Bernhard Wucherer Die Säulen des Zorns

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Inhaltsangabe zu „Die Säulen des Zorns“ von Bernhard Wucherer

Staufen in den Jahren 1649/1650. Nach Ende der Pest und des Dreißigjährigen Krieges möchte Reichsgraf Hugo zu Königsegg den ledigen Burschen eine wertvolle Fahne mitsamt Umzug und Festmahl stiften. Neid und Missgunst breiten sich aus, jeder möchte Fähnrich werden. Schon bald findet man den ersten grausam verstümmelten Leichnam. Und dann verschwindet auch noch eine junge Frau spurlos. Mit dem Tagelöhner Jockel Mühlegg ist schnell ein Schuldiger gefunden. Aber ist er wirklich der gesuchte 'Gliedermörder'? Denn es treibt sich noch ein geheimnisvoller Unbekannter herum …

Fazit: Zwischenzeitlich verliert sich der Autor etwas zu sehr im Detail, doch überzeugt der Roman mit einer vielschichtigen Story.

— Bellexr
Bellexr

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  • Fiktion mit historischen Fakten gut verbunden

    Die Säulen des Zorns
    goat

    goat

    22. November 2016 um 19:13

    Staufen im Jahr 1649: Der Dreißigjährige Krieg ist zu Ende, aber die Pest hat den Menschen stark zugesetzt und die rund 300 verbliebenen Einwohner sind der Verzweiflung nahe. Das verödete Land gibt nichts mehr her und der Winter steht vor der Tür. Selbst bei der Familie des Kastellans Lodewig Dreyling von Wagrain sieht es nicht besser aus. Um den Leuten wieder etwas von ihrem Lebensmut zurückzugeben, löst Reichsgraf Hugo von Königsegg sein vor Jahren gegebenes Versprechen ein und stiftet eine sehr wertvolle Fahne samt Umzug und einem dazugehörigen Festmahl für die noch ledigen Burschen. Ein Fähnrich muss gefunden werden. Doch schnell breitet sich Unruhe unter den Burschen aus, denn jeder ist davon überzeugt, den besten Fähnrich abzugeben. Bald darauf wird die erste Leiche gefunden und der vermeintliche Mörder schnell ausgemacht. Im Schwarzfischer Jockel Mühlegg ist ein leichtes Opfer gefunden und man ist sich sicher, dass ein Geständnis durch eine peinliche Befragung nicht lange auf sich warten lässt. Doch Jockel beteuert ganz beharrlich seine Unschuld. Läuft der wahre Mörder noch frei herum?„Die Säulen des Zorns“ ist bereits der dritte Band aus der Reihe um die Familie Dreyling von Wagrain und mit über 1.000 Seiten auch der umfangreichste. Sehr anschaulich beschreibt der Autor das karge Leben nach dem Krieg und der Pest. Bernhard Wucherer hat sehr sympathische Charaktere geschaffen und hat ihnen durch ihre authentische Art sehr viel Lebendigkeit verliehen, sodass ich sehr gut mit ihnen mitfühlen konnte. Die detaillierten Beschreibungen der peinlichen Befragung sind sicherlich nicht jedermanns Sache und ließen selbst mich schlucken. Bernhard Wucherer hat wieder einmal mehr bewiesen, dass er es meisterhaft versteht, Fiktion mit historischen Fakten zu verbinden. Geschichte war mir in der Schule immer zu trocken. Verpackt in einer spannenden Story jedoch, wird sie zu einem wahren Abenteuer und hier gelingt es dem Autor, mir die Persönlichkeiten der damaligen Zeit sowie das Geschehen nahezubringen. Natürlich weist ein über 1.000 Seiten starkes Werk auch seine Längen auf und es hätten mit Sicherheit auch 200 – 300 Seiten weniger sein können, aber von mir bekommt „Die Säulen des Zorns“ vier Sterne und eine ganz klare Empfehlung.

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  • Die Säulen des Zorns

    Die Säulen des Zorns
    nataliea

    nataliea

    30. July 2015 um 22:05

    "Die Säulen des Zorns" ist ein historischer Roman. Zwar gibt es zwei Vorgängerbände, doch kann dieser Teil getrost ohne die vorherigen gelesen werden. Zum Inhalt ist folgendes zu sagen: Die Geschichte handelt in Staufen in den Jahren 1649/50. Der Dreißigjährige Krieg und auch die Pest sind vorüber. Reichsgraf Hugo von Königsegg möchte einem ledigen Burschen eine wertvolle Fahne stiften. Dich jeder möchte Fähnling werden und deshalb ist der Neid und die Missgunst groß. Und dann wird die erste Leiche eines möglichen Fähnlings aufgefunden... Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und leicht verständlich. Er hat gekonnt die Sprache des 17. Jahrhunderts in die Geschichte eingebaut, ohne dass diese aufgedrungen wirkt. Sehr interessant sind die detaillierten historischen Fakten und Charaktere, welche gut recherchiert in die Geschichte integriert wurden. Und auch die Charaktere sind sehr detailverliebt und lebendig beschrieben. Der Mord und die Suche nach dem Mörder wird wahnsinnig fesselnd und spannend erzählt und ich hatte bis zum Schluss nur einen vagen Verdacht. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist, dass es einige langatmige Passagen gibt, aber nur weil bei diesen die Situation zu detailliert war. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Alles in allem ist dieser Historienband wahrlich ein Schmöker und vor allem Lesegenuss in einem!

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Der Gliedermörder

    Die Säulen des Zorns
    Bellexr

    Bellexr

    03. September 2014 um 18:15

    Staufen, nahe Immenstadt in den Jahren 1649/50. Der Dreißigjährige Krieg ist zu Ende und auch die Pest hat die Region wieder verlassen. Die Staufner sind auf rund 300 Bewohner zusammengeschrumpft. Um ihnen wieder etwas Mut für die Zukunft zu geben, erinnert sich der Reichsgraf Hugo von Königsegg an sein vor Jahren gegebenes Versprechen und stiftet den ledigen Burschen eine wertvolle Fahne mitsamt Umzug und Festmahl. Doch kaum ist die Stiftung bekannt, breitet sich Neid und Missgunst unter den jungen Männern aus. Die erste Leiche eines möglichen Fähnrichs lässt nicht lange auf sich warten. Der vermeintliche Mörder scheint in dem Schwarzfischer Jockel Mühlegg schnell gefunden. Doch trotz peinlicher Befragung beteuert Jockel im Immenstadt seine Unschuld.   Im Jahr 1649 liegen die Äcker brach und das Land ist verödet. Entsprechender Pessimismus herrscht unter dem Volk, zumal der Winter vor der Tür steht und die Menschen nicht wissen, wie sie diesen mit den wenigen Lebensmitteln und dem Mangel an Brennholz überleben sollen. Auch bei der Familie des Kastellans Lodewig Dreyling von Wagrain wird der Gürtel in dieser Zeit enger geschnallt.   Auch im dritten Band rund um die Familie Dreyling von Wagrain versteht es Bernhard Wucherer wieder perfekt, historische Fakten und Persönlichkeiten mit einer fiktiven Geschichte zu verknüpfen und beweist hierdurch wieder einmal, wie akribisch er seine Historischen Kriminalromane recherchiert.   Die Geschichte um den Gliedermörder gestaltet sich äußerst interessant und fesselnd. Allerdings verliert sich Bernhard Wucherer öfter einmal zu sehr im Detail und wiederholt sich auch stellenweise, sodass bei dem rund 1.100 Seiten fassenden Schmöker ab und an Durchhaltevermögen angesagt ist.   Auf der anderen Seite schafft aber gerade diese detailreich erzählte Geschichte eine atmosphärische Dichte und einen wunderbaren Einblick in das 17. Jahrhundert, spiegelt glaubwürdig und bildhaft das Leben der einfachen Bevölkerung im Allgäu nach dem Dreißigjährigen Krieg und der Pest wieder, den Aberglauben, der immer noch vorherrscht und erzählt ausführlich die Vorgänge bei der peinlichen Befragung.   Die Charaktere sind wieder einmal detailreich und lebendig beschrieben, bleiben stellenweise recht undurchsichtig, was gerade bei der Suche nach dem Mörder von Vorteil ist und einige Personen überraschen oftmals in ihren Handlungen. Obwohl viele bekannte Figuren aus den beiden vorherigen Bänden mitwirken, werden auch diese, gerade was ihre Vergangenheit angeht, ausführlich beschrieben, sodass ein Lesen der ersten beiden Bände nicht notwendig ist. Allerdings verpasst man dadurch aber auch zwei hervorragende historische Romane.   Fazit: Zwischenzeitlich verliert sich der Autor etwas zu sehr im Detail, dennoch überzeugt der Roman mit einer vielschichtigen Story und überzeugend beschriebenen Charakteren.

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