Tsukuyumi - Full Moon Down

von Bernhard Hennen und Verena Klinke
3,6 Sterne bei9 Bewertungen
Tsukuyumi - Full Moon Down
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Positiv (6):
Wolf1988s avatar

Sehr schöne Vorstellung zu den Völkern des Tsukuyumi Brettspiels.

Kritisch (1):
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Mertikats Zeichnungen sind über jeden Zweifel erhaben. Der Rest ...

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Inhaltsangabe zu "Tsukuyumi - Full Moon Down"

Der spannende Comic zur Kickstarter-Sensation erzählt die Ursprungsgeschichten der verschiedenen Fraktionen des komplexen Strategiespiels.

Ganze acht verschiedene Rassen kann der Spieler im Brettspiel-Hit Tsukuyumi kontrollieren. Egal ob die tierischen Boarloards, die Insektoiden Dark Seed, die mechanoide Kampfgruppe 03 oder die supercoolen Cybersamurai – abgefahrene Action ist garantiert.

Diese epische Welt hat eine so komplexe Hintergrundgeschichte, dass Erfinder und Zeichner Felix Mertikat die besten Autoren der Szene mit an Bord geholt hat. Wer die Werke von Andrea Bottlinger, André Wiesler, Bernd Perplies, Bernhard Hennen, Christopher Tauber, Oliver Hoffman und Verena Klinke schätzt, kann ihre Handschrift in der Geschichte von Tsukuyumi wiederfinden.

Stellt Euch ein postapokalyptisches Szenario vor. Der Mond ist in die Erde gestürzt, und in einem gigantischen Krater liegt nun Tsukuyumi, der seine Diener in die Welt schickt, alles Leben auszulöschen. Fantastische neue Spezies haben sich entwickelt, und nun erzählt uns der Autor nicht nur von den letzten überlebenden Menschen, sondern auch von genmutierten Landwalen, rasenden Boarlords, der Insektenkönigin und ihrem Schwarm… Hier ist entsteht gerade eine ganze Welt. Gewaltige Kampfroboter treffen auf Kräfte der entarteten Natur. Und all diese Völker und Fraktionen müssen sich nicht nur gegen ihre Feinde zur Wehr setzen, sondern auch gegen ihn: Den Weltzerstörer.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959817547
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:72 Seiten
Verlag:Cross Cult
Erscheinungsdatum:04.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Kaitos avatar
    Kaitovor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Mehr eine Ergänzung zum Brettspiel. Trotzdem ein kleines Meisterwerk.
    Eigenständiges Comic-Buch oder Extra zum Brettspiel?

    Felix Mertikats präsentiert in »Tsukuyumi« sechs Stories zu seinem Brettspiel Kick-Starter.

    Inhalt:
    Der Mond ist auf die Erde gestürzt, und in einem gigantischen Krater liegt nun Tsukuyumi, der seine Diener in die Welt schickt, alles Leben auszulöschen. Fantastische neue Spezies haben sich entwickelt. Eine ganz neue Welt entsteht. Gewaltige Kampfroboter treffen auf Kräfte der entarteten Natur. Und all diese Völker und Fraktionen müssen sich nicht nur gegen ihre Feinde zur Wehr setzen, sondern auch gegen ihn: Den Weltzerstörer
    Der spannende Comic zur Kickstarter-Sensation erzählt die Ursprungsgeschichten der verschiedenen Fraktionen des komplexen Strategiespiels.
    Meinung:
    Von dem Brettspiel mit der umfangreichen Hintergrundgeschichte wusste ich zuerst garnichts. Ich hatte es wohl einfach überlesen…
    Aber vielleicht ist das in diesem Fall nicht das schlechteste gewesen. Denn so konnte ich diesen Band komplett unvoreingenommen lesen und bewerten.

    Der Band enthält mehrere kurze Geschichten, die relativ unabhängig voneinander jeweils eine Gruppe von überlebenden behandelt. Diese sind allerdings nicht nur menschlich. Somit sind die Dialoge weniger umfangreich, als man es evtl. bei anderen Comics gewohnt ist. Der Band erzählt seine Geschichten über kurze Texttafeln und hauptsächlich über detailreiche und sehr eingängige Bilder. Frei nach dem Motto „Don’t tell it, show it.“.
    Die Zeichnungen von Felix Mertikat sind absolut faszinierend. Sie sind nicht ausschließlich dunkel und voll Zerstörung, sondern zeigen eine faszinierende neue Welt in der Entstehung. Die Überlebenden der „alten“ Welt kämpfen um ihr überleben und darum die alte Ordnung wieder herzustellen. Die neuen Völker wollen ihren Platz in der Welt erkämpfen. Und bedroht wird all das durch die unheimlichen Wesen, entsandt von dem Wesen im Inneren des gefallenen Mondes.
      
    Die Geschichten zeigen immer nur eine kurze Episode aus der Entstehung einer Fraktion, oder eine ihrer Missionen. Man erfährt quasi nichts über die einzelnen handelnden Figuren. Und auch die Zusammenhänge und die Hintergrundgeschichte werden nur sehr knapp behandelt. Sicherlich bekommt man einen besseren Eindruck von Mertikats Welt, wenn man sich auch mit dem Spiel beschäftigt. Dem Comic fehlt es da, meiner Meinung nach, leider doch sehr an Tiefe.

    Fazit:
    So faszinierend die Zeichnungen sind und so fesselnd einige der Geschichten, hat man doch am Ende das Gefühl, dass etwas fehlt.
    Der Comic ist sicherlich ein geniales Extra zum Spiel. Der Band ist auch perfekt um neugierige Comic-Fans an das Universum des Spiels heranzuführen und sie heiß zu machen. Als eigenständiger Comicband war es mir am Ende dann aber doch irgendwie zu wenig. Trotzdem ist »Tsukuyumi« ein spannendes kleines Meisterwerk.

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    Wolf1988s avatar
    Wolf1988vor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr schöne Vorstellung zu den Völkern des Tsukuyumi Brettspiels.
    Wenn der Mond auf die Erde fällt

    Nachdem der Mond, in welchem der Drache Tsukuyumi lebt, auf Tokyo gestürzt ist, ist die Erde nicht mehr wie vorher. Tiere, Insekten und Menschen mutieren. Diese neuen Rassen führen Kriege miteinander und letztendlich doch gegen Tsukuyumi.


    Tsukuyumi ist eigentlich ein Strategie Brettspiel das als Kickstarter Projekt entstanden ist. In diesem Band werden die verschiedenen Völker und Ihre Geschichte  vorgestellt.

    Das Cover sowie das Material des Umschlages ist sehr Edel geastaltet worden. 
    Die Geschichten selber sind sehr kurz gehalten und schildern die Lebensweise der Völker, sowie deren Gründe für Ihre Kriegerischen Handlungen. Dennoch werfen sie manchmal noch mehr Fragen auf, als das sie Antworten geben.

    Die Zeichnungen selber sind gut gemacht, wobei sie nicht unbedingt meiner Stil Vorliebe nahe kommen. Trotzdem bin ich sehr über die Detailverliebtheit in dem Comic vernarrt.

    In diesem Sinne ist es ein sehr Spannender, Post-apokalyptischer und gut verarbeiteter Comic, der auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Ob die Story dem Spiel gerecht wird, kann ich selber nicht beantworten, ich werde es mir aber auf jeden Fall mal auf einer Con anschauen.

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    MissDarkAngels avatar
    MissDarkAngelvor einem Monat
    Lesenswerter Comic für Liebhaber des Genre...

    Bei diesem Comic handelt es sich um einen sehr schön gestalteten Hardcover Band, der eine postapokalyptische Geschichte erzählt.


    Der Mond ist auf die Erde gestürzt und hat das gesamte Leben auf der Erde nachhaltig verändert.


    Zunächst haben einige Lebensformen Nahrung und Unterschlupf auf dem Mond finden können.

    Doch schon bald mutieren diese zu enormer Größe. Wieder andere verändern sich in ihrer Erscheinungsform…., doch sie alle werden plötzlich von einer unheimlichen Stimme zu gehorsam aufgerufen….., denn innerhalb des Mondes versteckt sich etwas bösartiges…..


    Der Comic teilt sich in sechs Abschnitte auf, die von jeweils anderen Autoren und Zeichnern gestaltet wurden. Darunter auch sehr bekannte Autoren aus dem Fantasy Genre.

    Jeder Abschnitt hat seine eigenen Stärken und Schwächen, doch zusammen ergeben sie eine stimmige Geschichte, die uns erzählt was nach dem Absturz des Mondes passiert ist und zum Schluss auch, wie es überhaupt dazu kommen konnte.


    Alle sechs Abschnitte handeln von unterschiedlichen Protagonisten und erzählen ihre persönliche Geschichte im Zusammenhang mit dem Mond Absturz. Dennoch greifen alle Abschnitte wie ein Puzzle ineinander und machen den Comic zu einem Gesamtkunstwerk.

    Insgesamt wirkt die Handlung wie die Vorgeschichte zu einer größeren epischen Story die noch folgen könnte….

    Mir hat der Comic in seiner Gesamtheit gut gefallen und erhält 4 Sterne

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    Solara300s avatar
    Solara300vor einem Monat
    Kurzmeinung: Absolut empfehlenswert für alle Comic und Fans von dem Brettspiel Tsukuyumi.
    Ein Comic der einen begeistert mit den Zeichnungen und der Story.

    Kurzbeschreibung

    In diesem gelungenen Comic wird man in die Welt der Tsukuyumi eingeführt.
    Man lernt hier die verschiedenen Rassen kennen, die nebeneinander den Planeten Erde bewohnen und auch wie es zur Veränderung dieser kam.
    Dabei sind unter dem Einfluss des Mondes die Boarlords entstanden, die nie wieder in ihr altes tierisches Leben zurückkehren möchten, genauso wenig wie die Darks Seed, die Insektoiden sind. Oder die Cybersamurai, die ihrem eigenen Codex folgen, wie die Humanoide Kampftruppe 03 der Navy. Sie alle kämpfen gegen den Mond und seine Auswirkungen.

     

    Cover

    Das Cover ist ein echter Blickfang mit dem Weg auf den Berg und einem einzelnen Kämpfer davor. Im  Hintergrund sieht man den Mond, der in der Erde zu stecken scheint und in dem sich etwas herauswindet, das aussieht wie ein schuppenbedeckter Drachenschwanz. Sehr gelungen und fantastisch umgesetzt vom Design und der Gestaltung her.

     

     

    Schreibstil

    Der Autor Felix Mertikat hat in Zusammenarbeit diese wundervolle epische Story erschaffen. Autoren die hier mitgearbeitet haben sind Verena Klinke, Andrea Bottlinger, Andrè Wiesler, Bernhard Hennen, Bernd Perplies.

     

     

    Meinung

    Die Erde ist zerstört und voller neuer Bewohner, die sich nach einem Unglück verändert und gewandelt hat und jeder um sein Überleben kämpft.
    Dabei erwachen hier nicht nur Insektoiden die zum Kampf rüsten, sondern auch Cybersamurai die einen erstaunen mit ihrer Entwicklung und ihrer Technik. Man erlebt wie die Erde den Kampf mit dem Mond verloren hat, aber die Menschheit und die neuen Bewohner darin versuchen sich zurechtzufinden. Das Setting und die Idee gefallen mir und man lernt nicht nur was die Gier des Menschen anrichten kann, sondern auch wie sie damit umgehen.

     

     

    Fazit

    Ein Comic der einen begeistert mit den Zeichnungen und der Story. Absolut empfehlenswert für alle Comic und Fans von dem Brettspiel Tsukuyumi oder die, die  es noch werden wollen.

     

     

    4 von 5 Sternen

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    TifaLockharts avatar
    TifaLockhartvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein wirklich hochwertiger Comic, mit vielen kleinen Geschichten. Hat mir sehr gut gefallen!
    Ein hochwertiger Comic mit Endzeitgeschichten

    Ich bekam den Comic zugesendet und war erst einmal platt von dem tollen Cover und der absolut hochwertigen Verarbeitung mit Klarlackveredelung. Es sieht wunderschön aus und der Klappentext ist vielversprechend!
    Es geht in Tsukuyumi - Full Moon Down eigentlich um die verschiedenen Rassen und um die Geschichte des Brettspieles Tsukuyumi. Der Mond ist auf die Erde gestürzt und möchte nun alles Leben auslöschen. Dabei entstehen ganz unterschiedliche Rassen und Völker. Die Menschen müssen gegen den Weltzerstörer Kämpfen. Einem gigantischen Drachen. 
    Ich war trotz der Beschreibung sehr überrascht, dass das Comic viele kleine Geschichten erzählt und von jedem Autor eine eigene entstanden ist, die nicht unbedingt in Verbindung stehen. Sie handeln zwar alle von dem Mond, der auf die Erde gestürzt ist, aber doch ist es keine zusammenhängende Geschichte. Manche der Geschichten sind nur kleine Szenarien und andere wiederum erzählen auch wirklich etwas mehr. Schon zu Anfang stellt man feste, dass die Geschichte nicht durch viele Worte erzählt wird, sondern durch die Zeichnungen von Felix Mertikat. Diese sind sehr hochwertig und detailliert. Man entdeckt immer wieder neue Details. So fliegt man einfach über die Seiten und bestaunt die tollen Zeichnungen. 
    Die verschiedenen Autoren sind Andrea Bottlinger, Andre Wiesler, Bernhard Hennen, Bernd Perplies und Verena Klinke und am besten haben mir die Geschichten von Bernhard Hennen und Verena Klinke gefallen. Gerade die Geschichten von Verena Klinke hatte Tiefgang und regten zum nachdenken an. Dort wurde wirklich etwas mehr erzählt, als bei den anderen Erzählungen.
    Zu den Charakteren kann man nicht viel sagen, denn es gibt immer nur ganz kurze Einblicke und dann endet die Geschichte schon wieder und man kann keine Bindung zu einem Charakter aufbauen. Das fehlt einem schon, denn der Tiefgang ist nicht vorhanden.Es sind einfach nur Geschichten, die erzählt/gezeichnet wurden.
    Ich möchte aber auf alle Fälle das Brettspiel spielen, denn nun bin ich absolut neugierig. Vermutlich ist der Comic eher als Gimmick gedacht und für die Brettspielfans von Tsukuyumi.  
    Dies ist mein erster Comic, aber er wird nicht der letzte gewesen sein!

    4 von 5 Sterne

    Danke für das Leseexemplar! 

    Kommentare: 2
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    Serkalowvor einem Monat
    Kurzmeinung: Mertikats Zeichnungen sind über jeden Zweifel erhaben. Der Rest ...
    Als Gimmick zum Spiel wahrscheinlich gut. Als eigenständiges Comic leider schlecht.

    Als großer Freund der analogen Unterhaltung (um mal "Hunter und Cron" zu zitieren) wurde ich schon sehr früh auf die Kickstarter-Aktion von Felix Mertikats Brettspiel »Tsukuyumi« aufmerksam.

    Mertikat ist für mich spätestens seit »Steam Noir« einer der besten deutschen Zeichner mit einem eigenständig erkennbaren Stil.

    Das Brettspiel selbst, klingt durchaus spannend, da die Mindestspieleranzahl von 3 Personen bei uns aber kaum zustande kommt, kam es für mich nicht in Frage.

    Nun brachte der feine Comic-Verlag Cross-Cult ein Comic mit gleichem Titel heraus und veranstaltete dafür eine Leserunde auf Lovelybooks. (Durch die ich das Buch erhielt.)

    Der Klappentext auf dem Buch selbst (in dem das Spiel überhaupt nicht erwähnt wird) und die Veranstaltung dieser Leserunde, weckten die Erwartung, dass mit dem Comic eben Leute in den Genuss von Mertikats Zeichnungen und Weltenentwurf kommen können, ohne das Brettspiel kennen zu müssen, zu wollen.

    Funktioniert »Tsukuyumi« der Comic also unabhängig vom Brettspiel?

    Leider nein.

    Außer Verena Klinke schafft es keiner, der beteiligten Autoren wirklich eine Story zu erzählen. Deren Teile des Werkes wirken eher wie Texttafeln in alten Stummfilmen und nicht wie Geschichten.
    Die erzählerischen Mittel des Mediums Comic werden – außer in den zwei Storys von Klinke – kaum bis überhaupt nicht genutzt. Es wird lediglich immer wieder erzählt, dass der Mond auf die Erde stürzte und warum die jeweilige Fraktion jetzt so ist, wie sie ist und warum sie so handelt. Also gegen jeden und vor allem gegen den Drachen aus dem Mond kämpfen. Allerdings erzählt das bereits der Klappentext.

    Das Ganze mag als hochwertiges Beiwerk zum Regelheft des Brettspiels ein super Gimmick sein. (Ähnlich z.B. den auf der Homepage zum kostenfreien Download befindlichen Einführungen in die verschiedenen Fraktionen zum Kartenspiel »51st state« von Portalgames.)
    Hätte zumindest den Vorteil, dass man durch das Entscheiden für eine Fraktion und das damit spielen, ja zumindest eine emotionale Bindung zur jeweiligen Truppe hat, die man dann vielleicht noch mit dem Comic vertiefen kann.

    Als eigenständiges Comic würde es, so ich es denn gekauft hätte, bei mir das Gefühl »sein Geld rausgeschmissen zu haben« erzeugen.

    Bernhard Hennen und Bernd Perplies mögen gute Romanautoren sein - ich weiß es nicht, da ich von ihnen noch nichts gelesen habe - gute Comic-Skripter sind sie nicht!

    Spannende Geschichten entstehen, in dem man dreidimensionale Figuren schafft, zu denen der Leser eine emotionale Bindung aufbaut und sie dann Konflikten aussetzt, die sie bewältigen müssen.

    Das tut nur Verena Kline in »Cybersamurai«.

    »Show dont tell« gilt nicht nur für Bücher und Filmskripte, sondern auch für Comics. Und das »show« sollte man nicht ausschließlich dem Zeichner überlassen. Ähnlich einem Drehbuch lebt eine Comic-Erzählung in erster Linie vom Dialog und Handlung. Die ständige Verwendung einer »Stimme aus dem Off« wirkt auf Dauer nur langweilig, zumal sie immer wieder das gleiche erzählt und oft unnötig ist (bestes Beispiel die erste veröffentlichte Fassung des Filmes »Blade Runner«).

    Hier scheint es, als hätte Mertikat das eigentlich selbst schon längst geschrieben. Denn die verschiedenen Fraktionen und ihre Rolle im Setting von »Tsukuyumi« sind seit der Kickstarter-Kampagne bekannt. Die Bilder von ihm würden also, so man das Spiel kennt, sogar ohne die wenigen Texteinblendungen funktionieren. Eventuell sogar besser, da sie dem Leser bzw. Spieler, die eigene Fantasie arbeiten lassen würden.

    Die Beteiligung einiger Autoren beim Buch »Tsukuyumi« wirkt auf mich lediglich wie Namedropping - was Mertikat wirklich nicht nötig hat – der Versuch also, das Comic auch Lesern zugänglich zu machen, die nie zum Brettspiel greifen werden. Nur machen sie dafür einen viel zu schlechten Job.


    Vielleicht merkt man es: Ich bin tatsächlich extrem verärgert, da der Inhalt dem hochwertigen äußeren Eindruck des Hardcoverbandes, mit seiner teilweisen Klarlackveredelung, in keiner Weise gerecht wird.
    Auch wenn ich, als Gewinner der Leserunde keinen Cent bezahlt habe, hätte ich lieber die doppelte Summe des eigentlichen Preises dieses Buches, für z.B. einen hochwertigen Band mit Skizzen und Artwork von Mertikats Schaffen ausgegeben, als derart langweilige und überflüssige Comicstorys zu lesen. (Ja, ich habe schon beim Klappentext verstanden, dass der Mond auf die Erde gestürzt ist und neue Kreaturen geschaffen hat ... blablabla ...)


    Fans des Brettspiels können meiner Meinung nach bedenkenlos zugreifen, so sie es nicht eh im Rahmen der Kickstarter-Kampagne erhalten haben. Comic-Leser mit Interesse an gut erzählten Geschichten sollten die Finger von lassen.

    Die Zeichnungen sind 5 Sterne wert. Verena Klinkes zwei Geschichten saubere 3 Sterne. Bernhard Hennes Ansatz einer Story 2 Sterne. Dem Gesamtwerk kann ich auf Grund seiner – meiner Meinung nach – völlig fehlgeleiteten Zielgruppenausrichtung leider nur 1 Stern geben.

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor einem Monat
    Kurzmeinung: EIn hochwertiges Comic, für alle Drachenfans, Japanliebhaber, Endzeitgeschichtenleser..
    Eine Mischung aus Drachengeschichten, SF, Kämpfen, Endzeitroman, der Vernichtung der Erde

    EIn hochwertiges Comic, für alle Drachenfans, Japanliebhaber, Endzeitgeschichtenleser...
    Der Mond stürzt auf die Erde und löst damit eine Katastrophe aus- es kommt zu Veränderungen der gesamten Erdoberfläche, die auch die Menschheit und die Tierwelt betreffen.
    Beim ersten Durchblättern fiel mir die außergewöhnliche Gestaltung des Comics auf. Die Seiten schimmern und glänzen und wirken so sehr hochwertig.
    Das Besondere an diesem Comic ist, dass es sich um einzelne Geschichten handelt, die jeweils von einem Autor geschrieben wurden. Die Zeichnungen sind von Felix Mertikat und wie vorn im Buch zu erfahren ist Zeichnungen vom Prolog/ Epilog von Lisa Henke und Jan Bintakies geschaffen wurden.
    Sie wirken anfangs etwas duster, spiegeln damit auch die Untergangsstimmung der Erde wieder. Ich empfand sie eher ohne zu viele Details, besonders die Figuren blieben mir manchmal etwas im Dunklen und vermitteln dadurch auch eine Art Distanz zum Leser. Insgesamt haben sie mir aber in Verbindung mit den Geschichten sehr gut gefallen.
    Die Autoren der Geschichten sind Andre Wiesler, Andrea Bottlinger, Bernhard Hennen, Bernd Perplies und Verena Klinke. Meine Lieblingsgeschichte war die von Bernhard Hennen.
    Ich hätte mir im Anhang eine kleine Übersicht mit Informationen zu den Autoren und dem Illustrator gewünscht.
    Für mich gab es hier deutliche Unterschiede in den einzelnen Geschichten. Einige erzählen kaum eine Geschichte, wirken eher wie eine Art Momentaufnahme, Ausschnitt, andere berichten und informieren den Leser mehr.
    Anfangs war mir nicht klar, was genau ist mit der Erde, der Menschheit passiert. Ich hatte ein wenig das Gefühl, ich werde hinein katapultiert in die Story. Je weiter man liest, um sehr mehr Details werden offenbart und auch eine für mich überraschende Entdeckung mache ich als Leser, das hat mir sehr gut gefallen.
    Eine Mischung aus Drachengeschichten, SF, Kämpfen, Endzeitroman, der Vernichtung der Erde und dem Überlebenskampf einiger gegen eine Art Übermacht- tolle Zeichnungen, manchmal war es mir ein wenig zu distanziert im Stil, aber insgesamt hat mir gut gefallen.
    Es lädt auf jeden Fall ein, nach dem ersten Lesen noch einmal zu lesen, da man dann genauer auf Details achten kann mit dem Wissen der ganzen Geschichte.

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    Yllanas avatar
    Yllanavor 19 Tagen
    Der_Buchdraches avatar
    Der_Buchdrachevor 19 Tagen

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Cross-Cult_Verlags avatar
    Eine postapokalyptische Welt im Comic-Format

    Der Mond ist auf die Erde gestürzt und hat die Welt für immer verändert: Die übrig gebliebenen Menschen kämpfen weiterhin um’s Überleben, denn im Mond gefangen war ein uralter Drache, der nun nach allem Leben auf der Erde dürstet.

    Neue Spezies entstehen, Insekten mutieren, furchtbare Anhänger des Drachen suchen die Herrschaft zu erlangen - zwischen Kampfrobotern und gewaltigen Wesen kämpfen die letzten Menschen um ihre Existenz.

    Tsukuyumi - Full Moon Down“ erzählt verschiedene Geschichten von Menschen und Überlebenden und von einer Welt, die ganz anders ist, als die unsrige.

    Über Felix Mertikat:
    Der Zeichenkünstler und Maler Felix Mertikat wurde 1983 in Esslingen bei Stuttgart geboren. Während seiner Studienzeit an der Filmakademie hat er als Illustrator für verschiedene Projekte und Verlage gezeichnet (Call of Cthulhu, Shadowrun, DSA, Snickers, etc.) und 2008 sein eigenen Rollenspiel auf den Markt gebracht: Opus Anima. 

    Für sein Comic-Debüt JAKOB wurde er, zusammen mit Co-Autor Benjamin Schreuder, mit dem Sondermann-Preis der Frankfurter Buchmesse in der Kategorie "Bester Newcomer 2010" prämiert. Bei Cross Cult ist darüber hinaus die Steampunk-Saga „STEAM NOIR - DAS KUPFERHERZ“ erschienen.

    Die einzelnen Geschichten in „Tsukuyumi - Full Moon Down“ stammen von Verena Klinke, Andrea Bottlinger, André Wiesler, Bernhard Hennen und Bernd Perplies.

    Dieser Comic basiert auf dem gleichnamigen Brettspiel von Felix Mertikat.

    Und darum geht’s genau in „Tsukuyumi - Full Moon Down“:
    Der spannende Comic zur Kickstarter-Sensation erzählt die Geschichte um Tsukuyumi, den alten Drachen im Mond, der von den Menschen verwundet erwacht …

    Man stellt sich ein postapokalyptisches Szenario vor. Der Mond ist in die Erde gestürzt, in einem gigantischen Krater liegt nun Tsukuyumi, der seine Diener in die Welt schickt, alles Leben auszulöschen. 

    Fantastische neue Spezies haben sich entwickelt, und nun erfährt der Leser nicht nur von den letzten überlebenden Menschen, sondern auch von genmutierten Landwalen, rasenden Boarlords, der Insektenkönigin und ihrem Schwarm … es entsteht eine neue, aufregende Welt. Gewaltige Kampfroboter treffen auf Kräfte der entarteten Natur. Und all diese Völker und Fraktionen müssen sich nicht nur gegen ihre Feinde zur Wehr setzen, sondern auch gegen ihn: Den Weltzerstörer.

    Und so könnt ihr teilnehmen:

    Beantwortet uns bis einschließlich 29. Juli 2018 die folgende Frage und gewinnt eines von 10 Exemplaren:

    In „Tsukuyumi - Full Moon Down“ gibt es allerlei mutierte Spezies - vor welchem mutierten Lebewesen würdet ihr euch am meisten fürchten? Lasst eurer Phantasie freien Lauf!

    * Bitte denkt dran, die Teilnahme an der Leserunde beinhaltet selbstverständlich einen Austausch innerhalb der Leseabschnitte sowie eine Rezension zum Comic. Wir freuen uns auf eine tolle Diskussion!

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