Bernhard Meuser Maschas Geheimnis

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Inhaltsangabe zu „Maschas Geheimnis“ von Bernhard Meuser

Die romantische Erzählung um die unmögliche Liebe der Mascha, einer vornehmen jungen Vineterin, weckt das mittelalterliche Vineta wieder auf: die Stadt der Händler und Seefahrer, der Gaukler und Narren, der Astronomen und Geometer, der Machthaber und der Intriganten.

Eine poetische Erzählung über den Untergang von Vineta!

— mabuerele
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Ein Lied in ganz besonderer Form

— Seelensplitter
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  • Leserunde zu "Maschas Geheimnis" von Bernhard Meuser

    Maschas Geheimnis
    Arwen10

    Arwen10

    "Maschas Geheimnis" ist eine interessante Neuerscheinung aus dem fontis Verlag. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei dem fontis Verlag für die Unterstützung der Leserunde: Maschas Geheimnis von Bernhard Meuser Zum Inhalt: Im Jahr 1170 wird die an der Ostsee gelegene Stadt Vineta zum letzten Mal in einer Urkunde erwähnt, dann nie wieder. Bis heute ist das Rätsel der versunkenen Stadt nicht gelöst. Die romantische Erzählung um die unmögliche Liebe der Mascha, einer vornehmen jungen Vineterin, weckt das mittelalterliche Vineta wieder auf: die Stadt der Händler und Seefahrer, der Gaukler und Narren, der Astronomen und Geometer, der Machthaber und der Intriganten. Mascha findet in der Nacht am Strand eine Muschel. Sie hält die Muschel ans Ohr und weiß fortan, dass sie ihrer inneren Stimme folgen muss – auch wenn um sie herum eine Welt untergeht. «Bernhard Meuser hat einen Roman voller Wärme geschrieben, in dem bei aller Spannung und kunstvollen Erzählweise den großen Gefühlen und tiefen Gedanken Raum gegeben wird. In dieser Hinsicht knüpft der Text nahtlos an die erzählerische Tradition eines Antoine de Saint-Exupéry oder eines Paolo Coelho an.» Zur Leseprobe geht es hier lang: https://www.fontis-verlag.com/buch/bernhard-meuser-maschas-geheimnis/ Falls ihr eines der 3 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 01. Oktober 2015, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll. Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt. In diesem Buch spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !! Ich möchte darauf hinweisen, dass ich die Bücher selber verschicke. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 1,60 Euro Portokosten zu überweisen. Bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid.

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    • 36
  • Emotional, poetisch - wunderschön!

    Maschas Geheimnis
    LEXI

    LEXI

    31. December 2015 um 00:39

    „Nicht ein einziges Ding kannst du mit der Erinnerung festhalten. Sie verblasst. Was du brauchst, ist etwas anderes. Es heißt: Vertrauen.“ Es gibt für jeden Menschen nur eine einzige Stelle in der ganzen Welt, an die er hingehört, nur einen einzigen Weg, den er gehen kann, ohne sein Leben zu verfehlen und unglücklich zu werden. Ich für mich weiß nichts Größeres, als danach zu suchen, was mein Platz ist im Plan des Lebens. Ich weiß nichts Schöneres, als den einzigen Weg zu erkennen, der mir bestimmt ist. Und ich weiß nichts Verächtlicheres, als diese Stelle um kleiner Vorteile willen zu verkaufen und diesen Weg aus Feigheit zu verraten. „Die Sehnsucht führte die Muschel an ihr Ohr. Und Mascha hörte: einen feinen Hauch zunächst, unter den sich von außen her das Geräusch der heranrollenden Wogen mischte; dann ein Rauschen, von dem nicht zu sagen war, ob es aus den Tiefen des Meeres oder aus dem Inneren der Muschel kam; dann(als sie mit feinerem Ohr in das Rauschen hineinhörte) war ihr, als wohne in seinem Inneren ein ozeanisch tiefes Murmeln. Ein Summen vielleicht, kaum hörbar, so fern, dann anwachsend im Bauch der Erde und immer stärker werdend, ein urhaftes Dröhnen auf einem einzigen, nach unten offenen, klaftertief ins Dunkel der Fluten sich verlierenden Ton.“ Nachdem Mascha, die älteste Tochter des obersten der Ratsleute Vinetas, eine Muschel fand, hatte sie einen Traum von dem untergegangenen Vineta, dem Atlantis der Ostsee, einer hochberühmten und von drei Meeren umspülten Stadt. Mascha, blind geboren und erst spät das Augenlicht erlangt, glaubt an die Liebe, an das Gute, an die Ideen und an die Wahrheit. Und sie urteilt nicht nach dem Augenschein, sondern bewertet die Dinge und Menschen nach ihrem Klang, sieht, urteilt und fühlt mit ihrem ausgeprägten Gehör und folgt ihren inneren Eingebungen. So verliebt sich die vornehme junge Frau, der letzte Spross eines alten und einst sehr mächtigen Geschlechts, in die Stimme des Fischers Farin, einen Musiker, Dichter und Sänger aus Ramin, noch bevor sie ihn überhaupt gesehen hatte. Die kluge Wanda, seit dem frühen Tod ihrer Mutter Maschas Vertraute seit Kindheitstagen warnt das Mädchen und meint, „man könne einen Menschen erst dann wirklich lieben, wenn man seine Nähe erfahren und ausgehalten hat, wenn man seine dunklen Seiten kennen lernte und sie genauso gut annehmen möchte wie seine hellen Seiten.“ Mascha lässt sich jedoch nicht beirren und sie tut, was sie tun muss, geht ihren eigenen Weg. Doch die Zeichen stehen nicht gut für Vineta, denn die Zunft der Geometer, der Schreiber und Rechenmeister, durchsetzt mit ihrer Gier die Stadt, beugt das Recht und strebt nach Größe, Macht und Reichtum. Ihren Plan, die Macht in Vineta an sich zu reißen, verfolgen die Geometer mit unbeirrbarer Entschlossenheit. War Maschas Muscheltraum lediglich eine Spielerei ihrer Fantasie, oder ein warnender Blick auf die Zukunft der mächtigen Handelsstadt? Bernhard Meusers Erzählung hat mich bereits von der ersten Seite an in den Bann gezogen. In einer wunderschönen, ausgefeilten und malerischen Sprache erzählt er die Geschichte einer Legende um eine im Meer verschwundene Stadt. Der Autor verstand es nicht nur, eine zauberhafte Geschichte darzubieten, sondern begeistert auch mit den vielen ins Buch eingeflochtenen Weisheiten. Er schreibt nicht nur VON Emotionen, sondern vermittelt diese auch durch seine gelungene Wortwahl. Er erzählt, und berührt damit das Herz seiner Leser. „Maschas Geheimnis“ ist ein Roman, der mich mit seiner poetischen Sprache sofort für sich eingenommen hat. Einziger Wermutstropfen war die Tatsache, dass die christlichen Bezüge in diesem Buch äußerst dürftig vorhanden waren – in dieser Hinsicht hätte ich mir von einem Roman aus einem christlichen Verlag wahrlich mehr erwartet. Nichtsdestotrotz hat mir die Lektüre aufgrund der bereits erwähnten Tatsachen großes Lesevergnügen bereitet und ich kann es jedem ans Herz legen, der durch dieses Buch berührt werden möchte. Ich habe verstanden, dass es kommt, wie es kommt, und dass es stimmt, wie es kommt. Wir werden geführt, Farin!“

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  • Poetische Geschichte von Machtgier und Untergang

    Maschas Geheimnis
    mabuerele

    mabuerele

    „...Und Mascha sah zwischen den Säulen der Erde Fische schwimmen, hörte das Flittern leichter Schwärme und ihr silbriges Glänzen, hörte, wie sie schwammen über versunkenen Gärten, Gärten aus Musik, die da aus Tinte und Aquamarin auftauchten und auf zum Licht strebten...“ Mascha findet am Strand eine Muschel. Sie hält sie ans Ohr. Das Geräusch der Muschel formt sich zu Bildern; es sind Bilder des Untergangs der Stadt Vineta. Der Autor hat ein sehr poetischen Buch geschrieben. Die Geschichte liest sich wie eine Sage oder ein Gleichnis. Im Mittelpunkt steht Mascha. Die junge Frau hat ein sehr feines Gehör, da sie auf Grund einer Augenentzündung erst spät sehen konnte. Und sie hat ein feines Gespür dafür, was Recht und Unrecht ist. Ihr Vater gehört zum alten Adel der Stadt. Doch eine neue Schicht strebt nach der Macht. Sie nennen sich die Geometer. Eine Hochzeit soll das Bündnis zwischen den Gruppen besiegeln. Mascha war als Braut auserkoren. Aber sie weigert sich, sich verschachern zu lassen. Nun heiratet ihre Schwester Petrona Hankin, den Sohn des Obersten der Geometer. Mascha aber hat die Liebe gefunden, eine Liebe, die es nicht geben darf. Farin, ein Fischer aus Ramin, hat sie mit seinem Spiel bezaubert. Zwischen Vineta und Ramin aber herrscht Feindschaft. Das Buch erzählt eine Geschichte des Untergangs. Alte Werte werden ignoriert. Macht und Geldgier ersticken die Gefühle. Nur wenige bäumen sich auf, andere, wie Maschas Vater, resignieren. Die meisten aber biedern sich den neuen Herren an. Das Besondere am Buch ist der romantische Sprachstil. Obiges Zitat zeigt, wie gekonnt der Autor mit Metaphern und Adjektiven umgehen kann. Fein herausgearbeitet Dialoge bringen das Geschehen auf den Punkt. Zu den sprachlichen Höhepunkten gehört Maschas Liebesbrief. Sie spricht von einer Liebe, die alles gibt, aber nichts fordert, sondern den anderen die freie Entscheidung lässt. An vielen Stellen werden philosophische Fragen kurz angerissen. So geht es um den Zusammenhang und die Wechselbeziehung von Täter und Opfer. Das sind stellen, die zum Nachdenken anregen. Der Autor versteht es, die innere Spannung der Handlung gekonnt zu steigern. Für mich als Leser wird es von Seite zu Seite immer deutlicher, dass der Ort auf eine selbstgemachte Katastrophe zusteuert. Das in Grün gehaltene Cover mit der farbenfrohen Muschel als Hingucker sieht ansprechend aus. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das lag zum einen an der märchenhaften Sprache, zum anderen an den inhaltsreichen Geschehen mit wertvollen Gedanken. Wenn Besitz und Macht die Gefühle tötet, dann ist eine Gesellschaft nicht überlebensfähig.

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    • 4
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    28. November 2015 um 08:31
  • Eine Vision von Untergang

    Maschas Geheimnis
    conneling

    conneling

    22. November 2015 um 23:28

    Mascha ist die Tochter des ersten Ratsherrn Godin und hat ein extrem gutes Gehör, da sie als Kind sehr schlecht sehen konnte. Es wurde mit der Zeit besser, das gute Gehör ist aber geblieben.  Sie verliebt sich erst in die Stimme des Fischers Farin, der aus einem Nachbardorf kommt  und dann in ihn. Als Tochter des Ratsherrn sollte sie eine mehr standesgemässe Beziehung eingehen. Sascha findet am Strand eine Muschel und hat eine Vision wegen Vineta, kann sie aber erst nicht zuordnen, es geht um Veränderung und Untergang der Stadt. Ich wusste nicht, was ich zu erwarten habe, der Klappentext und die Aufmachung weckten gleich mein Interesse. Die Geschichte um Vineta fand ich sehr interessant, wunderbar geschrieben, allerdings musste ich mich erst einlesen. " Maschas Geheimnis" ist anders als erwartet, sagenumwoben mit historischem Hintergrund. Der christliche Aspekt war fast nicht da, was mich aber nicht gestört hat, die Geschichte war durchaus stimmig allerdings nicht sehr ausgedehnt, mehr Seiten hätten dem Buch nicht geschadet.

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  • Muschelkind

    Maschas Geheimnis
    Seelensplitter

    Seelensplitter

    08. November 2015 um 00:17

    Meine Meinung zum Buch: Maschas Geheimnis Aufmerksamkeit Wie immer dürft ihr das auf  meinem Blog nachlesen :-). Inhalt in meinen Worten: Mascha ist am Anfang blind, denn ihre Augen sind verklebt, dadurch bekommt sie die besondere Gabe gut zu hören, aber nicht nur das, denn sie hat dadurch einen Schlüssel in ihrer Hand, den kein anderer hat.  Wirkung der Geschichte: Ich muss und möchte ehrlich sein, am Anfang war ich wirklich sehr irritiert von der Art wie die Geschichte mir präsentiert wird.  Es ist ein Gedicht, nein das trifft es nicht ganz, es ist ein Lied. Und dieses Lied muss ich mir gesungen vorstellen, dann kann ich in die Geschichte abtauchen, dadurch werde ich aber auch schnell müde und kann nicht in einem Rutsch dieses Buch durchlesen, sondern immer Häppchenweise, was ich nicht so schwer finde, denn ich fand stets schnell in die Geschichte zurück.  Mascha ist ein Wesen, um genau zu sein eine Frau, das mir persönlich am Anfang schwach erschienen ist, doch dann immer stärker wurde. Als sie ihren Schlüssel entdeckte, (Im Buch gibt es so einige Schlüsselmomente) der sich LIEBE nennt, wurde alles noch einmal tiefer und ergreifender. Ist Liebe stärker als die Wellen und Winde die Mascha begegnen? Oder muss sie kapitulieren? Denn die Liebe, dass ist ein Ding das köstlich und bitter zu gleich ist.  Charakter: Hier kann ich nicht so viel sagen, denn es ist nicht aufgebaut wie ein Roman, sondern wie schon erwähnt, wie ein Lied. In einer Sprache, auf die ich mich einlassen muss, dadurch ist das ein oder andere nicht so ausgeprägt, und das ist ganz klar auch bei den Charakteren fest zu machen.  Fazit: Ein Buch, auf das ich mich einlassen musste, das ich nicht wie gewöhnlich herunter lesen konnte und wo ich mich Stück für Stück in die Geschichte einweben lassen durfte und musste. Aus dem Buch kann man viel lernen, wenn man bereit ist, tiefer zu blicken,  zwischen den Zeilen zu lesen. Nachdem ich mich auf die Geschichte wirklich stark einlassen musste, und weil ich nicht alles greifen konnte, ist es schwer eine richtig gute Bewertung zu geben. Aber lohnenswert ist es zu lesen, denn es ist nicht so wie manch anderes Buch. Es hat ganz klar einen Zauber, auf den es sich lohnt, einzugehen. Sterne: Ich gebe drei.

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  • Eine Sage im Stil von Atlantis

    Maschas Geheimnis
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    04. November 2015 um 16:26

    "Maschas Geheimnis" war angekündigt als christlicher Roman im Stil der Atlantis-Sage. Hinten im Buch sind einige interessante Links, zwischen denen ich eine Sage wiederentdeckt habe, die einmal in einem Deutschbuch abgedruckt war. Demnach ist Vineta eine untergegangene überaus reiche Stadt, die alle hundert Jahre aus dem Meer auftaucht: Wenn jemand sie sieht und etwas kauft, wird die Stadt erlöst. Die Geschichte ist recht ansprechend: Mascha, eine junge Frau, Tochter eines der Ratsherren von Vineta, findet am Strand eine Muschel, die ihr den Untergang Vinetas verrät. Sie verliebt sich aufgrund seiner schönen Singstimme in einen jungen Fischer aus einem verfeindeten Nachbardorf und flieht am Ende mit ihm. Ihnen folgen diejenigen, die sich warnen lassen, und die werden auch größtenteils gerettet. Die Stadt selbst und ihre eitlen Bewohner versinken im Meer. In warmer, bilderreicher Sprache erzählt der Autor die alte Sage nach, mit der Betonung auf einem Leben ohne unnötigen Prunk und ohne Eitelkeit. Das ist aber auch schon die christliche Komponente, und mir war das ehrlich gesagt zu dürftig. Ich hatte mir mehr vom Buch erhofft. Wer allerdings ein emotional reiches Buch lesen möchte und keine weiteren Ansprüche hat, wird mit "Maschas Geheimnis" sicher glücklich werden.

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  • Märchenhafte Geschichte von der Ostsee

    Maschas Geheimnis
    irismaria

    irismaria

    31. October 2015 um 10:43

    „Maschas Geheimnis“ von Bernhard Meuser ist eine Geschichte, die 1170 in der Stadt Vineta an der Ostsee spielt. Hauptfigur ist das Mädchen Mascha. Sie hat sich in den Fischer Farin verliebt, der aus dem Ort Ramin stammt. Doch Mascha ist Tochter des ersten Ratsherrn Godin und sollte eigentlich eine standesgemäßere Beziehung eingehen. Neben der Liebesgeschichte geht es um die Veränderungen in der Stadt. Hier nimmt der Einfluss der Geometer immer mehr zu, denen es um Macht und Geld geht. Mascha sieht in einer Vision den Untergang der Stadt, doch niemand will ihre Warnungen hören... Ich habe eigentlich einen historischen Roman erwartet, doch der Stil von „Maschas Geheimnis“ ähnelt eher einem Märchen oder einem Gleichnis und auch die Kürze der 235 Seiten lässt keine kompexe Handlung zu. Angesprochen werden Themen wie Liebe und Poesie und der Konflikt um die Macht. Das hätte ich mir ausführlicher gewünscht. Ich habe das Buch im Rahmen einer christlichen Leserunde kennen gelernt, doch die Glaubensthematik kommt nicht besonders ausgeprägt vor. Sehr schön ist die Aufmachung des Buches mit großer Schrift, Hardcover, Schutzumschlag und Lesebändchen.

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  • Wunderschöner Schreibstil, christliche Bezüge eher dürftig

    Maschas Geheimnis
    Smilla507

    Smilla507

    22. October 2015 um 21:11

    Dieser kleine Roman wartet mit einer unsagbar schönen, poetischen Schreibweise auf, die den Leser ins Vineta des 12. Jahrhunderts katapultiert. Bis dato wusste ich gar nicht, was es mit dieser - damals - an der Ostsee gelegenen Stadt auf sich hatte. Eine Art „Vorwort“ machte mich neugierig und ich recherchierte im Internet. Die Geschichte handelt von Mascha, einer 25jährigen jungen Frau, die von Geburt an schlecht sehen konnte, da sie einen „Grind“ auf den Augen hatte. Mit der Zeit wurde das besser, aber dieses nicht-sehen-können hatte zur Folge, dass Maschas Gehör sehr stark ausgeprägt ist. Eines Tages hört sie einen Mann singen und verliebt sich aufgrund seiner schönen Stimme und seiner Art zu singen sofort in ihn. Farin (so heißt der Sänger) stammt aus dem verfeindeten Fischerdorf Ramin und auf dem Weg dorthin findet Mascha am Strand eine Muschel. Sie hält sich diese ans Ohr und bekommt eine Vision vom Untergang Vinetas, welche sie zunächst allerdings nicht deuten kann. Bernhard Meuser zeichnet ein Bild von Vineta, beschreibt das Leben kurz vor dem Untergang der florierenden Stadt direkt an der Küste. Eine große Rolle spielen dabei die Geometer, eine Zunft der Schreiber und Rechenleute, welche die Macht über Vineta übernehmen. Ich hätte diesem Buch alleine wegen des tollen Schreibstils gerne 5 Sterne gegeben – aber dann tauchte eine „prekäre“ Szene auf, die mich ziemlich überraschte, da ich so etwas in einem christlichen Roman nicht erwartet hätte. Die Szene ist nur ca. eine Seite lang, aber wird recht deutlich beschrieben. Es bleibt nicht nur bei Andeutungen. Auch die christlichen Bezüge sind eher dürftig. Am Ende gibt es eine „Parabel vom Paradies“ und natürlich drängt sich beim Lesen die eine oder andere Parallele zu biblischen Geschichten auf (z.B. Lots Flucht aus Sodom). Schade, ich finde dass die Geschichte sehr viel Potential hatte, die nicht ausgeschöpft wurde. Positiv hervorzuheben sei noch die wunderschöne Aufmachung dieses Büchleins: Mit Leineneinband, goldenen Vorsatzblättern, kleine Vignetten von Muscheln... Das ist alles sehr stimmig! Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne. Wer sich mal wieder von einem Buch, einem tollen Schreibstil verzaubern lassen möchte, dem lege ich dieses Buch dennoch ans Herz! 

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  • Der Muschelfund

    Maschas Geheimnis
    Dreamworx

    Dreamworx

    17. October 2015 um 16:22

    Vineta 1170. Mascha und ihre Schwester Pretona sind die Töchter des ersten Ratsherrn Godin und leben in der Hafen- und Handelsstadt Vineta an der Ostsee. Mascha war bei der Geburt blind und konnte jahrelang nicht sehen, dafür war ihr Gehör umso geschärfter. Selbst nachdem sie nun sehen kann, glaubt sie dem Sinn des Gehörs doch mehr. Mascha nimmt die Geräusche der Natur und das Timbre der Stimmen sehr genau wahr, treffen sie doch ihr Innerstes und lassen Gutes von Bösem unterscheiden. Auf dem Markt hört Mascha eine Stimme, die in ihrem Inneren Saiten zum Klingen bringen und sie die Liebe fühlt. Sie gehört Farin, einem jungen Fischer aus dem Ort Ramin, dessen Bewohner und die Vineter liegen im Streit miteinander. Bei einem Strandspaziergang findet Mascha eine Muschel und hält sie sich ans Ohr. Die Muschel erzählt ihr von Vineta und lässt Mascha durch ihre Stimme in die nahe Zukunft sehen. Währenddessen schwindet die Macht von Godin und den Ratsherren, da die Geometer durch ihr Wissen mehr und mehr in Vineta an Gewicht und Kraft gewinnen, die sie sich mit Geheimnissen und mit Geld erschlichen haben. Als Maschas Schwester Pretona einen Geometer heiratet, soll durch diese Ehe eigentlich die Verbindung zwischen Ratsherren und Geometern gefestigt werden, doch die Geometer bereiten einen Hinterhalt vor. Mascha, die das Ganze durch Zwischentöne bereits durchschaut hat, wird in ein Dachzimmer eingesperrt. Wird sie ihrem Gefängnis entkommen und Farin wiedersehen? Und wie sieht die Zukunft von Vineta aus? Bernhard Meuser erzählt in seinem Buch „Maschas Geheimnis“ eine wunderbare, mystische Geschichte, die fast einem Gleichnis aus der Bibel ähnelt. Der Schreibstil ist poetisch, sehr bildhaft und dabei geheimnisvoll. Die Beschreibungen der Stadt Vineta, ihre Lage und deren Bewohner sind zwar nicht sehr detailliert, doch der Leser kann sich vor dem inneren Auge selbst ein Bild machen. Mascha ist ein interessanter Charakter, sie ist eher die struppige Schwester, eine, die in sich gekehrt ist und mehr den Worten und Geräuschen um sich herum lauscht, um die Stimmungen und Gefühle der Menschen einzufangen. Sie hat eine ganz klare Position zu den Dingen und ist gnadenlos in deren Verteidigung. Sie sagt, was sie denkt, was ihr gefällt oder nicht. Das allein macht sie in den Augen von anderen gefährlich. Das Gefühl der Liebe ist neu für sie und doch stürzt sie sich mit allen Sinnen in dieses Abenteuer, sie will keine Minute vergeuden. Godin war ein machtvoller, aber gerechter Mann, der nun seinen Einfluss schwinden sieht in Hände, die nichts Gutes im Schilde führen. Auch, wenn er sich alt fühlt, bäumt er sich ein letztes Mal auf, um die Menschen, die ihm vertrauen zu schützen. „Maschas Geheimnis“ ist eine Geschichte über die Gier der Menschen, über Verrat, Liebe, Hoffnung und Vertrauen. Wenn man kein Vertrauen und keine Hoffnung in die Menschen und in die Welt hat, dann wird sie mit uns allen untergehen. Ein wundervolles Gleichnis, dass man sich immer mal wieder zu Gemüte führen sollte, damit man das Wichtigste im Leben nicht mehr vergisst: den Glauben und das Vertrauen in Gott. Absolute Leseempfehlung!  

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