Der Vorleser

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Inhaltsangabe zu „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink

Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er ... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.

Eindringlich!

— Hazel93
Hazel93

Auch wenn man denkt man könnte das Ende voraussagen, kommt es doch anders

— A_Thousand_Years
A_Thousand_Years

FavoritFavorit!

— consoul
consoul

Liebe und Schuld

— Dion
Dion

Ich hatte am Anfang keine Lust dieses Buch zu lesen, aber durch die Schule ging es nicht anders. Im Nachhinein ist das Buch empfehlenswert.

— Katirs
Katirs

Sehr interessantes Buch mit einer interessanten aber auch schwierigen Geschichte

— Crazy-Girl6789
Crazy-Girl6789

Ein Buch mit dem ich leider nicht viel anfangen konnte. Der Funke wollte einfach nicht überspringen.

— Soohyunie
Soohyunie

Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.

— hausknechthilde
hausknechthilde

Schullektüre

— RikeSchoen
RikeSchoen

201609

— claudiaaa
claudiaaa

Stöbern in Klassiker

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Eine zuckersüße Geschichte mit vielen kleinen Botschaften <3

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elysian

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Für mich eine richtige Überraschung

    Der Vorleser
    Sischo

    Sischo

    16. January 2017 um 11:00

    Ich habe nicht unbedingt viel von der Geschichte erwartet. Ich wollte diese Geschichte lesen, bin aber nicht davon ausgegangen, dass mir die Geschichte so gut gefallen würde. Ich habe den Film dazu nie gesehen, hatte aber eine grobe Ahnung davon gehabt, worum es ging. Im Endeffekt muss ich sagen: Was für ein Buch! Es hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen! Die moralischen Fragen wurden großartig ausgearbeitet, die Geschichte war rund und gut strukturiert. Am Ende konnte es mich sogar total überraschen. Super!

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  • Lesechallenge im Dezember: Ein Monat voller Rezensionen und Lesestunden - der LoReSchreMa

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Lesechallenge im Dezember: Ein Monat voller Rezensionen und Lesestunden - der LoReSchreMa! Zum Ende des Jahres widmen wir uns dieses Mal bei der LovelyBooks Lesechallenge nicht einem einzelnen Buch, sondern drehen die Spieß um und schreiben selber! Rezensionen nämlich! Nachdem wir das ganze Jahr über so viel gelesen haben, nutzen wir die besinnliche Zeit, um all die Rezensionen zu schreiben, die während des Jahres liegengeblieben sind!Beim großen LovelyBooks-Rezensions-Schreib-Marathon wollen wir dafür sorgen, dass der Stapel der unrezensierten Bücher schrumpft und wir frisch und fröhlich ins neue Jahr starten können! Macht mit, rezensiert, was das Zeug hält und gewinnt mit etwas Glück großartige Buchpakete mit neuen Büchern, die auf eure Rezensionen warten!Vom 08.12.2016 bis zum 01.01.2017 dreht sich beim LoReSchreMa alles um eure Rezensionen bei LovelyBooks. Wir wollen mit euch Tipps und Tricks zum Schreiben von Rezensionen austauschen, darüber sprechen, wie man Kritik in Rezensionen gut verpackt und selbstverständlich durch all die vielen Rezensionen stöbern, die ihr im letzten Jahr gelesen habt!Als großartiges Finale gibt es zum Ende des LoReSchreMa einen Lesemarathon vom 27.12. bis 01.01.2017, mit dem wir das Jahr gebührend ausklingen lassen! Schließlich wollen wir dann direkt mit neuen Rezensionsstoff ins neue Jahr einsteigen!Was ist ein LoReSchreMa?LoReSchreMa steht für "LovelyBooks-Rezensions-Schreib-Marathon". Vom 08.12.2016 bis zum 01.01.2017 möchten wir uns Zeit dafür nehmen, das vergangene Lesejahr Revue passieren zu lassen und all die Rezensionen zu schreiben, die bisher auf der Strecke geblieben sind. Natürlich müsst ihr nicht die gesamte Zeit über Rezensionen schreiben, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns darüber austauschen können, welche Rezensionen wir geschrieben haben.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres LoReSchreMa begleiten möchte. Dasselbe gilt natürlich auch für den Lesemarathon am Ende der Aktion. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier während der Aktion kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Rezensionen zu lesen und dadurch vielleicht das ein oder andere Buch zu entdecken. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #loreschrema - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Zu gewinnen gibt es auch etwas! Unter allen Usern, die hier ihre neu erstellten Rezensionen mit uns teilen, verlosen wir 5 Buchpakete von LovelyBooks mit neuem Lesestoff für euch! Wir freuen uns schon sehr auf den LoReSchreMa und sind gespannt, welche Rezensionen in dieser Zeit entstehen!

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    • 2165
  • Liebe und Literatur

    Der Vorleser
    Dion

    Dion

    18. December 2016 um 21:33

    Im Roman erzählt der Protagonist, der 15-jährige Michael Berg, in der Ich-Perspektive über seine heimliche Beziehung zu der wesentlich älteren Hanna Schmitz. Aus einem anfänglichen eher körperlichen Verhältnis wächst eine innige Liebe. Hanna ist Analphabetin, was sie Michael jedoch verschweigt, und lässt sich von ihm verschiedene Klassiker vorlesen.Hanna verschwindet eines Tages spurlos. Michael trifft sie erst wieder als erwachsener Jurist bei einer Gerichtsverhandlung, in welcher sie schuldig gesprochen wird, für den Tod einiger KZ-Insassen im Holocaust verantwortlich gewesen zu sein.Erst während ihrer jahrelangen Inhaftierung lernt Hanna lesen....Bernhard Schlinks Roman hat mich begeistert. Seine Ausführungen über die Liebe zwischen einem Halbwüchsigen und einer reifen Frau berührten mich zutiefst.Er vermag es, verständlich und flüssig zu schreiben, den Leser teilhaben zu lassen an Emotionen und Erinnerungen, ohne jedoch sich komplett im Geschehenen zu verlieren. Etwas langweilig fühlten sich jedoch einige Wiederholungen an, die sich wohl gerade im ersten Teil so ergeben mussten, handelte es sich doch um wiederkehrende Rituale.Interessant fand ich den Bezug zum zweiten Weltkrieg, der in diesem Roman wieder aus einem anderen Blickwinkel (nämlich nicht aus der Sicht der Opfer wie sonst üblich) beleuchtet wird.Eher schwierig zu verfolgen fand ich den Teil über die Gerichtsverhandlung, der für mich zu langatmig ausgeführt wurde. Und doch verstehe ich den Autor, der über einen juristischen Hintergrund verfügt und wohl deshalb großen Wert darauf legte, diese Verhandlung so realitätsnah wie möglich auszuarbeiten.Zusammenfassend möchte ich betonen, dass dieser Roman zu Recht bereits jetzt zu einem Klassiker der Gegenwartsliteratur gezählt werden darf. Er wird auch sehr oft als Schullektüre für Pflichtschüler herangezogen, was ich als falsch empfinde, da es meiner Meinung nach schon einiger Lebenserfahrung bedarf, um sich auf diesen Roman einlassen zu können.

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  • Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche

    Der Vorleser
    hausknechthilde

    hausknechthilde

    23. November 2016 um 01:12

    Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.

  • lesenswert

    Der Vorleser
    KerstinTh

    KerstinTh

    07. September 2016 um 11:30

    Zwischen Hanna und dem 21 Jahre jüngeren Michael entsteht eine Liebe. Und das Ende der 50er Jahre in Deutschland. Hanna ist Analphabetin, deshalb liest Michael ihr immer vor. Er weiß allerdings nichts von Hannas Schwäche. Eines Tages ist Hanna einfach verschwunden. Jahre später, Michael studiert mittlerweile Jura, begegnen sich die beiden wieder – in einer Gerichtsverhandlung. Michael ist als studentischer Zuschauer anwesend, Hanna als Angeklagte. Es wird ehemaligen KZ-Aufseherinnen der Prozess gemacht. Nun erfährt Michael, wer Hanna wirklich ist und welche Geheimnisse sie mit sich herumgetragen hat.   In diesem Roman werden verschiedenste Themen aufgegriffen, die entscheidendsten sind Analphabetismus und die KZ-Verbrechen. Der Roman ist sehr beeindruckend und tiefgründig. Er ist angenehm zu lesen und man kann sich gut in die Charaktere hinein versetzten. Es lohnt sich, diesen Roman zu lesen.

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  • Angenehmer Schreibstil - schwierige Themen

    Der Vorleser
    AnnaTeresa

    AnnaTeresa

    19. July 2016 um 09:40

    Der Roman „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink macht es leicht sich mit den schwierigen Themen des Romans auseinanderzusetzen. Man kommt nicht umher sich während des Lesens mit ganz unterschiedlichen Fragen zu beschäftigen, wie zum Beispiel:Wer hat Schuld?Wie muss wie, als „Kinder“ des Krieges, mit dieser Schuld umgehen?Wie kann aus einer KZ-Aufseherin so ein Mensch wie Hanna werden und umgekehrt?Mehr lesen.

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  • Außergewöhnlich aber gut

    Der Vorleser
    k-lu

    k-lu

    17. July 2016 um 12:47

    Der Vorleser ein Roman in 3 Teilen begeisterte mich von der ersten bis zur letzten Seite.Auch spricht das Buch Themen wie Analphabetismus, die Frage nach: Wer hat Schuld an den Verbrechen der Nationalsozialisten.Der Leser wird zum Nachdenken angeregt und muss sich eine eigene Meinung bilden.Ich finde Bernhard Schling einen genialen Schriftsteller, der so eine schwierige Thematik in eine Geschichte fasst.Der Vorleser ist ein absolut lesenswertes Buch.

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  • Meine Meinung

    Der Vorleser
    ButterflyBook

    ButterflyBook

    15. July 2016 um 16:00

    „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink ist ein sehr interessanter Roman, der sich mit der Frage nach Schuld und Geständnis, sowie mit dem Entdecken der Liebe und der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen Liebenden mit großem Altersunterschied beschäftigt. Ich finde es sehr erstaunlich, wie Bernhard Schlink es schafft, einerseits sehr klar und sachlich zu schreiben und andererseits sehr viele Emotionen einzubauen, zum Beispiel Verzweiflung, Schuldigkeit, Sehnsucht und Verlangen. Dem Autor ist es gelungen die Probleme der Nachkriegszeit sowie Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und „falscher“ Beziehungen in ein Buch zu verpacken. „Der Vorleser“ ist außerdem sehr spannend aufgebaut und es gibt viele Überraschungsmomente. Zum Beispiel habe ich überhaupt nicht damit gerechnet, dass Hanna Analphabetin ist, obwohl es im Nachhinein betrachtet sehr eindeutig auf der Hand liegt. Auch mit Hannas Selbstmord habe ich in keiner Weise gerechnet. Genau diese Art, wie Bernhard Schlink das Buch schreibt und immer wieder Überraschungen einbaut, hat es geschafft, dass ich das Buch in kürzester Zeit gelesen habe! Was mir auch gut gefällt, ist, dass man die Geschichte über eine längere Zeitspanne betrachtet und die Protagonisten mit fortschreitendem Alter immer wieder auftreten. Außerdem bleibt einem viel Freiraum für Interpretationen und die eigene Vorstellungskraft, da nicht jedes Detail genau ausformuliert wird, obwohl Schlink sehr präzise schreibt. Aus diesem Grund war ich leider etwas enttäuscht, als ich mir den Trailer zu der Verfilmung des Buches angesehen habe, da ich mir während des Lesens einiges ganz anders vorgestellt hatte.

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  • Buchverlosung zu "Der Vorleser" von Bernhard Schlink

    Der Vorleser
    Yoyomaus

    Yoyomaus

    03. June 2016 um 13:03

    Hallo ihr Lieben,  es ist wieder so weit. Die Verlosungsrunde startet von vorn, damit ihr einen schönen Lesesommer verleben könnt. Hier geht es um die Geschichte "Der Vorleser" von Bernhard Schlink. Wenn ihr dieses Buch gewinnen möchtet, dann kommentiert auf meiner Seite zum dazugehörigen Post, warum gerade ihr das Buch gewinnen solltet - vergesst nicht, mir eine E-Mailadresse zu hinterlassen, damit ich euch kontaktieren kann. http://diebuechereule.blogspot.de/2016/06/gewinnspiel-der-vorleser-von-bernhard.html Viel Spaß und viel Glück wünsche ich euch!

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  • Der Vorleser

    Der Vorleser
    andheu

    andheu

    03. May 2016 um 16:14

    https://andheu.com/2016/03/13/der-vorleser-bernhard-schlink/

  • Eine Pflichtlektüre aus meiner Schulzeit, die ich aber abgrundtief gehasst habe.

    Der Vorleser
    Yoyomaus

    Yoyomaus

    Zum Inhalt:Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er ... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.Als der fünfzehnjährige Michael an der Gelbsucht erkrankt und er dringend Hilfe braucht, kommt ihm die 21 Jahre ältere Hanna zu Hilfe. Nachdem er genesen ist, sucht er die Frau erneut auf, um sich bei ihr zu bedanken. Doch es ist nur einer von vielen Besuchen, die folgen. Denn Michael und Hanna beginnen eine Beziehung miteinander. Während sie ihn in die Liebe einführt, liest er ihr immer und immer wieder vor, was ihr immer sehr gut gefällt. Als Hanna eines Tages verschwindet bricht für Michael eine Welt zusammen. Als er schließlich Student ist, trifft er Hanna wieder. Als Angeklagte in einem Prozess, der ungeheuerlicher nicht sein könnte. Und erst jetzt erkennt Michael, wer Hanna wirklich ist und was ihr dunkles Geheimnis ist.Ich musste das Buch damals als Pflichtlektüre in der Schule lesen und ich muss offen und ehrlich sagen, dass ich es abgrundtief gehasst habe. Das hatte aber zum Einen damit zu tun, dass ich es sowieso nicht mag, wenn man mich zu etwas zwingt, ich aber auch die Schreibweise des Autors zu dem Zeitpunkt einfach nicht leiden konnte. Die Geschichte wird aus Sicht des "Ich-Erzählers" erzählt und somit ist man gezwungen in die Rolle des Michael zu schlüpfen. Etwas, womit ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich identifizieren konnte. Dann erlebt man als Leser die dümmliche Art, wie er sich der Frau nähert, sich von ihr umgarnen lässt, ihre Launen erträgt und schließlich sie lieben lernt. Man erlebt seine Begegnungen mit ihr und seinem Umfeld, erlebt, wie er mit ihr verreist, die Schule schwänzt, es gibt peinliche Situationen indem sie als Mutter und Sohn auftreten. Und schließlich gipfelt das Ganze in einem Prozess, bei dem er als Student als Zuhörer fungiert und sie selbst als Angeklagte auf der Klagebank sitzt. Michael lässt seine Gefühle Revue passieren und erkennt schließlich, weshalb er ihr immer vorlesen musste.Die Thematik an sich ist wichtig und ich fand sie auch sehr gut behandelt, jedoch scheußlich verpackt. Ich konnte der Geschichte einfach wirklich nichts abgewinnen, was zum einen wahrscheinlich daran lag, dass es unfreiwillig gelesen werden musste, mich die Thematik zu dem Zeitpunkt aber auch schon genervt hat. Wir hatten den Nationalsozialismus in Geschichte, Sozialkunde, Englisch, Deutsch und immer wieder wurde mit dem Finger auf uns gezeigt. Ich hatte das Thema zu diesem Zeitpunkt satt und über. Schlimm, ich weiß, aber es war so. Deshalb ist dieses Buch aber auch zu einem absoluten No-Go für mich geworden. Ich habe noch einmal versucht das Buch zu lesen, aber sobald ich die ersten Zeilen lese, hasse ich das Buch einfach. Eigentlich schade, weil es wirklich immer wieder gute Kritiken bekommt, aber es ist eben, wie es nun mal ist.Liebe: 2/5Geschichtlicher Hintergrund: 5/5Spannung: 3/5Dramatik: 3/5Gesamt: 3/5

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    • 2
  • Hannas Geheimnis

    Der Vorleser
    Legeia

    Legeia

    Klappentext:Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er ... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.Der Autor:Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Seinen ersten Kriminalroman, ›Selbs Justiz,‹ veröffentlichte er zusammen mit Walter Popp. 2001 wurde die Trilogie um den Privatdetektiv Gerhard Selb mit ›Selbs Mord‹ abgeschlossen. Der 1995 erschienene Roman ›Der Vorleser‹, die 2000 und 2010 veröffentlichten Erzählbände ›Liebesfluchten‹ und ›Sommerlügen‹ sowie die Romane ›Die Heimkehr‹ (2006) und ›Das Wochenende‹ (2008) begründeten seinen schriftstellerischen Weltruhm.Meine Meinung:Der 15jährige Michael Berg begegnet eines Tages der wesentlich älteren Hanna Schmitz. Er fühlt sich nicht gut, ist an Gelbsucht erkrankt, und sie bringt ihn nach Hause. Als es ihm endlich besser geht, ermuntert ihn seine Mutter, der Frau zu danken, die ihm geholfen hat. Und so macht er sich auf den Weg zu Hanna, was den Beginn einer erotischen Beziehung einläutet. Durch sie wird er in die Liebeskunst eingeführt und lernt Sehnsüchte und Zurückweisung kennen. Michael wird abhängig von Hanna und ihren Launen, denn sie ist eine Frau, die sich mit Geheimnissen umgibt, die nie richtig greifbar wird und für die er etwas tut, um das sie ihn bittet: Er liest ihr Bücher vor. Von nun an besteht Michaels Leben nicht nur aus dem tristen Schulalltag, sondern ist erfüllt von früher Sexualität und Lektüren, die Hanna mitfiebern, lachen und leiden lassen - so sehr geht sie mit den Geschichten mit. Und er selbst blüht auf, erduldet so manches, spinnt sich ein Kokon aus Lügen, um sie immer wieder zu treffen.Doch eines Tages ist Hanna auf und davon. Verwirrt und traurig bleibt Michael zurück. Viele Jahre später sieht er sie wieder, an einem Ort, mit dem er niemals gerechnet hätte. Hanna wird angeklagt, eine ehemalige KZ-Aufseherin gewesen zu sein und Menschen kaltblütig in den Tod geschickt zu haben."Der Vorleser" ist ein Buch, das man nicht so leicht vergisst. Dem Autor ist es gelungen, eine spannende, atmosphärisch dichte Erzählung über die erste Liebe, Schuld und Sühne und gegen das Vergessen zu schreiben, die berührt und zeigt, dass man von einem Menschen nicht jede Seite kennt. Insbesondere die eine Seite nicht, die er gekonnt verbirgt - zumal derjenige selbst auch mit der Vergangenheit nichts mehr zu tun haben will, bis sie ihn einholt - ob gewollt oder nicht.Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen im Zweiten Weltkrieg werden hier etwas anders behandelt, denn man sieht Hanna als Mensch, als Frau, die durchaus durch eine interessante Persönlichkeit besticht, ohne zu leugnen, dass das, was sie getan hat, egal auf welcher Ebene, nicht entschuldbar ist. Hier wird auch anschaulich gezeigt, wie mit den Tätern des Holocaust in den 60er Jahren verfahren wurde.Michael wurde früh erwachsen, mutiert zum Einzelgänger und kann Hanna nie vergessen, so sehr hat sie sein Leben geprägt.Mich hat die sprachliche Schönheit des Werkes fasziniert, die Gedanken über das Leben, über Würde, Reue und Schuld. Eine beeindruckende Schilderung über eine Beziehung voller Geheimnisse, die nicht sein durfte, und die sich doch entwickelte und zwei Menschen für sich einnahm, die nach Gefühlen und Hingebung suchten. Nach einem Platz des Vergessens.Die Verfilmung mit Kate Winslet und David Kross kann ich auch empfehlen. Die beiden Schauspieler hauchen den Figuren Leben ein und man bekommt ein jeweiliges Gesicht noch zum Gelesenen dazu.5 Sterne.

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    • 2
  • Zum Thema Schuld

    Der Vorleser
    uli123

    uli123

    26. March 2016 um 16:26

    Der 15jährige Schüler Michael hat in den 50er Jahren eine Liebesbeziehung mit der 36jährigen Straßenbahnschaffnerin Hanna. Ihre Begegnungen verlaufen immer gleich – er liest ihr hingebungsvoll vor, sie duschen, lieben sich, liegen beieinander. Eines Tages verschwindet Hanna spurlos. Michael fühlt sich schuldig. Während seines Jurastudiums belegt er en Seminar über NS-Verbrechen und beobachtet einen Prozess, in dem Hanna als frühere Aufseherin in einem KZ angeklagt ist. Michael kommt hinter ihr peinlich gehütetes Geheimnis. Sie ist Analphabetin. Um nicht bloßgestellt zu werden, verheimlicht sie es auch im Verfahren. Michael gerät in einen Gewissenskonflikt – soll er dem Gericht von Hannas Analphabetentum erzählen, um ihre Schuld zu mindern, weil es Auslöser für viele ihrer Entscheidungen war?     Dieses Buch zählt mittlerweile zu Recht als Pflichtlektüre im Deutschunterricht. Es setzt sich hervorragend mit dem Thema Schuld auseinander. Ist Michael schuldig, weil er eine Verbrecherin geliebt hat? Ist Hanna der Verbrechen im KZ schuldig? Ist Hannas Verhalten, ihr Gesicht zu wahren, entschuldbar? Auf jeden Fall regt das Buch zum Nachdenken an. Sehr empfehlenswert.

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  • Der Vorleser

    Der Vorleser
    StefanieJT

    StefanieJT

    07. March 2016 um 08:59

    Ein sehr gutes Buch, das ich immer wieder lesen könnte!

  • Ein Wiedersehen zweier Liebenden, dass die Vergangenheit verändert

    Der Vorleser
    Becciboo

    Becciboo

    06. March 2016 um 18:48

    Bernhard Schlink berichtet in seinem Roman "Der Vorleser" von einer Beziehung, die gesellschaftlich in den 60er Jahren nicht akzeptiert wurde und auch heute nicht auf mehr Verständnis stoßen würde. Es ist die Beziehung zwischen dem 15-jährigen Michael und der 20 Jahre älteren Hanna Schmitz. Dass diese Beziehung zum Scheitern verurteilt ist, scheint zunächst jedoch nur dem Leser bewusst zu sein, denn Michael fühlt sich seit der ersten Begegnung von Hanna angezogen. Schnell verliebt er sich und genießt die täglichen Treffen mit ihr, die immer einem festen Ablauf unterliegen, so beispielsweise das Vorlesen Michaels. Durch einfache Sprachen und kurzgehaltene Sätze wird einem Michaels Gefühlslage sehr deutlich, Hanna bleibt jedoch undurchsichtig und oft fällt es einem schwer, Verständnis für ihre Handlungen aufzubringen. Schon bald endet die Beziehung, mit dem plötzlichen Verschwinden Hannas und Michael bleibt tief getroffen zurück. Dass ihn diese Beziehung geprägt hat und ihn weiter verfolgen wird, ist naheliegend, der weitere Verlauf der Geschichte kommt jedoch unerwartet und erstaunt den Leser.  Denn aus der einfachen Geschichte eines ungleichen Liebespaares wird viel mehr, als Hanna und Michael sich einige Jahre später im Gerichtssaal erneut treffen, Michael als Student und Hanna als Angeklagte. So erfährt Michael in dem KZ-Prozess viel über Hannas Vergangenheit, unter Anderem als Aufseherin in Auschwitz. Neben dem Aufgreifen der Thematik der deutschen Vergangenheit, wird der Leser noch mit einigen anderen Fragen und Problematiken konfrontiert, auf die Schlink jedoch nicht immer eine Antwort gibt. So hat Hanna ein Geheimnis, das sie schon ihr ganzes Leben lang hütet, auf das Michael während des Prozesses alleine kommt und den Verlauf entscheidend ändern könnte. Während Michael in einem Dilemma steckt und sich unklar darüber ist,  ob er Hannas Geheimnis zu ihrem eigenen Wohl lüften soll, fühlt der Leser mit ihm und stellt sich unweigerlich auch selbst die Frage, wie er entscheiden würde. Die Sprache bleibt gleichbleibend gut verständlich, jedoch neigt Schlink dazu, in seinen Beschreibungen manchmal sehr detailliert zu werden, was teilweise anstrengend ist, da der Leser dann schnell dazu neigt, nicht mehr aufzupassen und mit seinen Gedanken abzuschweifen. Insgesamt erfährt dieser Roman eine große Entwicklung, die ihn umso spannender macht. Eine außergewöhnliche Handlung, die neben der Frage, wie schuldig ein Mensch sein kann im Bezug auf den Nationalsozialismus zur Zeit des dritten Reiches, noch einige weitere kritische Themen anspricht. Dies beschäftigt jeden der es liest und ist deshalb auch unbedingt zu empfehlen.

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