Bernhard Setzwein

 3.9 Sterne bei 33 Bewertungen
Autor von Der böhmische Samurai, Nicht kalt genug und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Bernhard Setzwein

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Bernhard SetzweinDer böhmische Samurai
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Der böhmische Samurai
Der böhmische Samurai
 (14)
Erschienen am 11.04.2017
Bernhard SetzweinNicht kalt genug
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Nicht kalt genug
Nicht kalt genug
 (3)
Erschienen am 11.05.2016
Bernhard SetzweinDie Donau
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Die Donau
Die Donau
 (3)
Erschienen am 01.10.2005
Bernhard SetzweinDas Buch der sieben Gerechten
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Das Buch der sieben Gerechten
Das Buch der sieben Gerechten
 (2)
Erschienen am 01.03.2005
Bernhard SetzweinDie grüne Jungfer
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Die grüne Jungfer
Die grüne Jungfer
 (1)
Erschienen am 04.07.2018
Bernhard SetzweinDas blaue Tagwerk
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Das blaue Tagwerk
Das blaue Tagwerk
 (1)
Erschienen am 30.04.2010
Bernhard SetzweinEin seltsames Land
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Ein seltsames Land
Ein seltsames Land
 (1)
Erschienen am 22.04.2016
Bernhard SetzweinHirnweltlers Rückkehr
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Hirnweltlers Rückkehr
Hirnweltlers Rückkehr
 (1)
Erschienen am 01.01.1987

Neue Rezensionen zu Bernhard Setzwein

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Jezebelles avatar

Rezension zu "Der böhmische Samurai" von Bernhard Setzwein

Hansi - Ein japanisch-böhmischer Don Quichote durchstreift das 20. Jahrhundert
Jezebellevor einem Jahr

Ich bin ein Fan von gut geschriebenen, historischen Romanen. Gern darf es Bezüge zu Menschen geben, die wirklich existiert haben und besonders mag ich es, wenn ich damit in einen historischen Bereich hineinstoße, zu dem ich noch nicht sehr viel wusste. Unter diesem Aspekt allein ist der vorliegende Roman schon ein voller Erfolg, denn über japanische Mischlingskinder in Europa habe ich noch nichts gelesen. Aber darüber hinaus kann der Roman noch viel mehr. Er verbindet Bekanntes mit Unbekanntem und hat einen spleenigen, skurillen Haupthelden geschaffen, der ähnlich eines Don Quichotes aus seiner Zeit herausfällt und durch seine Charaktereigenschaften zum Amüsement anderer Figuren und natürlich der Leserschaft beiträgt. Ein genialer Schachzug! Der Autor ist Kenner der Materie und auch noch der Literaturgeschichte, wie man an der Verbindung des Massakers an den Armeniern mit Franz Werfel und am Ende des Romans mitbekommt, in der das Who ist Who der bundesdeutschen Literaturschaffenden einen Gastauftritt hat. Trotzdem wirkt es niemals belehrend oder konstruiert, um Ideen unterzubringen. Zum Teil gibt es besonders sprachliche Erläuterungen zu bestimmten authentischen Wendungen am Ende. Die sind jedoch ein wirkliches Extra. Soll heißen, man braucht sie nicht, um den Text als solchen zu verstehen, kann sich aber hier noch einmal ein zusätzliches Fußnotenwissen holen. Kultur- und Geistesgeschichte ist zwar Kern, aber eben nicht der Handlung untergeordnet, was bei dem reichlichen Umfang des Werkes aus meiner Sicht eine Glanzleistung ist. Manchmal kommen Autoren auf diese Fülle, indem sie ein ganzes Arsenal an Personen aufkreuzen lassen, sodass der Lesende nahezu gezwungen ist, immer wieder vor- und zurückzublättern, um nicht den Anschluss zu verlieren. So sind bestimmt auch die vielberüchtigten Stammbäume in den Wälzern entstanden. Hier ist das nicht nötig, denn die Familienmitglieder und handelnden Personen bleiben überschaubar. Sie werden jeweils auch immer sehr behutsam eingeführt. Deswegen kann sich der Autor auch Vor- und Rückblenden erlauben, ohne das verwirrte Kopfschütteln seiner LeserInnen zu ernten. Vom Schreibstil her hat das Buch diese herrliche Ironie, diesen schwelgerischen Erzählton, der mir persönlich sehr gefällt. Der Ton ist auch dann noch passend, wenn die Themen ernster werden, weil sie ja nicht verlacht werden und zum Protagonisten eben auch gut charakterlich passen. Verstörend fand ich nur das Festhalten an der alten Rechtschreibung und den ein oder anderen Setzfehler. Aber vielleicht ist das nur dem Rezensionsexemplar geschuldet. Auch ein kleines Kapitel oder eine weitere Abbildung zu dem noch vor Ort vorhandenen Überresten des Schlosses oder eine knappe Aufklärung über Wahrheit und Dichtung hätten dem Buch gut getan, aber sind vielleicht aus Plattgründen unterblieben, was verständlich war. Wer da von Neugierde geplagt wird, wird bestimmt auch nachträglich selbst fündig. Insgesamt hat mich das Buch total geflasht, sodass ich es sofort an eine gute Freundin weitergereicht habe, um ihr hoffentlich auch ein tolles Lesevergnügen, was noch lange nachhallt, zu ermöglichen.

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I

Rezension zu "Der böhmische Samurai" von Bernhard Setzwein

Interessante Familiengeschichte mit History Hintergrund ;-)
Ivonne_Gerhardvor einem Jahr

Ein wirklich sehr gut geschriebenes Buch über eine sehr interessante Familie mit unterschiedlichen Charakteren und Auswirkungen. Eine Frau die um die Familie kämpft und deren Zusammenhalt, ein unerwarteter Tod und der weitere Kampf der einzelnen Mitglieder. Mit viel historischem Hintergrund und Informationen,... Bis zum Schluss bleibt ein gleichbleibender spannender Bogen und ein Niveau was sehr hoch ist. Mir hat es Spaß gemacht auf eine Zeitreise zu gehen und nebenher noch beim lesen, etwas Geschichtliches lesen und lernen zu können ;-)

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histerikers avatar

Rezension zu "Der böhmische Samurai" von Bernhard Setzwein

Ein ungewöhnlicher Schicksal
histerikervor einem Jahr

Inhalt:
Graf Hansi landet 1945 in einem tschechischen Internierungslager und erzählt seine ungewöhliche Geschichte als Sohn eines österreichischen Diplomaten und einer Japanerin, der in einem Schloss in Tschechien aufwächst.

Bewertung:
Es war gerade seine Herkunft, die mich an der Geschichte sehr interessiert hat. Ich kenne mich mit der Geschichte Tschechiens und Mitteleuropas eigentlich ziemlich gut aus, aber über diese Familie habe ich noch nie gehört. Diese Lücke musste ich mit diesem Buch schließen.
Der Roman beschäftigt sich mit einem wahrscheinlich ziemlich unbekannten Mann der Familie, da seine Geschwister sehr viel berühmter geworden sind. Mich hat es aber nicht gestört, sein Leben ist interessant genug und gerade die Unbekanntheit macht die Geschichte interessant, weil so ein neuer Teil der Geschichte beleuchtet wird.
Hansi ist kein Charakter, den man liebt oder sich mit ihn identifizieren kann. Er ist an manchen Stellen gerade das Gegenteil, man kann seine Handlungen gar nicht nachvollziehen und denkt, dass er so anders ist, dass es so etwas gar nicht geben kann. Gleichzeitig eröffnet dies neue Perspektiven, auf die man sich einlassen kann, was für mich zum Teil den Reiz dieses Buches ausgemacht hat.
Teilweise war das Buch etwas langatmig, vor allem der späte Mittelteil war es für mich, aber trotzdem finde ich den Stil des Autors in Ordnung. Es ist ganz gut zu lesen.
Mir haben vor allem die Teile, die 1945 spielten, gefallen, da sie sehr glaubwürdig geschrieben wurden und die Probleme der Beziehung zwischen Deutschen (oder den Leuten, die dafür gehalten wurden) und den Tschechen sehr gut dargestellt haben.
Ein Buch, das man schon empfehlen kann.

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Gespräche aus der Community

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bernhardsetzweins avatar

Liebe Leserinnen und Leser,


habt ihr Lust auf eine Zeitreise ins frühe 20. Jahrhundert? Zwischen altem Glanz und neuer Welt, zwischen deutsch-böhmischem Adel und Fliegerpionieren, dort spielt mein Buch „ Der böhmische Samurai“ – die bewegte Geschichte einer außergewöhnlichen Familie.

Bewerbt euch bis zum 8. März um eines von 15 Vorab-Exemplaren und taucht ein in jene spannende Epoche, die sich im Schicksal der Familie Coudenhove-Kalergi so einzigartig widerspiegelt. Ich freue mich auf meine erste Lovelybooks-Leserunde mit euch und bin schon sehr gespannt auf eure Fragen!

Die Geschichte beginnt im Jahr 1896. Der Habsburger Diplomat Heinrich Graf von Coudenhove-Kalergi bezieht das Familienschloss im böhmischen Ronsperg, an seiner Seite die beiden erstgeborenen Söhne Richard und Hansi sowie seine japanische Ehefrau Mitsuko. In Japan ist sie eine Berühmtheit wie bei uns Kaiserin Sisi. Sieben Kinder bringt sie zur Welt, die in einer ungewöhnlich kosmopolitischen, freidenkerischen Atmosphäre aufwachsen. Richard wird später die Paneuropa-Bewegung ins Leben rufen, während sein älterer Bruder Hansi mitten im Böhmerwald ein exzentrisches Phantasiereich errichtet. Heiraten wird er Lilly Steinschneider, eine der frühen Flugpionierinnen des Habsburgerreiches.

Basierend auf der faszinierenden Familiengeschichte der Coudenhove-Kalergis entfaltet dieser episodenreiche Roman ein stimmungsvolles Bild vom alten Europa. In ihm lebt noch ein dandyhafter Adel ebenso wie Technikbegeisterung und Fortschrittsglaube. Doch der unter allen Völkern grassierende unheilvolle Nationalismus reißt diese Welt schließlich in den Abgrund, dort wo sich auch der böhmische Samurai am Ende wiederfinden wird.


Alle Infos zum Buch findet ihr hier 
Hier geht's zur Leseprobe:  http://b2l.bz/pCAJnE 

Gewinnt schon vor Erscheinen des Buches eines von 15 Vorab-Exemplaren von „Der böhmische Samurai“, indem ihr euch hier bis zum 8. März bewerbt. 

Ich nehme an der Leserunde teil und freue mich bereits darauf, mit euch über die Entstehung des Buches, die wahren Hintergründe und natürlich über eure Fragen zum Inhalt zu diskutieren.

Ich drücke euch allen die Daumen und freue mich auf einen fruchtbaren Austausch!

Liebe Grüße
Bernhard Setzwein
Jezebelles avatar
Letzter Beitrag von  Jezebellevor einem Jahr
Ich bin ein Fan von gut geschriebenen, historischen Romanen. Gern darf es Bezüge zu Menschen geben, die wirklich existiert haben und besonders mag ich es, wenn ich damit in einen historischen Bereich hineinstoße, zu dem ich noch nicht sehr viel wusste. Unter diesem Aspekt allein ist der vorliegende Roman schon ein voller Erfolg, denn über japanische Mischlingskinder in Europa habe ich noch nichts gelesen. Aber darüber hinaus kann der Roman noch viel mehr. Er verbindet Bekanntes mit Unbekanntem und hat einen spleenigen, skurillen Haupthelden geschaffen, der ähnlich eines Don Quichotes aus seiner Zeit herausfällt und durch seine Charaktereigenschaften zum Amüsement anderer Figuren und natürlich der Leserschaft beiträgt. Ein genialer Schachzug! Der Autor ist Kenner der Materie und auch noch der Literaturgeschichte, wie man an der Verbindung des Massakers an den Armeniern mit Franz Werfel und am Ende des Romans mitbekommt, in der das Who ist Who der bundesdeutschen Literaturschaffenden einen Gastauftritt hat. Trotzdem wirkt es niemals belehrend oder konstruiert, um Ideen unterzubringen. Zum Teil gibt es besonders sprachliche Erläuterungen zu bestimmten authentischen Wendungen am Ende. Die sind jedoch ein wirkliches Extra. Soll heißen, man braucht sie nicht, um den Text als solchen zu verstehen, kann sich aber hier noch einmal ein zusätzliches Fußnotenwissen holen. Kultur- und Geistesgeschichte ist zwar Kern, aber eben nicht der Handlung untergeordnet, was bei dem reichlichen Umfang des Werkes aus meiner Sicht eine Glanzleistung ist. Manchmal kommen Autoren auf diese Fülle, indem sie ein ganzes Arsenal an Personen aufkreuzen lassen, sodass der Lesende nahezu gezwungen ist, immer wieder vor- und zurückzublättern, um nicht den Anschluss zu verlieren. So sind bestimmt auch die vielberüchtigten Stammbäume in den Wälzern entstanden. Hier ist das nicht nötig, denn die Familienmitglieder und handelnden Personen bleiben überschaubar. Sie werden jeweils auch immer sehr behutsam eingeführt. Deswegen kann sich der Autor auch Vor- und Rückblenden erlauben, ohne das verwirrte Kopfschütteln seiner LeserInnen zu ernten. Vom Schreibstil her hat das Buch diese herrliche Ironie, diesen schwelgerischen Erzählton, der mir persönlich sehr gefällt. Der Ton ist auch dann noch passend, wenn die Themen ernster werden, weil sie ja nicht verlacht werden und zum Protagonisten eben auch gut charakterlich passen. Verstörend fand ich nur das Festhalten an der alten Rechtschreibung und den ein oder anderen Setzfehler. Aber vielleicht ist das nur dem Rezensionsexemplar geschuldet. Auch ein kleines Kapitel oder eine weitere Abbildung zu dem noch vor Ort vorhandenen Überresten des Schlosses oder eine knappe Aufklärung über Wahrheit und Dichtung hätten dem Buch gut getan, aber sind vielleicht aus Plattgründen unterblieben, was verständlich war. Wer da von Neugierde geplagt wird, wird bestimmt auch nachträglich selbst fündig. Insgesamt hat mich das Buch total geflasht, sodass ich es sofort an eine gute Freundin weitergereicht habe, um ihr hoffentlich auch ein tolles Lesevergnügen, was noch lange nachhallt, zu ermöglichen.
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