Wer den Titel des aktuellen Buchs von Bernhard Kegel liest, stutzt vermutlich , denn er lautet „Rettung durch schnelle Evolution“ und die beiden Begriffe schnell und Evolution scheinen überhaupt zueinander zu passen. Denn mit Evolution wird ein ausgesprochen langsamer Prozess in Verbindung gebracht, der sich über Millionen von Jahren hinzieht.
Das es durchaus schneller gehen kann, erklärt der Autor auf den 288 Seiten seines im Dumont Verlag erschienenen Buchs ziemlich anschaulich, so dass es eine Freude ist, mit ihm auf Entdeckungsreise zu gehen. Denn Pflanzen wie der Heilige Pippau und Tiere, wie Finken, Kabeljau und Elefanten, aber natürlich auch Bakterien scheinen sich den Umweltbedingungen viel schneller anpassen zu können, als es lange vermutet wurde. Wie genau, sei gar nicht verraten, denn wie bei einem guten Kriminalroman, darf der Weg zur Lösung nicht vorzeitig verraten werden.
So erzählt Bernhard Kegel in 15 durchgehend gut recherchierten Kapiteln von diesen überraschenden Aspekt der Wissenschaft und schafft es dabei, die Leserinnen und Leser nicht nur ganz nah an die Erkenntnisse ran kommen zu lassen, sondern auch an die dafür verantwortlichen Forscherinnen und Forschern. Dabei berichtet und erklärt er stets auf einem hohen Niveau und bleibt dabei trotzdem interessant. Und so ist es eine reine Freude gleichzeitig unterhalten zu werden und zu lernen, ohne dass Bernhard Kegel auch nur mit einem Wort belehrend ist.
Vermutlich kann Bernhard Kegel auch ein absolut lesenswertes Buch über Staubmäuse schreiben, es würde gelesen und genauso wie „Rettung durch schnelle Evolution“ uneingeschränkt empfohlen werden.
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Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.
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