Bernhard Schlink Der Vorleser

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Inhaltsangabe zu „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink

Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er … und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.

Interessante Geschichte

— Ernie1981

Ergreifende Darstellung von Schuld im Nationalsozialismus

— thesmallnoble

Fesselnd und klar geschrieben und die Aspekte und Fragen sind bis heute aktuell. Super!

— Alina97

Ein lese-muss!

— blondie_loves

Ein Klassiker!

— Daniel_Allertseder

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    Der Vorleser

    Ernie1981

    05. September 2017 um 16:45

    Inhalt: Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er … und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit. Persönliche Meinung: Das Buch gehörte nicht zur Pflichtlektüre während meiner Schulzeit. Um den Film habe ich bisher auch einen Bogen gemacht. Warum? Keine Ahnung! Im Rahmen einer Challange durfte ich diesen dreiteiligen nun Roman lesen. Die Ich-Perspektive von Michael ist gewöhnungsbedürftig - ebenso seine Beziehung zur deutlich älteren Hanna. Es wird relativ schnell deutlich, dass sie ein Geheimnis mit sich trägt .... Jahre später versteht Michael die Zusammenhänge... Der Schreibstiel ist knapp... kein Wort zu viel ... aber trotzdem treffend und nachvollziehbar.... auch nach der Schulzeit lesenswert.

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  • Ergreifende Darstellung von Schuld im Nationalsozialismus

    Der Vorleser

    thesmallnoble

    30. August 2017 um 19:28

    Das ist ja nun wirklich kein neues Buch, aber irgendwie ging das lange Zeit an mir vorbei. Sogar der Film. Schande auf mein Haupt, aber ich habe es ja nun auch geschafft :)Ich bin darauf gekommen, weil es in einer Empfehlung eines Schriftstellers erwähnt wurde, den ich zu der Zeit in der Mache hatte. Ich hatte also keine Ahnung worum es geht, habe blind vertraut, gekauft und los ging's. Und ich muss zugeben, ich war relativ schnell entsetzt und beschämt :) Aber ich habe tapfer weiter gelesen und habe es nicht bereut! Die Gefühle und Empfindungen, die dargestellt werden - herztechnisch, nicht nur das Andere ;) - sind absolut nachvollziehbar, egal in welcher Verbindung, einfach von Mensch zu Mensch und es war erstaunlich für mich welche Wendungen das alles genommen hat und wie sich der Kern des Geschehens nach und nach herauskristallisiert hat.Ein sehr aufrichtiger Roman und wem es wie mir ging und es noch nicht gelesen hat -> unbedingt nachholen!

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  • Ein empfehlenswerter Klassiker mit wichtigem Thema

    Der Vorleser

    JuliaSchu

    24. July 2017 um 09:53

    Ich gehöre zu einem Jahrgang, der um den Roman „Der Vorleser“ während seiner Schulzeit herum kam. Bei mir waren Kleist und Ibsen Programm. Nicht aber Bernhard Schlink. Durch mein Studium bin ich allerdings ein großer Klassiker-Fan und kaufte mir das berühmte Buch deswegen für mein Regal. Ich muss zugeben, dass ich nicht den blassesten Schimmer hatte, was das eigentliche Thema des Buches ist. Ich las es einfach ohne große Erwartungen. Und deshalb bin ich im Nachhinein positiv überrascht. Schlinks Stil war für mich zwar nichts Großartiges, seine Geschichte allerdings wirklich besonders. Sie macht eine 180° Wendung und konnte mich so abholen. Ich erkenne viele Gründe, dieses Buch zur berechtigten Schullektüre zu machen.KlappentextSie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er … und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.Meinung"Es ist dünn. Es klingt ganz nett. Es passt zu einer Challenge." Das waren meine Gedanken, als ich zu „Der Vorleser“ griff. Ich dachte mir, dass ich das Buch schon fix durchhaben würde. Viel mit dem Inhalt anfangen konnte ich allerdings zuerst nicht. Erst auf Seite 76 wird zum ersten Mal vorgelesen. Ich fragte mich also schon, in welche Richtung Schlink seine sonderbare Geschichte wohl wenden würde. Was passiert bis dahin? Ein 15-Jähriger beginnt für eine ältere Frau zu schwärmen, verliebt sich in sie, ja wird in gewisser Weise abhängig. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander, teilen jedes Mal das Bett und dennoch bleibt die Beziehung merkwürdig. Mal ganz abgesehen von dem Umstand, einen 15-Järhigen mit einer Mittdreißigerin als Liebespaar zu betrachten. Es beginnt sich ein Ritual zu entwickeln – Michael beginnt Hannah vorzulesen. Eine romantische Vorstellung. Doch von einem Tag auf den anderen verschwindet Hannah und so bricht Michaels halbes Leben zusammen. Er lebt einfach weiter, entwickelt sich weiter und trifft Hannah eines Tages wieder. In einer Gerichtsverhandlung. Achtung Spoiler. Ich komme um das Thema nicht herum, wenn ich „Der Vorleser“ wirklich beurteilen möchte: Der Nationalsozialismus. Hannah steht vor Gericht, weil sie Aufseherin in einem Außenlager von Auschwitz war. Erst vor ein paar Wochen habe ich das KZ in Polen besucht. Daher berührte mich das Thema sehr. Und Schlink nahm einen absoluten Plottwist vor. Was mit einer sonderbaren Geschichte beginnt, wird zu einer drastischen Nachkriegserzählung. Wie normal muss es in den 50er und 60er Jahren gewesen sein?! Es ist so wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, was mit den Leuten eigentlich geschah, die aktiv während des NS tätig waren! Nur, weil Hitler gestorben ist und die Nationalsozialisten besiegt wurden, änderte nicht jeder Mensch sein Denken. Wie hätte man das auch von einen auf den anderen Tag verarbeiten sollen?Was Schlink ganz hervorragend schafft, ist die Authentizität, mit der er seine Charaktere ausstattet. Hannah ist eine interessante Figur. Sie ist sehr stolz und eigensinnig. Sie sieht ihre Fehler nicht und versucht dennoch ein gerechter Mensch zu sein. Sie hat ein großes Geheimnis für das sie sich schämt. Michael kommt hinter dieses Geheimnis und ich fand es so berührend, wie sich die Beziehung der beiden dadurch wandelt. Das Buch ist in drei Teile verfasst. Der dritte Teil berührte mich wirklich sehr. Er zeigt deutlich, was Michael für ein guter Kerl ist und dennoch führt er einem vor Augen, wie sehr dieser Junge in seiner Jugend durch die Beziehung gelitten hat. Es ist nicht die interessante Beziehung zwischen Hannah und Michael oder der Storyturn. Es ist auch nicht die Abnormalität des Geschehens oder die authentischen Beschreibungen des Autors. Es ist sein Talent, dieses schwere Thema zu verpacken, was dieses Buch so bemerkenswert macht. Einen besonderen Draht zur Historizität legen. Der Leser wird in einen Sog gezogen und kann sich die Dinge vorstellen, kann Begriffe füllen und Dinge verarbeiten. Ich finde den gewählten Weg wirklich großartig! Da ich selbst Geschichte studiert habe, empfinde ich solche Werke als sehr künstlerisch und ziehe meinen Hut vor Schlink für diese Geschichte. Mit einem Zitat sprach er etwas aus, das ich sofort unterschreiben würde. Ja, womit man sogar jede Geschichtsstunde beschreiben kann:„Geschichte treiben heißt Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen und beide Ufer beobachten und an beiden tätig werden.“ (S. 172)Wie ich schon sagte, es ist die Mischung und das gekonnte auf den Punkt-Bringen, das diese Geschichte zu einem so guten Buch macht. Zwischenzeitlich ist das Buch alles andere als spannend, sondern eher befremdlich. Aber auch das ist sicher gewollt. Vor allem zu Beginn plätschert Vieles vor sich hin und es dauert, bis die Geschichte sich aufbaut. Dennoch finde ich das Konzept gelungen. Man hat es mit einer sehr ungewöhnlichen Geschichte zu tun – von Anfang bis Ende. Das Ende machte mich sehr traurig und obwohl es auch tragisch ist, passt es wirklich gut zur Geschichte. Beide Hauptcharaktere sind keine Helden oder Identfikationspersonen. Man beobachtet sie eher aus der Ferne. Aber das genügt. Man beobachtet genug, um etwas für sich selbst und das eigene Verständnis mitzunehmen. Und genau deswegen wird es auch in der Schule gelesen. Ich freue mich darauf, später Klassen mit Hilfe dieser Geschichte zu unterrichten, auch da sie meine beiden Fächer optimal vereint. Danke, Bernhard Schlink.Fazit„Der Vorleser“ wird nie mein Lieblingsbuch sein und dennoch hat es mich fasziniert und gelehrt. Das große Thema, das hinter der Geschichte steht, ist sehr wichtig und die Betrachtung davon ist hier sehr gelungen. Es ist in ein kleines Thema eingebettet und auch dieses kann überzeugen. Ich spreche in Rätseln? Dann löst das Rätsel und lest das Buch selbst. Ich vergebe vier Spitzenschuhe.

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  • Ein Klassiker!

    Der Vorleser

    Daniel_Allertseder

    28. June 2017 um 10:49

    Meine Meinung Achtung: Spoiler enthalten!   Eine etwas unnatürliche Liebesbeziehung zwischen einem 15-jährigen und einer 36-jährigen; ein junger Mann, der unsterblich in Hanna verliebt ist, und eine Frau, die ein schreckliches Geheimnis birgt. Bernhard Schlink’s „Der Vorleser“ zählt zu den größten und wichtigsten Büchern der deutschsprachigen Literatur. Zahlreich gelesen, nominiert, gelobt – und sogar mit Hollywoodschauspielern verfilmt.   Im Mittelpunkt dieses Buches steht der Schüler Micheal Berg, der durch Zufall die 36-jährige Hanna kennenlernt, die ihm half, als er sich auf Grund Gelbsucht übergeben musste. Seit diesem Moment an empfindet er etwas für sie, lernt sie besser kennen, als er sie besuchen und sich bedanken wollte. Micheal geht mit Hanna eine erotische, sexuelle Beziehung ein und lernt dadurch Gefühle, Zuneigung und Leidenschaft kennen. Er verbringt immer mehr Zeit mit Hanna, beginnt sogar, für sie vorzulesen, was ihr sehr gefällt, denn sie hat keine Möglichkeit, das zu tun. Mit der Zeit aber verändert sich Hanna zunehmend – sie wird geheimnisvoller, verschlossener, ist schlagartig sauer auf ihn, dann wieder entschuldigend, und ehe Michael es übersieht, ist Hanna spurlos verschwunden, denn ihre Vergangenheit droht, sie einzuholen.   Ein sonderbares Thema wie dieses, Fiktion verknüpft mit realen Ereignissen, war eine sehr gute Kombination, um neben Leidenschaft und Liebe auch Dramatik und Gerechtigkeit miteinfließen zu lassen. Herr Schlink hat mit einer großen, sprachlichen Qualität das schnell vorbeiziehende Leben von Michael und seine Beziehung zu Hanna in kurzen Kapiteln und schnellen Sätzen erzählt. Dabei ist mir nicht weniger aufgefallen, dass Herr Schlink mehr oder weniger durch Michael spricht, dass er vielleicht selbst eine Message zu verlautbaren hat: Diejenigen, die zur Zeit des Nationalsozialismus für das Regime arbeiteten, jedoch ohne antisemitistisches Gedankengut, einfach aus Zwang Befehle ausführten, Menschen getötet, deren Leben genommen haben. Im Fall von „Der Vorleser“ hatte Hanna ebendiese Vergangenheit, die während der kompletten zweiten Hälfte des Romans behandelt wird. Herr Schlink vermittelt uns den Eindruck, dass nicht jeder, der an diesen faschistischen Handlungen beteiligt war, auch wirklich verurteilt werden sollte. Passiv flüstert er uns aber auch ein, dass Massenmorde während den Zeiten des dritten Reichs niemals vergänglich sein werden und dieses Thema immer wichtig sein wird. Hanna wird während den Szenen des Liebesaktes als gefühlvoll aber auch dominant beschrieben, während der Prozesse aber ist sie still und nimmt alle Schuld auf sich. Diesen plötzlichen Umschwung verstehe ich nicht ganz, zumal Hanna doch eine reife Frau ist, die trotz ihrer hässlichen Vergangenheit diese vor Michael gekonnt verbergen konnte. Michael kam mir am Anfang vor wie ein kleines Schoßhündchen; gierig nach Liebe und vernarrt in Hanna. Er kann lange Zeit seine Angebetete nicht loslassen, denkt Jahre nach ihrer Verhaftung, und schließlich nach ihrem Tod noch an sie. Dies zeigt, wie machtvoll und prägend Personen sein können, was mir sehr gefiel.    Ich persönlich hätte gerne noch mehr von Hanna und Michael vor ihrem Verschwinden gelesen. Die erste Hälfte des Buches war frisch, erotisch, liebevoll, die zweite düster, dramatisch, geheimnisvoll. Interessant finde ich im Übrigen, wie man immer wieder in der Literatur mit der Zeit des dritten Reichs konfrontiert wird. Ein Thema, welches wir nie vergessen werden…   Etwas verwirrend war für mich die Zeit, in der die Geschichte spielte, denn es wurde von vornherein nicht gesagt, wann dies genau war. Ich war immer der Meinung, das Buch spiele zur Zeit der Veröffentlichung, d.h. 1995, jedoch war es aber 1958/59, was aber nirgends erwähnt wurde. ​ Fazit   „Der Vorleser“ ist ein außergewöhnlicher, ruhiger Roman, der trotz seiner Dramatik ab der zweiten Hälfte dennoch sensibel und gewagt über Schuld und Unschuld im Nationalsozialismus erzählt. Sprachlich sehr gut, inhaltlich faszinierend! Ein Klassiker!  

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  • Ein Buch mit Herz und ein Flair für verbotenes.

    Der Vorleser

    EnysBooks

    17. March 2017 um 13:01

    Eine kurze Zusammenfassung über das Geschehen:Der junge Michael damals 15 Jahre jung trifft eines Tages als er an Gelbsucht erkrankt auf Hanna. Hanna ist 34 und doch wunderschön. Auf seine eigene Weise begehrt er sie und man sich doch keine Hoffnung aus bis sie von sich auf eine Beziehung mit ihm beginnt. Vollkommen unscheinbar bietet sie.ihn ne darum ihr vorzulesen. Doch diese scheint lose bitte hat mir Hintergrund alles sicher anlässt und führt zu Problemen wie viele Menschen dieser heutigen Welt wahrscheinlich noch immer kennen.Der Autor verwendet die Vorzeichen sehr geschickt indem er sie manchmal auch vertauscht verwendet werden, Fragen die mit punkten  und normale Sätze mit Fragezeichen beendet werden. Somit zeigt sich eine andere Sicht auf die Dinge.  Auf jeden Fall konnte mir der Autor eine andere Sicht auf das geschichtliche in dieser Welt zeigen.Das Cover dieses Buch ist scheint auf den ersten Blick ziemlich harmlos. Eine Straße und ein Haus abgebildet, das dem gleicht in dem der Junge Michael einzog, nach dem er aus dem Haus zog, dass neben Hannas Haus lag. So stelle ich es mir zumindest vor. Was die Geschichte des Buches betrifft und der Name ,,der Vorleser“ passt es hervorragend.Ist zum Inhalt selbst. Ich selbst noch da die Behandlung der heutigen Probleme besonders die Problematik mit dem Alter sehr. Ich sitz hatte schon eine Gefahr Erfahrungen damit die zwei nicht so extrem aus vielen wie jetzt in diesem Falle und doch hat es die fast gleichen Auswirkungen. Es wurde von meiner Familie nicht von allen Seiten akzeptiert und es kamen von überall der Spruch das ist ja sowieso nicht Hilfe und dass sie Angst hatten dass es nicht ernst gemeint sei. In diesem Buch ist es ganz ähnlich. Nur dass der Junge sich in sie verliebt sie sich in ihn alles an dich Gutschein und sie trotzdem zum alten Tag an den anderen verschwindet. Die Charaktere werden gut beschrieben und der ab Charaktere wird in der Person geschrieben was ich sehr ansprechend fand und somit konnte ich mich auch viel besser in ihn hineinversetzen. Ebenfalls hat der Autor durch viele poetischer und lyrische Spielereien in den Sätzen und Satzzeichen eine unglaubliche Wirkung erzielt die zum Nachdenken anregt. Man denkt mit man fiebert mit und Mann leidet auf jeden Fall auch mit mit den Charakteren und ist am Schluss irgendwie gemischte Gefühle. Jedoch finde ich trotzdem dass ich dieses Buch Lungen und weil diese Gefühle die dieses Buch während dem Lesen besonders am Anfang des Buches im Meer vor rufen konnte waren Wahnsinn. Ist das jetzt dem Leser zwar nicht ganz in die Situation des 15 jährigen Jungen besonders weil das schwer vorstellbar ist, trotzdem bekommt das der Arthur nicht schlechthin und ich habe es sehr genossen es zu lesen. Nun ein kurzes Fazit.Dieses Buch war das erste des Diogenes Verlag und bisher hatte ich auch immer Vorurteile gegenüber dieses Verlages dass die Bücher sehr langweilig präsentiert und angekündigt wurden. Da war ich beinahe froh dass mein Freund mir dieses Exemplar ausgeliehen hat und ich somit mal ein Buch lesen konnte die von diesem Verlag mir somit ein anderes Bild machen konnte.Nun habe ich keine wirklichen Vorurteile mehr, gegen die Autoren die im Diogenes Werke veröffentlicht haben und kann mich nun auch für andere Bücher dieses Verlag öffnen.Meine Lieblingszitate:Sie kämpfte nicht nur im Prozess. Sie kämpfte immer und hatte immer gekämpft, nicht um zu zeigen, was sie kann, sondern um zu verbergen, was sie nicht kann. Was hatte sie von dieser verlogenen Selbstdarstellung, die sie fesselte, lähmte, nicht sich entfalten liess? Mit der Energie, mit der sie ihre Lebenslüge aufrechterhielt, hätte sie längst [...] lernen können.

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  • Der Vorleser

    Der Vorleser

    Linaschreibt

    03. March 2017 um 22:10

    "Der Vorleser" von Bernhard Schlink habe ich für die Schule gelesen und fand ich von Anfang an sehr interessant, weil es um eine Beziehung geht zwischen einer älteren Frau (Hanna) und einen jungen Mann (Michael, der anfangs der Beziehung 15 Jahre alt ist). Dieses Buch hat mich wirklich erstaunt. Dieses Buch regt allgemein zum nachdenken an und einzelne Passagen wie zum Beispiel diese fand ich wirklich gut: "Als ich lange hinschaute, schien im toten Gesicht das lebende auf, im alten das junge. So muß es alten Ehepaaren gehen, dachte ich; für sie bleibt im alten Mann der junge aufgehobenen und für ihn die Schönheit und Anmut der jungen Frau in der alten." (S. 197-198)Oder auch: "Ich hatte Angst, die kleine, leichte, geborgene Welt der Grüße und Kassetten sei zu künstlich und zu verletzlich, als daß sie die reale Nähe aushalten könnte." (S.183)Ich bin froh, dass ich für die Schule dieses Buch lesen musste, weil ich nicht weiß, ob ich es sonst gelesen hätte. Und ich finde es absolut lesenwert. Auf 207 kompakten Seiten ist es auch schnell gelesen. Die Art und Weise wie Bernhard Schlink schreibt ist auch einmalig. Ich konnte als Leserin gut mit empfinden, wie sich der Protagonist stellenweise fühlte.

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  • Für mich eine richtige Überraschung

    Der Vorleser

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. January 2017 um 11:00

    Ich habe nicht unbedingt viel von der Geschichte erwartet. Ich wollte diese Geschichte lesen, bin aber nicht davon ausgegangen, dass mir die Geschichte so gut gefallen würde. Ich habe den Film dazu nie gesehen, hatte aber eine grobe Ahnung davon gehabt, worum es ging. Im Endeffekt muss ich sagen: Was für ein Buch! Es hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen! Die moralischen Fragen wurden großartig ausgearbeitet, die Geschichte war rund und gut strukturiert. Am Ende konnte es mich sogar total überraschen. Super!

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  • Liebe und Literatur

    Der Vorleser

    Dion

    18. December 2016 um 21:33

    Im Roman erzählt der Protagonist, der 15-jährige Michael Berg, in der Ich-Perspektive über seine heimliche Beziehung zu der wesentlich älteren Hanna Schmitz. Aus einem anfänglichen eher körperlichen Verhältnis wächst eine innige Liebe. Hanna ist Analphabetin, was sie Michael jedoch verschweigt, und lässt sich von ihm verschiedene Klassiker vorlesen.Hanna verschwindet eines Tages spurlos. Michael trifft sie erst wieder als erwachsener Jurist bei einer Gerichtsverhandlung, in welcher sie schuldig gesprochen wird, für den Tod einiger KZ-Insassen im Holocaust verantwortlich gewesen zu sein.Erst während ihrer jahrelangen Inhaftierung lernt Hanna lesen....Bernhard Schlinks Roman hat mich begeistert. Seine Ausführungen über die Liebe zwischen einem Halbwüchsigen und einer reifen Frau berührten mich zutiefst.Er vermag es, verständlich und flüssig zu schreiben, den Leser teilhaben zu lassen an Emotionen und Erinnerungen, ohne jedoch sich komplett im Geschehenen zu verlieren. Etwas langweilig fühlten sich jedoch einige Wiederholungen an, die sich wohl gerade im ersten Teil so ergeben mussten, handelte es sich doch um wiederkehrende Rituale.Interessant fand ich den Bezug zum zweiten Weltkrieg, der in diesem Roman wieder aus einem anderen Blickwinkel (nämlich nicht aus der Sicht der Opfer wie sonst üblich) beleuchtet wird.Eher schwierig zu verfolgen fand ich den Teil über die Gerichtsverhandlung, der für mich zu langatmig ausgeführt wurde. Und doch verstehe ich den Autor, der über einen juristischen Hintergrund verfügt und wohl deshalb großen Wert darauf legte, diese Verhandlung so realitätsnah wie möglich auszuarbeiten.Zusammenfassend möchte ich betonen, dass dieser Roman zu Recht bereits jetzt zu einem Klassiker der Gegenwartsliteratur gezählt werden darf. Er wird auch sehr oft als Schullektüre für Pflichtschüler herangezogen, was ich als falsch empfinde, da es meiner Meinung nach schon einiger Lebenserfahrung bedarf, um sich auf diesen Roman einlassen zu können.

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  • Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche

    Der Vorleser

    hausknechthilde

    23. November 2016 um 01:12

    Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.

  • lesenswert

    Der Vorleser

    KerstinTh

    07. September 2016 um 11:30

    Zwischen Hanna und dem 21 Jahre jüngeren Michael entsteht eine Liebe. Und das Ende der 50er Jahre in Deutschland. Hanna ist Analphabetin, deshalb liest Michael ihr immer vor. Er weiß allerdings nichts von Hannas Schwäche. Eines Tages ist Hanna einfach verschwunden. Jahre später, Michael studiert mittlerweile Jura, begegnen sich die beiden wieder – in einer Gerichtsverhandlung. Michael ist als studentischer Zuschauer anwesend, Hanna als Angeklagte. Es wird ehemaligen KZ-Aufseherinnen der Prozess gemacht. Nun erfährt Michael, wer Hanna wirklich ist und welche Geheimnisse sie mit sich herumgetragen hat.   In diesem Roman werden verschiedenste Themen aufgegriffen, die entscheidendsten sind Analphabetismus und die KZ-Verbrechen. Der Roman ist sehr beeindruckend und tiefgründig. Er ist angenehm zu lesen und man kann sich gut in die Charaktere hinein versetzten. Es lohnt sich, diesen Roman zu lesen.

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  • Angenehmer Schreibstil - schwierige Themen

    Der Vorleser

    AnnaTeresa

    19. July 2016 um 09:40

    Der Roman „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink macht es leicht sich mit den schwierigen Themen des Romans auseinanderzusetzen. Man kommt nicht umher sich während des Lesens mit ganz unterschiedlichen Fragen zu beschäftigen, wie zum Beispiel:Wer hat Schuld?Wie muss wie, als „Kinder“ des Krieges, mit dieser Schuld umgehen?Wie kann aus einer KZ-Aufseherin so ein Mensch wie Hanna werden und umgekehrt?Mehr lesen.

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  • Außergewöhnlich aber gut

    Der Vorleser

    k-lu

    17. July 2016 um 12:47

    Der Vorleser ein Roman in 3 Teilen begeisterte mich von der ersten bis zur letzten Seite.Auch spricht das Buch Themen wie Analphabetismus, die Frage nach: Wer hat Schuld an den Verbrechen der Nationalsozialisten.Der Leser wird zum Nachdenken angeregt und muss sich eine eigene Meinung bilden.Ich finde Bernhard Schling einen genialen Schriftsteller, der so eine schwierige Thematik in eine Geschichte fasst.Der Vorleser ist ein absolut lesenswertes Buch.

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  • Meine Meinung

    Der Vorleser

    ButterflyBook

    15. July 2016 um 16:00

    „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink ist ein sehr interessanter Roman, der sich mit der Frage nach Schuld und Geständnis, sowie mit dem Entdecken der Liebe und der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen Liebenden mit großem Altersunterschied beschäftigt. Ich finde es sehr erstaunlich, wie Bernhard Schlink es schafft, einerseits sehr klar und sachlich zu schreiben und andererseits sehr viele Emotionen einzubauen, zum Beispiel Verzweiflung, Schuldigkeit, Sehnsucht und Verlangen. Dem Autor ist es gelungen die Probleme der Nachkriegszeit sowie Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und „falscher“ Beziehungen in ein Buch zu verpacken. „Der Vorleser“ ist außerdem sehr spannend aufgebaut und es gibt viele Überraschungsmomente. Zum Beispiel habe ich überhaupt nicht damit gerechnet, dass Hanna Analphabetin ist, obwohl es im Nachhinein betrachtet sehr eindeutig auf der Hand liegt. Auch mit Hannas Selbstmord habe ich in keiner Weise gerechnet. Genau diese Art, wie Bernhard Schlink das Buch schreibt und immer wieder Überraschungen einbaut, hat es geschafft, dass ich das Buch in kürzester Zeit gelesen habe! Was mir auch gut gefällt, ist, dass man die Geschichte über eine längere Zeitspanne betrachtet und die Protagonisten mit fortschreitendem Alter immer wieder auftreten. Außerdem bleibt einem viel Freiraum für Interpretationen und die eigene Vorstellungskraft, da nicht jedes Detail genau ausformuliert wird, obwohl Schlink sehr präzise schreibt. Aus diesem Grund war ich leider etwas enttäuscht, als ich mir den Trailer zu der Verfilmung des Buches angesehen habe, da ich mir während des Lesens einiges ganz anders vorgestellt hatte.

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  • Der Vorleser

    Der Vorleser

    andheu

    03. May 2016 um 16:14

    https://andheu.com/2016/03/13/der-vorleser-bernhard-schlink/

  • Eine Pflichtlektüre aus meiner Schulzeit, die ich aber abgrundtief gehasst habe.

    Der Vorleser

    Yoyomaus

    Zum Inhalt:Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er ... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.Als der fünfzehnjährige Michael an der Gelbsucht erkrankt und er dringend Hilfe braucht, kommt ihm die 21 Jahre ältere Hanna zu Hilfe. Nachdem er genesen ist, sucht er die Frau erneut auf, um sich bei ihr zu bedanken. Doch es ist nur einer von vielen Besuchen, die folgen. Denn Michael und Hanna beginnen eine Beziehung miteinander. Während sie ihn in die Liebe einführt, liest er ihr immer und immer wieder vor, was ihr immer sehr gut gefällt. Als Hanna eines Tages verschwindet bricht für Michael eine Welt zusammen. Als er schließlich Student ist, trifft er Hanna wieder. Als Angeklagte in einem Prozess, der ungeheuerlicher nicht sein könnte. Und erst jetzt erkennt Michael, wer Hanna wirklich ist und was ihr dunkles Geheimnis ist.Ich musste das Buch damals als Pflichtlektüre in der Schule lesen und ich muss offen und ehrlich sagen, dass ich es abgrundtief gehasst habe. Das hatte aber zum Einen damit zu tun, dass ich es sowieso nicht mag, wenn man mich zu etwas zwingt, ich aber auch die Schreibweise des Autors zu dem Zeitpunkt einfach nicht leiden konnte. Die Geschichte wird aus Sicht des "Ich-Erzählers" erzählt und somit ist man gezwungen in die Rolle des Michael zu schlüpfen. Etwas, womit ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich identifizieren konnte. Dann erlebt man als Leser die dümmliche Art, wie er sich der Frau nähert, sich von ihr umgarnen lässt, ihre Launen erträgt und schließlich sie lieben lernt. Man erlebt seine Begegnungen mit ihr und seinem Umfeld, erlebt, wie er mit ihr verreist, die Schule schwänzt, es gibt peinliche Situationen indem sie als Mutter und Sohn auftreten. Und schließlich gipfelt das Ganze in einem Prozess, bei dem er als Student als Zuhörer fungiert und sie selbst als Angeklagte auf der Klagebank sitzt. Michael lässt seine Gefühle Revue passieren und erkennt schließlich, weshalb er ihr immer vorlesen musste.Die Thematik an sich ist wichtig und ich fand sie auch sehr gut behandelt, jedoch scheußlich verpackt. Ich konnte der Geschichte einfach wirklich nichts abgewinnen, was zum einen wahrscheinlich daran lag, dass es unfreiwillig gelesen werden musste, mich die Thematik zu dem Zeitpunkt aber auch schon genervt hat. Wir hatten den Nationalsozialismus in Geschichte, Sozialkunde, Englisch, Deutsch und immer wieder wurde mit dem Finger auf uns gezeigt. Ich hatte das Thema zu diesem Zeitpunkt satt und über. Schlimm, ich weiß, aber es war so. Deshalb ist dieses Buch aber auch zu einem absoluten No-Go für mich geworden. Ich habe noch einmal versucht das Buch zu lesen, aber sobald ich die ersten Zeilen lese, hasse ich das Buch einfach. Eigentlich schade, weil es wirklich immer wieder gute Kritiken bekommt, aber es ist eben, wie es nun mal ist.Liebe: 2/5Geschichtlicher Hintergrund: 5/5Spannung: 3/5Dramatik: 3/5Gesamt: 3/5

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