Bernhard Kegel Abgrund

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Inhaltsangabe zu „Abgrund“ von Bernhard Kegel

So hatte sich Anne Detlefsen den ersten gemeinsamen Urlaub nicht vorgestellt: Statt mit ihr die Sonne von Santa Cruz zu genießen, hat Hermann Pauli sich auf die Suche nach einem seltsamen Hai begeben, der selbst den Experten der örtlichen Charles-Darwin-Forschungsstation Rätsel aufgibt. Ist es möglich, dass die Lebensgemeinschaften im Meer sich rasant verändern? Und auch Anne bekommt plötzlich zu tun. Als vor der Insel Nacht für Nacht Schiffe in Flammen aufgehen, juckt es die Leiterin der Kieler Mordkommission in den Fingern, der Sache auf den Grund zu gehen. Kommt der Brandstifter aus den Reihen der Fischer, die zur Durchsetzung ihrer Interessen bekanntlich auch vor Gewalt nicht zurückschrecken? Die Verhältnisse sind kompliziert – im Wasser wie an Land. Fesselnd und zugleich sachlich fundiert gewährt Bernhard Kegel in seinem neuesten Wissenschaftsroman Einblicke in Faszination und Abgründe der biologischen Forschung – diesmal vor der zauberhaften und legendenumrankten Kulisse des Galapagos-Archipels.

Spannung Fehlanzeige. Interessante wissenschaftliche Hintergründe, leider oftmals gekoppelt mit einem moralinsauer erhobenem Zeigefinger.

— parden

Informativ ;-)

— Ivonne_Gerhard

ein sehr informitiver Roman, der etwas mehr Spannung vertragen hätte

— Buchina

Klug und vielschichtig. Für manchen mag es sperrig sein, ich habe es meistenteils genossen, in Teilen jedoch mit dem Ende gehadert.

— TochterAlice

Informativ, überzeugend und sehr verständlich gestaltet. Tolle Themenvielfalt!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Interessantes Thema, gute Botschaft, aber ziemlich bieder umgesetzt.

— Gulan

Spannender Wissenschaftskrimi, der den Leser auf Galapagosinseln bringt und erklärt, dass die Evolution weitergeht

— Gruenente

Faszinierend, lehrreich und spannend.

— Sonne63

Gelungener Mix aus Fakten und Fiktion, der mich gut unterhalten hat.

— Baerbel82

Interessante Kombination aus Sachbuch und Krimi, wobei ich mir bei letzterem mehr Subtilität gewünscht hätte

— krimielse

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

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    • 1164
  • Keine Idylle auf den Galapagosinseln...

    Abgrund

    parden

    17. September 2017 um 20:18

    KEINE IDYLLE AUF DEN GALAPAGOSINSELN...So hatte sich Anne Detlefsen den ersten gemeinsamen Urlaub nicht vorgestellt: Statt mit ihr die Sonne von Santa Cruz zu genießen, hat Hermann Pauli sich auf die Suche nach einem seltsamen Hai begeben, der selbst den Experten der örtlichen Charles-Darwin-Forschungsstation Rätsel aufgibt. Ist es möglich, dass die Lebensgemeinschaften im Meer sich rasant verändern? Und auch Anne bekommt plötzlich zu tun. Als vor der Insel Nacht für Nacht Schiffe in Flammen aufgehen, juckt es die Leiterin der Kieler Mordkommission in den Fingern, der Sache auf den Grund zu gehen. Kommt der Brandstifter aus den Reihen der Fischer, die zur Durchsetzung ihrer Interessen bekanntlich auch vor Gewalt nicht zurückschrecken? Die Verhältnisse sind kompliziert – im Wasser wie an Land... Einen interessanten Ort hat Bernhard Kegel sich hier ausgesucht für seinen dritten Roman um den Meeresbiologen Hermann Pauli. Die Galapagosinseln dürften jedem aus dem Biologieunterricht bekannt sein, als Charles Darwin und seine Evolutionstheorie Thema waren. Doch dass das Archipel zu Ecuador gehört und 1000 km westlich der ecuadorianischen Küste in Äquatornähe in Südamerika liegt, habe ich erst hier erfahren. Blauäugig war ich bislang davon ausgegangen, dass diese weltbekannte Inselgruppe selbstverständlich unter Naturschutz steht und unbewohnt ist, höchstens Forscher mit Ausnahmegenehmigung Zutritt erhalten. Nun, tatsächlich gehören Flora und Fauna der Galapagosinseln zum Weltnaturerbe der UNESCO und werden durch einen Nationalpark geschützt. Doch Menschen gibt es dort tatsächlich auch, Bewohner der Inseln, Siedlungen und Städte, einen Flughafen gar. Neben Fischern gibt es dort v.a. Menschen, die vom Tourismus leben, der zwar die größte Einnahmequelle, zugleich aber auch die größte Bedrohung für das sensible Ökosystem und die Tierwelt des Archipels darstellt. Von ca. 11000 Touristen im Jahr 1979 schnellte die Zahl auf über 200000 Touristen seit 2013 hoch. Aber es gibt dort, wie erwartet, natürlich auch die Forscher, die Charles-Darwin-Forschungsstation und ein großes Engagement hinsichtlich der Erhaltung der Artenvielfalt.Die jeweilige Interessenslage der Fischer, der Toursimusbranche und der Forscher kollidieren hier zwangsläufig, und darum dreht es sich in diesem Roman unter anderem. Während Hermann Pauli sich als Meeresbiologe selbst in seinem Urlaub v.a. auf dem Meer aufhält und möglichen neuen Arten nachjagt, hat es seine Freundin Anne Detlefsen an Land mit ganz anderen Problemen zu tun. Mysteriöse Schiffbrände halten die Insel in Atem und sorgen für eine Zuspitzung der Spannungen zwischen den Fischern, den Touristen und den Forschern. Wer hätte das stärkste Motiv, die Schiffe in Brand zu setzen? Schuldzuweisenungen gibt es reichlich, doch Anne kommt schließlich ein grässlicher Verdacht...Was sich hier wie ein spannender Plot liest, hätte in der Tat einer sein können. Doch Bernhard Kegel vernachlässigt in seinem Roman den Aspekt der Spannung nur zu schmerzlich. Langgezogene Schilderungen, langatmige Szenen und wenig ergiebige Dialoge nehmen ordentlich Tempo aus dem Geschehen. Noch dazu ist es letztlich keine Überraschung mehr, als der Täter gefunden wird, was ebenfalls ernüchternd ist. Beim Lesen entstand bei mir zunehmend der Eindruck, dass zwar der Rahmen eines Spannungsromans gewählt wurde, jedoch ganz andere Inhalte vermittelt werden sollten. Im Wesentlichen geht es hier doch um die wissenschaftlichen Hintergründe, die zwar nicht uninteressant sind, die aber doch zu viel Raum einnehmen und zudem noch häufig mit einem mahnend erhobenen Zeigefinger präsentiert werden und damit einfach nur ein moralinsaures schlechtes Gefühl vermitteln."Mittlerweile verliert unser Planet neuesten Studien zufolge zwischen 11000 und 58000 Tierarten pro Jahr, ein unaufhörlicher Aderlass unserer biologischen Vielfalt, der sich zu einem katastrophalen Massenaussterben addiert, dem sechsten in der Geschichte des Lebens, verursacht zum ersten Mal durch eine einzige Tierart, durch uns, den Homo sapiens."Ein Roman, der interessantes Hintergrundwissen vermittelt, der jedoch keine Spannung aufkommen lässt und damit für mich am Ziel vorbeigeschossen ist. Schade, da hatte ich mir mehr erwartet...© Parden

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  • Biologie trifft Kriminalistik

    Abgrund

    SeilerSeite

    07. June 2017 um 15:58

    Die Idee klingt spannend: biologische und kriminalistische Rätsel werden miteinander verwoben, teilen sich den gleichen Tatort und bedürfen der gleichen akribischen, stets weiterforschenden Herangehensweise. Dazu lässt das ungewöhnliche Setting aufhorchen. Der exotische Schauplatz der Galápagosinseln ist vom Namen her vielen Menschen bekannt. Doch jenseits der berühmten Schildkröten und dem ebenso berühmten Charles Darwin ist die Kenntnis dieses Ortes dann auch schnell an ihre Grenzen gekommen. Bernhard Kegel baut sein biologisches und landeskundliches Fachwissen über diese Inseln aber immer wieder geschickt in den Handlungsverlauf ein. Dadurch entsteht ein plastisches Bild dieses Naturreservats, das sogar ein wenig Fernweh auslösen kann. Leider enden die beiden zu lösenden Fälle nicht so spannend, wie sie beginnen. Das biologische Mysterium verschwindet fast im Hintergrund, bevor es ganz am Ende mit einigen erklärenden Worten wieder aufgegriffen wird. Der Fall der brennenden Boote wird zwar aufgeklärt, doch ohne allzu viele Überraschungen: der einzige wirkliche Verdächtige entpuppt sich schließlich auch als einer der Übeltäter. Dass der Autor Bernhard Kegel, der selbst Biologe ist, in seinem Buch auch auf die Probleme der bekannten Inseln und die Bedrohung ihrer Artenvielfalt aufmerksam machen möchte, ist durchaus verständlich und ein gutes Anliegen. Teilweise wird jedoch über lange Abschnitte allzu sehr die Moralkeule geschwungen, so dass die eigentlichen Handlungsstränge verblassen und fast zur Nebensache avancieren. Das ist schade, birgt ein solcher Roman doch gerade die Möglichkeit, auf spannende Art und Weise die Anliegen der Fachwissenschaft zu vermitteln. Insgesamt dennoch eine Empfehlung.Seitenzahl: 384Format: 13,7 x 21,1 cm, gebundenVerlag: mare

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  • Das Geheimnis der Meere

    Abgrund

    Alexandra_Luchs

    29. April 2017 um 16:15

    Ein wenig erinnert “Abgrund” von Bernhard Kegel an Frank Schätzings “Der Schwarm”. Zwar ist “Abgrund” nicht ganz so episch und dramatisch, thematisiert das Meer aber auch als eine gewaltige, uns fast unbekannte Kraft. Eine Kraft, von deren sensiblem Gleichgewicht unser aller Leben abhängt. Bernhard Kegel schafft es dieses aktuelle ökologische Thema in einer spannenden Romanhandlung zu verpacken. Anne Detlefsen und Hermann Pauli, sie Kriminalbeamtin und er Biologe (schon bekannt aus Bernhard Kegels Roman “Der Rote”), verbringen ihre Ferien auf den Galápagosinseln. Obwohl das Paar eigentlich nur Erholung sucht, können sie sich ihrer jeweiligen Passion nicht verwehren und werden unversehens in spannende Geschehnisse verwickelt. So engagiert sich Hermann bei der Suche nach einem mysteriösen Hai, während Anne einer Serie rätselhafter Schiffsbrände auf den Grund geht. Die Handlung in “Abgrund” wirkt manchmal etwas konstruiert und scheint stark auf die Kernthemen des Buches ausgerichtet zu sein, entwickelt aber trotzdem innerhalb weniger Seiten eine ungemeine Spannung. Das lag für mich vor allem am ungewöhnlichen Handlungsort und den verschiedenen damit verbundenen Konflikten. Es geht um Tourismus und Artenschutz, die Probleme der armen Bevölkerung in Ecuador und immer wieder die Meere. Hauptthema des Buches ist das fragile Gleichgewicht der Meere, welches durch schlechte Umweltbedingungen wie steigende Temperaturen, nachhaltig zerstört zu werden droht. Das vernichtet große Teile der sensiblen Korallenriffe und gefährdet das Überleben zahlreicher Arten. Diese Themen, so bedrückend sie auch sind, werden fundiert und verständlich in den Roman integriert. Mein einziger Kritikpunkt sind in dieser Hinsicht die leider teilweise etwas hölzern wirkenden Dialoge. Um bestimmte Informationen in die Geschichte einzuweben, finden zwischen den Charakteren schulbuchartige Gespräche statt. Zwar soll das vermutlich dem Lesefluss dienen und diese Passagen auflockern, mich hätten diese Informationen aber auch nicht im Fließtext gestört. Bis auf Anne und Hermann werden die Figuren in dieser Geschichte übrigens nur skizzenhaft charakterisiert. Auch das unterstreicht für mich den Eindruck, dass “Abgrund” völlig auf das zentrale Thema fokussiert ist. Für meinen Geschmack passte das gut zum Rahmen des Buches, da es weniger die Figuren und ihre Handlungen sind, die im Gedächtnis bleiben, als vielmehr die beeindruckende Kulisse und die interessante ökologische Problematik. Insgesamt hat mich “Abgrund” beeindruckt, gut unterhalten und trotz anfangs etwas vorhersehbarer Entwicklungen später wirklich überrascht. Ein Buch, das obwohl es nicht ganz perfekt ist, mit seiner beeindruckenden Botschaft noch lange im Kopf bleibt.

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  • Weckt auf ,... Stehen wir am Abgrund ?

    Abgrund

    Ivonne_Gerhard

    21. March 2017 um 00:24

    Ich kannte die Reihe vorher nicht aus dem Mare Verlag um den Wissenschaftler - Forscher Hermann Pauli und der Kommissarin Anne Detlefsen ,... Hoffe aber schonmal auf weitere Abenteuer der 2 ;-) Zum Buch und dessen Inhalt,.. Die Thematik umfasst den Umweltschutz, Naturschutz und die Forschung an Tieren, die vom aussterben bedroht sind,.. Deswegen finden wir Interesse Einblicke in die Hybrid - Forschung und Entstehung,.. Der Wissenschaftliche Teil ist überwiegend Thematik im Buch ,.. Die Krimi Seite ist zwar vorhanden, könnte aber spannender aufgebaut sein,.. Wer aber einen leichten Krimi mit Thema zum nachdenken und aufrütteln sucht, der wird hier fündig,.. Anne und Hermann kämpfen an 2 verschiedenen Fronten und Orten,,. Anne ermittelt bei schiffbränden, obwohl sie eignetlich Urlaub machen wollte und Hermann macht forschungstouren auf den Spuren von Charles Darwin und macht Bekanntschaft mit einer neuen haisorte ,... Viele Handlungsstränge, führen später zu einem Ganzen ,... Spannend war es, gut beschrieben alles und man sollte wirklich mal über das Artensterben , die Umweltverschmutzung und den Artenschutz nachdenken,,.. Traurig das man es oftmals nicht macht, es ist ja alles sooooo weit weg von uns,.. Aber alles eine Erde,...

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  • Ein Wissenschaftsroman

    Abgrund

    Buchina

    13. March 2017 um 14:59

    Dies ist mein erster Roman von Bernhard Kegel, deshalb habe ich auch nicht die zwei Vorgängerbände über den Protagonisten Hermann Pauli. Aber die Geschichte ist so ins sich geschlossen, dass ich nicht das Gefühl hatte, mir fehlt etwas. In diesem Roman nun verbringt der Biologe Hermann mit seiner neuen Freundin Anne ihren ersten Urlaub zusammen auf den Galápagosinseln. Durch seine Kontakte können die beiden in den Quartieren der Darwin-Forschungsstation übernachten. Hermann trifft dabei auf einen alten Kollegen, der ihn auf einen Forschungstauchtrip einlädt. Da kann er nicht nein sagen. Aber Anne hat keine Lust und bleibt zurück. Für beide wird es nicht langweilig. Während Hermann und seine Kollegen auf Ungereimtheiten bei den Lebensformen unter Wasser stoßen. Wird Anna in schwelenden Konflikt auf der Insel zwischen den Wissenschaftler, Fischern und Touristen gezogen, der schon den ersten Toten hervorgerufen hat. Bernhard Kegels Roman ist ein Wissenschaftroman das merkt man schnell. Denn schon auf den ersten Seiten erfährt man einiges die Besonderheit von Galápagos und den Umweltproblemen weltweit. Dabei gibt er nicht einfach trocken Fakten wieder, sondern er mischt sie gekonnt in die Geschichte ein. So erfuhr ich einiges einfach durch eine Diskussion zwischen den Wissenschaftlern. Dazu kommt das er die Protagonisten authentisch beschreibt. So war mir Hermann sofort ans Herz gewachsen, seine Neugier und Aufregung konnte ich sehr gut nachvollziehen. Aber auch Anne, die ganz andere Prioritäten konnte ich in ihrem Frust über die Nichterfüllung des Urlaubstraums verstehen, auch wenn sie dann doch etwas nervig war. Aber das sind Charaktere, die Ecken und Kanten haben und das ist mir wichtig. Die Hintergründe und die Täter blieben mir bis Ende undurchsichtig, was das mit raten umso interessanter machte. Gleichzeitig hätte ich mir das letzte Drittel etwas spannender gewünscht, die Story hätte das sicher hergegeben. Die Krimihandlung tritt doch eher in den Hintergrund. Dennoch ist es ein wirklich informativer Roman, bei dem ich viel gelernt habe und der mich gut unterhalten hat.

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  • Urlaub zu zweit auf den Galapagos-Inseln

    Abgrund

    TochterAlice

    08. March 2017 um 23:06

    Den hat sich die Kieler Kripochefin Anne Detlefsen, Hermann Paulis neue Partnerin erträumt, doch ist sie noch nicht lange genug mit einem Wissenschaftler zusammen, um zu wissen, dass sie ihn immer mit seinen Forschungen teilen muss - so auch hier, denn die Galapagos-Inseln sind für Hermann ein wahres Schatzkästchen und außerdem sind gerade seine wissenschaftlichen Weggefährten zum Forschen da - klar, dass er sich nicht lange ziert und mittut.Anne ist zunächst ein bisschen - oder auch ein bisschen mehr - beleidigt, entdeckt jedoch mehr und mehr ihren eigenen Bereich: neben der reichhaltigen Flora und Fauna gibt es nämlich auch Kriminalistisches zu erkunden: es hat gleich mehrere Brandanschläge auf Schiffe gegeben, einmal sogar waren Todesopfer zu beklagen. Und auf den Inseln gibt es einen ziemlich knackigen Ermittler, der nur zu gerne mit Anne fachsimpelt...Eine Geschichte, in der es um Kriminalistisches, in großen Teilen aber auch um Umwelt- und vor allem Artenschutz geht, um die Rolle der Forschung darin (oder auch gerade nicht). Die ganze Forschercommunity, die gerade auf den Inseln weilt und ihre Belange spielen eine nicht gerade geringe Rolle.Wobei: auch wenn es mir schwerfällt, dieses Buch einem Genre zuzuordnen: eines ist es ganz sicher nicht: ein Wissenschaftskrimi. Dafür gehen das ganz "Wissenschaftsgetue" zu wenig in die Tiefe, an die Subtanz, der in seinem Erzählstil und den Inhalten durchaus klug agierende Bernhard Kegel lässt sich nie endgültig bzw. bedingungslos auf dieses Sujet ein, so mein Eindruck.Dennoch eine durchaus lohnenswerte Lektüre, in der als weitere Themen die Liebe im Alter und immer wieder Interessenskonflikte verschiedener Art. Und Galapagos wird ausgesprochen atmosphärisch geschildert, mich juckt es schon, dorthin zu reisen.Selbst Darwin, der Vater der Galapagos-Forschung, bekommt seine Rolle - in einem Prolog, der sich aus meiner Sicht allerdings ein wenig verliert, am Ende kann ich seine Relevanz fürs Geschehen nicht so recht einordnen. Keine leichte Lektüre, ich empfand sie phasenweise sogar als sperrig, habe aber dennoch mit Genuss gelesen und am Ende mein Buch mit einer gewissen Befriedigung beiseite gelegt. Neue Interessen wurden geweckt, alte wiederbelebt - was will man mehr.Für Freunde von klugen Unterhaltungsromanen, die Wissenschaftsthemen nicht abgeneigt sind, genau das Richtige!

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  • Hybridtechnik.

    Abgrund

    Gulan

    08. March 2017 um 19:58

    In der Rückschau fiel es ihm tatsächlich immer schwerer, sein Handeln nachzuvollziehen.[...] Er war wütend gewesen, drohte vor Wut schier zu platzen, […]; Wut auf die Öffentlichkeit, die einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollte, dass die Welt auf den Abgrund zuraste; auf die Politik, die angesichts der Jahrtausendaufgabe, sich dieser Entwicklung in den Weg zu stellen, komplett versagte. Das Artensterben, die Zerstörung der Lebensräume, haarklein dokumentiert in immer neuen Studien, Woche für Woche, Tag um Tag. Die Schönheit der Natur, ihr überwältigender Reichtum schwanden dahin. Wie dickhäutig musste man sein, um all das klaglos hinzunehmen? (S.331-332) Biologe Hermann Pauli und seine neue Partnerin, die Hauptkommissarin Anne Detlefsen, verbringen ihren Urlaub in der Charles-Darwin-Forschungsstation auf den Galapagos-Inseln. Pauli verfällt allerdings dem Forscherdrang und begibt sich mit zwei Kollegen auf eine Kurzexpedition auf der Suche nach einem mysteriösen Hai, den er bei einem Tauchgang entdeckt hat. Sehr zum Verdruss von Anne Detlefsen, die allein in der Forschungsstation zurückbleibt. Doch dort geschehen plötzlich mehrere Fälle von Brandstiftung. Ein Mann kommt dabei sogar zu Tode und Anne erhält Gelegenheit, dem einheimischen Kommissar behilflich zu sein. Der Autor Bernhard Kegel ist Biologe und schreibt neben Romanen auch Sachbücher zu biologischen Themen. Der vorliegende Roman ist der dritte einer Reihe um den Meeresbiologen Hermann Pauli. Die Romane zeichnen sich dadurch aus, dass der Autor hierbei auch naturwissenschaftliche Themen vermitteln will. In „Abgrund“ geht es abstrakt um das Thema des Klimawandels und des Artensterbens, konkret allerdings um das Phänomen der Hybriden im Tierreich. Hybride sind Kreuzungen verschiedener Arten, die teilweise auch fortpflanzungsfähig sind und neue Arten bilden können. Im Pflanzenreich ist dies durchaus bekannt, in der Tierwelt sehen einige Forscher das verstärkte Auftreten von Hybriden als mögliche Reaktion auf den Klimawandel. Dieses Thema wird im Buch von Hermann Pauli vertreten, während Anne Detlefsen sich des Kriminalfalls der Brandstiftungen annimmt. Dadurch, dass beide über weite Strecken der Handlung voneinander getrennt sind (er auf dem Forschungsboot, sie in der Forschungsstation und in Puerto Ayora), wechselt je nach Kapitel Perspektive und Schauplatz. Dabei beeindrucken vor allem die Naturbeschreibungen in den Kapiteln mit dem Meeresbiologen Pauli. Das Wissenschaftsthema tritt in der zweiten Hälfte des Buches allerdings etwas in den Hintergrund, der Kriminalfall nimmt mehr Raum ein. Dies tut dem Buch jedoch nur bedingt gut. Die Brandstiftungen gehen einher mit Zusammenstößen und Reibereien zwischen den Wissenschaftlern der Forschungsstation, den Fischern und Bootsführern und der örtlichen Polizei. Auf Galapagos ist die Situation natürlich sehr diffizil. Ökologie, Forschung, Tourismus und Fischerei müssen behutsam in Einklang gebracht werden, was nicht immer gelingt. Das Thema ist also durchaus interessant, wird aber aus meiner Sicht krimitechnisch eher langweilig vorgetragen. Zudem kommt hinzu, dass der Autor die Perspektive von Anne Detlefsen gewählt hat, die als Außenstehende aber nur einen eingeschränkten Blick auf die Dinge hat. Am Ende wird die Auflösung sogar lapidar und quasi nebenbei dem Leser beigebracht – da hatte ich doch mehr erwartet. Außerdem sind die privaten Geplänkel des reiferen Paares Pauli/Detlefsen in der Handlung auch verzichtbar. Auf der Internetseite des ansonsten von mir sehr geschätzten Mare Verlags prangt bei diesem Buch noch ein Kritikerlob: „Bernhard Kegel ist der neue Michael Crichton“ (vermutlich ist ein Vorgängerband gemeint). Mit diesem Slogan tut man dem Buch aber keinen Gefallen. Es handelt sich vielmehr um einen soliden Wissenschaftsroman mit einer guten Botschaft, bei dem man aber schon das Gefühl hat, dass hier einiges mehr an Potenzial gelegen hätte. Man muss dem Autor zwar zugute halten, dass er permanent um Authentizität bemüht ist, allerdings macht das den Roman letztendlich auch etwas bieder und spannungsarm.

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    • 8
  • Alles hängt zusammen

    Abgrund

    Tsubame

    06. March 2017 um 18:33

    Wenn ein Biologe einen Roman schreibt, dann liegt die Vermutung nahe, dass er seinen Lesern auf unterhaltsame Weise etwas beibringen möchte.In seinem neuesten Buch entführt uns Bernhard Kegel auf die Galápagosinseln - Sehnsuchtsort vieler Touristen und eng verknüpft mit Charles Darwin und seiner Evolutionslehre.Herrmann Pauli, Biologieprofessor und Protagonist der beiden Vorgängerbände, möchte mit seiner neuen Partnerin Anne Detlefsen,  Leiterin der Kieler Mordkommission, ein paar unbeschwerte Urlaubstage verbringen, als er bei einem gemeinsamen Tauchgang auf eine unbekannte Haiart stößt. Promt ist sein Forschergeist geweckt und während er mit ein paar Kollegen erneut aufs Meer hinausfährt, versucht sich Anne notgedrungen allein die Zeit zu vertreiben.  Schon bald wird sie von einem ecuadorianischen Kollegen um Hilfe gebeten, der in ein paar mysteriösen Brandfällen ermittelt.Auf der Insel rumort es: Bootsführer, Fischer und Tierschützer liegen im Klinsch miteinander, denn sie alle verfolgen unterschiedliche Interessen. Während die einen vom Tourismus profitieren und die anderen das Meer rücksichtslos ausbeuten, beobachten die jungen Forscher besorgt die Umweltveränderungen im Zuge des Klimawandels und des unkontrollierten Eingriffs des Menschen in den Lebensraum Meer.Als die Riesenschildkröte Lonesome George tot aufgefunden wird, starten die jungen Forscher eine Flugblatt-Aktion und bringen die angespannte Situation zum Eskalieren... Es ist eine Mischung aus Wissenschaftsroman und Krimi, den Bernhard Kegel  hier vorlegt - durchaus unterhaltsam und besonders interessant, wenn er wissenschaftliche Themen streift wie z.B. die Hybridforschung. Weniger gelungen sind meiner Meinung nach seine Hauptprotagonisten: die eine ist für meinen Geschmack zu dominant in Auftreten und Präsenz, um noch als Nebendarstellerin zu gelten, der andere zu farblos und schwach, um den Hauptdarsteller einer ganzen Reihe erkennen zu lassen. Auch war die Auflösung der Brandstiftung nicht wirklich spannend.Trotz dieser Schwächen war der Ausflug nach Galápagos sehr informativ und ich hatte ein paar unterhaltsame Stunden.

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  • Leserunde zu "Abgrund" von Bernhard Kegel

    Abgrund

    Mare_Verlag

    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und Leser, auf geht's in eine neue Leserunde! Am 28. Februar 2017 erscheint im mareverlag Bernhard Kegels neuer Roman Abgrund, der dritte Fall für den Wissenschaftler Hermann Pauli. Ihr habt die Möglichkeit, an unserer Leserunde teilzunehmen und Euch um eines von 15 Vorableseexemplaren zu bewerben. Zum Buch:  So hatte sich Anne Detlefsen den ersten gemeinsamen Urlaub nicht vorgestellt: Statt mit ihr die Sonne und die traumhafte Natur der Galápagosinseln zu genießen, hat Hermann Pauli sich auf die Suche nach einem seltsamen Hai begeben, der selbst den Experten der örtlichen Charles-Darwin-Forschungsstation Rätsel aufgibt. Bei seinen Tauchgängen stößt Hermann auf weitere Ungereimtheiten. Ist es möglich, dass sich die Lebensgemeinschaften im Meer rasant verändern? Und auch Anne bekommt plötzlich zu tun. Als vor der Insel Nacht für Nacht Schiffe in Flammen aufgehen, juckt es die Leiterin der Kieler Mordkommission in den Fingern, der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre Recherchen führen sie mitten in das komplizierte soziale Gefüge der Inselwelt, in dem die traditionelle Fischerei und der strenge Naturschutz nur schwer mit dem andauernden Tourismusboom zu vereinen sind. Und es ist Eile geboten, denn der Brandstifter scheint eine Mission zu verfolgen … Vor der zauberhaften Kulisse des legendenumrankten Galápagos-Archipels gewährt Bernhard Kegel Einblicke in Faszination und Abgründe der biologischen Forschung.  Hier geht's zur Leseprobe. Möchtest Du zu den 15 Vorablesern gehören?* Dann bewirb Dich und beantworte bis zum 16. Februar die folgende Frage: In seinen spannenden Wissenschaftsromanen erzählt der Biologe Bernhard Kegel vom Eigensinn der Natur und der Faszination der biologischen Forschung. Auf zwei unterschiedlichen Ebenen wird in Abgrund ermittelt: Während Anne Detlefsen mit einem neuen Kriminalfall beschäftigt ist, geben dem Wissenschaftler Hermann Pauli die Entdeckung neuer Tierarten Rätsel auf. Welche Erwartungen habt ihr an einen Wissenschaftsroman? Habt ihr bisher ähnliche Titel gelesen? Wir warten gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen! Euer mareverlag *Bedingung ist, dass Ihr euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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    • 380
  • Die Evolution geht weiter

    Abgrund

    Gruenente

    03. March 2017 um 19:39

    Anne Detlefsen ist eine taffe Frau und leitet die Kieler Mordkommission. Auch privat läuft für die Ü-50 Frau alles bestens. Sie ist glücklich mit dem Biologen Hermann Pauli liiert. Mit ihm zusammen machen sie einen vermeintlichen Traumurlaub auf den Galapagos-Inseln. Doch so klasse ist das für Anne nicht. Die Unterkunft (für Forscher) ist spartanisch. Eine Woche auf einem engen, vollen, Forschungsschiff war auch kein Traum-Tauch-Urlaub, sondern harte Arbeit. Und jetzt lässt Hermann sie auch noch für ein paar Tage alleine auf den Inseln um einen mysteriösen Hai zu suchen. Doch Langeweile kommt nicht auf. Brandanschläge, Aufstände, Demonstrationen, Mord und Prügeleien. Es gibt tote Schildkröten, ein Erdbeben, Tsunamiwarnungen und ein Vulkan bricht aus. Doch die Stärke des Romans ist nicht spannende Kriminalhandlung, sondern die biologischen Zusammenhänge. Wissenschaftliche Entdeckungen, Veränderungen in der Flora und vor allem Fauna unserer Erde werden plausibel erklärt und Zusammenhänge werden verdeutlicht. Die Bedeutung der Galapagos-Inseln für die Wissenschaft wird durch alte (Darwin) und aktuelle Untersuchungen unterstrichen. Neben den Gedanken, dass alles schon zu spät ist, die Zerstörung durch uns Menschen bereits zu weit fortgeschritten sein mag, gibt es auch leise Hoffnung. Die Evolution geht weiter! Spannender, lehrreicher Wissenschaftskrimi mit kleiner Love-Story und vielen Einblicken in das Leben auf den Galapagos-Inseln und in die biologische Feldforschung. Ich werde die beiden Vorgänger-Bücher um Hermann Pauli auch lesen.

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  • Galapagos, Klimawandel und Forschung

    Abgrund

    tweedledee

    03. March 2017 um 16:09

    Schauplatz Galapagos. Eigentlich wollten die Kriminalpolizistin Anne und der Meeresbiologe Hermann ihren Urlaub auf Galapagos verbringen, doch schneller als ihr lieb ist sitzt Anne alleine in ihrem Feriendomizil. Hermann ist spontan mit zwei Kollegen zu einer mehrtägigen Erkundungstour aufgebrochen. Durch Zufall haben Anne und Hermann eine ihnen unbekannte Haiart gesichtet, Hermann und seine Forscherkollegen hoffen, das Tier beim tauchen studieren zu können. Währenddessen brennen im Hafen von Puerto Ayora mehrere Schiffe, ein Feuerteufel geht um. Der mit der Untersuchung beauftragte Polizist bittet Anne um Mithilfe. "Abgrund" ist der dritte Teil der Reihe um den Wissenschaftler Hermann Pauli. Die beiden ersten Teile kenne ich nicht, hatte aber keine Probleme in die Handlung einzusteigen, da die Protagonisten sehr gut charakterisiert sind. Nach wenigen Seiten konnte ich in die Geschichte eintauchen, eine Geschichte die im Prolog in der Zeit zurück geht, als Darwin auf den Galapagos seine Forschungen betrieb. Auch die Insel der Gegenwart  mit ihrer Flora und Fauna beschreibt der Autor detailreich und plastisch, man hat das Gefühl, Anne bei ihrem Gang über die Insel zu begleiten. Sie ist nicht begeistert, dass Hermann mehrere Tage ohne sie unterwegs ist, allerdings überschlagen sich die Ereignisse und Anne steckt plötzlich mitten in den Untersuchungen von Brandstiftung und Mord. Bernhard Kegel versteht es perfekt, seine Handlung spannend zu gestalten und nebenbei bekommt man beim lesen noch viel Wissen über Naturschutz, den Klimawandel und das Artensterben vermittelt. Ein Thema, das nachdenklich stimmt. Mir haben vor allem die Tauschszenen gefallen, die ich sehr spannend fand. Allerdings ist es traurig zu lesen, wie sich auch der Lebensraum unter Wasser verändert und Arten verdrängt werden. Fazit: Gelungene Mischung von fiktiver Handlung, Wissenschaft und Krimi.

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  • Wissenswertes zum Thema Umwelt und Klimawandel, verpackt in eine spannende Geschichte

    Abgrund

    Sonne63

    02. March 2017 um 14:46

    Inhalt:Anne und Hermann wollen Urlaub auf den Galapagosinseln machen. Doch dann ziehen dramatische Ereignisse beide in den Bann. Hermann, leidenschaftlicher Biologe, macht mit ein paar Kollegen eine sensationelle Entdeckung und Anne, Kriminalkommissarin, wird vom hiesigen Polizeiinspektor um Hilfe gebeten, als mehrere Schiffe nach und nach in Flammen aufgehen. Die Ereignisse stellen die Beziehung der beiden auf eine harte Probe. Cover:Eine leuchtend rote Koralle auf schwarzem Untergrund. Wunderschön und ein absoluter Eyecatcher. Meinung:Bernhard Kegel ist mit „Abgrund“ etwas Großartiges gelungen: Er erzählt eine spannende Geschichte über Tiere und Pflanzen an Land, im Wasser und in der Luft. Dabei benützt er keineswegs einen lehrerhaften Schreibstil, sondern gibt dem Leser einen flüssig zu lesenden Text an die Hand. Unglaublich viele Details werden dem Leser nahegebracht, die den absoluten Fachmann erkennen lassen. Eingebettet in eine spannende Handlung mit gut ausgearbeiteten Charakteren der Protagonisten macht er auf die hochaktuelle Thematik des Klimawandels, der Veränderung in der Artenvielfalt von Flora und Fauna, sowie der Umweltproblematik allgemein, aufmerksam. So entstand ein gelungener Mix aus fiktiver Geschichte und wissenschaftlicher Realität. Am Ende bleibt ein nachdenklicher Leser zurück, der trotzdem gut unterhalten wurde.Fazit: Glaubwürdig dargestellter Sachverhalt, gewürzt mit spannender Unterhaltung. Vor allem für Leser, die sich für Biologie und Umwelt interressieren äußerst interressant. Faszinierend und empfehlenswert!

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  • Der erste seiner Art

    Abgrund

    Baerbel82

    01. March 2017 um 16:10

    „Abgrund“, ist bereits der dritte Roman mit dem Kieler Biologen Hermann Pauli. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Worum geht es? Hermann kann es einfach nicht lassen. Kaum ist er mit seiner Partnerin, der Kriminalhauptkommissarin Anne Detlefsen, auf den Galápagos-Inseln gelandet, sticht er erneut in See, auf der Suche nach einem unbekannten Hai. Bizarre Vulkanlandschaften und die atemberaubende Unterwasserwelt, ziehen Hermann und seine Freunde in ihren Bann. Anne ist frustriert. So hatte sie sich den ersten gemeinsamen Urlaub mit Hermann nicht vorgestellt. Doch dann bekommt auch sie plötzlich zu tun. Denn im Hafen von Santa Cruz brennt ein Schiff, anscheinend nicht das erste. Als es sogar einen Toten gibt, bittet Polizist Jorge sie um Hilfe. Was haben beide Handlungsstränge miteinander zu tun? Die Verhältnisse auf Galápagos sind kompliziert. Jeder hat seine eigenen Interessen. Die Touristen bringen Geld ins Land. Die Quoten der Fischer werden dagegen aus Naturschutzgründen gekürzt. Und die Mitarbeiter der örtlichen Forschungsstation sind auch nicht gerade willkommen. Jeder kämpft gegen jeden. Da hat es die Polizei wirklich nicht leicht. Nach „Der Rote“ und „Ein tiefer Fall“ legt Bernhard Kegel, selbst promovierter Biologe, mit „Abgrund“ erneut einen Wissenschaftsroman vor. Schauplatz ist diesmal das Naturparadies Galápagos. Sachlich, dennoch unterhaltsam, gibt uns der Autor faszinierende Einblicke in die biologische Forschung: „Fiction Meets Science“. Klimawandel versus Evolution. Die Natur ist stark. Sie hat schon immer Möglichkeiten gefunden, sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Da ich selbst tauche, fand ich die Geschichte um diesen seltsamen Hai natürlich besonders interessant. Nichtsdestotrotz hätte der Roman für meinen Geschmack etwas spannender sein können. Fazit: Gelungener Mix aus Fakten und Fiktion, der mich gut unterhalten hat.

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  • Darwin und Explosionen

    Abgrund

    krimielse

    01. March 2017 um 10:00

    Was haben eine mysteriöse neue Haiart vor der Küste der Galápagos-Inseln und brennende Boote im Hafen von Puerto Ayora, ebenfalls Galápagos-Inseln, gemeinsam? Damit beschäftigt sich der promovierte Biologe, Sachbuch- und Romanautor Bernhard Kegel in seinem neuesten Roman "Abgrund". Galapágos - beim Klang dieses Namens denkt man sofort an Charles Darwin, seien legendäre Schiffsreise mit der "Beagle" und Finken als eine Basis der Evolutionstheorie, aber auch an Traumstrände, Vulkane, herrliche und abgeschieden Landschaften und ungewöhnliche, einzigartige Flora und Fauna. Anne und Hermann, ein deutsches Liebespaar aus Kiel in mittleren Jahren, sie Kriminalistin und er Biologe, sind für ihren ersten gemeinsamen Urlaub auf dem Galápagos Archipel mit eben diesen Erwartungen gestartet, doch alles kommt anders. Hermann begibt sich zusammen mit zwei Kollegen auf die Suche nach einem rätselhaftem Hai, den er zusammen mit Anne bei einem vorangegangenen Tauchgang entdeckt hatte, und stößt dabei auf überraschende Veränderungen der Lebensgemeinschaften von Riffen vor der Küste. Alles deutet auf neue Tierarten hin, die im Hexenkessel der Evolution aufgrund der globalen klimatischen Veränderungen entstanden sein könnten. Anne, in Puerto Ayora auf Santa Cruz zurückgeblieben, wird in kriminalistische Ermittlungen verwickelt, als nachts Schiffe in Flammen aufgehen und der zuständige Inspektor sie um Hilfe bittet. Sie gerät dabei in ein kompliziertes Geflecht aus Naturschutz, traditioneller Fischerei, Tourismusboom und und dem komplizierten sozialen Gefüge der Inseln. Das Buch ist vom Autor als Wissenschaftsroman angelegt und bietet eine mehr oder weniger glückliche Mischung aus Sachbuch, Forschungsberichten und Krimi. Als Einstieg und Prolog erlebt man einen sehr schönen kurzen Ein- und Rückblick in Darwins Galapágos-Reise und das Sammeln der berühmten Darwin-Finken durch seinen Helfer und Begleiter Syms Covington. Der Rahmen schließt auf gelungene Weise, wenn im letzten Teil des Romanes die moderne und aktuelle Forschung an den Darwin-Finken die Handlung bestimmt. Die Beschreibung der Tauchgänge zur Suche der neuen Haiart, zur Untersuchung des Lebens auf Riffen vor dem Archipel und die damit verknüpfte Vermittlung von Wissen zu Veränderungen dazu hat mir ebenso gut gefallen wie Informationen zu globalem Klimawandel und den damit verbundenen Folgen. Weniger gelungen finde ich den Teil der kriminalistischen Handlung. Zum einen ist für mich sehr vorhersehbar, was passieren wird, zum anderen hätte hier etwas mehr Subtilität bei den Ermittlungen und ein weiterer Blickwinkel außer dem von Anne der Spannung gut getan, zumal sich insbesondere im mittleren Teil des Romans doch recht umfangreiche Passagen nur damit befassen. Sprachlich halte ich das Buch für sehr geeignet, auch Nicht-Biologen gute erste Einblicke in die Abstammungslehre und die Forschung dazu zu geben. Es regt dazu an, auf diesem Gebiet weiteres zu lesen, bei mir zumindest hat das funktioniert. Angenehm fand ich beim Lesen, dass ich zwar ein paar Kleinigkeiten nachgeschlagen habe, da ich biologisch doch sehr unbedarft bin, der Roman jedoch nicht vor Unverständlichkeiten bezüglich Begriffe und Erläuterungen strotzt. Insgesamt hat mir das Buch gefallen, wenn ich mir auch mehr Raum für Herman's Part und die Forschung nach Veränderungen in der Fauna und weniger für den Krimiteil gewünscht hätte. Ich vergebe 3,5 Sterne für ein interessantes Buch bezüglich gut verpacktem Wissenserwerb, das etwas mehr Spannung vertragen hätte.

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