Bernhard Hennen, Der Verfluchte, S. 133)

    Sie alle sind authentisch und facettenreich. Hennen braucht gar nicht viele Worte, um sie in meiner Vorstellung lebendig werden zu lassen. Einige sind sympathisch, andere gewollt abstoßend, doch sie alle tragen dazu bei, dass sich eine temporeiche, fesselnde Geschichte entspinnt - die nicht alle überleben. (Natürlich stirbt eine meiner Lieblingsfiguren, aber es besteht Hoffnung, dass sie irgendwie zurückkehren wird.)

    Freunde epischer High-Fantasy werden mit Der Verfluchte voll auf ihre Kosten kommen - aber auch jeder, der Geschichten und vor allem Märchen liebt. Die Mischung aus Magie, Intrigen und packenden Kampfszenen versteht gleichermaßen zu fesseln und zu unterhalten. Ein sehr lesenswerter Roman, der für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei war. Zum Glück erscheint die Fortsetzung schon im Herbst 2018.

    Fazit

    Bis auf den langatmig geratenen Beginn schafft Bernhard Hennen mit Der Verfluchte einen Roman, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Eine Geschichte über die Macht der Worte - und der Mären - voller Magie und Intrigen, grandios erzählt und mit toll ausgearbeiteten Figuren. Eine klare Empfehlung.

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    Reading_far_awayvor 2 Monaten
    Ein Roman, der vielversprechend kling, aber leider viel zu langatmig ist

    Inhalt

    Im Schwertwald von Cilia verbergen sich die Schwertherzöge, die letzten Verbliebenen der ursprünglichen Bewohner der Insel. Sie kämpfen gegen die Liga der Stadtstaaten, die den Großteil der Insel für sich eingenommen haben. Felicia, die Anführerin der Rebellen versucht den jungen Milan Tormeno, Sohn des Erzpriesters von Cilia, auf ihre Seite zu ziehen, damit er ihnen im Kampf um ihre Kultur und um das Recht, im Schwertwald leben zu dürfen, behilflich ist. Doch die Liga der Stadtstaaten ist stark und dann gibt es da auch noch die Wesen aus den Mären, die plötzlich wieder auftauchen...

    Das hat mir gut gefallen

    Die Mären

    In Die Chroniken von Azuhr Der Verfluchte sind Mären mehr als nur Geschichten. Es gibt sogenannte Fleischweber, die dazu führen, dass die Gestalten aus den Mären Gestalt annehmen und Wirklichkeit werden. Diese Idee finde ich absolut einzigartig und großartig und ich hätte mir gewünscht, dass dieser Aspekt einen größeren Teil der Geschichte ausgemacht hätten.

    Der Protagonist

    "Sein Leben lang hatte sein Vater ihn darauf gedrillt, wortgewandt zu sein. E sollte eines Tages Erzpriester werden und ihm im Amt nachfolgen. Süß wie Honig sollten seine Worte sein oder scharf wie Peitschenhiebe, je nach Anlass. Er sollte mit Worten die Welt verändern können."
    S.94

    Milan Tormeno soll, wenn es nach seinem Vater geht, ins Rote Kloster gehen und dort zum Erzpriester ausgebildet werden. Doch das gefällt Milan überhaupt nicht und so versucht er alles, um die Pläne seines Vaters zu vereiteln. Das treibt ihn anfangs auch dazu an, sich den Rebellen rund um Felicitas anzuschließen. Doch nach und nach erkennt er, dass die Rebellen für eine gute Sache einstehen, dass sie unterdrückt und in die Sklaverei verkauft werden und für ihre Freiheit kämpfen. 

    "Jedes Mal, wenn er daran dachte, dass die Liga entschieden hatte, ein ganzes Volk in die Sklaverei zu verkaufen, überkam ihn tiefste Scham. Hätte Felicia ihm nicht die Augen geöffnet, wären die Rebellen für ihn immer noch lediglich ein Haufen von betrügerischen Halsabschneidern in den Wäldern und kein kleines Volk, das seit Jahrhunderten verzweifelt um das Recht kämpfte, auf seinem Land nach seinen Gesetzen in Freiheit zu leben."
    S.469

    Das Cover

    Das in blau gehaltene Cover gefällt mir richtig gut. In der Mitte sind eine Himmelscheibe und ein Rabe abgebildet, was wirklich gut zur Geschichte passt, da die Mär um den Krähenmann eine wichtige Rolle spielt. Es sieht so aus, als würde Licht auf diese Scheibe fallen, was ebenfalls passend zur Geschichte ist, da im Oktagon des Erzpriesters eine dieser silbernen Scheiben ausgestellt ist.

    Das hat mir leider nicht gefallen

    Die Nebencharaktere

    Leider sind alle Charaktere, bis auf Milan und seinen Vater, sehr farblos und flach dargestellt. Vor allem Felicia, die Milan dazu bringt, auf Seiten der Rebellen zu kämpfen, ist mir sehr unsympathisch geblieben. Es scheint so, als würde sie die Zuneigung, die ihr von Männern entgegengebracht wird, nur für ihre eigenen Zwecke ausnutzen. 

    Die fehlende Spannung

    Der Einstieg in die Geschichte war wirklich interessant und spannend gestaltet. Wir werden in eine Welt eingeführt, die an das Mittelalter und die Welt von Game of Thrones erinnert, und der Autor hat einen Schreibstil, der kein Blatt vor den Mund nimmt und nichts beschönigt. Wir bekommen einige grausame und brutale Szenen geliefert, aber das war es auch schon. Den Großteil der Geschichte habe ich als unglaublich zäh empfunden, in dem gefühlt nichts passiert und keine Spannung aufkommt. Es gab für mich keine unvorhersehbaren Wendungen und das Ende kam für mich dann viel zu abrupt, es wirkte irgendwie erzwungen und ich hatte den Eindruck, dass da eigentlich noch was kommen müsste, damit dieser Reihenauftakt für mich ein rundes Ende hat. 

    Fazit

    Die Chroniken von Azuhr Der Verfluchte fing wirklich vielverprechend an, ich hatte auf eine Geschichte voller Märengestalten und eine Handlung rund um eine alte Prophezeiung gehofft, doch leider konnte mich das Buch aufgrund von fehlender Spannung und flachen Charakteren nicht überzeugen. Ich vergebe zwei von fünf Sternen und werde diese Reihe nicht fortsetzen.

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    LSeilervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Schöner Auftakt von Hennen
    Hat die Lorbeeren verdient

    Mir hat der Schreibstil, der Aufbau der Story und die Handlungen der Charaktere sehr gefallen.
    Einen Minuspunkt für das seltsame Ende.

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    Roeschen09vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Geschichte über den Kampf für eigenen Überzeugungen und die Kraft der Mythen.
    Wo Mären wirklich werden

    Stell dir vor, es gäbe eine Welt, in der Mären Wahrheit werden. Stell dir vor, es gäbe Menschen, die den mystischen Gestalten Körper geben können. Stell dir vor, du wärest dabei, wenn sie zum Leben erwachen. Kannst du nicht? Dann schlag „Die Chroniken von Azuhr“ auf und tauche ein in Bernhard Hennens neueste Welt, denn er konnte sich all das vorstellen und hat es zu Papier gebracht. Und damit ist eigentlich schon genug gesagt, denn dass Hennen ein begnadeter Erzähler ist, wissen Fantasy-Fans schon länger (und die meisten wahrscheinlich besser als ich, weil sie schon mehr von ihm gelesen haben.). Einmal in die Welt eingetaucht, kann man sich schnell mit der ein oder anderen Person identifizieren, schließt sie ins Herz oder eben auch nicht. Dabei bleibt keine seiner Figuren blass. Dass auch Hennen der Autoren-Unart frönt, Sympathieträger früh sterben zu lassen, soll in der Bewertung mal keine Rolle spielen. Einzig die Tatsache, ein Rätselspiel in die Handlung einzubauen, fand ich dann doch ein bisschen schade – Herr Hennen, das können sie doch besser ;)

    Aber sei’s drum – mich hat diese Welt recht schnell gefesselt und ich fiebere den weiteren Abenteuern von Milan entgegen und bin gespannt, welche Figuren aus alten Mären in Azuhr noch zum Leben erwachen werden. So gesehen war es gut, dass ich mir mit dem Lesen von Teil 1 so viel Zeit gelassen habe, denn nun muss ich nicht so lange auf das Erscheinen der Fortsetzung warten. So viele Fragen sind noch offen…

    4,5 Sterne für diesen tollen Serienauftakt und eine ganz klare Leseempfehlung an Freunde von Magie und Mystik. Dem Buch vorangestellt hat Hennen übrigens ein Zitat aus dem Nibelungenlied, in dem es um alte Mären und ruhmreiche Helden geht – sehr treffend gewählt, wie ich finde.

    Fazit:
    Eine wunderbare Geschichte über den Kampf für eigenen Überzeugungen und die Kraft der Mythen.

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    Lannas avatar
    Lannavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Toller Auftakt einer High-Fantasy Trilogie!
    Toller Auftakt einer High-Fantasy Trilogie!

    Die Chroniken von Azuhr von Bernhard Hennen 1/3



    Ich wollte eigentlich nur mal eben in das Buch reinlesen… Dies hat nicht ganz geklappt.

    In der High-Fantasy Welt, beginnt diese Geschichte, in der eine ganze Stadt ausgebrannt wird, weil jemand die Pest hereingebracht hat. Dann reisen wir 58 Jahre in die Zukunft und lernen den jungen Milan kennen, der nicht Erzpriester werden will, wie sein Vater es von ihm verlangt, hinzukommt dass er in regelrecht verachtet. Aber es gibt noch weitere Konflikte die, die ganze Welt von Azhur betreffen…

    Mich hat der italienische Flair in den Bann gezogen, das ich bis dahin so nie gelesen habe. Sowie den sehr ungewöhnlichen Protagonisten, der sehr menschlich rüber kommt, weil er einfach so unperfekt ist. Ich finde, es ist Fantasy vom feinsten, mit markten Charakteren, starken Frauen, Liebe und ein gutes Maß an Brutalität.

    Ein Punkt Abzug gibt es, für die Idee des „rebellierenden Sohns, der seiner Bestimmung nicht folgen will“. Auch wenn es gut umgesetzt ist und nicht zu viel Raum einnimmt, war diese Prämisse, der einzige Grund, wieso ich etwas länger mit dem Kauf des Buches gewartet habe. Aber die positiven Stimmen haben mich dann doch überzeugt.

    Wie sieht es mit euch aus? Wollt ihr diese Reihe auch noch lesen ? Habt ihr schon High-Fantasy gelesen mit einem italienischen Setting?

    Meine Blogrezension:

    https://wortfiebern.com/2018/06/21/kurze-meinung-zu-die-chroniken-von-azuhr-von-bernhard-hennen/

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    R
    Readingdragonladyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Bernhard Hennen erschafft in diesem Buch wieder eine fantastische Welt. Sehr bildreich geschrieben.
    Wirklich sehr gelungen

    -Rezension-

    Hallo an alle Lieben,

    es ist mal wieder an der Zeit, Euch eine neue Rezension zu schreiben. Und dabei geht es um ein Buch, welches von meinem absoluten Lieblingsautor, Bernhard Hennen geschrieben wurde. 😘
    Das Buch habe ich vom Fischer Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen, an dieser Stelle geht auch nochmal ein herzliches Dankeschön an Euch! 😘

    So, zu Bernhard Hennen sei zuerst einmal gesagt, das er wirklich und wahrhaftig schuld daran ist, das ich Fantasy Bücher so abgöttisch liebe!
    Deshalb bin ich auch an dieses Buch mit wahrlich großen Erwartungen herangegangen, da ich einfach weiß, was ich von Hennen Büchern erwarten darf.
    Und wie schon fast geahnt, wurde ich auch hier wieder sehr zufriedengestellt mit diesem Titel.
    Bernhard Hennen erschafft in diesem Buch wieder einmal eine bildgewaltige, zum anfassen reale Welt, in die der Leser einfach abtauchen kann, um die Protagonisten auf Ihrem Weg zu begleiten.
    Auch die Personen sind wunderbar ausgearbeitet und wirken in Ihren Ängsten, Hoffnungen, Wünschen und Beweggründen nahezu echt.

    Zudem hat Hennen eine wunderschöne, sehr durchdachte Geschichte geschrieben, die sich sehr flüssig lesen lässt.
    Die Handlung, die in viele verschiedene Sichtweisen aufgeteilt ist, macht die komplette Geschichte vielschichtig und vor allem auch abwechslungsreich.
    Wie in den meisten Fantasy Büchern, ist auch hier wieder eine Karte gleich vorne im Buch, die ich für Euch ebenfalls fotografiert habe.
    Ich möchte dem Buch die vollen 5 Sterne geben.

    So, wer jetzt wissen möchte, um was es in dem Buch genau geht, der darf gerne weiterlesen:
    Der junge Milan Tormeno hadert mit seiner Bestimmung denn er ist dazu ausersehen, seinem Vater in das Amt des Erzpriesters zu folgen. Wo seine beiden älteren Brüder versagt haben, wird Milan jetzt umso härter herangenommen, um die Grundsteine für seine Ausbildung zu legen.

    Aber Milan hat einen Plan. Einen Plan, um seinen Vater bloßzustellen und zu demütigen. Dabei bedient er sich einer Mär, einer Sagengestalt, die in dieser Stadt umgeht.
    Verkleidet als Krähenmann, will er den Erzpriester während einer Predigt berauben, um Ihn öffentlich zu demütigen.
    Doch Pläne sind nur in der Theorie gut, in der Praxis sind Sie alles andere als einfach umzusetzen und so kommt es, wie es kommen muss, leider geht etwas schief.
    Wie es der Zufall aber will, begegnet Milan bei seiner Flucht über die Dächer der Meisterdiebin Felicia und Ihrem Gefährten.
    Ein Zufall? Oder ein Wink des Schicksals?
    Felicia ist nicht die, die Sie vorgibt zu sein. Aber welche Wege wird das Schicksal nun für Sie bereithalten?

    Das dürft Ihr dann selbst lesen. so viel kann ich Euch schon versprechen, es beginnt spannend und steigert sich dann noch!

    Drachige Grüße Eure
    Reading Dragonlady


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    Chronikskindvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannender Auftakt mit einem tollen Setting, einer interessanten Story und einigen Überraschungen
    Ein toller Auftakt

    Klappentext: Der junge Priestersohn Milan Tormeno trägt einen verfluchten Namen. Einst beging sein Großvater Lucio mit kaltem Herzen tausende Morde, um die Insel Cilia zu retten. Und jeder, der Lucio kannte, schwört, dass Milan ihm bis aufs Haar gleicht.

    Mit eiserner Hand bereitet sein Vater Nando den Jungen darauf vor, ein Erzpriester zu werden – einer jener Auserwählten, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken sollen. Doch Milan rebelliert und flieht aus der Stadt.

    Auf der Flucht gerät er unter den Einfluss der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok. Hin- und hergerissen zwischen den zwei Frauen, findet er sich bald in ein Netz von Intrigen verstrickt, die über die Zukunft Cilias entscheiden werden.

    Meine Meinung

    Story:
    Der Klappentext des Buches hat mich direkt angesprochen und nach dem auch meine Mama so davon geschwärmt hatte, musste ich es einfach lesen ;)

    Das Buch beginnt in der Vergangenheit und wir erleben die Szenen, in den sich Lucio dafür entschieden hat, eine ganze Stadt zu ermorden. Ich fand den Einstieg spannend, auch wenn ich nicht so richtig wusste, was ich damit anfangen sollte. Das hat sich aber gegeben.

    Danach nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wir erleben Milans Rebellion und die Folgen, die diese nach sich zieht. Und von da an wird die Geschichte wirklich spannend. Da viele Charaktere die Geschichte erzählen, gibt es mehrere parallel laufende Handlungsstränge, die immer wieder miteinander verwoben werden. So entsteht eine spannende Handlung, die auch einige Überraschungen parat hat.

    Trotzdem muss ich sagen, dass ich noch nicht durch alles durchgestiegen bin und es doch noch einige Fragen gibt, die mir das Buch nicht beantworten konnte. Aber ich schätze, das wird im nächsten Band noch kommen. Zudem hatte ich manchmal den Eindruck, dass man aus der Geschichte noch etwas mehr hätte rausholen können.

    Das Ende ist ziemlich offen und ich bin wirklich gespannt, wie es jetzt weitergehen wird. Denn eigentlich hat sich gefühlt alles geändert und es kann alles passieren^^

    Was mich an dem Buch auf jeden Fall noch gereizt hat, war sein Funken Magie. Ich weiß nicht, ob Magie das richtige Wort dafür ist, aber wenn Mären zum Leben erwachen, dann hat sie doch auf jeden Fall ihre Finger im Spiel ;)

    Ich fand die Mären unglaublich spannend und bin sehr neugierig, was da noch kommen wird.

    Am Anfang des Buches gibt es auch noch eine Karte von Cilia und von der gesamten Welt. Die fand ich wirklich wunderschön und waren eine schöne Unterstützung.

    Charaktere:
    Wie es in einer High-Fantasy-Geschichte zu erwarten ist, gibt es eine Vielzahl von wichtigen Charakteren. Und wenn ich über jeden hier schreiben würde, dann würde das wohl ein Roman werden^^ Deswegen beschränke ich mich mal auf ein paar. Insgesamt fand ich sie aber alle gut ausgearbeitet und tiefgründig. Ich bin gespannt, wie sie sich im nächsten Band verhalten werden.

    Zuerst mal Milan ... anfangs wusste ich nicht, wie ich ihn einordnen sollte. Aber ich finde, er hat im Laufe des Buches eine ganz schöne Wendung durchgemacht. Er hat mich überzeugt - mit seinem Mut und vor allem mit seiner Entschlossheit. Ich bin gespannt, wie er sich weiter entwickeln wird.

    Zum anderen Nando, Milans Vater ... ich mag ihn nicht, wobei es das auch nicht so richtig trifft. Gegenüber seinen Söhnen ist er nicht gerade ein toller Vater, trotz dem kann ich manche Entscheidungen durchaus verstehen. Ich lass mich mal überraschen, was er noch so tut ... und vielleicht weiß ich dann auch, ob ich ihn hassen sollte^^

    Schreibstil:
    Ich liebe den Schreibstil von Bernhard Hennen. Bildgewaltig, spannend, fesselnd - er hat einfach alles, um mich in einem Buch verschwinden zu lassen.

    Das Buch wird aus der Sicht von verschiedensten Personen erzählt. Das fand ich spannend, da man so einen Eindruck von allen Seiten in diesem Kampf bekommen konnte. Ich hatte auch nie den Eindruck, dass es zu viele sein könnten. Auch die Übergänge waren immer klar gekennzeichnet.

    Mein Fazit
    Ein spannender Auftakt mit einigen Überraschungen :D

    Das Buch hat mich mit seiner Idee, seinem Setting und seinem Funken Magie gefesselt. Ebenso konnten mich die Charaktere überzeugen und ich bin gespannt, wie sich diese weiterentwickeln werden. Auch der Schreibstil ist wieder bildgewaltig.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Der Beginn eines neuen magischen Zeitalter ... und du bist mit dabei!

    Bernhard Hennen , bekannt durch seine "Die Elfen"-Saga, startet eine neue Fantasy-Serie. In "Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte" nimmt uns der Autor mit nach Azhur auf die ferne Insel Cilia. Dort rebelliert der Junge Milan Tormeno gegen seinen übermächtigen Vater, den Erzpriester Nando. Auf der Flucht vor seinem Schicksal, selbst der nächste Erzpiester werden zu müssen, gerät er in ein Netz aus Intrigen – und zwischen die zwei Frauen Felicia und Nok ...

    Begleitet uns nach Azuhr und lest "Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte" in unserer Leserunde. Seid ihr mit dabei? 

    Über das Buch     
    Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken. Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen. Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung steht – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ...

    >> Mehr Infos und eine Leseprobe gebt es auf www.tor-online.de!


    Über Bernhard Hennen
         
    Seit seinem Roman »Die Elfen« erreichen seine Bücher regelmäßig Spitzenplätze auf deutschen und internationalen Bestsellerlisten: Bernhard Hennen, 1966 in Krefeld geboren, ist Germanist, Archäologe und Historiker. Er arbeitete als Journalist für verschiedene Zeitungen und Radiosender und bereiste Zentralamerika, den Orient und Asien.

    Gemeinsam mit FISCHER TOR vergeben wir in unserer Leserunde 50 Exemplare von "Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte"
    Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? 
    Bewerbt euch bis einschließlich 13.12. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:   

    Warum möchtest du dich nach Azuhr begeben?

    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen.         

    Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.
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    Fragerunde mit Bernhard Hennen

    Bernhard Hennen – DER deutschsprachige Fantasy-Autor schlechthin. Seine sagenumwobene Reihe rund um "Die Elfen" machte ihn bekannt, nun ist mit "Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte" der Auftakt zu seiner neuesten Fantasy-Reihe erschienen. 

    Und ihr habt hier die Gelegenheit, dem Bestseller-Autor all die Fragen zu stellen, die euch schon immer unter den Nägeln gebrannt haben! Also ran an die Tastatur! Zu gewinnen gibt es 5 Exemplare von "Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte"

    Mehr zum Autor
    Seit seinem Roman »Die Elfen« erreichen seine Bücher regelmäßig Spitzenplätze auf deutschen und internationalen Bestsellerlisten: Bernhard Hennen, 1966 in Krefeld geboren, ist Germanist, Archäologe und Historiker. Er arbeitete als Journalist für verschiedene Zeitungen und Radiosender und bereiste Zentralamerika, den Orient und Asien.

    Gemeinsam mit FISCHER Tor verlosen wir 5 Exemplare von "Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte" unter allen Fragestellern! Einfach auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klicken und fleißig Fragen stellen!

    Auf unserer Aktionsseite findet ihr zudem ein kniffliges Quiz rund um die Welt von Azuhr, bei dem ihr eine weitere Chance habt, eines von 5 Exemplaren des Buches zu gewinnen!

    Wir freuen uns, dass Bernhard Hennen Zeit gefunden hat und wünschen euch und natürlich dem Autor ganz viel Spaß beim Fragen stellen und Fragen beantworten!


    Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien zur Teilnahme an Buchverlosungen
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    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Die Chroniken von Azuhr starten mit einem lesenswerten Auftaktband, der nicht nur schick aussieht, sondern auch eine wendungsreiche Geschichte [.] zu bieten hat.

    Interessante Charaktere und eine noch spannendere Welt, in der Mären lebendig werden.

    Ein unglaublich fesselnder und spannender erster Teil einer neuen Reihe, der mich in jedem Punkt begeistern konnte.

    Hennens Charaktere sind tiefgründig [.]. Auch wenn es dauert, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, zieht sie die Leser in ihren Bann.

    Was wie eine Geschichte jugendlicher Rebellion beginnt, nimmt rasant Fahrt auf

    ›Die Chroniken von Azuhr‹ sind eine Fantasy-Saga der Extraklasse! Das kann man schon nach dem ersten Roman der Reihe sagen.

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