Bernhard Kegel Der Rote

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Inhaltsangabe zu „Der Rote“ von Bernhard Kegel

Kaikoura, Neuseeland: Ein gewaltiges Seebeben verwandelt den malerischen Küstenstreifen binnen Minuten in eine Schlammwüste. Die Wale verschwinden und mit ihnen die Touristen. Nur der deutsche Biologe Hermann Pauli bleibt, der eigentlich in Neuseeland den Tod seiner Frau verwinden wollte. Jetzt streift er durch einen Ort der Verwüstung. Doch dann stellt er fest, dass das Seebeben auch etwas zutage gefördert hat, das die Welt um ihn herum in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

viel gelernt über Meeresbiologie, war aber nicht sooo spannend, dennoch blieb ich am Ball. Sprache war gut, wirkte auch alles realistisch.

— Ananda79
Ananda79

Ein Thriller? Naja. Habe mich doch ganz schön durchs Buch gequält. Aber viel über Kalmare gelernt.

— Felidae65
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  • Leserunde zu "Abgrund" von Bernhard Kegel

    Abgrund
    Mare_Verlag

    Mare_Verlag

    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und Leser, auf geht's in eine neue Leserunde! Am 28. Februar 2017 erscheint im mareverlag Bernhard Kegels neuer Roman Abgrund, der dritte Fall für den Wissenschaftler Hermann Pauli. Ihr habt die Möglichkeit, an unserer Leserunde teilzunehmen und Euch um eines von 15 Vorableseexemplaren zu bewerben. Zum Buch:  So hatte sich Anne Detlefsen den ersten gemeinsamen Urlaub nicht vorgestellt: Statt mit ihr die Sonne und die traumhafte Natur der Galápagosinseln zu genießen, hat Hermann Pauli sich auf die Suche nach einem seltsamen Hai begeben, der selbst den Experten der örtlichen Charles-Darwin-Forschungsstation Rätsel aufgibt. Bei seinen Tauchgängen stößt Hermann auf weitere Ungereimtheiten. Ist es möglich, dass sich die Lebensgemeinschaften im Meer rasant verändern? Und auch Anne bekommt plötzlich zu tun. Als vor der Insel Nacht für Nacht Schiffe in Flammen aufgehen, juckt es die Leiterin der Kieler Mordkommission in den Fingern, der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre Recherchen führen sie mitten in das komplizierte soziale Gefüge der Inselwelt, in dem die traditionelle Fischerei und der strenge Naturschutz nur schwer mit dem andauernden Tourismusboom zu vereinen sind. Und es ist Eile geboten, denn der Brandstifter scheint eine Mission zu verfolgen … Vor der zauberhaften Kulisse des legendenumrankten Galápagos-Archipels gewährt Bernhard Kegel Einblicke in Faszination und Abgründe der biologischen Forschung.  Hier geht's zur Leseprobe. Möchtest Du zu den 15 Vorablesern gehören?* Dann bewirb Dich und beantworte bis zum 16. Februar die folgende Frage: In seinen spannenden Wissenschaftsromanen erzählt der Biologe Bernhard Kegel vom Eigensinn der Natur und der Faszination der biologischen Forschung. Auf zwei unterschiedlichen Ebenen wird in Abgrund ermittelt: Während Anne Detlefsen mit einem neuen Kriminalfall beschäftigt ist, geben dem Wissenschaftler Hermann Pauli die Entdeckung neuer Tierarten Rätsel auf. Welche Erwartungen habt ihr an einen Wissenschaftsroman? Habt ihr bisher ähnliche Titel gelesen? Wir warten gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen! Euer mareverlag *Bedingung ist, dass Ihr euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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    • 380
  • Der Rote

    Der Rote
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Was geschieht, wenn die Natur rebelliert? Kaikura, Neuseeland: Der deutsche Kalmar-Experte Hermann Pauli ist auf Whale-Watching-Tour. Plötzlich beginnt das Meer zu kochen. Das Touristenboot tanzt wie ein Spielzeug auf den Wellen. Gewaltige Wasserfontänen schießen i den Himmel. An Bord bricht Panik aus. Hermann Pauli allerdings ist von der entfesselten Natur gebannt. Doch er ahnt nicht, dass all das nur der Anfang eines dramatischen Geschehens ist, in dem er die Hauptrolle spielen wird. Denn das Meer befördert hier etwas zutage – etwas, das noch nie ein Mensch zu Gesicht bekommen hat. So spannend und so lehrreich wie Der Schwarm: Bernhard Kegels maritimer Endzeit-Roman Der Rote mischt meisterhaft Fakt und Fiktion.” Die Welt

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    Arun

    Arun

    22. August 2014 um 15:53
  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    FlorianFreistetter

    FlorianFreistetter

    27. December 2012 um 20:41

    Ein außergewöhnliches Buch! Es beginnt wie ein klassisches Katastrophenbuch in dem Wissenschaftler die Welt retten müssen. In Wahrheit ist es aber ein faszinierender Thriller über die Tiefsee; ganz ohne die üblichen Geheimdienste, Militärs, Außerirdischen oder was sich sonst noch so alles in solchen Büchern rumtreibt. Stattdessen gibt es Wissenschaftler und wissenschaftlich korrekte und äußerst packende Beschreibungen eines kaum bekannten Ökosystems.

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  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    stella_schultz

    stella_schultz

    26. February 2012 um 05:50

    Ein lehrreicher Roman, der zum Nachdenken anregt mit einem unerwartetem, meines Erachtens nicht ganz zufriedenstellendem, Ende.

  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    cvcoconut

    cvcoconut

    16. January 2012 um 19:44

    Ein Thriller war das in meinen Augen nicht, eher ein Wissenschaftsroman, gebündelt mit vielen Fakten über die Erforschung der Pottwale, sowie den Kalmaren. Angefangen von den Erkundungsmethoden bis hin zur Jagd ( für ein Essen ). Es ist traurig das man bei Menshen so schnell eine Massenpanik auslösen kann, dass sie in allem Unbekannten eine Bedrohung sehen. Das ist in dem Buch sehr gut rüber gekommen. Zum Glück gibt es noch Umweltschützer, auch in der richtigen Welt. Sehr gut geschrieben und sehr zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    charlot

    charlot

    25. May 2011 um 15:25

    Faszinierend geschrieben und gründlich recherchiert, soweit ein Laie das beurteilen kann! Der Kalmar Forscher Hermann Pauli ist im Urlaub auf Neuseeland und erlebt eine wissenschaftliche Sensation: nach einem Tsunami tauchen Riesenkalmare auf, die bisher unerforscht und unbekannt waren. Sofort treten auch Vertreter der Kryptozoologie auf den Plan und natürlich will die Presse mit Sensationsmeldungen ihr Geld verdienen. Wissenschaft versus Allgemeininteresse und Panikmache - jedem Leser ist der Prozess bekannt! Spannend und detailgetreu erzählt der Autor die Geschichte um den "roten" Riesenkalmar. An manchen Stellen ist er wissenschaftlich sehr genau, was zum Einen die Qualität ausmacht, aber eben auch für Laien eine zu große Tiefe bedeuten kann. Trotzdem - ein Buch, das es sich zu lesen lohnt, wenn man sich für dasThema Meeresbiologie interessiert und sich auch Gedanken macht, wie (un)verantwortlich der Mensch mit der Basis seines Lebens umgeht.

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  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    RalfBoscher

    RalfBoscher

    10. January 2011 um 21:25

    Kennen Sie den Schwarm? Ich bislang noch nicht (damit befinde ich mich wahrscheinlich in kleiner Gesellschaft, sagen wir mal, von der Größe eine Fußballmannschaft). Jedenfalls hatte das den Vorteil, dass ich Bernhard Kegels Roman (gerne beworben im Stil von „Sie fanden den Schwarm toll, dann lesen Sie...“) lesen und schätzen lernen konnte, ohne Schätzing im Kopf. Nun gut, ganz unvoreingenommen war ich nicht. Aufgrund so mancher Kritik erwartete ich so eine Art Dinopark unter dem Meer gewürzt mit einem guten Schuss Katastrophendrama („Tsunami“), ich dachte, da lauert etwas Monströses zwischen den Buchdeckeln, ein Kampf der Giganten Riesenkrake (und zwar eine wirklich richtig riesige Riesenkrake, bzw. sogar viele davon) und Pottwalen (auch vielen davon), eine Art maritimer Showdown auf Endzeit-Niveau. Nun, diese Erwartungshaltung (wahrscheinlich habe ich letzter Zeit auch einfach zuviele Emmerich-Filme gesehen) wurde enttäuscht, zum Glück. Denn „Der Rote“ ist ein wirklich feines Buch rund um die Leidenschaft für glitschige Tiere, die in einer Welt leben, die uns Menschen (noch) nicht offensteht (die Tiefsee), ein spannendes Buch über Wissenschaft und Verantwortung, eine fesselnde Reflexion über Forschung unter dem Zwang, sich auch wirtschaftlich auszahlen zu müssen. Der Rote ist ein Roman über unser Verhältnis zu Wesen, die uns so fremd sind, dass wir sie nicht verstehen können, deren Andersartigkeit uns entweder Angst oder Respekt einflösst. Natürlich ist „Der Rote“ groß, monströs, natürlich taucht das Motiv des Kampfes zwischen dem größten säugenden Raubtier, dem Pottwal, und den mehrarmigen Giganten öfter auf. Es gibt auch einen Tsunami (wirklich eindrucksvoll erschreckend geschildet, finde ich). Aber gleichwohl bezieht das Buch seinen Reiz doch eher aus den leiseren Momenten. Zum Beispiel die Beschreibungen der Tauchgänge der Hauptfigur Herrman Pauli, ein deutscher Biologe, auf denen er seine Leidenschaft für vielarmigen Wesen der Tiefsee entdeckt. Oder die Momente Auge in Riesenauge mit dem Roten, in denen eine Intelligenz glänzt, die nicht menschlich, aber sehr respektabel ist. Wie gesagt, ein sehr lesenwertes Buch (mit einem Schuß Liebesroman), spannend, faszinierend in seinem faktenreichen Detailreichtum (ohne referierend zu wirken, meist). Ach ja, eigentlich geht es auch gar nicht um Riesenkraken, sondern um Kalmare (Architeuthis und Kolosskalmar).

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  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    Wonnefried

    Wonnefried

    26. November 2010 um 15:35

    Nach der Lektüre des "Schwarms" hatte ich mir das Buch gekauft, nicht zuletzt wegen dem sehr ansprechenden Schutzumschlag und dem Klappentext, der ein spannendes Buch versprach. Tja, mit Sicherheit ist es von den naturwissenschaftlichen Fakten her schon ein gutes Buch, aber Spannung wollte, auch ohne den direkten Vergleich mit Schätzing zu ziehen, nicht aufkommen. Für mich wirkt vieles an der Handlung konstruiert und die Sprache wenig inspiriert. Tut mir leid, war nichts für mich. Der Autor hat ja auch noch andere Bücher verfasst. ich will`s gern nochmal versuchen.

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  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    Phil Decker

    Phil Decker

    10. August 2010 um 19:28

    Besser und glaubhafter als Schätzing's Schwarm. Normalerweise sind mir schreibende Naturforscher zu detailverbliebt. Bei Kegel ist es aber anders. Klasse Buch mit vielen Spannungsbögen und authetischen Geschichten.

  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    Die Buchprüferin

    Die Buchprüferin

    18. April 2010 um 17:22

    KURZ GESAGT: Eine Gruppe Whalewatcher in einem bedrohten Boot, geheimnisvolle Vorgänge unter der Wasseroberfläche, eine Riesenwelle, ungeheure Kreaturen … Na, das kennt man doch von „Schwarm“, oder? Stimmt aber nicht. Auch wenn das Szenario auf den ersten Blick ganz ähnlich anmutet, läuft Kegels 500-Seiter auf etwas ganz anderes hinaus. So vermeidet Kegel phantastische Elemente, bleibt streng wissenschaftlich und überhaupt viel bescheidener als Schätzings Mammutwerk. Ein Unterscheidungsmerkmal war für mich leider auch, dass ich es langweiliger fand, dem Kalmarexperten Hermann bei seinen Forschungen zuzugucken als den diversen Wissenschaftlern im bekannten Riesenschmöker. Und das liegt nicht nur am Vergleich, den man hier zu ziehen versucht ist. Bernhard Kegel hat eine solide Grundspannung mit schönen Momenten erzeugt, aber aus meiner Sicht keinen Überflieger. Also meint die Buchprüferin: Alle, denen „Der Schwarm“ zu abgedreht (oder zu dick) ist, können mit dem „Roten“ ein paar informative und vergnügliche Stunden erleben.

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  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. March 2010 um 10:41

    Nachdem mich Frank Schätzings "Der Schwarm" so begeistert hat bin ich regelrecht süchtig nach Wissenschaftsthrillern und immer auf der Suche nach gleichwertigen Büchern. Der Vergleich zu diesem Buch sollte aber bei "Der Rote" nicht gestellt werden, denn allein die Art wie Bernhard Kegel schreibt ist eine völlig andere. Bernhard Kegel schreibt etwas trockener, weniger reisserisch und schafft es daher nicht unbedingt Spannung in diesem Buch aufzubauen. Oftmals empfand ich das Buch als zu langwierig und war versucht es einfach „durchzublättern“ . Dennoch überzeugte mich der wissenschaftliche Aspekt der auch für einen Laien verständlich war. Nebenhandlungen sowie Beziehungen wurden ebenfalls in diesem Buch angesprochen und lockerten so den Inhalt auf. Alles in allem ein ansprechender Wissenschaftsthriller von dem allerdings nicht zuviel Spannung erwartet werden sollte.

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  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    Jeami

    Jeami

    03. January 2010 um 20:45

    Nicht unbedingt ein Reisser. Wer sich jedoch für Naturschutz, Tiefsee - seine Flora und Fauna, sowie Beschreibung von Forschungsarbeit interessiert macht mit diesem Buch sicher nichts falsch.

  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    MonaMayfair

    MonaMayfair

    01. August 2009 um 18:54

    grandios! der vergleich mit 'der schwarm' von frank schätzing bleibt nicht aus.. er drängt sich automatisch auf, da es in dem roman nur so von meer,meeresbewohnern und seebeben wimmelt ;-) 'der rote' überholt 'den schwarm' jedoch um längen und lässt ihn weit, weit hinter sich liegen.. nicht zuletzt auch, weil bernhard kegel eine "natürliche" lösung gefunden hat und nicht wie sein kollege herr schätzing mit aliens daher kommt.. die geschichte um den roten riesenkraken ist sehr gut gelungen und es hat spass gemacht, den forschern in neuseeland zu folgen und mit ihnen das abenteuer mit zu erleben.. auf einer skala von eins bis fünf vergebe ich alle fünf seesternchen!!

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  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    Camposolensis

    Camposolensis

    17. July 2009 um 21:23

    Hatte ich mir eigentlich nur für eine längere Bahnfahrt gekauft. Der Klappentext versprach Spannung mit einer Art Monster- und Katastrophenroman. Hörte sich gut an - ist aber noch besser und gehaltvoller. Man bekommte eine ganze Menge interessanter Informationen aus der Meeresbiologie, vor allem zu den Themen "Pottwale" und "Kopffüßer", weil sich im Roman zwei Fraktionen von Meeresbiologen mit diesen Spezialisierungen begegnen. Der Roman beginnt etwas zäh, gewinnt aber mit und nach der großen Flutwelle mächtig an Fahrt. Das letzte Kapitel fand ich etwas enttäuschend - die Auflösung des Ganzen aus einer Rückblende 16 Monate später ist irgendwie spannungsarm. Das ganze Buch ist aber recht gut. Bernhard Kegel kann also nicht nur hervorragende Sachbücher schreiben ("Die Ameise als Tramp"), sondern auch spannende Romane.

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  • Rezension zu "Der Rote" von Bernhard Kegel

    Der Rote
    anushka

    anushka

    02. July 2009 um 21:41

    Nach einem Forschungsaufenthalt in Australien will der deutsche Biologieprofessor Herrmann Pauli noch einige Tage in Neuseeland verbringen, um sich von seiner Depression, verursacht durch den Tod seiner Frau, abzulenken. Aus nostalgischen Gründen besteigt Pauli einen Katamaran, um zusammen mit zahlreichen anderen Touristen Whale Watching zu betreiben. Doch dann verfinstert sich plötzlich das Wasser auf offener See und der Katamaran muss gegen eine Flutwelle ankämpfen. Zur gleichen Zeit beobachten die Biologen Barbara, Tim und Maria Wale in dieser Gegend. Als die Wale plötzlich verschwinden, wundern sich die Forscher, müssen jedoch kurze Zeit später selbst vor einer Flutwelle flüchten, die auch das Festland von Kaikoura erreicht. Nach diesem Seebeben und den damit einhergehenden Verwüstungen verschwinden die Wale und mit ihnen auch die Touristen - eine Katastrophe für Kaikoura und Neuseeland, das vom Ökotourismus lebt. Doch das Seebeben hat auch etwas an die Oberfläche gebracht, das die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt - einen roten Riesenkalmaren. Doch keiner kennt diese Art und so stellt sich die Frage: friedlicher Tiefseebewohner oder allesfressendes Meeresungetüm? Ich fand Kegels "Der Rote" so spannend, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Vom Stil her entspricht es Schätzings "Der Schwarm", die Auflösung hält sich jedoch stärker an die Realität und die Geschichte an sich ist weniger dramatisch. Der Autor ist selbst Biologe und so wirkte das Buch beim Lesen sehr fundiert und sachlich überzeugend, wenn der Autor auch stellenweise doziert. Diese Episoden halten sich jedoch in Grenzen und sind trotzdem sehr informativ. Der Autor hat ein beliebtes Thema aufgegriffen: kämpfen Pottwale unter Wasser mit riesigen Gegnern? Gibt es in der Tiefsee, die fast noch unerforscht ist, Meeresungeheuer? Dies ist ein Thema, bei dem die Fantasie mit einem durchgehen kann, doch Kegel geht es aus wissenschaftlicher Sicht an und legt wissenschaftliche - wenn auch nicht unbedingt belegte - Theorien zugrunde. Ein bißchen Abenteuer und Spannung gehört natürlich zum Rezept für ein erfolgreiches Buch, aber er zeigt auch, dass Raubtiere immer Raubtiere bleiben werden, selbst wenn man sie romantisiert. Allerdings hebt sich dieses Buch weit und sehr positiv von den gängigen Seemonster-Geschichten ab. Wer also auf ein Buch ähnlich dem "Weißen Hai" hofft, wird mit "Der Rote" bitter enttäuscht sein. Doch wer gern im Kopf mit den Walen taucht und sich auch ein bißchen für Kalmare, Oktopusse, Tintenfische - oder wie genau nun eigentlich die richtige wissenschaftliche Bezeichnung ist - interessiert, wird mit diesem Buch jede Menge Spaß haben. Ich habe dieses Buch jedenfalls sehr genossen und binnen kürzester Zeit durchgelesen. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung.

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