Bernhard Trecksel Nebelmacher

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Inhaltsangabe zu „Nebelmacher“ von Bernhard Trecksel

Clach, genannt "Totenkaiser", ist ein Nebelmacher. Diese meisterlichen Assassinen töten im Dienste der Göttin des Mordens nicht nur den Körper, sondern können auch die Seele vernichten. Clach hat gerade einen Auftrag abgeschlossen, da erfährt er Ungeheuerliches: Seine Tötungen waren gar nicht von der Göttin sanktioniert und damit wider ihr Gesetz! Clach macht sich auf die Jagd. Irgendjemand wird für diese Täuschung bezahlen. Doch der Totenkaiser ist längst selbst der Gejagte...

Ideenreich, bildgewaltig, düster und faszinierend in erfrischend neuem Setting.

— Serkalow

Leider hat mich die Story nicht ganz so überzeugt. Dennoch ein Actionreicher High Fantasy im mysteriösen Nebel.

— KayvanTee

Ein toller, interessanter und spannender Auftakt einer Trilogie - die noch viel Potential hat.

— JessiBuechersuchti

Ein Buch, von dem ich etwas ganz anderes erwartet habe, das mich aber völlig in seinen Bann geschlagen hat. Super!

— LiveReadLove

"Ihm war kein Zustand bekannt, der toter war, als tot zu sein," S.441

— Fuchsiah

Ein etwas plötzliches Ende ...

— weisse_schokolade_

Hätte nie gedacht, dass die Liebe zum Detail der Tod einer Handlung sein kann...

— TanjaJahnke

Absolut nicht mein Geschmack

— AnnaSalvatore

Na ja, irgendwie habe ich meine Erwartungen zu hoch gesteckt. Neblig war das Buch definitiv und mir hat es nicht ganz gefallen. 2 Sterne.

— Sardonyx

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  • Ideenreich, bildgewaltig, düster und faszinierend in erfrischend neuem Setting.

    Nebelmacher

    Serkalow

    09. November 2017 um 16:55

    Ich bin ja so einer von denen, die sich Ebooks schon mal vorab kaufen, obwohl sie gar nicht wissen, wann sie das entsprechende Werk wirklich lesen werden. Im Falle von »Nebelmacher« war das auch gut so. Denn würde ich heute (immerhin zwei Jahre nach Erscheinen des Buches) auf den ersten Teil dieser Trilogie stoßen, ich würde die Finger davon lassen.Es mag ja vor zwei Jahren noch innovativ gewesen sein, in der klassischen High-Fantasy einen Assassinen, der vermutlich noch mit seinem Job hadert, als Hauptfigur zu wählen. Mittlerweile sind diese Figuren auf dem Buchmarkt leider genauso häufig vertreten wie liebende/leidende Vampirgentlemen. Leider ist der Klappentext des Buches auch genau auf die Zielgruppe: »Hey, noch ein Killer, der mit seinem Schicksal hadert und von einer liebenden Frau gerettet werden muss!« ausgerichtet und vor allem IRREFÜHREND!Denn die Geschichte um den Totenkaiser hat mindestens VIER Hauptfiguren und somit auch ihre entsprechenden Handlungsstränge.Den im Klappentext erwähnten Assassinen Clach, der mit seinen Job übrigens diesmal nicht hadert.Den Inquisitor, Greskegard, der Clach schon seit Jahrzehnten jagt und (nicht nur) dafür buchstäblich über Leichen geht.Einen alternden, gischtgeplagten Barbaren namens Ormgair, der mit Hilfe eines magischen Schwertes noch mal »jung« wird, aber nicht die Auslöschung seines Stammes verhindern kann.Morven, eine Templerin, die hier das perfekte Ebenbild des edlen Ritter ist und in ihrer kämpferischen Naivität schon wieder herrlich hilflos gegenüber der Welt wirkt.Denn die Welt, und das ist das große Plus der »Totenkaiser-Trilogie« ist düster. Schmutzig. Brutal. Gemein. Der Nebel ist für die meisten Wesen giftig, weshalb man in magisch Geschützen Städten zusammengepfercht wohnt. Und diese Städte erst. Sie wurden auf den Überresten von vor Jahrhunderten, in einem Götterkrieg besiegten Titanen errichtet, bzw. trugen diese, die Festungen, um die sich später die Städte bildeten, damals schon an Ketten auf ihren Schultern ...Whow. Was ein Setting. Kaum für den menschlichen Geist zu fassen und somit endlich mal wieder eine Geschichte, die etwas macht, was Fantasy meiner Meinung nach machen sollte. Eben meine Fantasie anregen.Hinzu kommt, dass alle Protagonisten – bis auf Morven, die Templerin – wirklich nicht gerade nette Zeitgenossen sind. Sie alle gehen für ihre Interessen – und es wird im 1. Teil der Trilogie zum Glück noch nicht geklärt, ob die irgendwie ehrenhaft oder doch niedrig sind – über Leichen, schlachten, foltern und morden sich durch das Setting, dass es eine wahre Lust ist.Denn ihnen gegenüber stehen wirklich dunkle Mächte, was bedeutet, dass selbst besiegte und grausam zerstückelte Gegner durchaus wieder auferstehen und ein untotes Leben führen, das glücklicherweise frei von jedem Zombieklischee ist.Zitat: »Er war stets in der Wildnis gewesen, hatte ihre Regeln zu seinen gemacht, ihre Gefahren und Bestien achten gelernt. Und auch, wenn dort ebenso getötet und gefressen wurde wie unter den Menschenvölkern, so gab es doch Unterschiede. Der Flussotter oder der Luchs mochten mit ihrer Beute spielen, der Karstlöwe die Brut eines konkurrierenden Männchens ausrotten, aber kein Tier – zumindest keines, das er kannte – trieb ein anderes in den Freitod. In der Grausamkeit der Tiere lag eine Ehrlichkeit, die jeder Nebeljäger und seine Umgebung teilten. Ein Einvernehmen, eine Akzeptanz, dass die Welt gewissen Gesetzen folgte. Wesen mochten sich dort jagen und töten – aber sie zwangen einander nicht ihren Willen auf wie die Menschen.«Wer also auf Dark-Fantasy, mit wirklich schmutzigen Protagonisten, geschrieben im Stil klassischer High-Fantasy (Bildsprache mit einem Wortschatz, wie ein anderer Rezensent richtig schreibt von mehr als 1500 Worten!) steht, sollte hier unbedingt zugreifen.Mich hat der erste Band jedenfalls begeistert, dass ich froh bin, ihn damals gekauft zu haben. (Den zweiten übrigens im letzten Jahr und der Abschlussband steht ja kurz vor der Tür.)5 düstere Sterne.

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  • Mysteriöser Nebel, spannende Kampfszenen, vier Handlungsstränge!!!

    Nebelmacher

    KayvanTee

    02. August 2017 um 17:12

    Assassinen töten im Auftrag der Göttin des Mordens und vernichten die Seelen ihrer Opfer. Einer von ihnen ist Clach ein Nebelmacher und Totenkaiser genannt. Als er herausfindet dass die letzten Tötungen nicht von der Göttin in Auftrag gegeben worden sind, begibt er sich auf die Suche nach dem wahren Schuldigen. Nichts ahnend das er selbst bereits gejagt wird. Ich bin beim stöbern auf den dritten Teil dieser Reihe gestoßen und habe dieses Buch mit großem Interesse beäugt. Der Autor Bernhard Trecksel ist mir auch noch nicht bekannt gewesen. Somit ist hier der erste Teil nun gelesen worden. Mich konnte das Ganze leider nicht so überzeugen wie ich gehofft habe. Der Schreibstil ist zwar richtig gut und nach ein paar anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, ist er auch wirklich gut zu lesen. Aber mir persönlich kam Clach etwas zu kurz. Wir haben hier ja vier Handlungsstränge von vier Charakteren, die alle im Laufe des Buches aufeinander treffen. Aber ich finde drei davon hätte man kürzer halten können und noch mehr Clach in Vordergrund rücken sollen. Denn dieser Charakter hat mich am meisten Interessiert.Die Handlung selbst war am Anfang recht verwirrend, da wir drei verschiedenen Wegen erst mal folgen und diese mit einer menge Fachbegriffen kombiniert wurden. Das ganze hat mir eben leider anfangs etwas Schwierigkeiten bereitet in die Geschichte rein zu kommen. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, war der Spannungsaufbau und die Action geladenen Kampfszenen. Fand diese sehr gut ausgearbeitet und wirklich detailreich. Kopfkino lässt grüßen. Auch bei den Charakteren wurde nicht gespart an Informationen über ihr Leben, ihre Stärken und Schwächen. Wir treffen hier auch auf einen geheimnisvollen Nebel, der mich sogar an manchen Stellen etwas gegruselt hat und ich wurde neugierig was es damit auf sich hat.Die Covergestalltung passt zum Thema und gefällt mir richtig gut, vor allem auch weil wir hier im Inneren der Klappbroschur eine Karte finden und somit immer wissen wo wir uns gerade befinden. So etwas liebe ich in Büchern eh.Fazit:Tolle Kampfszenen, spannend und gut ausgearbeitet. Leider mir zu viele präsente Charaktere und somit Handlungsstränge. Dem Leser wird hier dennoch eine interessante Geschichte geboten und wer gerne einen High Fantasy mit vielen Handlungssträngen liest und dem das nichts ausmacht, der ist hier genau richtig. Von mir gab es 3 von 5 Sternen.

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  • Rezension - Nebelmacher

    Nebelmacher

    JessiBuechersuchti

    25. March 2017 um 15:44

    Cover Das Cover ist sehr düster, gleichzeitig aber auch mysteriös - genau wie unser Totenkaiser Clach ;)Der soll wohl auch von dem Mann auf dem Cover  dargestellt werden.Erster Satz "Die Herrin Pavosa Moreno war gerade einmal sechzehn Jahre alt, als sie starb."Meinung Das Buch ist mir wegen dem Cover direkt ins Auge gesprungen und nach dem ich den Klappentext gelesen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss.Der Schreibstil von Bernhard Trecksel ist zwar flüssig, allerdings schon anspruchsvoll zu lesen - keine Chance für mich, dass Buch abends im Bett zu lesen wenn ich müde bin. Aber dennoch, wenn man erstmal in die erschaffene Welt eingetaucht ist, konnte man nur schwer wieder auftauchen und das Buch beiseite legen. Die Welt die der Autor erschaffen hat, hat mir ziemlich gut gefallen. Nach dem Kampf der Titanen, ist die Welt ganz anders, als wir sie kennen. Städte gibt es nur noch wenige und diese sind von magischen Kuppeln geschützt - welche von den Erzmagi erschaffen und gewartet werden - um den tödlichen Nebel auszuschliessen. Außerhalb dieser Städte gibt es nichts. Außer ein paar Barbarenstämme, die ziemlich primitiv leben - für die Ehre allerdings Alles ist.Das Buch ist aus den 4 Sichten unserer Hauptcharaktere geschrieben und demnach wechseln sich auch die Kapitel ab - Clach, unser Totenkaiser. Greskegard, der Inquisitor. Ormgair, der Barbar. Morven, die Templerin.Alle Charaktere haben unterschiedliche Eigenschaften und sind starke Personen. Bis auf Inquisitor Greskegard - er war einfach ein echter Großkotz, der aber immer genug Glück hatte um zu überleben... so werden wir ihn leider wohl noch in den Folgebänden antreffen..Clach war ein typischer Assasine. Er hatte zwar noch die Fähigkeit seine Opfer in Nebel zu verwandeln, also ihre Seelen zu zerstören, aber sonst war er auch vom Verhalten ein typischer Assasine. Er war sehr vorsichtig, immer misstrauisch und der geborene Krieger.Ormgair lebte außerhalb der Städte und ist ein Nebeljäger. Seine Aufgabe ist es, seinen Stamm zu schützen und für ihn zu sorgen. Trotzdem ist er ein Einzelgänger und bevorzugt es, allein zu sein und seine Ruhe zu haben. Morven ist eine junge Templerin, die von ihrem Vater zu dem Dienst im Tempel gezwungen wurde, da sie das einzige Mädchen der Familie war.Fazit: Ein toller, interessanter und spannender Auftakt einer Trilogie - die noch viel Potential hat.Die Grundidee ist wirklich klasse und der rote Faden zieht sich in einer Linie durch, sodass man trotz verschiedener Sichtweisen auf ein Ziel zusteuert und die Handlungsstränge irgendwann aufeinander treffen. Auch die Charaktere sind super gestaltet und es macht einfach Spaß, sie durch ihre Abenteuer zu begleiten.Ich werde die noch folgenden Bände sicher auch lesen um zu erfahren, wie es mit unserem Totenkaiser und natürlich auch den anderen Charakteren weitergeht.

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  • Ein Buch, das mich komplett überrascht hat!

    Nebelmacher

    LiveReadLove

    09. February 2017 um 08:49

    Inhalt Schon von Kindesbeinen hat verschreibt sich Clach der düsteren Göttin des Todes, um in ihrem Namen zu Töten. Sehr schnell kommt er zu einem guten Ruf und wird der beste Assassine weit und breit. Doch in letzter Zeit scheint der Totenkaiser ein System hinter seinen Aufträgen zu erkennen. Alles scheint sich zu einem großen Ganzen grausamen Kampf um Macht zusammenzufügen und Clach spielt darin einem unbekannten Feind in die Hände. Unter allen Umständen möchte er herausfinden, wer ihn betrogen hat und nimmt damit in Kauf, selbst der Gejagte zu werden. Den Totenkaiser hält man nicht zum Narren.. Ein Fantasy-Roman, der so viel mehr zu bieten hat, als einen Mörder auf der Jagd. Als ich das Buch beim Bloggerportal von Randomhouse vorgeschlagen bekommen habe, ist mir das Cover bekannt vorgekommen. Als ich den Klappentext gelesen habe meinte ich mich zu erinnern, von dieser Handlung schon einmal gehört zu haben. Wusste aber nicht mehr wo. Kurzerhand habe ich das Buch angefragt, die Geschichte hat mich gereizt und kaum hatte ich es zu Hause, ist mir eingefallen, wo ich das Buch schon einmal gesehen hatte. Bei Elli vom wortmagieblog. Sie hatte das Buch vor gut einem Jahr rezensiert und für gut befunden (hier findet ihr ihre Rezension). Ein absoluter Pluspunkt, weshalb ich mich noch mehr auf das Buch gefreut habe. Ich wurde auch nicht enttäuscht. „Nebelmacher„ hat sich als etwas ganz anderes entpuppt, als ich erwartet hatte. Ich hatte an eine spannende Geschichte rund um Clach, den Totenkaiser gedacht, der versucht denjenigen auf die Schliche zu kommen, die ihn unwissentlich benutzt haben. In Wirklichkeit ist diese Geschichte sehr viel verzwickter und verworrener. In den gut 500 Seiten hat Bernhard Trecksel wahrscheinlich nicht einmal die Hälfte seiner Geschichte gepackt, die für diese Fantasy-Reihe wohl geplant ist. Ich habe schon durch das Bloggerportal herausgefunden, dass der zweite Band bereits erschienen ist, habe auch nach den ersten Seiten mit nichts anderem gerechnet. Und auch jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe ist mehr als deutlich klar, dass noch einiges mehr kommen muss, um all die Fragen, die in meinem Kopf entstanden sind, zu beantworten. Nur sehr wenige sind letztlich aufgeklärt worden und lassen mich sehr Neugierig auf Teil zwei zurück. Trecksel hat sehr gute Arbeit geleistet, was die Welt und vor allem die Religionen angeht, welche in diesem Buch eine große Rolle spielen. Ich hätte sehr gerne viel mehr über die Religionen erfahren, die wir kennen lernen. Was hat es mit dem Lichtfürsten auf sich? Was geht mit den Anhängern der Sharis vor sich und wie ist es mit dem tiefen Glauben der Wildlinge? Es wird nur wenig offenbart, allerdings lernen wir alles ein bisschen kennen. Nicht zuletzt deshalb, weil wir aus der Sicht von vier sehr unterschiedlichen Charakteren lesen. Diese vier Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein und entgegen meiner Erwartungen arbeiten sie auch nicht zusammen. Sie kämpfen jeder für sich auf ein eigenes Ziel hin. Jeder von ihnen hat ein eigenes Bestreben und irgendwie kreuzen sich ihre Wege immer wieder, auch wenn sie selbst davon nur wenig wissen, wir als Leser können die Zusammenhänge erkennen. Gerade das hat mir besonders gut gefallen. Ich als Leser kann verstehen, wieso wer gerade was tut, zumindest wissen wir was getan wird, und manchmal hätte ich am liebsten ins Buch gegriffen, um ihnen zu sagen, was sie zu tun haben. Und dass ihre eigene Ziele, vielleicht nicht die Besten für sie selbst sind. Aber das ist wohl meistens so. Vor allem Ormgair und Morven haben mein Interesse geweckt. Eine junge Templerin, die versucht die Anerkennung ihres Vaters zu erringen und ein Barbar, der in die Stadt eindringt, um den berüchtigsten aller Mörder zu töten und somit Ruhm und Ehre zu erlangen. Gerade ihre Handlungsstränge haben mir am meisten Spaß gemacht auch wenn, jeder für sich, teilweise grauenvolle Szenen durchleben mussten. Ormgair ist für mich deshalb von Interesse, weil er auf ganz andere Dinge achtet, denn er kommt nicht aus der Welt der „Stadtlinge“. Ihm fallen andere Dinge auf, ihm sind andere Dinge wichtig und so wird noch deutlicher unterstrichen, wie verdorben, korrupt und hinterhältig die meisten Menschen in der Stadt doch sind. Dass kaum jemand mehr Ehrgefühl besitzt und jeder jeden für ein wenig Geld verraten würde. Es hat mir großen Spaß gemacht, diese Welt durch seine Augen zu sehen. Um uns Leser aber noch weitere Informationen über die Welt in der wir uns befinden zuzuspielen, ohne den Fluss der Geschichte zu unterbrechen, bringt Trecksel immer am Anfang eines Kapitels unterschiedliche Aufzeichnungen aus Chroniken an. So kann man recht schnell mitdenken und Zusammenhänge besser nachvollziehen. Diese Art der Informationsweitergabe finde ich in Büchern immer besser, als lange Erzählungen von Charakteren, die meist irgendwann langweilig werden. Es hat mir sehr geholfen mich zurecht zu finden und die Welt besser zu verstehen. Zuletzt muss ich noch zwei Dinge ansprechen, zum einen den Schreibstil, den ich als etwas eigenwillig beschreiben muss. Man braucht eine Gewisse Zeit, um sich daran zu gewöhnen, doch als ich diese Phase hinter mir gelassen habe, bin ich in der Art, wie Trecksel erzählt, vollkommen aufgegangen. Sein Schreibstil ist Besonders und gefällt mir sehr gut. Und gerade der Schreibstil bringt mich auf einen der größeren negativen Aspekte des Buches. Im Gegensatz zu diesem Besonderen Schreibstil steht die Gewaltätigkeit, die in diesem Buch zum Teil sehr vorherrscht. Es ist sehr blutig, brutal und zum Teil übertrieben. Das Buch wäre auch ohn dieses übermäßige Blutvergießen ausgekommen, denn die komplexe Welt, die Trecksel aufgebaut hat, hat mir vollkommen ausgereicht, um mich darin fallen zu lassen und mitzudenken. Ich denke nicht, dass die Handlung etwas eingebüßt hätte, wären weniger blutige Szenen darin vorgekommen. Fazit „Nebelmacher“ ist für mich eine große Überraschung gewesen. Ich bin mit einer ganz anderen Vorstellung an die Geschichte herangegangen und war wirklich positiv überrascht von dieser komplexen Geschichte. Die Welt und ihr System sind sehr ausgeklügelt und stecken voller Geheimnisse, die erst noch gelüftet werden müssen. Die Charaktere haben die unterschiedlichsten Facetten und jeder von ihnen hat ein Geheimnis, welche alle nach und nach gelöst werden müssen. Ich freue mich schon jetzt darauf im zweiten Teil mehr zu erfahren und bin gespannt, wohin Bernhard Trecksel uns führen wird. Herzlichen Dank an das Bloggerportal von randomhouse und den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

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  • Düster und mitreißend

    Nebelmacher

    thebookpassion

    30. April 2016 um 18:54

    Clach, oder auch der „Totenkaiser“ ist ein berühmter sowie berüchtigter Auftragsmörder, denn er beherrscht sein Handwerk perfekt. Jedoch ist Clach nicht nur ein begnadeter Assassinen, sondern auch ein Nebelmacher. Mit Hilfe eines uralten Rituals vernichtet er im Dienste seiner Göttin des Mordes auch die Seelen seiner Opfer. Doch Clach ist beunruhigt, denn hinter seinen Aufträgen scheint noch viel mehr zu stecken. Er fängt an Fragen zu stellen und so stößt er auf eine Verschwörung von erschreckender Größe. Clach macht sich auf die Jagd, doch auch er selbst wird zum Gejagten.„Nebelmacher“ ist der Debütroman eines deutschen Autors und daher war ich umso gespannter auf den Roman, da es meiner Meinung einfach viel zu wenige deutschsprachige Autoren in diesem Genre gibt. Relativ schnell bemerkt man, dass es sich um einen Auftaktband zu einer größer ausgelegten Reihe handelt, da der Autor sich Zeit lässt, die Figuren einzuführen und vorzustellen.Der Roman zählt definitiv eher zu den düsteren Werken des Genres, dennoch gelingt es dem Autor sich nicht in der Brutalität und in der Grausamkeit zu verlieren und der Geschichte, als auch den Charakteren, leben einzuhauchen. Grade zu Anfang hatte ich jedoch nur große Fragezeichen vor meinen Augen, da der Autor relativ sparsam mit seinen Informationen umgeht. Vieles ist ungewiss und man wird zum Nachdenken und Schlussfolgern angeregt, sodass „Nebelmacher“ definitiv keine Lektüre für zwischendurch ist. Selbst zum Ende hin hatte ich das Gefühl, das ich einfach kaum etwas über die Welt wirklich weiß und ich in den Nachfolgebänden noch viel zu entdecken hab. Der Autor weiß jedoch ganz genau, wann er, dem Leser und der Leserin, neue Informationen, und sei es eine noch so kleine Information, präsentieren muss, damit man den Roman nicht frustriert in die Ecke wirft. Die Welt, die Trecksel entworfen hat, ist voller Facetten und sie hat sich mir, wenn überhaupt, nur langsam erschlossen. Das ausgefeilte Religionssystem konnte mich wirklich begeistern und ich hoffe, dass man in den Folgebänden noch mehr Hintergrundinformationen erhält, um dieses besser zu verstehen. Die verschiedenen Religionen sind all gegenwärtig und beeinflussen das Handeln jeder wichtigen Figur im Roman, sodass man die verschiedenen Glaubensrichtungen durch die Figuren und deren Entscheidungen nach und nach kennen lernt.Auch der Schreibstil des Autors ist überraschen anspruchsvoll und der Stil besitzt eine gewisse Eigenheit, sodass sich der Autor von der Masse abhebt. Gekonnt fängt der Autor die düstere und dramatische Atmosphäre auf und schildert detailverliebt das Geschehen. Die teilweise blumigen und brutalen Wortspiele haben mich stellenweise zum Schmunzeln gebracht. So trägt beispielsweise ein hart gesottener und der Gewalt nicht abgeneigter Mann den Namen Sanftleben. Ich muss gestehen, dies irritierte mich Garde zu Anfang des Romans sehr.Der Klappentext lässt zunächst vermuten, dass sich die Geschichte nur um Clach dreht, doch auch andere Figuren sind zentral für die Geschichte. Zu jeder Figur besteht jedoch eine gewisse Distanz und mir ist es einfach nicht gelungen Zugang zu den Figuren zu finden, sodass ich einfach nicht so intensiv mit fiebern konnte. Clach wirkt grade zu Anfang sehr gefühllos und berechnend, was einfach perfekt zu einem eiskalten Auftragsmörder passt, jedoch hätte ich mir einfach gewünscht, dass die Figur zum Ende hin etwas mehr Facetten aufweist und ich mich nicht andauernd fragen muss, wer Clach eigentlich wirklich ist und was ihn bewegt. Auch der grimmige Barbar, der unbedingt Rache an Clach nehmen möchte, wirkt zunächst unnahbar. Er verfolgt konsequent sein Ziel und weicht nicht von seinem Weg ab, da er vor allem durch Rachegelüste und seinem Ehrgefühl angetrieben wird. Doch grade zum Ende hin macht er eine überraschende Charakterentwicklung durch, sodass er etwas von seiner Starrheit verliert. Clach wird auch von einem durch Rache zerfressen und zu allem bereiten Inquisitor verfolgt. Die Suche und der Hass nach Clach bestimmt schon über ein Jahrzehnt das Leben des Inquisitors. Auch Movern, eine Tempelritterin, spielt eine zentrale Rolle in dem Roman. Jedoch kann ich auch nach dem Beendigen des Romans immer noch nicht einschätzen welche Rolle genau. Vor allem am Anfang wirkt sie sehr naiv und blauäugig und begibt sich dadurch in schreckliche Gefahr.Insgesamt konnte mich der Roman durchaus begeistern und ich bin sehr gespannt, was mich im Folgeband erwarten wird. Aufgrund der mageren Informationen, bezüglich der Welt und den magischen Aspekten, bin ich auf weitere Informationen gespannt und ich hoff, dass der nächste Teil etwas Licht ins Dunkel bringen kann. Nur mit den Figuren bin ich leider nicht warm geworden, da sie mir stellenweise einfach zu kühl und unnahbar erschienen. (c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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  • Intelligent und voller Überraschungen

    Nebelmacher

    Wortmagie

    11. December 2015 um 11:05

    Bernhard Trecksel ist ein neues Gesicht in der deutschen Fantasy. Laut den Angaben von Random House entdeckte er sein Talent zum Geschichtenerzählen durch all die Zeit, die er mit Fantasy-Rollenspielen verbrachte. Schade nur, dass seine Biografie diesbezüglich nicht genauer ist, denn ich wette, es würde so einige Leser_innen interessieren, über welche Art Rollenspiel wir hier sprechen. Ich tippe auf die Spielleitung bei Pen-&-Paper-Rollenspielen, schließlich sagt Trecksel über sich selbst, er sei ein absoluter Geek. „Nebelmacher“ ist sein erster Roman, den ich über das Bloggerportal von Random House als Rezensionsexemplar erhalten habe. Als kleiner Junge stellte Clach sein Leben in den Dienst der dunklen Göttin. Heute ist er ihr ergebenster Diener und tötet, wen immer man ihm aufträgt zu töten. Er ist der Totenkaiser, der Nebelmacher, der erfolgreichste Assassine aller Zeiten, der nicht nur die Körper, sondern auch die Seelen seiner Opfer auslöscht. In letzter Zeit glaubt Clach jedoch, ein Muster hinter seinen Aufträgen zu erkennen. Seine Ziele werden strategisch und systematisch ausgewählt, verbinden sich zu einem größeren Gesamtbild. Clach beginnt zu hinterfragen und stößt auf eine ungeheuerliche Verschwörung, der er unwissend in die Hände spielte. Es kümmert ihn nicht, dass er auf seiner Suche nach Antworten selbst zum Gejagten wird, verfolgt von einem alten Bekannten und einem neuen Feind. Im Nebel läuft man leicht Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Wird Clach einen Weg aus dem Morast voller Geheimnissen und Intrigen finden, ohne sich in ihm zu verirren? „Nebelmacher“ ist definitiv der erste Band eines Mehrteilers, obwohl noch nichts über eine Fortsetzung bekannt ist. Damit habe ich vor dem Lesen nicht gerechnet, kann es aber nach der Lektüre voll und ganz nachvollziehen. Bernhard Trecksels Geschichte ist sehr fein verästelt und vereint zahlreiche Akteure und Komponenten. Es wundert mich nicht, dass er diese nicht innerhalb von 500 Seiten zu einem Abschluss bringen konnte oder wollte. Viele Fragen bleiben offen und ungeklärt, weit mehr, als ich erwartet hätte. Tatsächlich habe ich die meisten Antworten gar nicht aus der Geschichte selbst erhalten, sondern aus kurzen Abschnitten vor den Kapiteln, in die Trecksel wichtige Hintergrundinformationen verpackte und ohne die die Handlung nur sehr schwer zu verstehen ist. Selbst mit diesen Infos fand ich es kniffelig, in das Geschehen hineinzufinden. „Nebelmacher“ ist kein Buch, das sich einfach so weg liest, es ist fordernd. Auch an Trecksels Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, weil dieser äußerst kunstvoll ist. Die sprachlichen Blüten des Buches sind ein starker Gegensatz zu einigen sehr gewalttätigen Szenen. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob ich diesen Kontrast mochte oder nicht. Einerseits gefiel mir die Diskrepanz zwischen Erzähltem und Erzählweise, doch andererseits irritierte mich die ungeheure Wucht dieser Szenen, weil ich nicht verstanden habe, wieso Trecksel diese exzessive Gewalt für nötig hielt. Vielleicht glaube er, seine Geschichte geriete ohne all das Blut zu trocken und verstandesbasiert – sollte das so sein, muss ich ihm vehement widersprechen. Mich beeindruckte die intelligente Konstruktion seiner Welt, vor allem das umfangreiche religiöse System, das sehr greifbar mit der Realität der Figuren verbunden ist. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, wie Clachs Assassinen-Orden da hineinpasst, denn anscheinend verfolgen sie mit der Verehrung der dunklen Göttin einen Glaubensweg, der abseits der Norm liegt. Insgesamt hätte ich gern mehr über die Assassinen erfahren, die Trecksel als sehr mächtig und einflussreich beschreibt. Ich bin jedoch optimistisch, dass ich in den Folgebänden weiterführende Einblicke erhalten werde. Clach selbst ist nur einer der vier Charaktere, die in der Geschichte eine tragende Rolle spielen und deren Perspektive die Leser_innen einnehmen. Ich fand die Mischung der Figuren unheimlich interessant. Ich denke, zumindest in diesem Punkt hat sich Trecksel eindeutig von seinen Erfahrungen beim Rollenspiel inspirieren lassen, weil sie alle sehr unterschiedlich sind. Erstaunlicherweise ließ er sie jedoch nicht an einem Strang ziehen, wie es sonst in Fantasy-Romanen üblich ist. Sie bilden nicht die altbekannte Heldengruppe, die sich auf eine Quest begibt, sondern stehen einzeln für individuelle Ziele. Daher ordne ich „Nebelmacher“ eher der Low Fantasy als der High Fantasy zu. Ich empfand „Nebelmacher“ als ein intelligentes Buch voller Überraschungen. Das Lesen war anders, als ich erwartet hatte, was aber auch daran lag, dass der Klappentext irreführend ist. Es gab keinerlei Hinweise darauf, dass Clachs Aufträge nicht von der Göttin sanktioniert gewesen wären. Dieses… nun ja, sagen wir mal Missverständnis verzeihe ich allerdings gern, denn nach dem Schreiben der Inhaltsangabe kann ich nachvollziehen, dass es nicht ganz einfach ist, die Handlung des Buches sinnvoll zusammenzufassen. Ich freue mich darauf, Bernhard Trecksels Schaffen weiterzuverfolgen. Ich wünsche ihm, dass er in Zukunft etwas Vertrauen in seine Erzählkunst entwickelt und nicht mehr auf allzu brutale Szenen zurückgreifen muss. Seine Geschichte ist auch ohne blutige Sturzbäche faszinierend. „Nebelmacher“ ist kein Einstiegsbuch in die Fantasy. Es ist eine Lektüre für Fans des Genres, die bereits Erfahrung mit struktureller Komplexität haben, sich mutig einem komplizierten, religiösen Konflikt stellen möchten und Freude an einem kunstvollen Schreibstil haben. Trifft diese Beschreibung auf euch zu, könnt ihr euch gemeinsam mit Clach, Morven, Ormgair und Greskegard auf eine Reise durch eine Welt voller Nebel begeben – wenn ihr euch traut. Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! Anmerkung: Nach dem Schreiben der Rezension habe ich herausgefunden, dass eine Fortsetzung bereits geplant ist. Diese wird voraussichtlich „Nebelgänger“ heißen und am 19. September 2016 bei blanvalet erscheinen.

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  • Nebelmacher

    Nebelmacher

    Amerdale

    05. November 2015 um 22:14

    Meine Rezension: https://amerdale.wordpress.com/2015/07/15/gelesen-bernhard-trecksel-nebelmacher/

  • Rezension zu "Der Nebelmacher"

    Nebelmacher

    Fuchsiah

    10. October 2015 um 08:58

    Anfangs habe ich mir unter dem Nebelmacher jemanden vorgestellt, nun, der Nebel macht. Schnell wurde allerdings klar, dass dies nicht gemeint war.Irren ist menschlich. Wer hier eine Liebesgeschichte mit Happy End erwartet, wird schnell enttäuscht sein. Gewalt, Missgunst und die nur zu gern bis ins Detail beschriebenen Tode sind gewiss nicht für jeden etwas.Auch ich musste ein paar Mal schlucken, denn immerhin habe ich doch eine sehr tiefgreifende Fantasie, die mir Bilder vor Augen beschafft. Was bei einem Abtrennen des Kopfes nicht dazu beträgt das Essen, das man eben gekocht hat, essen zu wollen. Hat man diesen ersten Schlag überwunden, geht die Geschichte genauso süffisant weiter.So unterschiedlich diese Personen sind, haben sie doch Eines gemeinsam: Den Kampfgeist.Egal wie alt oder jung die Figuren sind, egal aus welchem Milieu sie kommen.  Wer ist der alte Greis, der fast am Ende seines Lebens steht und heimgesucht wird? Genau das hat dem Ganzen erst die richtige Würze verliehen. Eine Hauptperson, die nicht jung und dynamisch ist, sondern alt und mit Schmerzen in den Gliedern. Daran muss man sich vermutlich erst ein Mal gewöhnen. Ein alter Mann, der die besten Tage schon gesehen hat und nun quasi auf seinen Tod wartet.Eine junge Kriegerin, die eigentlich nur das Gunst des Vaters sucht.Ein Inquisitor, der trotz den jahrelangen Suche nicht aufgibt und der Gesuchte, der immer einen Schritt voraus zu sein scheint.Jeder von ihnen verfolgt eigene Ziele doch irgendwie läuft es auf ein großes Ganzes hin, dass dem Leser jedoch nicht direkt klar wird. Erst im Verlauf der Handlung werden diese feinen Fäden zwischen den Figuren sichtbar: Wer mit wem was zu tun hat und warum. Insgesamt ist das Buch sehr düster und dunkel beschrieben. Es gibt zwar amüsante Momente, ein Greis der auf ein Mal wieder in der Blüte seines Lebens steht, oder Sprüche bei denen man lächeln muss/nickend zustimmt, aber selten Lichtblicke. Da alles in einer einzigen grauen Masse zu verlaufen scheint. Düster, dunkel und trist, wie die Story zu vermitteln scheint.Massaker, Gewalt und Tod sind die Hauptbegleiter beim Lesen. Wer also nicht unbedingt nur etwas vom Tod lesen möchte, dem will ich dieses Buch nicht empfehlen. Es gibt kaum ein Kapitel, in dem nicht irgendjemand abgemetzelt oder vergiftet oder irgendetwas zertrümmert wird. Dennoch hat mir dieses Buch, besonders die Vorstellung, dass die Seele zu Nebel wird, sehr gut gefallen.Eine gelungene Abwechslung zu der sonst so "liebeslastigen" Fantasy. Und die Hauptpersonen sind endlich mal nicht unfehlbar und perfekt/ oder hat einfach alles, was Mann/Frau sich wünschen kann. Oh nein. Jede Hauptperson ist alles andere, aber nicht perfekt.Morde, die nicht im Auftrag der Vorgesetzten geschehen. Eine jahrelange Suche, die kein Ende zu haben scheint.Eine zerrüttete Familie und Streben nach Ansehen, als einziges Mädchen in der Familie, die die dunkelsten Geheimnisse vor ihr verborgen hält.Ein alter Mann, gezeichnet durch das Alter und die Schwermut. All dies trug dazu bei, dass ich dieses Buch verschlungen habe (hätte ich nicht nebenbei so viel tun müssen). Allerdings hätte ich auf den ein oder anderen Mord verzichten können (bis ins Detail muss ich jetzt nicht erfahren, wie jemand getötet wird...).Das Ende kam durchaus ein wenig abrupt. Man könnte schon meinen, es ist ein offenes Ende. Ich hätte nur zu gern gewusst, wie es weiter geht und warum die Toten zurückkomen. Fragen, die beim Lesen nur teilweise geklärt oder angedeutet werden. Schade eigentlich.

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  • Der Totenkaiser auf der Suche nach der Wahrheit

    Nebelmacher

    SitataTirulala

    05. September 2015 um 15:10

    Ein kaltes Lächeln umspielte seine Züge. Er erschauerte, als die Vorfreude auf die nächste Mission sein Kalkül für einen Wimpernschlag verdrängte. Lohn und Geld waren unerheblich. Sie waren eine Notwendigkeit, ebenso wie der Rapport, den er seinen Auftraggebern leistete. Aber das wahre Vergnügen, die wahre Berufung lag in der Jagd an sich. Clach ist der mit Abstand beste seines Fachs. Seit vielen Jahren schon führt er im Namen der Kirche der Todesgöttin Sharis Auftragsmorde aus und hat sich dadurch den Namen "Totenkaiser" erarbeitet. Konkurrenten werden aus dem Geschäft gedrängt, mit Verfolgern aus den Reihen der Gesetzeshüter spielt er kinderleicht Katz und Maus. Doch plötzlich scheinen seine letzten Opfer sich wieder bester Gesundheit zu erfreuen. Die Hohepriesterin erinnert sich nicht daran, ihm diese Aufträge überhaupt gegeben zu haben. Clach beginnt, an seinem Verstand zu zweifeln, doch das Vergessen greift auch andernorts um sich. Es häufen sich die "Wiederauferstehungen", die niemandem merkwürdig vorzukommen scheinen. Clach muss unbedingt herausfinden, was es damit auf sich hat, wenn er überleben will. Lange lange hab ich mich nicht mehr so richtig auf eine neue Fantasywelt einlassen können. Doch als ich den Klappentext zu "Nebelmacher" las, fühlte sich das kleine Assassin's Creed Fangirl in mir direkt angesprochen. Ja, das geb ich offen zu, am meisten gereizt hat mich die Aussicht auf den geheimnisvollen, düsteren Totenkaiser. Schnell hab ich allerdings festgestellt, dass Clach und ich nicht alleine sind. Insgesamt hat das Buch vier erzählende Charaktere: Neben Clach, selbstverständlich, gibt es da noch Ormgair, einen alternden, aber tapferen Barbaren aus den Nebelweiten, Morven, die Tochter eines der Archonten der fünf großen Städte und gleichzeitig Ritterin des Templerordens, und zu guter letzt natürlich Fennek Greskegard, der Clach seit zehn Jahren als Inquisitor auf den Fersen ist. Unterschiedlicher könnten Charaktere überhaupt nicht sein. Abgesehen von Clach und Greskegard, die eine ziemlich offensichtliche Verbindung zueinander haben, starten Morven und Ormgair fernab der Hauptstory und ich hab lange gerätselt, wie sich diese Fäden jemals zusammenfügen sollen, hatte schon befürchtet, dass es auf die Brecheisen-Methode passieren wird. Aber tatsächlich gelingt es Bernhard Trecksel die vier Fäden fast ganz natürlich miteinander zu verweben. Und alle vier Charaktere hatten ihren Reiz. Am wenigsten konnte ich am Anfang mit Morven anfangen, da sie mir wie der typische Special-Snowflake Charakter erschien. Die Tochter des mächtigsten Mannes der Stadt, ausgebildet zu einer super Kriegerin, mit einer Aussehensbeschreibung wie hübsch sie ist, die aber gleichzeitig betont dass sie absolut nicht hübsch ist. Der Klassiker, möchte man meinen. Aber auch hier hat Bernhard Trecksel mich gewaltig überrascht. In Morven steckt mehr als das besondere Prinzesschen, das viele Geschichten hier und da einfach mal für eine noch irgendwie geartete Lovestory brauchen. Bernhard Trecksel hat für seine Figuren eine völlig neue Welt gedacht. Eine ziemlich düstere, die, wenn man genauer drüber nachdenkt und sie sich richtig vorstellt, ziemlich beklemmend ist, aber auch eine gewisse Faszination birgt. Nach und nach bekommt man Häppchen zugeworfen, die diese Welt erklären, die sie einen besser verstehen lassen. Wer es nicht gerne blutig mag, ist mit diesem Fantasyroman allerdings schlecht beraten. Denn Trecksel beschreibt Verletzungen, Vergiftungen und Schmerzen sehr sehr plastisch, was aber zur rauen Atmosphäre des ganzen Buches beiträgt. Was dagegen ein wenig hinderlich beim Lesefluss ist sind die endlosen Metaphern. Für jedes Gefühl, jedes Ereignis wird eine Metapher heran gezogen. Schmerzen, die sich anfühlen wie ein Sturm (inklusive detaillierter Beschreibung dieses Sturms) und so weiter. Zwischendurch wirkt das stimmungsvoll, auf 512 Seiten wird es aber schnell anstrengend, wenn man damit so großzügig um sich wirft wie Trecksel. "Nebelmacher" hat in mir zwischenzeitlich eher gemischte Gefühle hinterlassen, doch nachdem ich es ein Weilchen habe sacken lassen bin ich doch zu dem Entschluss gekommen, dass vier Blümchen durchaus verdient sind. Das Ende schreit förmlich nach einem zweiten Teil und ich bin wahnsinnig gespannt, ob es den geben wird, wann und wie es dann für Clach und die anderen weiter geht. ---------- Rezension: http://licentiapoeticae.blogspot.de/2015/08/br-bernhard-trecksel-nebelmacher.html

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  • Ein Buch, wo nicht nur die Protas im Nebel tappen

    Nebelmacher

    TanjaJahnke

    31. August 2015 um 08:16

    Im Vorfeld muss ich gestehen, dass ich dieses Buch nach einem sehr sehr langem Kampf dann doch abbrechen musste. Ich habe nahezu 4 Wochen mit diesem Buch zugebracht, was für meine Verhältnisse verdammt lange ist, da ich für Bücher mit ca. 600 Seiten eigentlich selten länger als 1 Woche brauche.  Ferner muss ich Leute mit einer blühenden Fantasie und sehr guten Vorstellungskraft, aber einem durchaus empfindlichen Magen vorwarnen. Denn die Gewaltsszenen sind nicht nur nicht für zarte Pflänzchen eher gewöhnungsbdürftig bis nicht geeignet, sie sind auch ausgesprochen detailreich und zahlreich vertreten.  Auf den ersten 50 Seiten hat man schon seine mindestens 10 Toten, wobei diese - wie man sich unschwer denken kann - nicht an Altersschwäche gestorben sind, sondern gewaltsam und dies ausgesprochen blutig. Angefangen von abgetrennten Gliedmaßen, Köpfen, austretenden Gedärmen, Körper, die als blutige Springbrunnen dienen und vieles mehr gibt es nahezu alles was das blutliebende Herz begehrt. Alles natürlich bis ins kleinste Detail, das kleinste Gefühl genaustens beschrieben.  Eigentlich würde ich ja sagen, dass diese Liebe zum Detail ein Steckenpferd von Trecksel ist, aber zeitgleich ist sie auch sein Genickbruch. Denn bedingt durch diese Liebe zum Detail zieht sich die Handlung und man verliert stetig den Anschluss. Man hat selbst das Gefühl im Nebel zu versinken und wie durch Treibsand durch die Handlung zu waten.  Der Umstand, dass jedes Kapitel mit Augenmerk auf einen anderen Charakter der Geschichte erzählt wird, hilft nicht gerade dabei den Anschluss zu behalten. Viel eher reißt sie einen noch mehr aus der Handlung raus. Zumal man nie weiß, ob die jeweils beschriebenen Handlungen zeitgleich geschehen oder wie viel Zeit zwischen ihnen liegt. Man verliert jegliches Zeitgefühl und bekommt keinerlei Hilfen an die Hand gereicht. Kurzum nicht nur die Bewohner der Pentae wandeln im dichten Nebel, auch der Leser. Doch die Grundidee der Geschichte, mit Kampfe der Titanen, Lichtwirker, Templerinnen, Assasinen und vielem mehr. Die liebevoll und einfallsreich gestaltete Karte (die im Einband des Buches ersichtlich ist) sind ausgesprochen faszinierend und versprechen sehr viel...was mir leider bedingt durch die Detailliebe leider nicht unerschlossen blieb. Daher kann ich für dieses Buch leider nur 2 von 5 Sternen geben und hoffe, dass andere mit diesem Buch mehr Spaß haben und hatten als ich.

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  • Unverbrauchte Idee

    Nebelmacher

    Zeliba

    25. August 2015 um 21:46

    Cover Noch ehe ich meine kleine Schwäche für Clach entwickelt habe, hab ich mich ja in dieses Cover verliebt. Die Pose, die Stimmung. Einfach wunderbar. Dann die Tatsache, dass das Gesicht nicht wirklich zusehen ist und so jeder das "fehlende Teil" selber ergänzen kann, gefällt mir. Es lässt eben auch der Fantasy ihren Spielraum. Dazu die ganzen Details an Kleidung, das Funkeln auf der Klinge. Ein Cover, das seinesgleichen sucht! Handlung Clach ist der Totenkaiser. Gefürchtet, gehasst und geachtet gleichermaßen. Denn er ist nicht nur ein Assassine, nein! Er ist der absolute Tod! Denn als Nebelmacher besitzt er die Gabe, nicht nur den Körper seiner Beute zu töten, sondern auch seine Seele. Und Clach liebt die Jagd. Als er nach einem Jahr zurück in den Tempel der Todesgötting kehrt, trifft ihn der Schlag. Alle seine letzten Tötungen waren nicht von der Botin der Göttin in Auftrag gegeben wurden und damit wieder des Gesetzes. Er ahnt Intrige doch noch, ehe er seinen nächsten Schritt planen kann, ist er plötzlich selbst die Beute . . . Morven ist Templerin des Lichtfürsten und wünscht sich nichts sehnlicher als Freiheit und die Anerkennung ihres Vaters. Als sie jedoch einen Auftrag in den Sand setzt, schlagen Scham und Wut über ihr zusammen. Die nächsten Tage werden zur Hölle auf Erden für sie. Kann es noch schlimmer komm? Ja, denn bald stellt sich ihr die Wahl zwischen Sterben oder Kämpfen. Denn jemand muss die Wahrheit erfahren . . . Ormgairs eigener Übermut hatte ihn dazu gebracht, seine Feinde zu tief in den Nebel zu verfolgen. Er hätte sie alle viel eher töten sollen. Doch der Wunsch nach Legende und Ruhm hatte ihn geblendet. Nun gab es kein zurück mehr. Ihm blieb nichts mehr. Nichts außer diesem Schwert in seiner Hand und einem Ziel. Er würde den Totenkaiser finden und töten. Nur so konnte er seine Ehre vor den anderen Clans wieder herstellen. Doch ist das wirklich sein eigener Wunsch? Greskegard ist dem Totenkaiser auf den Versen. Seit gut 10 Jahren Jagd er hinter dem Assassinen hinterher. Es schien wie ein spöttisches Spiel zwischen ihnen zu sein. Doch der Inquisitor weiß, er muss Clach in die Finger bekommen. Lebend! Denn nur so würde er seine Rache bekommen, auf die er schon so sehnsüchtig wartet. Doch Clach ist keine Ratte, die einfach so in die nächste Falle tippt. Schreibstil Der Nebelmacher ist wirklich High-Fantasy vom feinsten. Wir haben Aktion, Intrigen, Blut - so einiges an Gedärm und anderen unschönen Details-, und alles verwoben mit einer Story, die wohl keinen Wunsch offen lässt. Dabei schafft Bernhard Trecksel eine Stimmung, die nicht abreißt, wenn er zwischen den Charakteren hin und her wechselt. Ganz im Gegenteil. Man switcht einfach mit, hat aber immer die anderen noch im Kopf. Ist mittendrin erkennt Personen nur anhand von Beschreibungen wieder, selbst wenn des ein Nebenchara ist, der eben nur als Sandsack herhalten durfte. Und diese Lebendigkeit hat mit an dieses Buch regelrecht gefesselt. Hat mich mit grübeln lassen, hat mich auf Irrwege geführt und am Ende vollkommen überrascht zurück gelassen Charaktere Wie ihr bestimmt schon in meinem Handlungsteil gesehen habt, mangelt es uns wirklich nicht an Personen. Anfängliche Skepsis ob sich die Storys dann nicht zu sehr überschneiden oder einfach verlaufen kann ich verstehen, aber auch gleich aus der Welt räumen. Diese Personen laufen eigentlich die ganze Zeit "nebeneinander" und verfolgen fast alle das gleiche Ziel. Die meisten vollen meinem lieben Clach an den Kragen. ^-^ Und stolpern dabei in etwas viel viel größeres hinein ohne es auf Anhieb zu bemerken.  Aber wo es so viele sind, sind sie auch vollkommen eigenständig in Charakter und Tun. Da haben wir Clach, der voll kontrollierter ruhe und Jagdeifer seiner Beute nachstellt. Dann den Wilden, der alles auf eine Karte setzt und wieder lernt zu vertrauen, nur um dann in ein noch tieferes Loch zu fallen. Der Inquisitor, der von Rache zerfressen jedes andere Opfer als gerechtfertigt ansieht und Morven, die im inneren wohl noch ein Kind ist, das sich nach der Beachtung ihres Vaters sehnt. Wirft man all diese Eigenschaften - und noch einige mehr - in einen Topf, gibt ihnen Vergangenheit und Hintergrund, kommen dabei solche wunderbaren Figuren heraus. Meinung Zu behaupten, dass Ich dieses Buch liebe, ist eigentlich untertrieben. Ich verehre es regelrecht. Clach ist mein absoluter Liebling, aber auch die anderen Parteien versteht man und - das passiert mir ja nun wirklich nicht häufig - Ich war wirklich nah am Wasser gebaut als dieser eine Nebenchara das zeitliche segnete und habe bis zum Ende gehofft, das Rettung kommt. Ich finde, das zeigt gut wie auch die Nebencharas ausgebaut wurden. Aber auch die Stimmung in diesem Buch. Eigentlich kann man sich nie sicher fühlen. Nie herrscht ruhe oder stille. Immer passiert etwas. Immer steht das eigene Leben auf der Kippe. Intrigen und Tod gehen Hand in Hand und ziehen ihre Fäden fester. Gerade zum Ende hin hätte Ich - und habe Ich  - Fluchen können. Dieses Ende!!! Das ist doch reine Quälerei! Denn wo das Buch schon super war, so hielt das Ende ein Versprechen parat, dass es gerade erst anfängt. Wie kann man das seinen Lesern antun? 

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  • Nie. Wieder.

    Nebelmacher

    AnnaSalvatore

    Ganze Rezension auf meinem Blog Ich hatte mal wieder Lust auf ein Fantasy-Buch, von dem ich noch so gar nichts gehört hatte. Da bot sich dieses mit dem tollen Klappentext und Cover geradezu an. Cover/Titel/Gestaltung Ein wunderschönes Cover. Ich mag diese verruchten Farben, und den Mann mit den Dolchen in diesem rötlichen Schein. Idee/Handlung Das Buch ist so ganz anders, als ich erwartet hatte. Ich dachte es geht um eine Auftragsmörder-Geschichte aus der Ich-Perspektive eines vielleicht sogar humorvollen Protagonisten in einer fiktiven Welt. Doch es ist wirklich anders. Man wird in die Geschichte hineingeworfen, und zwar auf eine ungute Weise. Gleich zu Beginn wird mit Fremdwörtern in der neuen Welt um sich geworfen, ohne großartige Erklärungen. Dazu kam, dass die Geschichte aus 4 (!) Perspektiven erzählt wurde, die zuerst keinerlei Zusammenhang zu haben schienen. Noch obendrauf dieser Schreibstil - dazu später mehr - und meine Begeisterung sank unter den Nullpunkt. Erstmal fehlte mir ein klarer Satz zu der Welt, in der wir uns befinden. Die Beschreibungen dieser Welt musste man förmlich suchen, denn sie wurden gut verpackt in religiösen Sagen und Andeutungen. Für euch im Klartext: Es gibt die Stadt Fomor, die eine magische Kuppel hat, um einen normalen Himmel über die Stadt zu projezieren, denn sonst gibt es überall nur Nebel. Dann gibt es noch außerhalb der Stadtmauern wilde Stämme, die sich gegenseitig bekriegen, z. B. die Kreen und die Tanleigh. Mehr hätte ich mir nicht gewünscht, doch leider muss der Autor dies in den ganzen Sagen über Götter und Titanen verpacken. Dann kommt die eigentliche Handlung an sich: Ein Auftragsmörder, eine Templerin, ein Barbar und der Jäger des Auftragsmörders. Zuerst war ich erstmal perplex, wer jetzt wer ist, denn die Namen von den Protagonisten und auch der Übrigen haben nicht zur Verständlichkeit begetragen.  Clach, auch Totenkaiser genannt, Morven, Templerin und Tochter des Archonten, Ormgair, Barbar und Nebeljäger, und schlussendlich Greskegard, der Jäger von Clach. Dann noch "Sanftleben", Barbar und Greskegards Begleiter. An sich habe ich überhaupt nichts gegen fantasievolle Namen, doch hier wär eine kleine, genaue Einführung wer wer ist sehr sinnvoll gewesen, anstatt alle möglichen Namen + seltsame, neue Fremdwörter in den ersten 50 Seiten dem Leser reinzuknallen. Die eigentliche Handlung war teils dann auch sehr abstrakt. Es wäre schön gewesen, die vielen Religionen, die erwähnt werden, mal genauer zu erklären, anstatt davon auszugehen, dass der Leser alles über die Todesgöttin, den Lichtherrn, die Titanen und den Aberglauben der Barbaren weiß. Dadurch hatte ich oftmals eine Fragezeichen im Gesicht, wenn der Protagonist manche Worte wie selbstverständlich benutzt, wie z.B. "Die Kreen". Es hat sich herausgestellt, dass das Menschen eines bestimmten Stammes sind. Also es geht darum, dass es sogenannte "Heimkehrer" gibt, Menschen die sterben und wieder auferstehen. Danach erinnert sich niemand mehr an dessen Tod, nur manche, wie unsere vier Protagonisten, können sich noch erinnern. Dementsprechend haben es die Heimkehrer auf die Hauptfiguren abgesehen, nur dass die Protagonisten da erstmal darauf kommen müssen. Was das alles mit den Titanen zu tun hat, ist mir immer noch ein wenig unschlüssig^^ Das Ende war für mich noch das Beste am Buch. Alle möglichen Begriffe und Charaktere waren mir nun klar, und ich konnte mich wenigstens noch für 70 Seiten auf die Geschichte einlassen. Es gab dann noch eine eher unvorhergesehene Wendung, und es ist offen geblieben. Man merkt einfach, dass dies ein Auftakt sein soll. Ich bin mir zu 100% sicher, dass ich die Fortsetzung nicht lesen will. Schreibstil Das Schlimmste am ganzen Buch. Es gab ganze Seiten darüber, wie jemand oder etwas aussah. Und zwar nicht in einfach Worten, sondern in sehr blumigen Beschreibungen, die mich einfach kirre gemacht haben. Ich habe dann auch tatsächlich immer wieder Absätze übersprungen, weil ich das einfach nicht mehr lesen konnte. Ein Beispiel:  Er selbst war für sein Alter in bemerkenswerter Verfassung. Und man sah es. Statt wie die meisten Tanleigh massig und breitschultrig, hatte Ormgair mehr von einem der Wölfe seiner Heimat: eine ausgezehrte Gestalt, gekleidet in ein gebeuteltes Kettenhemd und einen löchrigen Kilt mit einem Tartan. Knochige Schultern, von einem nachtblauen Pelzkragen verhüllt, dessen beste Tage schon zu Zeiten von Ormgairs Vater vorbei gewesen waren. Silberne Fibeln, die wie springende Berglöwen gearbeitet waren, hielten das zerrissene Relikt, angelaufen und geschwärzt. Ein einfacher Kurzbogen aus verleimten Horn nebst Köcher und eine schartige Axt verrieten Ormgairs Profession. Das Gesicht des Barbaren glich der Landschaft, die ihn umgab, eine perfekte Imitation aus Narbenhügeln und Faltentälern, in die wie zwei Bergseen Augen von einem solchen Grau eingebettet waren, dass man sie kaum vom umgebenden Nebel unterscheiden konnte. Wie die Wurzeln uralter Bäume baumelte sein zu vier Zöpfen geflochtener aschgrauer Bart bis auf die Brust, der Schädel war, abgesehen von einem daumendicken Haarstreifen, dem Zeichen der Kriegerwürde, kahl. Zwei Karstlöwen sprangen über von Feindeshand vernarbte Ohren, die ausgestreckten Pranken an den Schläfen endend. Zitat S. 19-20   Das ist die Beschreibung Einer. Einzigen. Person. Natürlich war es nicht bei jeder auftretenden Figur/Sache so ausführlich, da das Buch dann wohl doppelt so lang geworden wäre, dennoch ging es mir einfach gewaltig auf die Nerven. Vor allem war es nichtmal so die Länge der Beschreibung, die mich gestört hat (aber auch), sondern vor allem die Art der Beschreibung. Ich habe drei Kreuze gemacht, als es endlich zu Ende war.  Doch das war leider noch nicht alles, was ich am Schreibstil zu kritisieren habe. Die ganzen Kämpfe. Es gibt sehr viele Kampfszenen im Buch, und eine sehr hohe und ausführlich beschriebene Brutalität, wo ich erstmal nichts gegen hatte. Aber dann wurde zum ersten Mal - auf den ersten 10 Seiten - angemerkt, wie die Tote "geräuschvoll ihre Blase und ihren Darm entleert". Dann wurde es wieder erwähnt. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Ihr wisst worauf ich hinaus will? Es gibt einen Haufen Tote in diesem Buch und beinahe jedes Mal wurde erwähnt, wie sie nach dem Tod Blase und Darm entleeren. Klar, es ist wahr und kann ja auch mal erwähnt werden, ABER es ca. 100 mal zu erwähnen, ist einfach nur nervig und eklig!!!!! Ich meine, der Leser ist doch nicht dumm, ich hatte es schon nach dem ersten Mal verstanden! Aber es immer wieder zu erwähnen, so finde ich, ist einfach geschmacklos und ekelhaft. Es mag zwar gut für die Authenzität sein, aber mir als Leser hat es die Lesefreude genommen.  -> Ich werde die Finger von diesem Autor lassen Ein Buch, welches ich mit unendlicher Freude beendet habe, weil es endlich vorbei war. Das Einzig Gute am Buch sind das Ende und die einigermaßen gelungenen Charaktere. Handlung war mir alles in Einem zu abstrakt, und vom Schreibstil will ich gar nicht erst anfangen.

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    • 2
  • Ein Mörder namens Clach schreitet durch den Nebel ... High Fantasy, die mich nicht überzeugte!

    Nebelmacher

    Sardonyx

    Der Totenkaiser von Fomor ist ein schneller, präziser Mörder, der im Namen der Todesgöttin Sharis die vergänglichen Leben der sterblichen Menschen auslöscht. Sogar die Seelen kann er vernichten, weil er ein Nebelmacher ist. Sein Name ist Clach und seinen Dolchen entgeht niemand, weil er jeden Auftrag ausführt Seit dem weltzerrüttenden Krieg der Titaten aus der dämmrigen Urzeit ist die Welt vom geheimnisvollen Nebel umhüllt. Keiner weiß, was die bleichen Schwaden genau sind, aber dank den Magiern ist die große Stadt Argas von einer schützenden Kuppel umhüllt, die als große Lüge Sonne und Wolken zeigt. Clach weiß, dass die Nebel die verlorenen Seelen getöteter Menschen sind. Jeder Sterbende wird eins mit dem Nebel. Clachs neuer Mordauftrag führt ihn nach Argas, wo er die junge Herrin der Stadt, Pavosa Moreno, in aller Heimlichkeit erdolcht und leiser als eine fallende Feder verschwindet. Doch es gibt ein Gesetz: jeder Mord muss vom Sharis-Tempel erlaubt sein, denn sonst droht Gefahr für den Nebelmacher. Und als Clach erfährt, dass sein letzter Mord nicht von der Mordgöttin beantragt wurde, will er Rache an der Person üben, die ihn betrogen hat. Clach wird zum Jäger und gleichzeitig zum Gejagten. Inquisitor Fennek Greskegard sucht und seit Jahren nach dem Totenkaiser, der als einzige Spuren Leichen hinterlässt. Clach ist schwieriger zu fangen als Nebel. Noch gefährlicher wird die Hetzjagd, als die Neue Macht von Morlamh anfängt, mit dem Tod zu spielen, sodass angebliche Tote wieder auferstehen und zu mordiden, brutalen Ungeheuern werden. Böse Geister kommen von den Toten zurück und verbinden zufällig das Schicksal vieler Personen. Morven, die erfahrene Kriegerin aus dem Tempel des sonnenhellen Lichtfürsten und die sich nach zahlreichen Brutalitäten in ihrem Zorn verliert und vor sich selbst Angst hat. Der alte Wildling Ormgair - dessen Glück und Leid an ein verfluchtes Schwert gebunen ist - aus den nebeligen Brachen, die man Amboss nennt. Clach, der Totenkaiser, der in seiner Macht verfällt und seine Kraft verliert. Und Greskegard, der eines Tages die lebende Herrin Pavosa Moreno sieht, nachdem er doch am vorherigen Tag ihre Leiche untersucht hat. ,,Die Nacht ist so zornig (...), ich kann sie hören, wie sie brüllt." Gewalt, Hass und Kampf - das Verderben hängt über jedem dieser Menschen, deren entscheidender Endkampf in Strömen aus Blut, Schmerz und verzweifelter Hoffnung ist. Für ,,Nebelmacher" von Bernhard Trecksel habe ich mir große Erwartungen gemacht. Das Cover sieht geheimnisvoll aus, die Inhaltsangabe lockte mich wie der Honig die Biene. Nachdem ich aber ungefähr ein Viertel durch hatte, verpuffte meine Lesebegeisterung zu einem blassen Dunst, weil der Totenkaiser nicht sehr toll war. Zu Anfang etwas sehr, sehr Gutes: der verblüffend bildliche, plastische Schreibstil von Bernhard Trecksel verdient meinen Respekt. Eine Gänsehaut streicht über den Rücken, Emotionen brechen wie Überflutungen aus. Die Charaktere sind umwerfend gestaltet. Und die Geschichte selbst? Meh, es war zäh. Die brutalen Schlachten wurden selbst mir irgendwann zu viel, obwohl ich schon eine Menge Fantasy gelesen habe, die nichts für zarbesaitete Gemüter sind. ,,Nebelmacher" übertraf alles an Mord und Totschlag, am Ende gibt es kein siegendes Gut (das ist wiederum ein Pluspunkt, weil es kein Klischee ist). Die Verwirrung zu Anfang bleibt aufrecht bis zur Mitte des Buches und die Zähigkeit wiederholt sich alle Kapitel mal wieder. Blutbad folgt auf Blutbad und die detaillierten Beschreibungen waren Meisterleistung - aber manchmal auch sehr eklig, wie z. B. die mit dem Daumen ausgequetschten Augäpfel. Bitte, ich will niemandem den Appetit verderben. ,,Nebelmacher" ist nicht der Highlight meines Lesejahres 2015 gewesen. Andererseits hat Trecksel hier die perfekten Grundlagen für eine ausführliche Fantasy-Welt geschaffen, in der kleine Feinheiten messerscharf herausgemeiselt wurden. Ich werfe mir für mein letztes Urteil eine Kutte über und ziehe mein Richtersschwert des Rezensenten, um mit der runenverzierten Klinge 5 Sterne hinzurichten. 2 Sterne rollen getroffen zur Seite, und diese widme ich nach der beschwerlichen Quest durch den Nebel dem toten-auferstanden Clach.

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    • 5
  • Wer zieht die Fäden im Hintergrund und warum?

    Nebelmacher

    Shunya

    06. August 2015 um 18:15

    Clach, genannt »Totenkaiser«, ist ein Nebelmacher. Diese meisterlichen Assassinen töten im Dienste der Göttin des Mordens nicht nur den Körper, sondern können auch die Seele vernichten. Clach hat gerade einen Auftrag abgeschlossen, da erfährt er Ungeheuerliches: Seine Tötungen waren gar nicht von der Göttin sanktioniert – und damit wider ihr Gesetz! Clach macht sich auf die Jagd. Irgendjemand wird für diese Täuschung bezahlen. Doch der Totenkaiser ist längst selbst der Gejagte … (Quelle: Blanvalet) Die Handlung rund um den Totenkaiser spielt in einer mittelalterlich anmutenden Welt, in der unbeliebte Arkanisten eine Art Schutzwall aufrecht erhalten. Der Assassine dient dem Sharis-Kult und ermordet im Auftrag der Todesbotin bis sich herausstellt, dass er in Wirklichkeit all die Zeit die Morde im Auftrag eines anderen ausführt. Clach sinnt auf Antworten und versucht herauszufinden was es zudem mit den seltsamen Heimkehrern auf sich hat. Auch der Amboss-Krieger Ormgair und der brutale Inquisitor Greskegard haben es auf den Attentäter abgesehen. Auch die junge Templerin Morven aus dem Orden des Lichtfürsten führt eine heiße Spur auf Umwegen zu den Heimkehrern. Wie man sieht gibt es im Grunde genommen keine richtige Hauptfigur, wobei sich natürlich dennoch alles um den Totenkaiser Clach dreht. Besonders gut gefiel mir natürlich, dass jede Figur trotz ihrer Aufgabe dennoch ein ganz eigenes Motiv in die Stadt geführt hat. Bernhard Trecksel hat gekonnt alle losen Fäden zu einem Strang zusammengezogen, so dass sich die Handlung verdichtet und ihrem Finale auf interessante Weise nähert. Vor allem die Szenen, die öfter durch Perspektivwechsel erzählt wurden fand ich gelungen aufgebaut, so konnte man eine Szene oftmals durch zwei Figuren aus einem anderen Blickwinkel wahrnhemen. Die Handlung spielt hauptsächlich wie erwähnt in einer mittelalterlichen Stadt. Es gibt verschiedene Stämme außerhalb und natürlich führt alles auf den großen Kampf der Titanen zurück, die eine wichtige Rolle in der Handlung einnehmen. Besonders gefallen haben mir auch die kurzen Einschübe zwischen den Kapiteln in denen man mehr über die Titanen und ihre Geschichte erfährt sowie ab und an ein paar Sichten der Bürger der Stadt. Clach mochte ich soweit, nur hatte er schon ein ziemlich großes Ego, weil er sich in allem so perfekt wähnte. Beim Lesen merkt man aber schnell, dass er nicht immer alles unter Kontrolle hat und auch als Totenkaiser Fehler macht was ihn wiederum menschlicher wirken lässt. Ormgair fand ich toll. Genau wie Sanftleben ist er ein Barbar aus dem Amboss und sinnt auf Rache an den Kreen, die seinen Stamm dem Erdboden gleich gemacht haben, dennoch führt ihn sein Weg in die Stadt. Unterhaltsam fand ich es, als er versucht hat Morven die Gebräuche seines Stammes zu verdeutlichen. Morven ist wahrscheinlich die jüngste Figur in Nebelmacher. Sie hat mit ihrem Status zu kämpfen und fühlt sich sichtlich unwohl in ihrer Rolle als Templerin. Erst nach und nach, vor allem nach einem großen Schicksalsschlag, kommt Morven ein wenig mehr aus sich heraus. Wen ich gar nicht mochte war Greskegard. Der Mann nimmt wirklich alle Mittel und Wege um an Informationen zu gelangen und geht desöfteren dafür auch mal über Leichen. Das Ende ist relativ offen, ob das so beabsichtigt ist oder doch noch eine Fortsetzung folgen wird bleibt wohl unklar. An sich finde ich das offene Ende gar nicht mal so schlecht. Clach macht seinem Namen als Totenkaiser alle Ehre und auch die anderen Figuren kommen nicht zu kurz. Man hat so das Gefühl, dass das Ende auf etwas wirklich Großes hinausläuft, aber na ja, das bleibt dann auch wieder eine offene Frage, die es der Fantasie des Leser überlässt wie Nebelmacher enden könnte. Die Idee mit dem Sharis-Kult fand ich recht interessant, darüber hätte ich gern mehr erfahren, ebenso wie den Nebelmachern und Nebeljägern – was mir ein zu kurz abgehandelt worden ist. Nur die Todesbotin fand ich ein wenig langweilig, als so herauskam was es mit ihr auf sich hatte. Danach fand ich sie nicht mehr so besonders spannend. Alles in allem eine gelungene Geschichte, bei der mir vor allem der Erzählstil von Bernhard Trecksel gefallen hat. Trotz einiger Bandwurmsätze, hat er sehr viele anschauliche Metaphern genutzt und die Handlung nachvollziehbar aufgebaut, so dass im Grunde genommen keine der Figuren zu kurz kam. Obwohl die Kapitel recht lang waren, hat es mich bei diesem Buch gar nicht gestört und dank dem Schreibstil des Autors fiel das auch nicht weiter ins Gewicht. Auch an eine Karte wurde gedacht, die man vorne und hinten beim Aufklappen im Buch ansehen kann. Finde ich super, dass daran gedacht worden ist. Nebelmacher ist durchaus ein spannendes Debutwerk in das man mal reinlesen sollte. Wer Fantasy und Geschichten über Assassinen mag sollte einen Blick riskieren. Es gibt eine Menge Action und einige interessante Storywendungen. Wer nach Romantik sucht, sollte sich allerdings anderweitig umsehen.

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  • nicht überzeugend

    Nebelmacher

    dorothea84

    05. August 2015 um 10:08

    Clach, genannt »Totenkaiser«, ist ein Nebelmacher. Diese meisterlichen Assassinen töten im Dienste der Göttin des Mordens nicht nur den Körper, sondern können auch die Seele vernichten. Clach hat gerade einen Auftrag abgeschlossen, da erfährt er ungeheuerlichen: Seine Tötungen waren gar nicht von der Göttin sanktioniert – und damit wider ihr Gesetz! Clach macht sich auf die Jagd. Irgendjemand wird für diese Täuschung bezahlen. Doch der Totenkaiser ist längst selbst der Gejagte … Fünf Mal habe ich versucht das Buch fertig zu lesen. Beim sechsten Mal habe ich es geschafft, was eher eine Qual war. Immer wieder wenn es spannend wurde, hat die Geschichte ihren Gesichtspunkt gewechselt. Die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen erzählt. Doch irgendwie machte es die Geschichte langweilige, verwirrt und löst die Spannung auf. Teilweise kam erst am Schluß heraus wie alles zusammenhängt. Zwei Sterne deshalb, weil es ab und zu Spannend war.

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  • weitere
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