Bernhard Schlink Die Frau auf der Treppe

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Inhaltsangabe zu „Die Frau auf der Treppe“ von Bernhard Schlink

Ein berühmtes Bild, Jahrzehnte verschollen, taucht plötzlich wieder auf. Überraschend für die Kunstwelt, verwirrend für den Mann, der damals als junger Rechtsanwalt in den Konflikt des Malers mit dem Eigentümer verstrickt wurde. Und der sich dabei in die Frau, die auf dem Bild dargestellt ist, verliebt hat. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet nicht nur Antworten auf ihr damaliges Verhalten und rätselhaftes Verschwinden. Er muss sich auch den Fragen über sich selbst stellen, denen er sich immer verweigert hat. Ein Roman über Rechthaben und Mitleiden, Besitz und Verlust, echte und falsche Nähe. Über einen Mann, der die Verfestigungen seines Lebens zu begreifen beginnt. Und über das Glück einer Liebe, die um ihre Endlichkeit weiß.

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— naninka
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  • Deprimierend

    Die Frau auf der Treppe
    Felice

    Felice

    03. July 2015 um 18:27

    Als Überwiegend-Krimi-Leser wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben, fand ich die anderen Romane von Bernhard Schlink doch sehr gelungen. Aber ich fand zu keiner Zeit Zugang zu der Geschichte, bei der auch kein einziger der Protagonisten sympathisch ist. Die Sprache ist gut und die Geschichte hat auch einen gewissen Reiz, aber dennoch kommt Langeweile auf und -was wirklich selten ist- keine einzige heitere Szene, keine optimistische. Ich liebe es, in Geschichten einzutauchen, mich mit Personen zu identifizieren, leide schon auch gerne mal mit, aber auf jeden Fall muss es im Großen und Ganzen positiv sein. Die Lektüre -oder das Hörerlebnis- dieses Romans hat mich runtergezogen und das brauche ich nicht.

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  • Ein Bild

    Die Frau auf der Treppe
    Daphne1962

    Daphne1962

    09. February 2015 um 12:38

    Die Frau auf der Treppe von Bernhard Schlink, gelesen von Charles Brauer   Ein Bild wird Gegenstand einer Auseinandersetzung. Der junge Anwalt vertritt einen Mandanten, der ein Bild von einer Frau auf einer Treppe gemalt hat. Kurioserweise ist der Ehemann der Frau im Besitz dieses Bildes und der Maler der Geliebte der Frau. Sie hat ihren Ehemann verlassen und nun ist das Bild beschädigt und der Maler möchte es wieder herstellen. Der Mittelpunkt ist die charismatische Irene, die dem jungen Juristen den Kopf verdreht.   Mehrere Jahrzehnte später wird genau das inzwischen verschollene Bild Gegenstand dieser Geschichte. Der ältere Jurist sieht dieses Bild in einer Ausstellung in Australien und beauftragt einen Detektiv mit der Suche des Besitzers. Er findet Irene an einem sehr einsamen Ort und erfährt, wie ihr Leben verlief und wer sie wirklich ist. Es bleibt den beiden nicht mehr viel gemeinsame Zeit. Diese verbringen sie aber sehr intensiv und auch der Jurist läßt sein Leben Revue passieren.   Bernhard Schlink kann es besser, denn in diesem Roman waren zu viele Wiederholungen. Auch viele Ausführungen, die einem anfingen langweilig zu werden. Man hat den Eindruck, dem Autoren fallen keine besseren Geschichten mehr ein. Schade.

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  • Brauer hat den Charakter des Buches mit seiner Interpretation gut getroffen

    Die Frau auf der Treppe
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    04. September 2014 um 13:32

      Ein Gemälde des Malers Gerhard Richter mit dem Titel „Ema (Akt auf einer Treppe)“ hat den Schriftsteller Bernhard Schlink zu seinem neuen  Roman inspiriert.   In „Die Frau auf der Treppe“ heißt die gemalte Frau Irene, hat eine angedeutete, aber nicht weiter ausgeführte Vergangenheit als Sympathisantin der RAF-Terroristen und hat ihren Mann, den reichen Unternehmer Gerlach verlassen, um mit dem Maler des Bildes, Schwind, zusammen zu leben.   Es gibt einen erbitterten Streit um die Eigentumsrechte an dem Bild, in den der junge Anwalt, der die ganze spannende und unterhaltsame Geschichte erzählt, einbezogen wird. Noch unerfahren in einer Frankfurter Anwaltskanzlei (wir schreiben das Jahr 1968, das Land befindet sich mitten in den Studentenprotesten, die den Anwalt aber relativ unberührt lassen) verliebt er sich in seine schöne Mandantin und hilft ihr dabei, als sie das Bild stiehlt. Er glaubt, dass Irene auch Gefühle für ihn hat, doch das Gegenteil ist der Fall.   Sie verschwindet spurlos mit ihrem Bild, das schon damals einen unglaublichen Wert hatte. Vierzig Jahre später, der erzählende Anwalt ist mittlerweile zum Sozius der Frankfurter Kanzlei aufgestiegen, hat er in Australien Verhandlungen im Zusammenhang eines Firmenzusammenschlusses zu führen, mittlerweile sein internationaler Arbeitsschwerpunkt. In seiner freien Zeit besucht er eine Kunstausstellung und steht plötzlich vor dem Bild, das damals sein ganzes Leben durcheinander brachte und beinahe seine aussichtsreiche Zukunft gefährdete. Zu seiner eigenen Überraschung spürt er geradezu schmerzhaft, wie die damalige (Liebes)-geschichte plötzlich wieder präsent ist, eine Erfahrung, die er offenbar nie ganz verwunden hat.   Er recherchiert, und hat bald den Aufenthaltsort von Irene herausgefunden, ein einsamer Flecken auf einer Insel vor der australischen Ostküste.   Er verlängert seinen Aufenthalt, sagt zu Hause in Frankfurt seine Termine ab und steht bald nach einer abenteuerlichen Anreise vor der alt gewordenen Irene, von der er bald erfährt, dass sie todkrank ist, aber nicht behandelt werden, sondern in ihrem Haus auf der Insel sterben will.   Über einen langen Teil des Buches geht es dann um die Gespräche, die sie dort führen. Über die Vergangenheit der beiden, wie ihr Leben weitergegangen ist, nachdem sie das Bild entwendet hatten. Er machte Karriere in der Kanzlei, sie ging in der Untergrund und später in die DDR. Auch darüber, wie ihr gemeinsames Leben hätte aussehen können, denken sie nach, vor allem der Anwalt.   Doch da sind auch noch Gerlach und Schwind, die Wind bekommen haben von dem Aufenthaltsort des Bildes und plötzlich auf der Insel auftauchen. Auf eine sachliche, unsentimentale Weise lässt Bernhard Schlink die vier Protagonisten ihre Vergangenheit reflektieren. Und auch die Frage, wer das Bild letztendlich bekommt, wird klar gelöst.   Weiter an der Geschichte spinnend, die sie beide miteinander hätten haben können (Schlink erzählt es im Indikativ) bleibt der Anwalt bei Irene und hilft ihr beim Sterben. Sich selbst hilft er durch die ehrliche Bilanz seines Lebens dazu, ein neues zu beginnen.   „Die Frau auf der Treppe“ ist wieder die „makellos schlichte Prosa“, als die Bernhard Schlinks Stil einmal bezeichnet wurde. Ein unterhaltsamer Roman ohne viele hintergründige Absichten. Ein Roman, der einfach nur eine Geschichte aus Deutschland erzählen will.     Der Schauspieler Charles Brauer hat diesen schönen Roman für die vorliegende Hörbuchfassung kongenial gelesen und den Charakter des Buches mit seiner Interpretation gut getroffen.

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