Bernhard Schlink

 3.9 Sterne bei 6.687 Bewertungen
Autor von Der Vorleser, Liebesfluchten und weiteren Büchern.
Bernhard Schlink

Lebenslauf von Bernhard Schlink

Bernhard Schlink wurde am 6. Juli 1944 in Großdornberg bei Bielefeld geboren. Er ist deutscher Romanautor und Professor für Rechtswissenschaft. An der Ruprecht-Kals-Universität und an der Freien Universität Berlin studierte Bernhard Schlink Jura und promovierte 1975 zum Dr. jur. 1987 schrieb er zusammen mit dem Kollegen Walter Popp den ersten Roman mit dem Titel "Selbstjustiz". 1989 erhielt Bernhard Schlink den Autorenpreis für deutschsprachige Kriminalliteratur, sowie 1993 den Deutschen Krimipreis. Mit dem Buch "Der Vorleser", welches in 39 Sprachen übersetzt wurde, erlangte er den ersten Platz der Bestsellerliste der New York Times sowie der Spiegel Bestseller-Liste. Inzwischen enstand zu dem "Der Vorleser" Buch der dazugehörige Film mit Kate Winslet, David Kross und Ralph Fiennes, der unter anderem mit dem Oscar für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.

Neue Bücher

Der Vorleser

Erscheint am 22.05.2019 als Hardcover bei Diogenes.

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Der Vorleser

Der Vorleser

 (5.540)
Erschienen am 28.06.2017
Olga

Olga

 (159)
Erschienen am 12.01.2018
Liebesfluchten

Liebesfluchten

 (168)
Erschienen am 24.09.2009
Das Wochenende

Das Wochenende

 (133)
Erschienen am 26.01.2010
Sommerlügen

Sommerlügen

 (103)
Erschienen am 24.04.2012
Selbs Justiz

Selbs Justiz

 (95)
Erschienen am 23.09.1987
Die Heimkehr

Die Heimkehr

 (94)
Erschienen am 27.05.2008
Selbs Mord

Selbs Mord

 (72)
Erschienen am 28.03.2003

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Neue Rezensionen zu Bernhard Schlink

Neu

Rezension zu "Olga" von Bernhard Schlink

Ein stilles Bild und sehr emotionales Bild des Lebens einer Frau
joliestvor 21 Tagen

Bernhard Schlink erzählt von Olga Rinke, einem Mädchen aus armen Verhältnissen, das den anderen lieber zuschaut als mitspielt. Diese Eigenschaft wird charakteristisch für ihr Leben werden, doch zunächst wird sie nach dem Tod ihrer Eltern zur harschen Großmutter nach Pommern geholt. Dort lernt sie Herbert kennen, den Sohn eines reichen Gutsbesitzers, schließt Freundschaft mit ihm. In der Schule zeigt Olga sich begabt, möchte Lehrerin werden. Als ihr versagt wird, auf die höhere Mädchenschule zu gehen, eignet sie sich den Stoff für die Prüfung selbst an, entflieht dafür häufig der beengten Atmosphäre des Hauses ihrer Großmutter auf Wiesen und Felder. Dort trifft sie sich häufig mit Herbert, beide verlieben sich ineinander. Es ist eine anfangs innige, zunehmend tragische Liebesgeschichte, die Schlink vor einem Panorama deutscher Historie schildert. 

Schlink zeichnet ein stilles Bild - ein schnörkelloses, aber emotionales Bild des Lebens einer Frau, die den Sinn politischer Ereignisse häufig hinterfragte, nach Selbständigkeit strebte, sich nicht von Konvention beeinflussen ließ. Insofern auch ein ungewöhnliches Bild einer Frauenfigur des beginnenden 20. Jahrhunderts, in einer Generation von Frauen, die meist unter ihren Möglichkeiten lebten. Allerdings finden sich auch Merkmale dieser Generation in Olga. Sie begehrt nie gegen ihren Mann auf, akzeptiert die Umstände ihres Lebens mit ihm, in dem er so oft fehlt. Stellt ihre eigenen Bedürfnisse hinter seinen zurück, lebt ein Leben des Auf-ihn-Wartens, selbst wenn sie die Zeit des Wartens mit ihrem selbstbestimmten Leben füllt. Erst in ihren Briefen vermag sie ihre wahren Gefühle mitzuteilen, die mich emotional mehr bewegt und tiefer berührt haben, als ich es zunächst vermutete. Auch war ich betroffen über all die Verluste, Abschiede und vor allem diese bedingungslose Liebe, die immer leidenschaftlich, aber in gewisser Weise ungelebt blieb. Diese starken Emotionen werden in den Mantel einer Auseinandersetzung mit Schuld, Sühne und dem Sinn des Lebens gehüllt. 
Bis zu ihrem Tod überragt Olga aufrecht die Höhen und Tiefen ihres Lebens und regt in dieser intensiven, vielschichtigen Lektüre zum Nachdenken an: über verpasste Chancen und abgeschnittene Wege, Loyalität und Zufriedenheit, Selbstbestimmung und Selbstaufgabe, über die Schlichtheit und die Größe des Lebens, über Tragik und Glück, die oft Hand in Hand gehen und uns trotzdem nicht aufgeben lassen, zu lieben.

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G

Rezension zu "Olga" von Bernhard Schlink

Berührendes Schicksal einer Frau
Gisevor 25 Tagen

In frühester Kindheit lernen sie sich kennen, Olga und Herbert. Sie lieben sich, und doch werden sie nie als Ehepaar zusammenleben. Während Olga zu ihrer Liebe steht, muss Herbert mit der Ablehnung der Eltern für diese Verbindung leben. Dabei verliert er sich in seinen Träumen und Expeditionen rund um die Welt - die Geschichte einer Liebe über alle Hindernisse hinweg.

Aus mehreren Perspektiven lernt der Leser Olga kennen und wie sie mit dieser Liebe umgeht. Selbst wenn alles gesagt scheint, setzt der Autor Bernhard Schlink noch etwas drauf und das Bild von seiner Protagonistin wird nochmal klarer. Wer hätte wirklich geahnt, was in Olga vorgeht, fragt man sich am Schluss der Geschichte. Das ist sehr warmherzig und feinfühlig erzählt und steht für das Schicksal vieler kraftvollen Frauen, denen das Leben nicht immer die Liebe schenkt, die sie sich erträumt haben. Die Feinheiten der Geschichte zeigen sich erst nach und nach, man muss sie auf sich wirken lassen für den besten Genuss dieser Erzählung.

Diese intensive Geschichte hat mich sehr berührt, auf eine ganz besondere Weise. Sehr gerne empfehle ich sie weiter und vergebe dafür überzeugte fünf von fünf Sternen.

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Rezension zu "Der Vorleser" von Bernhard Schlink

Der Vorleser - ein bewegendes Buch
Elizzyvor 2 Monaten

Für meine Diogenes Lese Challenge habe ich nun der Vorleser beendet:

Worum geht es?
Der Schüler Michael Berg muss sich auf offener Strasse übergeben, in seiner Not kommt ihm Frau Schmitz zur Hilfe. Als er sie am nächsten Tag besuchen möchte, um sich bei ihr zu bedanken, beobachtet er sie dabei, wie sie sich anzieht. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine intensive Liebesbeziehung, die immer dem selben Rhythmus folgt. Sie baden, er liest ihr vor und sie lieben sich. Doch eines Tages verschwindet Hanna Schmitz und lässt Michael ohne eines Wort des Abschieds zurück. Doch er wird sie schon bald wieder sehen, nur weiss er davon noch nichts…

Meine Rezension gibt es unter diesem Link auf dem Blog:
https://readbooksandfallinlove.com/2019/02/28/der-vorleser-von-bernhard-schlink-rezension/

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Gespräche aus der Community

Neu

Hallo ihr Lieben, 


es ist wieder so weit. Die Verlosungsrunde startet von vorn, damit ihr einen schönen Lesesommer verleben könnt.


Hier geht es um die Geschichte "Der Vorleser" von Bernhard Schlink.


Wenn ihr dieses Buch gewinnen möchtet, dann kommentiert auf meiner Seite zum dazugehörigen Post, warum gerade ihr das Buch gewinnen solltet - vergesst nicht, mir eine E-Mailadresse zu hinterlassen, damit ich euch kontaktieren kann.


http://diebuechereule.blogspot.de/2016/06/gewinnspiel-der-vorleser-von-bernhard.html


Viel Spaß und viel Glück wünsche ich euch!

Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Bernhard Schlink wurde am 04. Juli 1944 in Bielefeld (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 7.663 Bibliotheken

auf 275 Wunschlisten

von 59 Lesern aktuell gelesen

von 46 Lesern gefolgt

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