Bernhard Jaumann

 3.6 Sterne bei 115 Bewertungen
Autor von Die Stunde des Schakals, Die Vipern von Montesecco und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Bernhard Jaumann

Bernhard Jaumann wurde am 8. Juni 1957 in Augsburg geboren. Er studierte in München Deutsch, Geschichte und Sozialkunde und war anschließend einige Jahre als Lehrer tätig. In seinen ersten Werken, die zur »Reihe der fünf Sinne« gehören, bezieht sich jedes Werk auf einen Sinn und spielt in einer anderen Metropole. Der letzte Teil der Reihe »Saltimbocca« wurde mit dem Friedrich-Glauser-Krimipreis 2003 ausgezeichnet. Zwei seiner darauf folgenden »Montesecco-Trilogie« wurden 2009 mit dem »Deutschen Krimipreis« ausgezeichnet. Seinem zeitweiligen Wohnsitz in Namibia geschuldet, hat er mittlerweile auch zwei Bücher veröffentlicht, die ihren Schauplatz in Südwestafrika haben. Nach längeren Aufenthalten in Italien, Australien und Mexiko lebt Jaumann heute mit seiner Frau in Windhuk, Namibia und Montesecco, Italien.

Alle Bücher von Bernhard Jaumann

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Bernhard JaumannDie Stunde des Schakals
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Die Stunde des Schakals
Die Stunde des Schakals
 (26)
Erschienen am 01.09.2011
Bernhard JaumannDie Vipern von Montesecco
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Die Vipern von Montesecco
Die Vipern von Montesecco
 (18)
Erschienen am 21.02.2007
Bernhard JaumannSteinland
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Steinland
Steinland
 (13)
Erschienen am 01.10.2013
Bernhard JaumannDie Drachen von Montesecco
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Die Drachen von Montesecco
Die Drachen von Montesecco
 (15)
Erschienen am 20.08.2008
Bernhard JaumannDie Augen der Medusa
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Die Augen der Medusa
Die Augen der Medusa
 (10)
Erschienen am 01.03.2010
Bernhard JaumannSaltimbocca
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Saltimbocca
Saltimbocca
 (8)
Erschienen am 16.05.2014
Bernhard JaumannDuftfallen
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Duftfallen
Bernhard JaumannHörsturz
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Hörsturz
Hörsturz
 (7)
Erschienen am 01.06.2009

Neue Rezensionen zu Bernhard Jaumann

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Dagmar_Urbans avatar

Rezension zu "Kaliber .64: Geiers Mahlzeit: 64 Seiten und Schluss!" von Bernhard Jaumann

Reisepass-Antrag mit tödlichen Folgen
Dagmar_Urbanvor 2 Jahren

Als Walter Rogner einen Reisepass beantragen will stellt sich heraus, dass er laut Melderegister seit 17 Jahren in Namibia lebt. Der bis dato zurückgezogen lebende Übersetzer springt über seinen Schatten. Unter falschem Namen fliegt er nach Afrika, sucht den Mann, der seine Identität gestohlen hat und mietet sich in dessen Gäste-Farm ein. Doch ehe er ihn zur Rede stellen kann, tauchen Papiere auf, die neue Fragen aufwerfen: Wer verbirgt welches Geheimnis? Was ist vor 17 Jahren passiert? Und wer ist der echte Walter Rogner?
Bernhard Jaumann katapultiert die Leser nicht nur aus dem beschaulich-kühlen Rosenheim in die tödliche Hitze der Namib-Wüste. Er zieht sie immer schneller und tiefer in den Über-Lebenskampf der Kontrahenten. Am Schluss bleibt einer zurück - und (bei manchem Leser) die Frage: Bin ich wirklich ICH?

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Gulans avatar

Rezension zu "Der lange Schatten" von Bernhard Jaumann

Das koloniale Erbe von Deutsch-Südwest
Gulanvor 3 Jahren

Der Minister reihte sich gerade in die Schlange am Gate ein, und der Rest der Gruppe folgte ihm. Riruakos Hand legte sich schwer auf Claus' Schulter, sein Mund näherte sich deutlich über die Distanz hinaus, die ein Deutschstämmiger zwischen Fremden als angemessen empfand. Als ob er Claus ein Geheimnis verraten wollte, flüsterte Riruako: „Ihr habt uns damals abgeschlachtet, weil ihr die Kanonen und Gewehre hattet. Fügsame Opfer waren wir aber nicht. Wir haben für unser Recht und unser Land gekämpft. Und heute werden wir wieder kämpfen. Mit dem Unterschied, dass wir nun auch Kanonen und Gewehre haben. Diesmal wird es umgekehrt ausgehen.“ (S.15-16)

Auf einem Friedhof in Freiburg wird das Grab eines Rassenforschers geschändet, gleichzeitig trifft eine Delegation aus Namibia in Berlin ein, um in der Kaiserzeit aufgrund von rassentheoretischen Untersuchungen nach Deutschland verschleppte Schädel in die Heimat zurückzuholen. In Namibia unternimmt die Frau des deutschen Botschafters einen Ausflug mit dem sechsjährigen Waisenjungen Samuel, den sie gerne adoptieren möchte. Trotz Bewachung werden sie und der Junge entführt. Die Entführer verlangen vom Botschafter, auf der Rückführungs-Zeremonie eine Rede zu halten, in der Deutschland endlich den Völkermord an den Hereros vor mehr als hundert Jahren eingesteht.

Die Protagonisten dieses Krimis sind Clemencia Garises, Expolizistin und inzwischen Chefin eines Sicherheitsdienstes, und Claus Tiedtke, Redakteur der in Windhuk erscheinenden deutschsprachigen „Allgemeinen Zeitung“. Beide waren mal liiert und versuchen nun, die verschiedenen Fäden der Ereignisse zusammenzufügen. Tiedtke als Begleiter der Delegation in Berlin und Garises als zuständige Sicherheitsbeauftragte für die Botschaftergattin.

Die Hauptthematik dieses Buches ist der Völkermord an den Herero (und Nama) in Deutsch-Südwestafrika von etwa 1904 bis 1908 durch die deutschen Kolonialtruppen. Nachdem der deutsche Generalleutnant Lothar von Trotha in der Schlacht am Waterberg im August 1904 den Aufstand der Herero niedergeschlagen hatte, erließ von Trotha den sogenannten „Vernichtungsbefehl“. Die Halbwüste Omaheke, in die sich der Großteil der Herero nach der verlorenen Schlacht geflüchtet hatte, wurde von den Deutschen abgeriegelt und die Wasserstellen besetzt, so dass die Herero jämmerlich verdursteten. Weitere starben in Konzentrationslagern. Schätzungen zufolge kamen in diesen Jahren bis zu 85 % der Herero um. Seit langem forderten die Herero die deutsche Regierung auf, die damaligen Ereignisse als Völkermord anzuerkennen. Dies hatte die Bundesregierung, auch aus Gründen der Entschädigung, bislang abgelehnt. Der Roman lässt allerdings auch durchblicken, dass es auch durchaus im Sinne der namibischen Regierung war, keinem der zahlreichen Volksstämme Sonderrechte durch die Anerkennung zu verschaffen. Allerdings hat das Auswärtige Amt am 10.07.2015 (nach Erscheinen des Romans) mit der Erklärung „Der Vernichtungskrieg in Namibia von 1904 bis 1908 war ein Kriegsverbrechen und Völkermord“ erstmals den Genozid eingestanden. Das im Roman geschilderte Ereignis der Schädel-Übergabe hat übrigens im Jahre 2011 tatsächlich stattgefunden, wenn auch der Verlauf der Veranstaltung vom Autor fiktiv dramatisiert wurde.

Namibia ist schon seit längerer Zeit eine Art Traumziel für mich. Sowohl landschaftlich und als kulturell sehr reizvoll, die deutsche Kolonialvergangenheit macht es umso interessanter. Von daher bin schnell auf die Reihe um Clemencia Garises von Bernhard Jaumann gekommen. Das Land bietet ähnlich wie Südafrika, mit der es ja ebenfalls eine Apartheid-Vergangenheit verbindet, zahlreiche Themen für interessante Kriminalromane. „Der lange Schatten“ ist der dritte Band der Reihe, aber ich muss zugeben, dass mir die Vorgänger „Die Stunde des Schakals“ und „Steinland“ besser gefallen haben. Am Thema lag es nicht. Auch das Setting beherrscht Jaumann als mehrjähriger Einwohner Namibias einwandfrei. Ich hatte im Laufe des Buches einfach das Gefühl, dass der Plot überdreht wird, manche Dinge wurden so zugespitzt, dass ich sie einfach nicht mehr plausibel fand. Die Vorgängerromane zogen außerdem einigen Reiz aus der (schwierigen) Beziehung zwischen der dunkelhäutigen Clemencia und dem weißen, deutschstämmigen Claus, was hier (aufgrund der Trennung und räumlichen Distanz) nur sporadisch vorkam. Das zweite Thema des Romans, die Adoption afrikanischer Waisenkinder, spielt leider nur eine untergeordnete Rolle. Gelungen hingegen fand ich die Darstellung des deutschen Botschafters, der zwischen Dienstpflicht als deutscher Botschafter und Sorge um seine Ehefrau zerrissen wird.

Ein Kriminalroman um deutsche Verbrechen zur Kolonialzeit und die Frage nach Schuld, Verantwortung und Wiedergutmachung. Insgesamt lässt mich die Lektüre zwiegespalten zurück, ein hoch interessantes Thema, für mich bewährte Figuren und doch war die Umsetzung für mich zwar solide, aber nicht optimal. Die Reihe möchte ich aber auf jeden Fall weiterempfehlen, nur sollte man bitte vorne anfangen.

Kommentare: 9
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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Hörsturz" von Bernhard Jaumann

Dieser Krimi war leider eine Enttäuschung.
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Der vorliegende Krimi gehört in einen Zyklus, der sich mit den fünf Sinnen befasst.

Schauplatz dieses Krimis ist die Musikstadt Wien. Mysteriöse Anrufe bei einem Radiosender, Anschläge auf Konzerte, viele Tote und Polizisten, die einander nicht grün sind.
Alle diese Zutaten könnten durchaus einen spannenden Krimi im Wiener Musikbusiness ergeben. Ja könnten, wenn nicht die Erzählung durch viele „bundesdeutsche“ Ausdrücke verhunzt würde. Außerdem fehlt mir der rote Faden – es sei denn, Musik wäre dieser. Auch die aprupten Ortswechsel irritieren den Wien-Kenner.
Die Personen sind ein wenig irrational ge- und beschrieben. Der „Hawliczek“ zum Bespiel: vorerst stumm, um dann plötzlich mit einer Kastratenstimme doch zu sprechen. Der Polizist Leo Blum, der anfangs als mögliche Hauptperson aufgebaut wird, um dann plötzlich in der Psychiatrie zu landen. Alles recht verworren. Der MOnolog des Taxi-Fahrers ist überhaupt entbehrlich. Sollte der nur zur Erhöhung der Seitenanzahl dienen? Die Handlung bringt er keinen MIllimeter weiter.

Ich bin froh, das Buch nur ausgeborgt zu haben. Ob das zweite Buch „Sehschlachten“ ebenso chaotisch ist? Ich werde versuchen, es zu lesen.
Dass das Buch zwei Sterne erhält, anstatt nur einem, ist der Idee, Krimis über alle Sinne zu schreiben geschuldet.

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Bernhard Jaumann wurde am 08. Juni 1957 in Augsburg (Deutschland) geboren.

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