Drachenelfen - Die Windgängerin

von Bernhard Hennen 
4,3 Sterne bei101 Bewertungen
Drachenelfen - Die Windgängerin
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Ein würdiger Nachfolger. Nichts für "schwache" Gemüter. Die Story zieht an. Die Ereignisse überschlagen sich.

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Das Schicksal vieler kommt ins Schleudern und nimmt einen tragischen Lauf. Einfach unglaublich!

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Inhaltsangabe zu "Drachenelfen - Die Windgängerin"

Die Rückkehr in die atemberaubende Welt der Elfen

Noch herrschen die mächtigen Drachen über Elfen, Zwerge und die anderen Völker Albenmarks. Doch ein unglaublicher Verrat in ihren eigenen Reihen beginnt zu wirken – und plötzlich müssen sich die Drachenelfen entscheiden: Dienen sie weiter ihren Herren oder kämpfen sie für eine neue Zeit, eine Zeit der Elfen. Nach dem großen Besteller Drachenelfen legt Bernhard Hennen den heiß ersehnten neuen Roman um die magische Welt der Elfen und Drachen vor.

Die Welt bebt. Während sich im geheimnisvollen Nangog dunkle Geschehnisse häufen und der Unsterbliche Aaron vor der Schlacht seines Lebens steht, ist im Land der Drachen und Elfen das Unglaubliche geschehen: Eine Gruppe findiger Zwerge hat einen der mystischen Drachen getötet. Für seine Drachenbrüder bedeutet dies Rache um jeden Preis, und ein Plan nimmt Gestalt an, der eine Metropole der Zwerge, die Tiefe Stadt, in Schutt und Asche legen soll. Doch damit ist auch das Leben der jungen Elfenkriegerin Nandalee in Gefahr. Auf geheimen Befehl Nachtatems hat sie sich als Spionin unter die Zwerge gemischt, um dort ihre letzte Prüfung zur Drachenelfe zu erfüllen. Nandalee ahnt nicht, dass ihr auch von ganz anderer Seite tödliche Gefahr droht. Laut einer Prophezeiung ist sie es, die den Untergang der Drachen besiegeln wird – und der Drachenelf, der ihr am nächsten steht, wurde bereits als Assassine ausgesandt.

Im zweiten Band der fesselnden Drachenelfen-Saga beweist Bernhard Hennen einmal mehr, dass er der Meister epischer Fantasy im Stil von J. R. R. Tolkien und George R. R. Martin ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453533455
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:880 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:29.10.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 29.10.2012 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Conan08vor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Ein würdiger Nachfolger. Nichts für "schwache" Gemüter. Die Story zieht an. Die Ereignisse überschlagen sich.
    Bärenstarker zweiter Teil!

    Die Geschichte nimmt deutlich an Fahrt auf. Das Fantastische, wo es im ersten Band der Drachenelfen, ganze Welten und Orte zu entdecken gab, steht nicht mehr an erster Stelle. Dennoch lässt sich Bernhard Hennen Zeit damit, die Ereignisse, Kapitel für Kapitel langsam entwickeln zu lassen. Der Leser kann wieder voll und ganz in das Buch und seine Atmosphäre hinab tauchen. Die Ereignisse, die Umgebungsbeschreibung und die Gedankengänge und Gefühle der Charakter nehmen hier wieder sehr viel Platz ein. Eine gesunde Mischung davon und Abwechslung herrscht zwischen den Dialogen der einzelnen Figuren vor, so dass das gesamte Buch nie langweilig wird.

     

    Eine Sache die dem Autor so gut gelungen ist, wie keinem zweiten seiner Branche meiner Meinung nach, sind die Einführungen in jedes neue Kapitel. Egal, wo man sich gerade im Buch befindet, ob auf Seite 50 oder auf Seite 600, setzt er dieses Konzept konsequent um. Gerade bei den vielen wechselnden Erzählsträngen, sprich Perspektiven, die mal mehr mal weniger Beachtung, sprich Seitenanzahl, Kapitelanzahl bekommen im Laufe des Buches, gerade dann, wenn ein Erzählstrang erst nach 100 bis 150 Seiten später wieder neu aufgenommen wird, schafft es Bernhard Hennen, immer in 2 bis 3 Abschnitten zu Beginn des Kapitels eine Zusammenfassung bzw. Wiederholung der bisherigen Ereignisse zu schildern: und das so, dass es nie langweilig wird, und das Zusammengefasste schnell in das eigentliche neue Geschehen mit einfließen kann. So kann man, so kann ich als Leser, das Buch auch mal für 15 Tage aus der Hand legen, bzw. insgesamt 3 bis 5 Monate an dem Roman lesen, ohne den Überblick zu verlieren und immer sehr schnell, zurück ins Geschehen finden, um wieder sofort mittendrin zu sein und in die geschilderte Fantasiewelt ganz abtauchen zu können.

     

    Ein Großteil der 1. Hälfte des Buches begleiten wir unsere Protagonisten in der „Tiefen Stadt“ der Zwerge. Die bekannten Erzählstränge aus „Drachenelfen“ werden hier fortgeführt. Alles was sich um die Zwerge Hornbori, Nyr und Galar abspielt enthält wieder höchsten Unterhaltungswert wie in einer dramatischen Komödie. Dafür sorgen die drei Zwerge, die so unterschiedlich in ihrem Denken und

    Handeln sind.

    Im späteren Verlauf erleben die drei Zwerge das ein oder andere gemeinsame Abenteuer, wie z.B. eine dramatische action- und temporeiche Flucht und Auseinandersetzung mit einem bzw. mehreren Tatzelwürmern. Auch die Unterwasserfahrt in einem fassförmigen U-Boot und der Kampf gegen die Weißen Seeschlangen haben mich schwer begeistert. Mehr Action, Spannung, Unterhaltung und Abenteuerfeeling geht einfach nicht mehr. Fantastisch.

     

    Die Tiefe Stadt, weit unter der Oberfläche in Dunkelheit verborgen, versetzt den Leser in einen eigenen nostalgischen Bann. Dort gibt es schöne in faszinierenden Farben und Formen beleuchtete Orte, um sich das Lebensgefühl der freien sonnigen Oberfläche in die Höhlen zu holen. Alle Geschäfte und Arbeiten, denen die Zwerge dort unten nachgehen, haben ihr ganz eigenes Flair.

    Als absolutes Highlite empfand ich die Gläserne Kuppel unter Wasser in einem kleinen Zwergen-Hafen. Diese Konstruktion, wie sie in ihrem inneren mit allerlei Luxusgütern ausgestattet worden ist in Verbindung mit der ganzen Flora und Fauna, Tier- und Pflanzenwelt, ein wahrlich fantastischer, schöner Ort in einer ungewöhnlichen Umgebung.

    Mit der Zwergin Amalaswintha, hält auch bei den Zwergen Schönheit und ein anderes Frauenbild einher. Sie kann Zauberweben und hat einen großen Einfluss bezüglich Machtausübung und Geschäfte der Tiefen Stadt.

     

    Der Angriff der Drachen(elfen) auf die Zwergenstadt und die Gegenmaßnahme der Zwerge in Form von gespickten Fallen sind ein einziges hochdramatisches und blutrünstiges Szenario, in dem Herr Hennen, ein wahres Action- und Gefühlsfeuerwerk abgebrannt hat. Natürlich hat er dabei Nicht die Handlung und den Überblick über die Ereignisse dabei verloren. Im Gegenteil da fühlt der Leser sich beim Schriftsteller sehr gut aufgehoben.

     

    Die Elfen Nandalee und Gonvalon bilden wieder in jederlei Hinsicht einen sehr erfrischenden zeitlos-fantastischen Erzählstrang. Neben der ganzen Handlungsaktion halten auch viele philosophisch-spirituelle Elemente und ein Hauch von Erotik, ihre Liebe zueinander, ein. Die beiden Handlungsstränge führen im Laufe des Buches zueinander.

    Im weiteren Verlauf ziehen beide gemeinsam mit den Elfenjägern Tylwyth und Cullayn gegen das Monster, den Immerwinterwurm, und gegen eine ganze Trollfestung in die unterkühlte vereiste und verschneite Snaiwamark ins Feld, um die letzten Überlebenden des Windgänger-Clans, zu dem auch Nandalee gehört, zu befreien. Dem Leser erwarten auch hier sehr abwechslungsreiche und fantastische Abenteuer mit einigen überraschenden Wendungen.

     

    Die Drachenelfe Lyvianne, webt mehr im Verborgenen die Fäden, und hat diesmal eher kurze Auftritte. Nandalee’s Elfenfreundin Bidayn taucht etwas mehr ab. Ein anderer Drachenelf Nodon, Schwertmeister Seinesgleichen, tritt dafür etwas mehr in den Fokus. Dieser Charakter ist deutlich lebendiger und wirkt sympathischer als im 1. Roman, da er nicht mehr so gefühlskalt in schwarz und weiß rüberkommt.

     

    Mit Shaya, der „Kriegerprinzessin“ und Tochter des Unsterblichen Madyas von Ischkuza, entwickelt sich ein neuer großer Erzählstrang. Sie wird von ihrer großen Liebe, dem Unsterblichen Aaron von Aram getrennt. Die vielen Abenteuer, die sie dabei erlebt, empfand ich stets als Highlites dieses Buches. Das Kapitel „Das Wettrennen“ ist eines der schönsten zu Beginn des Buches. Die Naturbeschreibungen und Shayas Erinnerungen lösen ein fantastisch-gutes Gefühl aus, frei nach dem Motto: „Das Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde.“ Und auch das etwas melancholischere Kapitel „Der weiße Wolf“, wo Shaya mit Seinesgleichen auf dessen Rücken in die weite Welt hinausfliegt, um diese zu entdecken, hat etwas zeitlos-nostalgisches an sich. Insgesamt begleitet einem mit Shaya sehr viel Empathie auf ihren Reisen.

    Von Artax, sprich dem Unsterblichen Aaron, lesen wir im Verhältnis zu den Anderen noch eher wenig in der ersten Hälfte des Romans. Er steckt mitten in den Kriegsvorbereitungen gegen seinen Erzrivalen, dem Unsterblichen Muwatta.

    Mit Volodi haben wir einen weiteren großen Erzählstrang. Seine Rolle wirkt noch umfangreicher und wichtiger als im 1. Buch. Er ist die rechte kriegerische Hand von Aaron, nachdem sein Leibwächter und Kriegsmeister Juba sein Leben im letzten Roman für Aaron gegeben hatte. Volodi ist ein Mensch der nie aufgibt und immer mutig und optimistisch an Alles herangeht, egal wie aussichtslos die Lage ist. Ein super Charakter, der sich selbst treu bleibt. Sein Schicksal ist mit dem bärenstarken und unverwüstlichen Hünen Kolja verbunden, ein großer Krieger mit vielen Narben auf seinem Körper und mit viel Einfluss in der Goldenen Stadt in der Welt Nangog. Er ist ein ehemaliger Faustkämpfer in der Arena, dem so schnell nichts umhauen kann. Letzterer hat sich, mal abgesehen davon, dass er Kriegshauptmann ist in Aarons Heer, mit Geldgeschäften aus Edelsteinen einen großen Harem von Hurenhäusern aufgebaut, der seine Mitarbeiter, egal ob Soldaten oder hübsche Damen immer gut behandelt bzw. versorgt. Immer wenn Volodi und Kolja miteinander in Verbindung treten, geht es heiß her. Die Beiden haben höchsten Unterhaltungswert. Und egal, was sie gerade tun, man kann nicht anders, man muss die beiden mögen.

     

    Außerdem gibt es viele „kleinere“ Erzählstränge, z.B. um den Bauern Narek aus Artax Heimatdorf Belbek in Aram, oder auch der Erzählstrang rund um Barnaba, einem ehemaligen Priester, die auch sehr intensiv und abwechslungsreich geschildert sind.

    Die ungleichen Narek und Ashot, zwei Männer wie „Dick und Doof“, bringen sehr viel Unterhaltung in die Geschichte. Das Spiel mit der Silbermünze, bzw. Goldmünze, im Sack erinnert an eine Version altertümlichen „Rugbys“. Mit diesem Spiel hebt Aaron, dank der tatkräftigen Unterstützung seines wichtigsten Beraters Datames, die Moral seiner Bauernarmee.

    Ein absolutes Highlite der Komödie sind für mich die beiden hintereinander folgenden Kapitel „Von Mädchen und Huren“ und „Nicht für alles Gold der Welt“. Hier prallen ganz verschiedene Welten aufeinander. Der unterhaltsame und sympathische ehemalige Pirat  Volodi in Verbindung mit Narek, Ashot, „Lamdi“ und als Sahnehäubchen der stolze adlige Satrap Bessos. Allein dieser Szenen wegen, könnte ich mir eine Verfilmung dieses Buches gut vorstellen. Es sei nur so viel gesagt, es geht um „Huren“ und alle Freuden und guten Taten, die sie einem Mann bieten können und es geht um deren Schutz und entsprechende Maßnahmen, um diesen zu gewährleisten. Nicht nur der Unterhaltung wegen, fand ich diese beiden Kapitel toll, sondern auch der Botschaften, die uns gezeigt werden. Hier und auch an anderen Stellen im Buch beweist es sich, sich nicht alles gefallen zu lassen von höher stehenden Rängen, die das Sagen haben. Wer mutig ist und sich wehrt, wer „frech“, direkt, ehrlich und unverblümt seine Meinung offen kundtut, wer sich seiner Leidenschaft hingibt und kein Theater schauspielert, hat bessere Chancen es weiter zu bringen, als derjenige, der sich immer nur versteckt, nachgibt und dem Anderen nur unterwürfig gefallen will. Davon abgesehen ist so etwas auch viel unterhaltsamer. So wie sich die skrupellosen verwöhnten Mächtigen, Adligen aufführen, ohne dabei auf Widerstände zu stoßen, spiegelt es gleichzeitig, die Langeweile wider, die sie von ihren Untergebenen erfahren, wenn Menschen um sie herum alles so hinnehmen und sich ausbeuten lassen und kuschen. Davon abgesehen wollen diese Menschen das auch überhaupt nicht. Die wollen, dass ihnen auch jemand die Stirn bietet, Kontra gibt und ehrliche Gefühle zeigt und Meinungen austauscht. Einer dieser Charaktere ist z.B. der unsterblichen Muwatta. Dies stellt auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft dar, wie wir sie kennen und die Richtung in der sie sich zuletzt wieder ein Stück zubewegt hat, bzw. sich hinbewegen lässt. Und Figuren wie Ashot, ganz besonders wie Narek und Volodi, Aram, Datames usw… brauchen wir, um das Boot wieder in die andere Richtung zu lenken, bevor es in unruhiger See kopflos zu kentern droht.

     

    Was in diesem Buch von Anfang an auffällt, dass es wesentlich mehr gewalttätige blutrünstige Szenen gibt, die man sich als Leser nicht so sehr zu Herzen nehmen sollte, die allerdings die Geschichte viel realitätsnaher und interessanter bzw. actionreicher werden lassen. Was dies untermalt ist z.B. das Kapitel „Das Recht der Steppe“. Das ist definitiv nichts für schwache Gemüter, wie hier Skrupellosigkeit und Gewalt demonstriert und vollzogen wird. Dabei hat u. a. der skrupellose Fießling Kurunta, die rechte Hand des Unsterblichen Muwatta, seine Finger mit im Spiel.

    Mich haben diese Szenen nicht abgeschreckt. Mir gefällt es so richtig gut. Es geht richtig zur Sache, ohne dass sich der Autor zu lange mit diesen Szenen beschäftigt und seine Identität verliert. Die fantastische und epische Abenteueratmosphäre bleibt uns stets erhalten.

     

    Bernhard Hennen hat diesen Balanceakt, der immer bei Fortsetzungsromanen entsteht, ideal gemeistert. Er hat etwas Neues erschaffen und hat den Übergang zu den ganzen kriegerischen Handlungen auf seine individuelle Art sehr gut vollzogen. Nachdem der Autor uns im ersten Roman in die „Drachenelfen-Welten“ eingeführt hat, nimmt er sich mehr Zeit für die Entwicklung der Charaktere. Bei Herrn Hennen kommt das immer sehr ruhig und strukturiert an. Das Timing. bzw. das Einfügen von neuen Ideen und Entwicklungen im Laufe des Buches passen immer ideal zusammen, so dass sich überraschende Wendungen sehr glaubhaft, stressfrei und dabei absolut mitreißend lesen lassen.

    Die Wiederholungen innerhalb des Buches empfinde ich meistens als sehr hilfreich. Ich kann das Buch getrost auch mal zwei bis drei Wochen ganz aus der Hand legen, und bin sofort wieder mitten drin. Der Autor schreibt keine großen Zusammenfassungen aller Geschehnisse und frühstückt sie dann einfach ab. Nein! Er macht es viel geschickter, indem er jeweils an unterschiedlichen Stellen des Buches, meist zu Beginn eines wiederaufgenommenen Erzählstrangs, die Erinnerungen und letzten Ereignisse der einzelnen Charaktere Revue passieren lässt.

     

    Das Buch ist sehr abwechslungsreich. Das unterstreicht auch den Zweiten Teil des Buches, dass sich unter Anderem mehr und mehr mit den Kriegsvorbereitungen mit anschließender Schlacht beschäftigt. Hierbei lernen wir auch das Leben von menschlichen Assassinen besser kennen, wobei die Jaguar-Männer der Zapote in diesem Punkt unübertreffbar sind. Sie sind mit Abstand die unauffälligsten, schnellsten und tödlichsten ihres Faches, wie wir schon im ersten Buch „Drachenelfen“ im Volodi-Erzählstrang erfahren durften.

    Durch den Drachen Nachtatem, bzw. die Gazala erfahren wir, dass Nandalee zwei Kinder bekommen wird. Hierbei ist noch offen, welches Kind, welchem Schicksal zugeordnet werden kann, und wer der Vater der jeweiligen Kinder wird. Stammt am Ende ein Kind von Gonvalon, oder vom Goldenen Drachen, oder gar vom schwarzen Drachen ab? Stammen letztlich beide Kinder von zwei unterschiedlichen Himmelsschlangen ab? Wir wissen es noch nicht genau, da die Ereignisse noch nicht abgeschlossen sind und können deshalb nur spekulieren. Die Antworten werden wir wohl in den kommenden Drachenelfen-Romanen bekommen.

     

    Die abschließende Schlacht auf der Hochebebene von Kush zwischen den Unsterblichen Aaron und Muwatta bzw. den Großreichen Aram und Luwien setzen ein letztes großes Ausrufezeichen in diesen hervorragenden Roman. Tolle und dramatische Schilderungen der Ereignisse, blutige Kämpfe, überraschende Wendungen bis hin zu einem epischen finalen Duell. Es wird hinter einigen Schicksalen und Ereignissen ein Ausrufezeichen gesetzt, sprich ein Ende gesetzt. Gleichzeitig bleiben viele offene Fragen, wie es weiter geht und die Lust auf mehr machen.

    Der Epilog hat mich total mitgenommen. Habe die ganze Zeit beim Lesen Tränen wie ein Schlosshund vergießen müssen und vor mich her geschluchzt, so mitgenommen hat mich das tödliche Schicksal eines menschlichen Protagonisten. So viel Empathie-Empfinden meinerseits für alle beteiligten und betroffenen Personen dieses Schicksals. Es war aber auch ein herzzerreißendes Szenario mit all dem Aufwand, all den Ehren, Erinnerungen, gemeinsamer Trauer, Anteilnahme. Ein sehr gutes und würdiges Ende.

     

    Viele Rezensenten, die geschrieben haben, dass sie das Buch als zu „langwierig“ finden, und das damit begründet haben, dass sich die Ereignisse um die Kriegsvorbereitung zu lange hingezogen haben bzw. der Erzählstrang um Aaron zu groß geworden ist, kann ich nur widersprechen. Zum Einen besteht das Buch aus mehr als einem Dutzend verschiedener größerer wie kleinerer Erzählstränge, die ständig in Ort und Person wechseln; und zum Anderen ist in all diesen Kapiteln immer etwas Entscheidendes bzw. etwas elementar Wichtiges passiert. Und interessant und spannend fand ich all diese Kapitel auch. Und so viele Kapitel in Aarons Feldlager waren es gar nicht. Die, die ich alle gelesen habe, haben mich aufs Beste unterhalten.


    Fazit: Für einen Fortsetzungsroman, ist das wirklich ein hammergeiles Buch. Es konnte in fast allen Punkten genau wie der erste Drachenelfen-Roman voll überzeugen. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Ereignisse, die Erzählung deutlich schneller vorangeschritten sind. Das Buch ist viel actiongeladener, brutaler, blutiger geworden. Es wird viel mehr gestorben und der ganze Roman ist viel dramatischer geworden. Ich hoffe, dass es sich auf diesem Niveau einpendelt und nicht noch krasser wird. Das reicht mir.  

    Ein großer Pluspunkt dieses Romans zu seinem Vorgänger ist, der sehr ausführliche über 40 Seiten lange Anhang, indem alle Personen, Orte, Ereignisse und Begriffe der Drachenelfenwelt dem Leser näher gebracht haben. Wobei ich mit dem Nachschlagen während des Lesens immer sehr vorsichtig umgehe, um nicht vorab Ereignisse und Schicksale zu erfahren, die noch nicht stattgefunden haben. Die zweiseitige Karte von der Schlacht bei Kush fand ich auch sehr schön dargestellt und gelungen.

    Ich bin sehr gespannt wie es im  dritten Teil der Drachenelfensaga „Die gefesselte Göttin“ weiter geht; und freue mich sehr, dass das Hauptgeschehen sich wieder mehr auf die Welt Nangog mit ihrer goldenen Stadt verlagert.

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    Der_Buchdrachevor 7 Monaten
    Schwächelt

    Verrat! Eine Gruppe von Zwergen unter der Leitung Hornboris hat es gewagt, einen Drachen zu töten. Dies können die Himmelsschlangen, die Statthalter der Alben, nicht ungesühnt auf sich beruhen lassen und schicken daher ein Heer von Drachen und ihre Drachenelfen aus, um die Tiefe Stadt auszulöschen. Nandalee, die sich zu diesem Zeitpunkt in der dem Untergang geweihten Stadt befindet, weiß nicht, dass auch ihr dabei von einigen der Drachen ein übles Schicksal angedacht ist. Gleichzeitig muss sich Artax in der Gestalt des Unsterblichen Aaron auf den Krieg gegen Muwatta vorbereiten und sieht sich dabei vielerlei Hürden gegenüber. Er ahnt nicht, dass seine Geliebte Shaya an seinen Kontrahenten als Bettgespielin verschachert wird.

    Hennen verwendet wieder einmal sehr viel Zeit darauf, seine Welt auszubauen und ihr Leben und Details zu verleihen. Er hat einige besonders liebenswerte Charaktere im Gepäck, die immer wieder für ein Schmunzeln gut sind. Allen voran Volodi mit seinen Sprachproblemen und seiner rauen aber doch herzlichen Art.

    Sehr anrührend geschrieben ist auch, wie Artax mit den Bauern in seinem Heer interagiert. Er weiß, dass einige darunter seine alten Freunde aus seiner Heimat sind, fürchtet aber gleichzeitig, dass sie entdecken könnten, dass er nun der Unsterbliche Aaron ist. Nichtsdestotrotz fühlt er sich ihnen noch immer sehr verbunden und geht wider aller Vernunft dementsprechend vertraulich mit ihnen um.

    Die Liebe zum Detail ist in diesem Band jedoch Fluch und Segen zugleich. Ein wenig merkt man es bereits an der Zusammenfassung der Handlung. Man kann die Kernhandlung des fast 900 Seiten starken Buches in ungelogen drei Sätzen zusammenfassen. Die Drachen wollen die Zwergenstadt auslöschen. Nandalee schwört Rache an den Trollen für das, was diese ihrem Clan angetan haben. Artax bereitet sich auf die Schlacht gegen Muwatta vor.

    Insbesondere die Handlungen um Artax herum ziehen sich enorm. Es werden zwar teils wirklich sehr kreative Lösungen gefunden, um sein völlig unterlegenes Bauernheer auf die Schlacht vorzubereiten, aber im Grunde passiert den Großteil über kaum etwas Anderes. Das über ein knapp 900 Seiten starkes Buch zu verteilen, war gelinde gesagt nicht die beste Idee.

    Spannender geht es da bei Nandalee zu. Hier passiert etwas, hier geht es auch mal actiongeladen zu und vor allem geht die Handlung voran und kommt vom Fleck.

    Während man noch im ersten Teil das Gefühl hatte, dass im Hintergrund eine große Intrige abläuft, von der nicht einmal alle Drachen etwas wissen, wird auf die im zweiten Teil kaum bis gar nicht Bezug genommen. Hennen konzentriert sich hier viel mehr auf die persönlichen Geschichten der Charaktere, wobei eine Verbindung der Handlungen um Nandalee und Artax fehlen. Beide laufen parallel und so ganz ist noch immer nicht klar, wohin die Reise gehen soll. Dass zudem die Intrige aus dem ersten Teil nicht wieder aufgegriffen wurde, ist recht schade, denn das wäre doch wirklich interessant. Immerhin scheint es dabei um das Schicksal gleich dreier Welten zu gehen.

    Alles in allem kann man sagen, dass das Buch nicht das allerbeste ist. Es ist nett und erweckt zudem immer noch den Eintrug, dass sich auch ein Griff zu den weiteren Teilen in der Reihe lohnt. Allzu unspannend ist es zudem auch nicht, auch wenn es deutliche Längen hat.

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    Casrivor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Das Schicksal vieler kommt ins Schleudern und nimmt einen tragischen Lauf. Einfach unglaublich!
    Eine solide Fortsetzung

     Die Fortsetzung der Drachenelfen hat mich ein wenig erschlagen. Ein Drache wird von den Zwergen getötet. Während Nandalee den genauen Mörder sucht, schmieden die anderen Drachen ihre Rachepläne. Die Welt beginnt aus ihrem Gleichgewicht zu fallen, den die Drachen sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Unter anderem kämpft Aaron gegen den Unsterblichen Muwatta und verliert dadurch mehr als er sich je vorstellen konnte. In der Fortsetzung baut der Autor die Welt weiterhin aus und die Entwicklung der Charaktere nimmt immer mehr zu. Die Liebe zum Detail ist wirklich bewundernswert, aber für mich war es an dieser Stelle leider etwas zu viel. Nach dem ersten Band ist einige Zeit für mich vergangen und ich musste mehrfach im Glossar nachschauen, welcher Charakter wer war und welche Rolle diese einnahmen. Bei den vorherigen Werken hatte ich dieses Problem nicht. Das größte Problem war für mich die Schlacht bzw. einzelne Kämpfe. Ich mag keine Kämpfe dieser Art und hätte mir weniger Kämpfe gewünscht. Auf der anderen Seite, wenn man eine Serie zu der Reihe drehen würde, dann hat man die ideale Vorlage. Ungeachtet der negativen Punkte kann ich es dennoch kaum erwarten den nächsten Band zu lesen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Schwächelt ziemlich

    Verrat! Eine Gruppe von Zwergen unter der Leitung Hornboris hat es gewagt, einen Drachen zu töten. Dies können die Himmelsschlangen, die Statthalter der Alben, nicht ungesühnt auf sich beruhen lassen und schicken daher ein Heer von Drachen und ihre Drachenelfen aus, um die Tiefe Stadt auszulöschen. Nandalee, die sich zu diesem Zeitpunkt in der dem Untergang geweihten Stadt befindet, weiß nicht, dass auch ihr dabei von einigen der Drachen ein übles Schicksal angedacht ist. Gleichzeitig muss sich Artax in der Gestalt des Unsterblichen Aaron auf den Krieg gegen Muwatta vorbereiten und sieht sich dabei vielerlei Hürden gegenüber. Er ahnt nicht, dass seine Geliebte Shaya an seinen Kontrahenten als Bettgespielin verschachert wird.

    Hennen verwendet wieder einmal sehr viel Zeit darauf, seine Welt auszubauen und ihr Leben und Details zu verleihen. Er hat einige besonders liebenswerte Charaktere im Gepäck, die immer wieder für ein Schmunzeln gut sind. Allen voran Volodi mit seinen Sprachproblemen und seiner rauen aber doch herzlichen Art, aber auch die Zwerge um Hornbori Drachentöter.

    Sehr anrührend geschrieben ist auch, wie Artax mit den Bauern in seinem Heer interagiert. Er weiß, dass einige darunter seine alten Freunde aus seiner Heimat sind, fürchtet aber gleichzeitig, dass sie entdecken könnten, dass er nun der Unsterbliche Aaron ist. Nichtsdestotrotz fühlt er sich ihnen noch immer sehr verbunden und geht wider aller Vernunft vertraulich mit ihnen um.

    Die Liebe zum Detail ist in diesem Band jedoch Fluch und Segen zugleich. Ein wenig merkt man es bereits an der Zusammenfassung der Handlung. Man kann die Kernhandlung des fast 900 Seiten starken Buches in ungelogen drei Sätzen zusammenfassen. Die Drachen wollen die Zwergenstadt auslöschen. Nandalee schwört Rache an den Trollen für das, was diese ihrem Clan angetan haben. Artax bereitet sich auf die Schlacht gegen Muwatta vor.

    Insbesondere die Handlungen um Artax herum ziehen sich enorm. Es werden zwar teils wirklich sehr kreative Lösungen gefunden, um sein völlig unterlegenes Bauernheer auf die Schlacht vorzubereiten, aber im Grunde passiert den Großteil über kaum etwas Anderes. Das über ein knapp 900 Seiten starkes Buch zu verteilen, war gelinde gesagt nicht die beste Idee.

    Spannender geht es da bei Nandalee zu. Hier passiert etwas, hier geht es auch mal actiongeladen zu und vor allem geht die Handlung voran und kommt vom Fleck.

    Während man noch im ersten Teil das Gefühl hatte, dass im Hintergrund eine große Intrige abläuft, von der nicht einmal alle Drachen etwas wissen, wird auf sie im zweiten Teil kaum bis gar nicht Bezug genommen. Hennen konzentriert sich hier viel mehr auf die persönlichen Geschichten der Charaktere, wobei eine Verbindung der Handlungen um Nandalee und Artax fehlen. Beide laufen parallel und so ganz ist noch immer nicht klar, wohin die Reise gehen soll. Dass zudem die Intrige aus dem ersten Teil nicht wieder aufgegriffen wurde, ist recht schade, denn das wäre doch wirklich interessant. Immerhin scheint es dabei um das Schicksal gleich dreier Welten zu gehen.

    Alles in allem kann man sagen, dass das Buch nicht das allerbeste ist. Es ist nett und erweckt zudem immer noch den Eintrug, dass sich auch ein Griff zu den weiteren Teilen in der Reihe lohnt. Allzu unspannend ist es zudem auch nicht, auch wenn es deutliche Längen hat.

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    thebookpassions avatar
    thebookpassionvor 3 Jahren
    Großartig

    Noch immer besitzen die Drachen große Macht über die Völker Albenmarks. Doch die Drachen fangen an sich in ihre Intrigen zu verstricken. Treffen sie wirklich die richtigen Entscheidungen oder bedeuten sie den Untergang für die Drachen?
    Der unsterblichen Aron bereitet sich auf eine große Schlacht vor. Niemand glaubt an einen Sieg, doch vielleicht schafft Aron das unmögliche?
    Die Zwerge haben ihre mörderische Waffe verbessert. Feuer und Flamme testet das ungleiche Zwergen Gespann die Armbrust gleich an einem Drachen und niemand denkt über die möglichen Konsequenzen nach, denn eins ist klar, dies lassen die Drachen nicht durchgehen. Und so planen die Drachen einen schrecklichen Racheplan.
    Doch Nandalee befindet sich im Auftrag von Nachtatem in der Zwergenstadt, da sie ausgesandt wurde um Informationen zu sammeln und auch von anderer Seite warten schlimme Bedrohungen auf sie, denn laut einer Prophezeiung soll Nandalee zum Untergang der Drachen beitragen. Der Goldene versucht dies um jeden Preis zu verhindern und so sendet er den Elf, der Nandalee am nächsten steht, um ihr Leben zu beenden.


    Der erste Band ,,Drachenelfen“ war vor allem eine Einführung in die fremde und geheimnisvolle Welt Nangogs. Der zweite Band wartet mit wesentlich mehr Aktion auf und das Erzähltempo wird deutlich angezogen. Stand im ersten Band vor allem die Welt Nangos im Fokus und die sich anbahnenden Konflikte. Steht im zweiten Band vor allem die Reaktion im Vordergrund: Wie reagieren die einzelnen Parteien und so gibt es beispielsweise wesentlich mehr Kampfszenen.
    Die Konflikte die sich immer mehr verschärfen, sei es der Versuch der Drachen ihren Untergang abzuwenden oder der Hass der Zwerge auf die Drachen, wirken allesamt authentisch und nicht zu aufgesetzt oder zu gewollt. Bernhard Hennen schafft es die Gefühle und die Gründe für das Handeln und die Intrigen schlüssig darzustellen und auch wenn ich das Verhalten der verschiedenen Völker nicht unbedingt gut heiße, habe ich sie doch immer bis zu einem bestimmten Punkt verstanden.

    Die Handlungsstränge vom ersten Band werden wieder aufgenommen und weitererzählt. Jedoch schafft Bernhard Hennen auch noch Raum für neue Handlungen ohne sich dabei zu verzetteln.
    Erneut konnte mich der Autor mit seinem atmosphärischen Schreibstil begeistern. Die Kampfszenen werden realistisch dargestellt und keinesfalls beschönigt. Jedoch wirken die Kämpfe nicht zu brutal.

    Schon nach einigen Seiten war mir nicht mehr klar wer eigentlich gut oder böse ist. Kann man die einzelnen Völker überhaupt in gut oder böse unterteilen?
    Kein Protagonist ist wirklich glücklich. Jeder Figur sind nur kurze Momente des Glücks beschieden und so wirken sie alle samt unglaublich tragisch.
    Die Drachen verlieren sich immer mehr in ihren Intrigen und scheinen einfach keine Prinzipien zu haben. Sie sind bereit alles zu tun um an ihr Ziel zu gelangen. Sie werden mehr und mehr zu ihrem eigenen Untergang.
    Die Zwerge nehmen grade im zweiten Band eine wesentlich wichtigere Rolle ein. Die Entscheidungen die der Schmied, der Feigling und der Krieger getroffen haben haben schwerwiegende Konsequenzen für alle Zwerge ihrer Stadt. Das Schicksal der Zwerge ist wirklich tragisch. Mir haben die drei wirklich leid getan, obwohl sie zum größten Teil schuld an diesem wahllosen morden sind.
    Ich habe mich schon im ersten Band gefragt, wie lange es Artax, oder auch Aron, schafft sich treu zu bleiben und nicht der Macht zu verfallen. Stellenweise gibt er den Verlockungen auch nach, doch erschafft es immer wieder sich zu besinnen und versucht moralisch richtig zu handeln.
    Nandalee und Gonvalon werden immer mehr zur Spielfiguren der Drachen. Die wilde Nandalee fügt sich langsam und wird immer mehr zu einer Drachenelfen, dennoch behält sie etwas von ihrer wilden und unbeugsamen Art bei. Von Anfang an war mir Nandalee unglaublich sympathisch, denn sie folgt den Drachen nicht blind und hört auf ihr Herz.


    Auch,,Die Windgängerin“ konnte mich restlos überzeugen. Der zweite Band ist voller Aktion und Tragik. Die Konflikte verschärfen sich und es gibt einfach keine stereotypischen Protagonisten. 

    (c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 4 Jahren
    Drachenelfen - Die Windgängerin

    Nach dem ersten Teil »Drachenelfen« war ich schon sehr neugierig, wie die Saga wohl weitergehen wird und muss sagen, dieser Band ist auch wieder richtig gut.

    Es ist ehrlich erstaunlich, wie viel Detailtiefe Bernhard Hennen wirklich in diese Bücher hineinbringt, wie viel Zeit er sich für die einzelnen Geschichten seiner Charaktere und natürlich das Gesamtgefüge lässt und es trotzdem nicht passiert, dass es langweilig oder langatmig wird. Zwar ist es so, dass man manche Handlungsverläufe immer etwas mehr herbeisehnt, als andere, denn ich bin ein großer Fan der Handlung um Gonvalon, da ich ihn als Charakter sehr mag. Jedoch sind alle Einzelhandlungen sehr interessant und spannend.

    Richtig gelungen finde ich unter anderem, wie sich die Situation zwischen den Menschen, vor allem Artax und Muwahtta, immer mehr zuspitzt, in diesem Krieg, den sie gegeneinander, von den Devanthar beschlossen, führen müssen. Allein die Beschreibungen, wie sich langsam alles sammelt und alles vorbereitet wird, Strategien durchgesprochen und angegangen werden, ist einfach genial beschrieben und auch wenn man denken könnte, dass diese Abschnitte langatmig sein könnten, werden sie es nicht. Unter anderem auch sicher, weil immer mal wieder etwas Unerwartetes passiert und zudem auch noch die Brüche enthalten sind, bei denen man in der Handlung zu anderen Charakteren spring. Ebenso ist es in diesem Teil der Handlung auch so interessant, da man allein durch Artax, Volodi und Datames gleich drei sehr unterschiedliche Sichten hat und es für mich auch immer sehr spannend ist, wie es mit Datames und seiner Rolle wohl weitergehen wird.

    Auch, was die Drachen mit der Tiefen Stadt der Zwerge angestellt haben und diese Schlacht, fand ich sehr interessant, zumal man sie immer wieder aus mehreren Perspektiven verfolgt hat, gibt es ja sowohl relevante erzählende Zwergencharaktere, als auch natürlich welche unter den Drachenelfen. Bei einigen der Charakter merkt man auch langsam immer mehr, wie sie anfangen sich etwas in ihrer Persönlichkeit zu verändern, durch das was ihnen alles wiederfährt, auch wenn es bei Nandalee, starrköpfig, wie sie von Beginn an war, sichtbar langsam geht. In diesem Teil der Geschichte fand ich es auch sehr spannend, dass sich endlich aufgelöst hat, wer von den Drachen derjenige ist, der versucht die alte Ordnung zu untergraben und welche List er noch so alles anwendet. Jedoch weiß man immer noch nicht so richtig um dessen Motivation, was alles für mich noch sehr spannend macht und wodurch es mir auch schwer fällt, weitere Schritte seinerseits vorauszuahnen. Es bleibt also auch dort sehr spannend.

    Zudem scheinen auch noch andere Charaktere mehr an Relevanz zu gewinnen, wie unter anderem Eleborn, den man zwar schon kennenlernen durfte, bisher aber noch keine so große Rolle in diesem Spiel hatte und ich bin nur zu neugierig, wo er seinen Platz jetzt finden wird.

    Ich bin ehrlich begeistert von dieser Fantasy-Reihe und schon sehr auf den dritten Band gespannt! Wer also High-Fantasy mag, dem kann ich diese Reihe nur ans Herz legen!

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    fastreadervor 4 Jahren
    Toll!

    Auch Band zwei der Trilogie ist super, aber vielleicht teilweise nichts für schwache Nerven. 
    Nandalee und Gonvalons Liebesgeschichte wird immer tragischer, bin schon gespannt, wie das ausgeht.
    Und was Shaya passiert ist auch nicht gerade schön.
    Auch die Schlacht von Kush fordert einige Opfer

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    Tausendsternvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Manchmal etwas lahm zum lesen, dafür aber immer wieder gelungene Überraschungen und Wendungen!
    Eine Offenbarung der Vergangenheit Albenmarks


    Noch herrschen die mächtigen Drachen über Elfen, Zwerge und die anderen Völker Albenmarks. Doch ein unglaublicher Verrat in ihren eigenen Reihen beginnt zu wirken – und plötzlich müssen sich die Drachenelfen entscheiden: Dienen sie weiter ihren Herren oder kämpfen sie für eine neue Zeit, eine Zeit der Elfen . . .

    Die Geschichte führt langsam und mit vielen Wendungen zu ihrem Ende, und trotz aller Ereignissen treffen nur wenige Überraschung einen unerwartet, aber die, die es tun, sitzen tief und lösten bei mir während des Lesen tiefe Empörung aus. Immer wieder gelingt es Hennen unglaublich gut,  dass durch die distanzierte Selbstverständlichkeit einiger seiner Figuren, mit der sie  ihre selbstherrlichen und gierigen Ziele verwirklichen, sich mir die Nackenhaare erschrocken und verdutzt zugleich aufstellen.

    Wenn Nandalee die Protagonistin dieses Buches darstellt, so finde ich dass dafür doch sehr viele Nebenrollen  in der Handlung auftauchen, die von der Geschichte der eigensinnigen Bogenschützin ablenken und diese für meinen Geschmack nicht ausreichend, oder nur nach sehr langen Pausen, zur Geltung kommt. Wer sich also hauptsächlich für die Geschichte der Drachenelfen ergötzen kann, wird sich an dem vielfältigen Angebot von Schauplätzen weniger erfreuen.

    Mehr verwirrend als erfreulich fand ich ebenfalls die Darstellung der großen Schlacht zwischen den Unsterblichen Muwatta, Herrscher von Luwien und Aaron, Herrscher Arams. Aus zu vielen Perspektiven beschrieben, so dass es mir schwer fiel den Überblick zu behalten wo sich was in dieser Geschichte gerade abspielte. Wenn Hennen es darauf anlegte, den Eindruck vom Chaos einer Schlacht zu vermitteln, so ist ihm das gelungen.

    Ein ganz anderer, aber für mich wesentlicher Spannungspunkt des Romans waren all die Hinweise, die auf Ereignisse in der Zukunft Albenmarks anspielen und viele Offenbarungen zu Fragen, sagenumwobenen Geheimnissen und Legenden, die in Hennens Elfenserie aufgetaucht sind.

    Alles in Allem bin ich zufrieden mit dem Buch, auch wenn mich ab und zu der Eindruck ereilt, dass der Humor ein wenig zu wünschen übrig lässt. Mit einer Mischung aus klaren, eher trockenen Darstellungen und Umschreibungen, und elfisch verdrehten, blumigen Sätzen, lassen sich für mich Hennens Romane vor allem spätabends besonders gut lesen, was auch auf diesen Roman zutrifft.

    Wer die anderen Romane von Hennen gelesen und Gefallen an ihnen gefunden hat, dem kann ich diesen Roman sehr ans Herzen legen,  für alle anderen Fans eigensinniger, stolzer Krieger jeden Ursprungs, die für die Sache ihres Herzens niemals aufgeben, auch eine dringende Empfehlung. Allerdings ist dieser Roman nicht als Einzelband zu betrachten, "Drachenelfen" zuvor zu lesen lohnt sich also auf jeden Fall!

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    Naburas avatar
    Naburavor 5 Jahren
    Von lauten Schlachten und leisen Intrigen

    In der Albenmark ist es den Zwergen gelungen, den schwebenden Meister zu töten. Sie feiern ihren Sieg, nichtsahnend, dass die Rache der Drachen verheerend sein wird. Im Körper eines Zwerges wird Nandalee von Nachtatem als Spionin in die tiefe Stadt geschickt, um die Namen der Mörder in Erfahrung zu bringen. Doch kurz darauf überzeugt der Goldene seine Nestbrüder, mit allen Drachen und Drachenelfen die Tiefe Stadt zu vernichten. Die Elfen Nador und Gonvalon brechen mit Spezialaufträgen in den Angriff auf – einer soll Nandalee retten, der andere soll sie töten…

    In Daia bereitet man sich währenddessen auf die Schlacht bei Kush vor, in welcher sich der Unsterbliche Aaron und der Unsterbliche Muwatta gegenüberstehen. Zahlen- und ausrüstungsmäßig ist Aaron klar unterlegen. Doch ein Aufgeben lässt der Löwenhäuptige nicht zu – dann wird er Artax, der momentan Aaron verkörpert, ersetzen. Wer wird am Ende als Sieger aus der Schlacht hervorgehen?

    Mir ist es zu Beginn des Buches recht leicht gefallen, wieder in die Handlung hineinzufinden. Seit dem ersten Teil ist nur eine kurze Zeitspanne vergangen, und es wird immer wieder auf die bisherigen Ereignisse verwiesen, sodass ich schnell wieder im Bilde war. Die bereits bekannten Charaktere erwarten neue Herausforderungen und ich war gespannt, wie sie diese meistern werden.

    In der Albenmark steht erneut Nandalee im Zentrum der Geschichte. Der Angriff auf die Tiefe Stadt wird jedoch aus vielen weiteren Elfen- und Zwergen-Perspektiven beschrieben, sodass man als Leser ein umfassendes Bild erhielt und die entscheidenden, spannenden Momente hautnah miterleben konnte. Besonders fesseln konnte mich die Perspektive des Zwergs Galar, der gemeinsam mit Nyr und Hornbori für den Tod des Drachen verantwortlich ist. Mehr erfahren hätte ich gerne über die Drachen, die in diesem Buch nur selten selbst zu Wort kommen.

    Die Handlung in Daia ist in diesem Buch gänzlich von der in Albenmark getrennt. Hier spielen sich fast alle Szenen in der Ebene von Kush ab. Als neuer Charakter wird hier Narek eingeführt, der die Erlebnisse eines einfachen, angeworbenen Bauerns bei Kush schildert. Dies war eine interessante Ergänzung zu den Perspektiven von Artax, Datamas und Volodi. Der Leser muss sich allerdings in Geduld üben, bis es endlich zur Schlacht kommt. Sehr lange werden die Vorbereitungen geschildert, und hier hatte ich leider ein wenig das Gefühl, als käme die Handlung nicht richtig von der Stelle.

    Am stärksten hat mich Bernhard Hennen in diesem Buch mit den von ihm erschaffenen Charakteren begeistern können. Diese sind absolut unterschiedlich, facettenreich und immer für eine Überraschung gut. Dabei konnte ich ihre Motivation und ihr Handeln stets nachvollziehen und habe mit ihnen gefiebert. In zahlreichen dramatischen Szenen waren meine Nerven zum Zerreißen gespannt, wenn es darum ging, ob sich ein Charakter noch aus der absolut verzwickten Situation befreien kann oder welche Wahl er im entscheidenden Moment trifft.

    Über Nangog erfährt man in diesem Buch nur sehr wenig Neues, da gleich zwei große Schlachten in anderen Welten im Mittelpunkt stehen. Doch der Untertitel des Folgebandes lautet „Die gefesselte Göttin“, und daher freue ich mich schon sehr, bald auch nach Nangog zurückzukehren.

    „Drachenelfen: Die Windgängerin“ konnte mich mit seinen starken, toll ausgearbeiteten Charakteren überzeugen. Gleich zwei große Schlachten und einige weitere Abenteuer sorgten für Spannung. Die Ereignisse in der Albenmark haben mich aber noch ein kleines bisschen besser gefallen als das Geschehen in Daia, das sich fast ausschließlich auf der Ebene bei Kush abspielt. Wer vom Auftakt „Drachenelfen“ begeistert war, sollte in diesem Buch unbedingt weiterlesen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Magisch!
    Drachenelfen – Die Windgängerin

    Alleingelassen mit teilweise sehr erdrückenden Gesichtspunkten und einem verzweigten Netz an Kultur, Politik, Krieg, Mord, Attentat und anderen unerwarteten Wendungen, begeben wir uns erneut nach Nangog, Albenmark und dem Menschreich in Herr Hennens Reihe die Drachenelfen – Windgängerin.
    Genauso, wenn nicht so gar packender geht es nahtlos weiter. Der Konflikt zwischen den Menschenreichen hat sich ebenso zugespitzt wie zwischen den Devanthar und den Drachen, wie auch zwischen den Drachen und Zwergen. Alle gegen alle, jeder gegen jeden und das mit vorher zurechtgelegten Argumenten, dass man dies für den Frieden und das Gleichgewicht der Welt tut und natürlich zum Wohl der Allgemeinheit. Da ist es kaum verwunderlich, dass kein Fleckchen in der Welt nicht im Ausnahmezustand zu sein scheint und neben den bekannten und liebgewonnenen Charakteren, die sich im ersten Band weiterentwickelt haben und neue Erkenntnisse gewonnen haben, erneut auf ungewohnte Weise konfrontiert werden und dabei niemals versuchen zu vergessen, wer sie sind und welche Motivationen und Utopien sie sich verschrieben haben. Um gleich darauf zu erkennen, dass sie erneut ein Stück von sich aufgeben müssen, nur um zu überleben oder ein Stück weiter zu kommen.

    Auf ganz hohem Niveau werden die Handlungsstränge und Charaktere zu einem neuen Konstrukt zusammen gewoben, nur um Raum für neue Nebenhandlungen zu schaffen, welche sich gegen den eigentlichen Faden aufbäumen. Jeder Charakter versucht für sich seine alten Fehler wieder auszubügeln. Vorneweg die dickköpfige Nandalee, die sich sogar in die Höhle der Trolle wagt, nur um ihr Versprechen einem alten Freund, den sie unerwartet in den tiefen Bergen der Zwerge getroffen hat, einzuhalten und eventuell ihre Einsamkeit abzulegen.

    Trotz verlustreichen Kämpfen sind die Zwerge rund um den Schmied und Techniker Galar nicht gewillt sich zu beugen und das obwohl ihre Welt schon längst zu Asche verfallen ist. Artax' Zeit scheint abzulaufen, und die Geduld der Devanthar ist auch auf Messers Schneide. Diesen Widrigkeiten zum Trotz greift er zu Mitteln, die für einen Herrscher ungewöhnlich scheinen. Wer würde sonst, wenn nicht ein Bauer, nach jedem Halm greifen, der einem übrig bleibt und selbst dann, wenn der Halm mit Dornen gespickt ist. So ist verwunderlich, dass die fanatischen Jaguarmänner sich ihm anschließen und dass selbst eine Horde Piraten unter seinem Kommando dienen. Ein Bauer, der versucht die Welt zu verändern. Alles läuft aus dem Ruder, in einem Boot voller Intriganten und Leute, die glauben zu wissen was sie tun.

    Dabei schildert Herr Hennen unerwartet detailliert die Brutalität des Krieges punktuell und nicht übertrieben, jedoch in genau der richtigen Portion, um sich den Schrecken, den solche folgenschweren Entscheidungen mit sich bringen, nicht aus den Augen zu verlieren. Doch wer mag gewinnen in diesem Spiel, wo die Spieler nicht von den Spielleitern zu unterscheiden sind und was passiert, wenn ein Spieler Grauzonen findet, in denen er ungestraft agieren darf? All diese Fragen werden hoffentlich im bald erscheinenden dritten Band „Die gefesselte Göttin“ (November 2013) beantwortet werden.

    Diungo

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