Bernhard Schlink Das Wochenende

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Inhaltsangabe zu „Das Wochenende“ von Bernhard Schlink

Nach 20-jähriger Haft hat ihn der Bundespräsident begnadigt. Zum ersten Wochenende in Freiheit lädt seine Schwester die alten Freunde ein. Für sie ist das Leben weitergegangen. Und für ihn? Was bleibt von der Zeit der Gewalt? Legenden? Bewältigung? Sprachlosigkeit?

Toller Roman, der auch ein Drama hätte werden können, um linke Freunde, die den aus dem Knast entlassenen Terroristen nach Jahren begrüßen.

— DasLeseschaf
DasLeseschaf

Gut geschrieben, aber ich habe mir mehr davon versprochen!

— Cerepra
Cerepra

Der "Spiegel" findet das Buch "mißlungen".

— Holden
Holden

Ein paar nette Passagen, insgesamt aber überbewertet.

— oszillieren
oszillieren

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  • Ein Haus. Ein Wochenende. Viele Personen.

    Das Wochenende
    radmoth

    radmoth

    03. April 2017 um 17:18

    Ein Haus. Ein Wochenende. Viele Personen.Verwirrung pur - für mich. Am Anfang wusste ich gar nicht wer, wer ist und es hat auch einige Zeit gedauert bis ich dahintergekommen bin.Nachdem der ehemalige RAF-Terrorist Jörg nach 20 Jahren aus dem Gefängnis kommt, organisiert seine Schwester Christiane ein Wiedersehen mit seinen alten Freunden, um ihm den Einstieg ins Leben nach seiner Zeit im Gefängnis zu erleichtern. Fragen treten auf, die nicht einfach zu beantworten sind. Und natürlich kommt es auch zu Diskussionen.Bernhard Schlinks Schreibstil hat mir wieder einmal sehr gefallen, jedoch habe ich mehr von der Geschichte erwartet. Ich war also etwas enttäuscht, als ich mit diesem Werk fertig war.

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  • Lohnt sich Terrorismus um etwas zu verändern?

    Das Wochenende
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    20. August 2016 um 16:30

    Ich habe diesen Roman von Bernhard Schlink sehr gerne gelesen,obwohl ich nicht ahnte,dass es in der Freundschaftsrunde auch um den Terrorismus der 70-ger Jahre gehen würde.Jörg, der ehemalige Terrorist ist vom Bundespräsident begnadigt worden und seine ältere Schwester lädt einige der früheren Freunde auf ein abgelegenes Landgut ein um ihm die Rückkehr ins zivile Leben zu erleichtern.Das Leben dieser Freunde ist in diesen 20 Jahren weitergegangen,während das Leben von Jörg quasi stillgestanden hat als er in Haft war.Da ich diese Zeit als junge Frau teilweise miterlebt und damals gemeint habe,der Terrorismus könnte in der Gesellschaft etwas ändern ,muss ich sagen,dass sich da meine Meinung inzwischen ziemlich geändert hat.Der Terrorismus hat wirklich etwas angegriffen,was in der damaligen Gesellschaft nicht in Ordnung war ,aber haben sich diese Aktionen gelohnt um wirklich etwas zu verändern? Ich finde es schon sehr wichtig,diese gesellschaftlichen Themen aus der Distanz nochmals zu betrachten und Bernhard Schlink macht das sehr einfühlsam und mit schöner Sprache.Ich kann dieses Buch denen empfehlen,die diese Zeit damals miterlebt haben.

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  • Enttäuschend....

    Das Wochenende
    lievke14

    lievke14

    09. November 2015 um 11:08

    „Das Wochenende“ von Bernhard Schlink ist ein kammerspielartiger Roman über den Terroristen Jörg, der nach über 20 Jahren begnadigt wurde und nun wieder zurück ins Leben finden muss. Seine Schwester hat für das erste Wochenende auf freien Fuß ein Treffen mit alten Freunden und Weggefährten organisiert, um ihrem Bruder die Rückkehr zu erleichtern. Dieses Treffen gestaltet sich aber immer mehr zur Konfrontation mit der Vergangenheit und lässt alte Zwistigkeiten wiederaufleben…. Dieser Roman beschäftigt sich mit dem Thema Terrorismus der 70er Jahre in Deutschland. Erinnerungen an die damalige allgegenwärtige RAF werden hier wach. Die Aktionen und Terroranschläge dieser Organisation gehörten damals fast täglich in die Medienberichterstattung und verbreiteten deutschlandweit Angst und Unsicherheit. Der Schauplatz der Geschichte ist ein altes heruntergekommenes Herrenhaus auf einem parkähnlichen Anwesen. Die Szenerie wirkt überaus idyllisch und anheimelig….die Atmosphäre zwischen den beteiligten Personen allerdings entwickelt sich durch die entstehenden Diskussionen über Schuld, Verrat und Loyalität immer bissiger und feindseliger. Das Thema hat mich persönlich sehr interessiert. Ich habe einen Roman mit tiefgehender Betrachtung der Ereignisse während der  Terrorjahre in Deutschland erwartet, der auch die kausalen Zusammenhänge zwischen den Taten und den terroristischen Intentionen deutlich macht. Dies war meiner Meinung nach nicht der Fall. Die Charaktere in diesem Buch erschienen mir zudem äußerst blass und fragwürdig. Vor allem Jörg konnte in meinen Augen nicht überzeugen. Stur beharrt er auf seine veraltete Ideologie und wirkt in keinster Weise geläutert. Die Endlosdiskussionen über die immer gleichen Fragen und Problempunkte sind absolut inhalt- und ergebnislos, so dass der Roman für mich eigentlich ins Blaue lief. Schade, dass eine derart wichtige Epoche in der Geschichte Deutschlands keine bessere Darstellung und Beurteilung gefunden hat. Lediglich der einzigartige Schreibstil von Schlink hat mich einigermaßen gnädig gestimmt. Wer sich mit dem Thema des linksextremistischen Terrorismus beschäftigen möchte, kann sicher mal einen Blick in das Buch riskieren….tiefgreifende Aufarbeitung ist allerdings nicht zu erwarten.

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  • Mehr davon versprochen

    Das Wochenende
    Cerepra

    Cerepra

    10. May 2013 um 18:07

    Das Buch ist gut geschrieben, aber ich habe die ganze Zeit auf den riesengroßen Knall gewartet, der - aus meiner Sicht - irgendwie nicht kam. Ansonsten war es ein kurzweiliges Buch, das ich schnell durchgelesen habe und das mich auch gefesselt hat. Aber von den Socken gehauen hat es mich halt nicht.

  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    leserin

    leserin

    13. February 2013 um 19:57

    Bis zur Hälfte des Buches habe ich mich durchgekämpft, aber es hat mir nicht zugesagt.

  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    Frau_Erdnussbutter

    Frau_Erdnussbutter

    26. October 2012 um 10:52

    Was, wenn du ins Leben zurückehrst und noch vor dir hast, was für deine Freunde bereits in ferner Vergangenheit liegt? Jörg kehrt nach 20 Jahren Haft plötzlich in das normale Leben zurück, ganz so als sei nichts gewesen. Dabei ist doch so viel passiert, er hat Menschenleben auf dem Gewissen, alles im Namen eines höheren, hehren Ziels.

    Mehr lesen: http://www.1jahr52buecher.de/?p=880

  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    j125

    j125

    04. October 2012 um 16:35

    Der RAF-Terrorist Jörg wird nach zwanzig Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Seine Schwester Christiane, die seit der Kindheit die Verantwortung für ihn trägt, versucht ihm den Wiedereinstieg ins Leben zu erleichtern, indem sie gemeinsame alte Freunde in ihr Landhaus einlädt, welches sie mit einer Freundin zusammen erworben hat. Natürlich bleiben Fragen und Diskussionen nicht aus, so geht es zum Beispiel darum, wie Jörg sich in der Haft gefühlt hat, aber auch die Schuldfrage spielt eine Rolle, denn einer der Anwesenden hat der Polizei verraten, wo Jörg sich verstecken könnte. Auch wenn Bernhard Schlink gut mit Worten umgehen kann und sein Stil wirklich klasse ist, finde ich das Buch bis kurz vorm Schluss wirklich langweilig. Wirklich fesseln kann mich die Handlung erst, als Jörgs Sohn überraschend auftaucht und die Gesellschaft „aufmischt“. Mir gefällt wie gesagt der Stil, alle Freunde werden mal in den Fokus gerückt und ihre Gedanken und Gefühle beleuchtet. Abwechslung wird durch Ines Darstellung erzeugt, die zu Schreiben beginnt und ihrerseits eine Geschichte über einen Terroristen verfasst. Kurz: Der Stil ist toll, aber die Geschichte leider nicht.

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  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    cosima73

    cosima73

    18. June 2012 um 21:38

    Ich flehe nicht um Gnade. Ich habe diesen Staat bekämpft, und er hat mich bekämpft, und wir schulden einander nichts. Wir schulden Treue nur dem eigenen Anspruch. Nach zwanzig Jahren Haft ist der ehemalige RAF-Terrorist Jörn vom Bundespräsidenten begnadigt worden. Seine Schwester Christiane lädt für das erste Wochenende in Freiheit die alten Freunde auf ein abgelegenes Landgut ein. Alle Freunde haben früher mit der Revolution sympathisiert, dann aber ihren Platz im bürgerlichen Leben gefunden. So sitzen sie sich gegenüber, die, deren Leben weiter ging und der, dessen Leben stehen geblieben war. Während er noch immer dem Gedankengut von damals verhaftet ist, sich in der neuen Welt und in der Freiheit vor allem nicht richtig wohl fühlt, suchen die alten Freunde ihren Standpunkt zwischen Distanz, Neugier und Nostalgie. In der Auseinandersetzung mit Jörn werden sie aber immer mehr auch auf ihre eigene Biographie zurückgeworfen, erkennen die Schwachpunkte in ihrem eigenen Leben. Sie erkennen ihre Lebenslügen und erinnern ihre Lebensträume. Sie erkennen die Realität als Exil, in welches sie flüchteten, weil die Träume nicht lebbar waren. Stück für Stück für Stück wird die Vergangenheit wieder lebendig. Wir bewahren die Jugend in uns, können zu ihr zurückkehren und uns in ihr wiederfinden, aber sie ist vergangen – Wehmut zog ihnen durchs Herz und Mitgefühl, füreinander und für sich selbst. Es ist eine Geschichte über Schuld und Sühne, über richtig und falsch. Allerdings sind diese Urteile nicht klar verteilt, sondern jeder sucht für sich die Wahrheit im Ganzen. Jeder versucht, sich und sein Leben zu verteidigen, vor sich und vor anderen. Die wahre Verbundenheit und Freundschaft ist nicht mehr zu spüren, die Jahre haben zu viel Distanz geschaffen. Trotzdem will jeder seinen Beitrag leisten, ob aus Schuldgefühlen, aus Dankbarkeit, dass man selber einen anderen Weg hatte oder aus Nostalgie und Freundschaft heraus, wird nicht klar. Das Stück spielt vornehmlich an einem Ort, in dem alten Haus auf dem Land, die Besetzung ist auf wenige Menschen beschränkt. So mutet es fast wie eine Aufführung auf einer Theaterbühne an. Die Themen sind vielfältig, oft nur am Rande angeschnitten. Vieles kommt nicht über Allgemeinplätze hinaus. Trotzdem ist Schlinks Erzählung nicht oberflächlich oder beliebig, sondern führt ohne Pathos oder wirklich schmerzvolle Anklage vor Augen, wie sich Lebensanschauungen verändern können im Laufe eines Lebens, was passiert, wenn sie das nicht tun und vor allem auch, dass sie nie ganz weg sind, sondern im Untergrund weiter ihre Fäden ziehen. Zentrales Thema dabei ist das Miteinander, sowohl im zwischenmenschlichen wie im staatlichen Gebilde. Nach welchen Regeln und mit welchen Maximen soll man zusammen leben? Wann lohnt es für den einzelnen, sich an die Regeln zu halten und wann muss er sie brechen? Fazit: Ein lesenswertes, kurzweiliges Buch, welches lehrreich ist ohne moralinsauer zu werden. Es spannt den Bogen über eine ganze Bandbreite an Themen wie Liebe, Krieg, Revolution, Vergangenheit und Gesellschaftsvertrag und präsentiert diese in einer klaren und flüssigen Sprache packt.

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  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    itwt69

    itwt69

    06. November 2011 um 16:18

    Für mich ist dieses Buch eine Enttäuschung. Zugegebenermaßen war die Messlatte mit dem Vorleser und der Heimkehr sehr hoch gelegt, das Wochenende kommt in keiner Phase auch nur annähernd an dieses Niveau. Mir kommt die Geschichte reichlich konstruiert vor, zu viele Personen, die dann doch nichts fruchtbares in dem in jeglicher Hinsicht dünnen Buch zu erzählen haben. Wer sich mit der RAF-Geschichte auseinandersetzen will, sollte sich an das Original BaaderMeinhofKomplex halten, der in Spannung, Aussage und Aufbau weit überlegen ist.

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  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. September 2011 um 17:25

    Die Geschichte konnte mich nicht faszinieren...

  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    Asaviel

    Asaviel

    15. April 2011 um 11:09

    Inhalt: Nach über 20-jähriger Haft wird der RAF-Terrorist Jörg entlassen. Diese Entscheidung des Bundespräsidenten kam überraschend, er hatte keinen Hafturlaub und keinen offenen Vollzug vorher. Um ihm den Start ins Leben zu erleichtern, lädt seine Schwester alte Freunde übers Wochenende ein. So kommen Freunde zusammen, die sich seit 20 Jahren nicht gesehen haben und sie müssen sich fragen, wie sie mit Jörg, einem mehrfachen Mörder, umgehen sollen. Denn, obwohl sie damals auch den Traum der Befreiung geträumt hatten, sind sie inzwischen im Leben angekommen, haben ehrenwerte Berufe: Zahnarzt, Anwalt oder Bischöfin. Sie hoffen Jörg würde zur Ruhe kommen, doch einer ist dabei, der will, dass Jörg da weiter macht, wo er damals aufhören musste. Wie wird Jörg sich entscheiden und endet das Wochenende unter Freunden in einer großen Katastrophe? Meine Meinung: Die Geschichte beginnt freitags und der Leser begleitet Christiane, während sie ihren Bruder am Gefängnis abholt. Schon im ersten Kapitel werden einige Konflikte deutlich und das Interesse an Jörg, dem Protagonisten, wird geweckt. Dann begann für mich erst einmal der verwirrende Teil der Geschichte. Auf dem Gehöft, auf dem die alten Freunde das Wochenende verbringen wollen, finden sich ungefähr zehn verschiedene Personen ein. Während dem ersten Drittel des Buches hatte ich immer wieder Schwierigkeiten die Namen zuzuordnen und mit dem Gesagtem oder dem Geschehenem einige Seiten vorher in Verbindung zu bringen. Beinahe hundert Seiten musste ich dann Hin und Her blättern, um die Bezüge zwischen den Charakteren zu verstehen. Trotzdem gibt es von Anfang an eine Spannung. Man kann anfangs überhaupt nicht abschätzen, in welche Richtung Jörg sich entwickeln wird. Wird er wieder in alte Muster verfallen und zum Terrorist werden oder nimmt er ein bürgerliches, „normales“ Leben an, wie seine Schwester es sich wünscht. Verstärkt wird die Spannung noch, da es immer wieder innerhalb des Freundeskreises Konflikte gibt, die das Potenzial haben, in einer völligen Katastrophe zu enden. Ilse, eine unscheinbare Freundin früher wie heute, erzählt uns gleichzeitig eine zweite Geschichte über Jan. Jan, ebenfalls Terrorist, ist gestorben oder hat es genauso aussehen lassen. Darüber schreibt Ilse eine Geschichte und führt den Leser so auf einem Umweg an das Leben heran, das auch Jörg vor über zwanzig Jahren geführt hat. Auch ihr innerer Zwist weckt Spannung. Und unweigerlich stellt sich der Leser eben jene Fragen, die sich die Charaktere im Roman stellen. Das beginnt damit, wie man sich verhalten würde, wenn ein guter Freund erst des Mordes verurteilt und nun begnadigt wurde. Könnte ich diesem Menschen verzeihen und ihn wieder akzeptieren? Würde ich ihn über das Leben im Gefängnis ausfragen oder versuchen das Thema tot zu schweigen? Die handelnden Personen stellen aber nicht nur ihr Gegenüber in Frage, sondern an diesem Wochenende denkt jeder von ihnen auch über das eigene Leben nach. Habe ich mir meinen Lebenstraum erfüllt? Und wenn nicht, bin ich trotzdem glücklich? Natürlich hinterlässt das im gesamten Werk eine melancholische Stimmung, die durch Eindrücke der Natur noch verstärkt werden. Mit schnörkelloser und präziser Sprache beschreibt Bernhard Schlink das erste Wochenende in Freiheit dieses Terroristen auf ergreifende Weise. Am Schluss bleibt das Ende offen, jeder der Freunde geht seinen Weg, doch es gibt für jeden von ihnen Grund zur Hoffnung. Fazit: Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnte ich mich nach und nach in jede der Personen hineinversetzen und die aufgeworfenen Fragen regen zum Nachdenken an, auch wenn man sich nicht mit der Zeit des RAF-Terrorismus auseinandersetzen will. Ich vergebe somit 3,5 von 4 Sternen.

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  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    katermurr

    katermurr

    02. April 2011 um 23:58

    Das erste Wochenende in Freiheit! Christiane, die Schwester eines begnadigten, ehemaligen Terroristen, hat alte Freunde auf einen abgelegenen Landsitz eingeladen, um ihrem Bruder den Übertritt in ein "normales" Leben zu "gestalten" (erleichtern kann man da nicht unbedingt sagen...). Aus dem Klappentext: "Sie alle haben damals in irgendeiner Form mit der Revolution sympathisiert. Heute haben sie ihren festen Platz im bürgerlichen Leben. Sie kommen aus Loyalität, aus Nostalgie, aus Neugier. Sie wollen gern raten und helfen unf zugleich Distanz wahren. Aber sie können sich der Konfrontation mit ihrer eigenen Biographie, ihren Lebensträumen und Lebenslügen nicht entziehen..." Ein sehr dicht und auch spannend geschriebenes Buch, in dem Nazi-Vergangenheit, Nachkriegs- und Wendegeschichte, mit etwas Liebesdrama gewürzt, gekonnt miteinander verwoben werden. Wer sich für gesellschaftliche und politische Fragen in Bezug auf exemplarische Individuen (also auch: sich selbst) interessiert, ist mit diesem Buch bestens bedient!

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  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    ninchen1809

    ninchen1809

    30. December 2010 um 21:37

    Jörg, ehemaliger RAF-Terrorist, wird nach 24 Jahren Haft nach Begnadigung durch den Bundespräsidenten aus dem Gefängnis entlassen. Seine Schwester hat an dem Wochenende nach seiner Entlassung verschiedene Freunde in ihr Sommerhaus eingeladen, um Jörg zum einen auf andere Gedanken zu bringen und zum anderen um die Hilfe der anderen ggf. in Anspruch nehmen zu können. Auch ungeladene Gäste gesellen sich zu der Runde. Doch alles kommt ein bisschen anders als sie sich das gedacht hat und es kommen Dinge ans Licht wie sie sie nicht gewollt hat. Die Atmosphäre ist angespannt, aber statt feuriger Dialoge finden die wirklichen Prozesse in den Gedanken der Personen statt, Gespräche werden zu Monologen und bleiben damit vage. Ich hätte mir persönlich ein bisschen mehr tiefgreifendere Diskussionen gewünscht. Auch wenn das Buch in vielerlei Hinsicht ein bisschen oberflächlich ist, hat es mich dennoch sehr bzgl. der Thematiken RAF und globale Entwicklung des Terrorismus zum Nachdenken angeregt.

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  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    Thaila

    Thaila

    20. August 2010 um 09:55

    Als der ehemalige RAF-Terrorist Jörg nach über zwanzig Jahren Haft entlassen wird, organisiert seine Schwester ein gemeinsames Wochenende mit alten Freunden und Weggefährten in ihrem Landhaus. Und sie kommen alle, aus ganz verschiedenen Gründen: aus Neugierde, schlechtem Gewissen oder weil sie sich von Jörg einen Beitrag zum anhaltenden Freiheitskampf erhoffnen. Und sie sind ganz unterschiedliche Wege gegangen, eine ist Pastorin geworden, ein anderer Unternehmer, der dritte Journalist. Von den alten Zeiten und dem gemeinsamen politischen Kampf haben sich fast alle gelöst. Entsprechend verständnislos stehen sie Jörg gegenüber, der nach wie vor die Morde, die er begangen hat, mit dem Freiheitskampf rechtfertigt. Und so eskaliert das Wochenende natürlich schnell. Bernhard Schlinks Roman erzählt die gemeinsame Zeit, die die alten Freunde miteinander verbringen aus der Sicht fast aller Beteiligter. So werden auch die Erinerungen an die Vergangenheit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Und genau das ist das große Manko dieses Buches. Der gut 200 Seiten lange Roman ist damit vollkommen überladen und kann nur an der Oberfläche kratzen. Die Figuren sind leblos und vage, ihre Motive bleiben dem Leser in aller Regel unverständlich. Und so schleicht sich beim Lesen der Verdacht ein, dass Schlink selber mit seiner Thematik überfordert war, denn es gelingt ihm in keinster Weise in die Vorstellungswelt ehemaliger RAF-Terroristen einzudringen. Das Buch ist -wie immer bei Schlink- kurzweilig und liest sich geschwind, aber der Erkentnissgewinn geht leider auf null zu.

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  • Rezension zu "Das Wochenende" von Bernhard Schlink

    Das Wochenende
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2010 um 15:43

    Ein Landhaus in dem sich über ein Wochenende so einiges ereignet. Politik und Liebe sind die Kernthemen des Buches. Es deckt vieles der Vergangenheit der Protagonisten auf. Hat gut gefallen, auch wegen der chronologischen Verlaufs.

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