Bernhard Setzwein Das Buch der sieben Gerechten

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Inhaltsangabe zu „Das Buch der sieben Gerechten“ von Bernhard Setzwein

An einem Oktobertag des Jahres 1995 taucht in München ein seltsamer Fremder auf, der sich als "Erster Sekretär Sämtlicher Jahweischer Dienste" ausgibt. Mister Fulizer, wie er sich unter anderem nennt, soll die Stadt vor dem von allerhöchster Stelle angeordneten Strafgericht bewahren. Voraussetzung dafür: es lassen sich "sieben Gerechte" finden, die in dieser Stadt gelebt oder sich aufgehalten haben. Um diese schicksalhafte Frage zu klären, versichert sich Fulizer der Mitarbeit des verkrachten Schriftstellers Hermann Kreutner. Dieser kennt die Geschichte und die Geschichten der Stadt wie kaum ein anderer (jedenfalls behauptet er das).§War zum Beispiel Franz Kafka einer dieser "sieben Gerechten"? Er war im November 1916 auf Lesereise in München, traf dort durch Zufall Adolf Hitler im Cafe Heck am Hofgarten und hätte ihn beinahe auf ein anderes Gleis gebracht. Gehörte der jüdische Kommerzienrat Jakob Lehmann dazu? Er wurde im März 1933 von einem jungen Nazi auf offener Straße verhaftet. Bei ihrer Tour de force durch München und seine jüngste Vergangenheit treffen Fulizer und Kreutner u. a. ein geheimnisvolles Mädchen, deren Großvater Episoden aus den Tagen der Räterepublik zu erzählen weiß. Diese und andere Schicksale, die ein Anonymus im Internet auftischt, verbindet Kreutner zu einer immer wilder werdenden Phantasmagorie, die deutsche Geschichte in überraschenden Volten erzählt.

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  • Rezension zu "Das Buch der sieben Gerechten" von Bernhard Setzwein

    Das Buch der sieben Gerechten

    Persche

    12. July 2007 um 23:53

    München steht vor dem Untergang laut Beschluss der Jahewischen Kongregation auf Ihrer vierteljährlichen Sitzung in Prag. Jedoch bereut der alte Mann, der Vorsitzende dieser Kongregation, diesen Beschluss und schickt seinen ersten Sekretär Fulizer los diesen Plan wieder zu vereiteln. Sieben Gerechte sollen gefunden werden um die Stadt zu verschonen, in Sodom hatte man sich auf damals auf zehn geeinigt aber es geht auch mit sieben schließlich ist sieben eine göttliche Zahl. Dies kommt alles steht im Prolog und bildet die „äußerste Rahmenhandlung“ dieses teilweise wirren Buches. Die „innere Rahmenhandlung“ stellt dann der erfolglose Schriftsteller Kreutner dar, der von Fulzier, der als Mr. Gear in München absteigt, dazu genötigt wird diese sieben Gerechten zu finden. Den dritten Teil (wobei diese Teile alle ineinander verflochten sind) stellen die Geschichten Kreutners dar, die dieser über diese Gerechten schreibt. Als erster Gerechter dritt gleich Kafka auf der damals 1916 den Gefreiten Hitler in einem Münchner Kaffee trifft. Diese Kurzgeschichten wie Hitler meets Kafka stellen das absolute Highlight des Buches. Sie existieren jedoch größtenteils unabhängig von der sonstigen Handlung. Die Rahmengeschichte mit Fulzier, Bat (ein Mädchen) und Kreutner ist alles in allem auch nett und die Charaktere sympathisch und interessant. Die Jahewische Kongregation ist der irrsinnige abgehobene Teil des Buches in dem auch der größte Satirische Anteil liegt. Sie selbst die das ausführende Organ Gottes darstellen sind trotz allem beschränkt in Bezug auf Ihre Spesenkonten (der Anschlag wird auf München verübt das es die einzige Stadt in Reichweite für eine schmutzige Bombe serbischer Terroristen ist) das Propagandaministerium leistet schlampige Arbeit, wodurch alle Glaubenskonflikte entstanden sind. Und Trotz aller von diesem Ministerium durchgeführten Unglücke auf der ganzen Welt kommen weigern sich die Menschen doch zu Gott und der Kirche zurückzukommen. Gott selbst (der immer nur der alte Mann oder der Vorsitzende genannt wird) ist launisch. Und Gespräche über die Notwenigkeit des Leids seitens Kreuntners werden sofort abgeblockt und nicht beantwortet. Fazit: Alles in allem ist das Buch irgendwo irrsinnig humorvoll und abgedreht. Die Charaktere sind sympathisch und passen auch gut in die Handlung. Schade ist nur, dass die Geschichten der sieben Gerechten nicht ganz in die Handlung des Restlichen Buches greifen, sondern eher in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten darstellen, die nur darüber verbunden sind, dass sie alle mit dem 3. Reich zu tun haben. Wer also etwas verrückte Bücher mag ist goldrichtig. Kleine Abstriche gibt es weil die Jahewische Kongregation doch zu selten vorkommt und mit niemand über Ihre Motive diskutiert (obwohl das sicher beabsichtigt ist). www.kaoskrew.de

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