Bernhard Jaumann Die Stunde des Schakals

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Inhaltsangabe zu „Die Stunde des Schakals“ von Bernhard Jaumann

wenn die Tapferen tot sind, mussen die feiglinge sterben. Ein sterbenskranker Killer auf der Suche nach Vergeltung. Ein zwanzig Jahre zurückliegendes Verbrechen, das lange Schatten wirft. Eine junge Polizistin zwischen Recht und Gerechtigkeit. Und eine schonungslose Verfolgungsjagd durch Namibia, Botswana und Südafrika: «Die Stunde des Schakals» ist ein grandioser Politthriller, der um den spektakulärsten politischen Mord Namibias kreist und dabei die großen Fragen nach Wahrheit, Schuld und Moral aufwirft. «Immer wieder bezaubert Jaumann durch kluge, feinsinnige Erzählweise und beobachtungsgenaue Sprache.» (DIE ZEIT)

Ein wirklich hervorragender Politthriller über die Vergangenheit Namibias.

— Gulan
Gulan

Grandioser Politthriller - würde ich immer wieder lesen!

— ClaraMont
ClaraMont

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  • Augsburger Autor

    Die Stunde des Schakals
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch, das als Thriller bezeichnet ist, hat den Deutschen Krimipreis 2011nach meiner Einschätzung zu Recht erhalten. Zunächst würde ich es von der Spannung her in der Tat mehr als Krimi denn als Thriller einordnen. Zum andern geht es um mehr als eine Hand voll von aufklärungsbedürftigen Morden wie sie üblicherweise den Gegenstand eines Krimis bilden. Sodann verarbeitet das Buch neben der Kriminalgeschichte ein Rahmenthema, die Apartheid, das nach wie vor die Gemüter nicht nur in Afrika bewegt. Schließlich enthält es eine liebenswerte weibliche Ermittlerfigur, die schwarze (ich wage, diesen Ausdruck zu gebrauchen, weil ich damit keinerlei diskriminierende Absicht verbinde) Kriminalinspektorin Clemencia Garises, die in ihrer Person, die Grenzen zwischen den „Rassen“ (heute spricht man von Unterarten) vergessen lässt. Nicht zuletzt muss auch erwähnt werden, dass das Buch Bezüge zu Deutschland aufweist, die zwar in kolonialer Vergangenheit liegen - Namibia, das Land, in dem die Geschichte hauptsächlich spielt, war ja bekanntlich einmal eine deutsche Kolonie -, aber immer noch präsent sind, sei es auch nur in Straßennamen; dazu kommt, dass die namibische Polizistin nicht nur eine rein berufliche Beziehung zu einem weißen deutschen Journalisten unterhält. Gerade diese Beziehung, die für die Verwandtschaft der Kriminalinspektorin offenbar ungewöhnlicher ist und eine größere Bedeutung hat, als für Clemencia selbst, bringt einen besonderen erzählerischen Reiz in das Geschehen. Ihn behält man vielleicht stärker in Erinnerung, als die sich um den politischen Mord an dem SWAPO-Anwalt Lubowsky rankende Killerfigur, die freilich auch ein wenig aus dem Rahmen fällt, weil sie selbst schon vom Tod gezeichnet ist. - Worüber ich mir bei der Lektüre noch Gedanken machte: Kommt wirklich ein Mordversuch, wie der in das Geschehen verwickelte Richter Hendrik Fourie meint, in Betracht, wenn eine am Mordgeschehen mitwirkende Person auf das nicht mehr lebende Mordopfer „tödliche“ Schüsse abgibt? Da hat sich der Autor wohl auf ein Glatteis begeben. Im konkreten Fall ist der so Handelnde Mittäter des Mordes (und begeht er keinen zusätzlichen Mordversuch, ganz gleich, ob er in der irrigen Annahme handelt, das Opfer sei noch nicht tot). Das aber nur nebenbei.

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    • 2
    Arun

    Arun

    18. March 2014 um 18:33
  • Späte Rache!

    Die Stunde des Schakals
    Arun

    Arun

    27. February 2014 um 15:37

    Text auf der Buchrückseite: Wenn die Tapferen tot sind, müssen die Feiglinge sterben. Ein sterbenskranker Killer auf der Suche nach Vergeltung. Ein zwanzig Jahre zurückliegendes Verbrechen, das lange Schatten wirft. Eine junge Polizistin zwischen Recht und Gerechtigkeit. Und eine schonungslose Verfolgungsjagd durch Namibia, Botswana und Südafrika: «Die Stunde des Schakals» ist ein grandioser Politthriller, der um den spektakulärsten politischen Mord Namibias kreist und dabei die großen Fragen nach Wahrheit, Schuld und Moral aufwirft. «Immer wieder bezaubert Jaumann durch kluge, feinsinnige Erzählweise und beobachtungsgenaue Sprache.» DIE ZEIT Fazit. Ein rasanter Politthriller aus dem südlichen Afrika. Hauptlocation ist Namibia, Nebenschauplätze sind Südafrika und Botswana. Schon die ersten Seiten bringen ein hohes Tempo in die Story welches auch lange beibehalten wird. Man merkt dem Buch an das sich der Autor sehr Intensiv mit der Materie beschäftigt hat. Meiner Meinung nach sind die politischen, kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und viele andere Verhältnisse und Gegebenheiten der jungen Republik Namibia wirklich gut in die Geschichte eingearbeitet. Hintergrund des Romans ist das Attentat auf Anton Lubowski, einem weißen politischen Aktivisten, Unterstützer der SWAPO, der im Jahre 1989 erschossen wurde. Bernhard Jaumann verarbeitet dies in seinem Buch zu einem spannenden Thriller in Form einer Rachestory. Von den ersten zwei Drittel des Buches war ich vollauf begeistert, im letzten Drittel schwächelt für mein Empfinden die Story etwas, was eine bessere Benotung als 8 meinerseits verhindert. Für Freunde des Politthrillers auf jeden Fall ein Buch das zu beachten ist.

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  • Rezension zu "Die Stunde des Schakals" von Bernhard Jaumann

    Die Stunde des Schakals
    Phil Decker

    Phil Decker

    14. August 2012 um 12:51

    Hatte vorher Deon Meyer gelesen, was wohl ein Fehler war. Deswegen war mit Afrika als Thema etwas über. Und mit Meyer kann Naumann, auch wenn er anders schreibt, noch nicht ganz mithalten. Werden dem Autor weiter folgen.

  • Rezension zu "Die Stunde des Schakals" von Bernhard Jaumann

    Die Stunde des Schakals
    Ennilain

    Ennilain

    15. July 2011 um 11:01

    Namibia: Ein Killer treibt sein Unwesen und tötet mehrere Personen. Alle haben eins gemeinsam: Sie arbeiteten in den 1980er beim südafrikanischen Civil Coorperation Bureau und wurden mit dem Attentat an dem Anwalt und Apartheidgegner Anton Lubowski in Verbindung gebracht, allerdings wurden sie dafür nie bestraft. Möchte der Killer dies ändern? Die junge Kriminalinspectorin Clemencia Garises wird mit diesem Fall beauftragt und kann schnell erste Erfolge aufweisen. Sie ist dem Täter auf der Spur, doch immer kommt sie einen Moment zu spät. Wird es ihr gelingen den Killer aufzuhalten und weitere Tote zu vermeiden? Zunächst hatte ich meine Bedenken mit diesem Buch, doch diese waren schnell verflogen. Das lag zum einen an der tollen Aufmachung, die einfach zum Lesen einlädt. Das Cover ist sehr schön gestaltet, aber noch besser gefiel mir die Gestaltung des Textes. Der andere und natürlich viel triftigere Grund war der Inhalt. Die Person Anton Lubowski war mir bis dato völlig unbekannt, doch das Buch hat es geschafft mein Interesse für die Ermordung des Apartheidgegners zu wecken. Außerdem schafft es Jaumann ein realistisches Bild der Gesellschaft in Namibia zu zeichnen. Anhand der Protagonistin wird deutlich, mit welchen Problemen sich gerade farbige Frauen in führenden Positionen herumschlagen müssen. Der Spannungsbogen der Geschichte ist unheimlich gut gestrickt. Dazu tragen vor allem die rückblickenden Erzählungen verschiedener Charaktere bei, die in den Verlauf des Buches eingewebt sind. So kommt man der Wahrheit immer ein kleines Stück näher. Eine endgültige Auflösung bleibt uns Jaumann schuldig und das aus einem einfachen Grund: Bis heute ist ungeklärt, wer nun wirklich für die Ermordung von Anton Lubowski verantwortlich ist. Vielleicht kann das Buch ja dazu beitragen, dass dieser Fall wieder in das Gedächtnis der Menschen gelangt? Sprachlich gesehen ist der Thriller absolut fesselnd. Die Sätze fliegen nur so dahin und man möchte einfach immer weiter lesen. Die Schreibweise von Jaumann ist sehr illustrativ und klar. Obwohl es sich um ein so ernstes Thema handelt, fehlt es nicht an Humor. Gerade die Schilderungen von Clemencias Verwandschaft und ihren eigenartigen Ansichten regen oft zum Schmunzeln an. Fazit: Die Stunde des Schakals von Bernhard Jaumann ist ein rundum gelungener Thriller, der Spannung, Humor und Dramatik vereint. Es ist ein absolut lesenswertes Buch, dass ich nur jeden Thrillerfan empfehlen kann, aber vielleicht auch allen, die bisher nicht mit Thrillern warm werden konnten.

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  • Rezension zu "Die Stunde des Schakals" von Bernhard Jaumann

    Die Stunde des Schakals
    Karr

    Karr

    23. June 2011 um 17:51

    Spannend und dynamisch nach bester Thrillermanier breitet Bernhard Jaumann seine Geschichte aus, die von einem bis heute nicht geklärten Mord erzählt. Der Mord, um den es eigentlich geht, liegt mehr als 20 Jahre zurück: am 12. September 1989 wurde der namibische Anwalt und SWAPO-Aktivist Anton Lubowski ermordet - eine Tat, die bis heute nicht aufgeklärt ist. Das ist der reale Hintergrund für den Roman von Bernhard Jaumann, der seit kurzem in Namibia lebt und dort auf den "Fall Lubowski" gestoßen ist. Wer steckte hinter dem Mord - das südafrikanische "Civil Cooperation Bureau" CCB, der Geheimdienst des Apartheids-Regimes, der sich heftige auseinandersetzung mit der SWAPO lieferte, die von Namibia aus operierte. Von all diesen Verstrickungen weiß die junge Polizistsin Clemencia Garises von der Kripo in Windhuk noch nichts, als sie in das Nobelviertel Ludwigsdorf kommt, um den Mord an Slang van Zyl ("die Schlange") zu klären. Von zahllosen Kugeln aus einem AK47 Sturmgewehr ist der Mann getötet worden, als er gerade im Garten seine Zitronenbäume gewässert hat. Bei ihren Ermittlungen wird ihr bald klar, dass da ein Killer unterwegs ist - ein Mann, der offenbar alle Beteiligten an dem damaligen Mordanschlag auf Lubowski töten will. Kann sie ihn stellen? Spannend und dynamisch nach bester Thrillermanier breitet Bernhard Jaumann seine Geschichte aus, die von einem bis heute nicht geklärten Mord erzählt. Mit Clemencia Garises, der namibischen Detektivin mit der großen Familie, hat er eine der liebenswertesten Detektivfiguren der letzten Jahre geschaffen.

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  • Rezension zu "Die Stunde des Schakals" von Bernhard Jaumann

    Die Stunde des Schakals
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. December 2010 um 10:43

    Die Ermittlungen von Kriminalinspektorin Clemencia Garises beginnen mit einem Desaster: Ein Mann stirbt im Kugelhagel eines Maschinengewehrs - eigentlich behütet in einem guten Wohnviertel, in dem regelmäßig ein Sicherheitsdienst patrouilliert. Garises wird über drei Stunden später erst zum Tatort gerufen, die Spurensicherung ist nicht erreichbar und die Polizisten vor Ort zeichnen sich weder durch Sachverstand noch Mitgefühl aus. Da hilft es wenig, dass Garises Fortbildungen in Europa besucht hat und beruflich wesentlich fitter ist als die meisten ihrer Kollegen. Noch dazu ist sie eine Schwarze - die Hinterbliebenen des ermordeten Abraham van Zyl zeigen von Beginn an, dass sie der Kommissarin weder trauen noch ihr etwas zutrauen. Als herauskommt, dass van Zyl zu Apartheid-Zeiten beim CCB arbeitete, einer Organisation, die Anti-Apartheids-Aktivisten beseitigte, ahnt Garises, dass in der Vergangenheit der Schlüssel zum Attentat liegen könnte. Doch ihr Chef Ndangi Oshivelo, der sonst große Stücke auf Garises hält, will von der Theorie auch dann nichts hören, als ein zweiter CCB-Agent ermordet wird. Doch Garises bleibt dabei: Es scheint einen Zusammenhang zur Ermordung des populären und erfolgreichen weißen SWAPO-Anwalts Anton Lubowski anno 1989 geben. Bis Garises vernünftig ermitteln kann, verstreicht viel Zeit und der Mörder arbeitet schnell und präzise. Was mich von Beginn an für das Buch eingenommen hat, ist die Einbindung der realen Ermordung Lubowskis, die bis heute unaufgeklärt ist. Verdachtsmomente gab und gibt es viele, Behinderungen bei der Ermittlung aber auch. Jaumann spinnt um die Fakten herum eine Geschichte, die heute mit jenen Hintergründen durchaus stattfinden könnte: Die späte Rechenschaft mit denen, die damals als dringend tatverdächtig galten, die aber nie verurteilt wurden. Zugleich erfahre ich einiges über das Namibia von heute. Garises ist für namibische Verhältnisse fast schon zu alt zum heiraten und lebt mit verschiedenen Familienmitglieder in einer Zwei-Zimmer-Hütte in Katutura (was laut Wikipedia übersetzt heißen soll: "Ort, an dem wir nicht leben möchten"), einem Vorort von Windhoek. Besonders die zwei Tanten setzen Garises zu mit ihren Versuchen, sie unter die Haube zu bekommen und ihr Handy mit Beschlag zu belegen. Auch ansonsten ist das Leben eher von liebevollem Chaos, zumal Garises die einzige mit einem geregelten Einkommen ist und zu Hause sicher nicht die Ruhe findet, die sie nach teils zermürbenden Einsätzen benötigt. Ich fand die Story sehr spannend geschrieben, weil sie eine gut durchdachte Handlung mit Finten hat, Hintergründe erklärt (mich aber auch nicht Fakten erdrückt) und interessante Charaktere zeigt. Inzwischen weiß ich, dass Clemencia Garises bald einen zweiten Fall lösen soll und an diesen Ermittlungen will auf alle Fälle wieder teilhaben. Wenn es - wie in diesem Fall - wieder in einer Leserunde mit dem Autor Bernhard Jaumann selbst geschieht, dann umso lieber.

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