Bernhard Pörksen

 4,5 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor*in von Kommunikation als Lebenskunst, Die große Gereiztheit und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Bernhard Pörksen, geboren 1969, ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und bekannt durch seine Arbeiten zur Skandalforschung sowie seine Bücher mit dem Kybernetiker Heinz von Foerster (»Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners«) und dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun.Friedeman Schulz von Thun, Jahrgang 1944, war bis 2009 Professor für Psychologie an der Universität Hamburg. Seine Trilogie »Miteinander-Reden« gilt als Standardwerk. Er leitet das Schulz von Thun-Institut für Kommunikation und ist als Berater und Trainer sowie als Herausgeber der Reihe »Miteinander reden – Praxis« tätig.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bernhard Pörksen

Cover des Buches Kommunikation als Lebenskunst (ISBN: 9783849700492)

Kommunikation als Lebenskunst

(4)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches Die große Gereiztheit (ISBN: 9783446258440)

Die große Gereiztheit

(3)
Erschienen am 19.02.2018
Cover des Buches Trendbuch Journalismus (ISBN: 9783931606879)

Trendbuch Journalismus

(2)
Erschienen am 06.12.2004
Cover des Buches Die Gewissheit der Ungewissheit (ISBN: 9783896706706)

Die Gewissheit der Ungewissheit

(1)
Erschienen am 01.09.2008
Cover des Buches Die große Gereiztheit (ISBN: 9783442142729)

Die große Gereiztheit

(1)
Erschienen am 17.05.2021
Cover des Buches Die Kunst des Miteinander-Redens (ISBN: 9783442179183)

Die Kunst des Miteinander-Redens

(1)
Erschienen am 19.07.2021
Cover des Buches Zuhören (ISBN: 9783446281387)

Zuhören

(1)
Erschienen am 28.01.2025

Neue Rezensionen zu Bernhard Pörksen

Cover des Buches Zuhören (ISBN: 9783446281387)
Sternenstaeubchens avatar

Rezension zu "Zuhören" von Bernhard Pörksen

Sternenstaeubchen
Sollte Pflichtlektüre sein

Der Titel klingt banal: „Zuhören“, doch betrachtet man das genauer, wird man feststellen, dass schon der Titel und vermutlich erst recht der Inhalt es in sich haben.

 

Bernhard Pörksen geht in diesem Buch der Frage nach, warum wir nicht mehr zuhören, und erläutert, warum er diese Fähigkeit als zentral betrachtet. Ausgangspunkt hierzu ist für ihn der Grundgedanke des Buches, dass es manchmal überlebenswichtig sei, dem Clown (einer Figur Kierkegaards, bei der er mit vorgefassten Erwartungen „spielt“) zuzuhören. Im durch Rollen bzw. Sprecher vorbelegten sofortigen Bescheidwissen bzw. vorschnellen Urteil sieht Pörksen eine Gefahr, die er in „Zuhören“ umkreist. Im ersten Teil geht es um grundsätzliche Fragen, seine Motive und Erfahrungen; weiter geht es mit einer „Praxis des Zuhörens“, der Bedeutung von Kontexten (man könnte sagen einer Art theoretisch-praktischer Basis), um sich letztlich mit einer „Politik des Zuhörens“ auseinanderzusetzen. Es geht ihm letztlich um angemessenes Verstehen, das ohne Zuhören und Kontext unmöglich sei. Die wiederum seien Voraussetzung für adäquate Positionen und Urteile, um nicht auf Klischees und vorschnelles Urteilen „hereinzufallen“.

 

Schon anhand dieses kurzen Inhaltsabrisses wird klar, dass Pörksen ein Problem erkannt hat, nämlich dass wir kaum mehr zuhören (sondern meist „senden“). Er geht den Ursachen für nicht stattfindendes Zuhören nach, und zwar sowohl im privaten wie öffentlichen Umfeld. Er analysiert also zunächst und auf Basis dieser Analyse präsentiert er Ansätze und Methoden, wie wir das Zuhören wieder lernen. Dabei arbeitet er quasi interdisziplinär zwischen Philosophie, Soziologie und Kommunikationstheorie, was klarmacht, dass der Inhalt nicht gerade die Zugänglichkeit eines Comics hat, für die Dichte der Information jedoch noch sehr gut lesbar ist, was nicht zuletzt an zahlreichen Beispielen liegt. Da Pörksen seinen Lesern auch den Spiegel vorhält, ob man selbst immer genau genug zuhört, leistet er einen Beitrag zur (dringend nötigen) Verständigung. Das mag nicht alles neu sein, aber gut zusammengefasst. Wer nicht eine Art „Arbeitsanweisung“ sucht, wird nicht glücklich werden, aber wer auf Basis von Hintergrundwissen selbst zu einer Verhaltensänderung kommen will, sollte das Buch dringend lesen – eigentlich sollte es Pflichtlektüre sein.

Cover des Buches Die große Gereiztheit (ISBN: 9783442142729)
admits avatar

Rezension zu "Die große Gereiztheit" von Bernhard Pörksen

admit
Lesen auf hohem Niveau

Das Buch ist nichts für Leute ohne Studium, denn der Autor protzt mit seinem Wissen, das er so ausbreitet, dass es nur Ausgewählte verstehen. Die Sprache ist geschliffen, die verwendeten Synonyme treffend. Wer über genug Grundwissen verfügt, braucht den Duden nicht zur Hand zu nehmen. Literaturbeflissene merken auch, dass der Buchtitel einem Kapitel von Thomas Manns DER ZAUBERBERG entliehen ist, ohne vom Autor drauf hingewiesen werden zu müssen. Grob auf einen Nenner gebracht entstammt unsere große Gereiztheit dem abwegigen Gebrauch der Infrastruktur unserer Kommunikation von durch den Lebenskampf überforderter Menschen. Spannend zu lesen, doch fühlte ich mich wieder an die Uni versetzt, wo man sich alles für die nächste Prüfung merken sollte.

Cover des Buches Kommunikation als Lebenskunst (ISBN: 9783849700492)
jackdecks avatar

Rezension zu "Kommunikation als Lebenskunst" von Bernhard Pörksen

jackdeck
Sehr gut für den Beruf

Selten so ein gutes Buch gelesen; vorausgesetzt Sie interessieren sich für das weite Thema der Kommunikation als Lebenskunst, dann kommen Sie an diesem Buch nicht vorbei. Das Buch selbst ist Kunst: es ist absolut spannend, diesem Dialog zu folgen, einzutauchen in die Geisteswelt der Dialogpartner und teilhaben zu können an geistreicher Kommunikation über die Kommunikation. Und es ist für jeden verständlich und nachvollziehbar geschrieben. Dieses Buch hätte auch gerne 700 Seiten umfassen können - langatmig oder langweilig wäre es sicherlich nie geworden. Vielen, vielen Dank, dass Sie dieses Buch geschrieben haben - ein Meisterwerk !!!

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