Bernhard Zimmermann

 4,2 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf von Bernhard Zimmermann

Bernhard Zimmermann, geboren 1955, Studium an den Universitäten Konstanz und London, Promotion 1983, Habilitation für Klassische Philologie 1988.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bernhard Zimmermann

Cover des Buches Von der Gelassenheit (ISBN: 9783423346474)

Von der Gelassenheit

 (7)
Erschienen am 01.12.2010
Cover des Buches Philosophie des Glücks (ISBN: 9783423343770)

Philosophie des Glücks

 (3)
Erschienen am 01.12.2006
Cover des Buches Metzler Lexikon antiker Literatur (ISBN: 9783476020444)

Metzler Lexikon antiker Literatur

 (1)
Erschienen am 01.10.2004
Cover des Buches Homers Odyssee (ISBN: 9783406750229)

Homers Odyssee

 (1)
Erschienen am 16.03.2020
Cover des Buches Europa und die griechische Tragödie (ISBN: 9783596301195)

Europa und die griechische Tragödie

 (0)
Erschienen am 15.04.2015
Cover des Buches Lexikon der lateinischen Zitate (ISBN: 9783406774874)

Lexikon der lateinischen Zitate

 (0)
Erschienen am 26.08.2021

Neue Rezensionen zu Bernhard Zimmermann

Cover des Buches Homers Odyssee (ISBN: 9783406750229)W

Rezension zu "Homers Odyssee" von Bernhard Zimmermann

Gelungene Zusammenfassung.
wsnheliosvor 2 Jahren

Der Autor präsentiert in diesem Buch in angenehmer Kürze – weshalb ich die Bücher der Beck Wissen Reihe ja so liebe – das wichtigste zu Homers Odyssee: Hintergrund zu Homer, Zusammenfassung der Odyssee, Literaturwissenschaftliche Aspekte und Rezeption.
Ich selbst habe mich in meiner altphilologischen Phase nicht wenig mit der Odyssee beschäftigt und daher hat das Buch mir persönlich nichts Neues geboten. Aber ich muss sagen, dass die Zusammenfassung der Odyssee in diesem Büchlein die beste ist, die ich bisher gefunden habe. Wenn also jemand schon immer mal wissen wollte, was in der Odyssee steht, was da passiert, aber keine Lust hat das ganze Epos und womöglich sogar noch in Versmaß zu lesen, der sollte hier zugreifen.
Speziell ist das Buch aber sicher für Gymnasiasten oder Studienanfänger geeignet, die mit der Arbeit an der Odyssee beginnen und nur über ein minimales Grundwissen darüber verfügen. Oder Menschen wie ich, die nach vielen Jahren die Thematik einfach mal wieder auffrischen wollten.
Das Buch ist angenehm geschrieben und liest sich flüssig. Der wissenschaftliche Jargon ist auf ein Minimum reduziert, wodurch das Büchlein durchaus von jedermann gelesen werden kann. Einzig die Einleitung und das Kapitel zur Homerischen Frage sind etwas mühsam, da viel geschwafelt wird. Aber wenn es keine Fakten gibt und man nur eine Theorie an die andere klebt, dann ist das halt das Ergebnis.
Fazit: Zum Kennenlernen der Odyssee sehr zu empfehlen.

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Cover des Buches Von der Gelassenheit (ISBN: 9783423346474)L

Rezension zu "Von der Gelassenheit" von Seneca

Von der Gelassenheit
Linny1vor 3 Jahren

Zuerst einmal eine Frage: Warum sollte man freiwillig ein Buch lesen, das beinahe zweitausend Jahre alt ist und sich mit den Grundsätzen der stoischen Philosophie beschäftigt? Meine Antwort: Weil Senecas Überlegungen heute noch genauso aktuell sind wie damals.
Okay, ganz einfach zu lesen ist das schmale Büchlein nicht. Das Werk, das als Briefwechsel verfasst ist, wirkt zunächst gestelzt und weltfremd und hat mich unangenehm an längst vergangene Lateinhausaufgaben erinnert. Auch der Alltag, von dem Seneca spricht, lässt sich mit dem 21. Jahrhundert kaum vergleichen, denn wir müssen weder unter mordlustigen Kaisern leiden, noch beschäftigen wir einen Haushalt voller Sklaven.

Abgesehen davon kann man die Probleme der damaligen Zeit jedoch durchaus mit denen der Moderne vergleichen: Seneca schreibt vom Überdruss einer Gesellschaft, die mehr hat als sie tatsächlich braucht. Er schreibt von der Suche nach dem Glück und vom Überwinden gesellschaftlicher Zwänge. Er schreibt davon, wie man dem hohen Druck, unter dem man tagtäglich steht, standhalten kann. Und das ist tatsächlich noch immer zeitgemäß.

Zuerst versucht er zu erklären, woher diese Unzufriedenheit überhaupt kommt. Er führt mehrere Gründe auf, aber hauptsächlich glaubt er, dass man sich selbst oft falsch einschätzt und sich mehr zumutet, als man aushält, und dass man Hoffnungen nachjagt, die man nicht erfüllen kann. So wird man immer unglücklicher, selbst wenn man objektiv alles hat, was man braucht.

Seine Lösung ist die eines typischen Stoikers: Gelassenheit. Hierzu liefert er eine Art Anleitung, die helfen soll, im Leben gelassener zu werden. Am wichtigsten ist ihm dabei, dass man akzeptiert, dass alles vergänglich ist. Geld und Macht können einem binnen eines Wimpernschlags genommen werden. Was irgendwem passieren kann, kann einem auch selbst zustoßen. Wenn man darauf vorbereitet ist, trifft einen tatsächliches Unglück im Idealfall weniger hart.

Essentiell fürs Glück hält Seneca es, sich für die Gemeinschaft nützlich und seine Fähigkeiten und Talente auch anderen zugänglich zu machen. Das kann auch im ganz kleinen Rahmen passieren, wenn man in seinen Möglichkeiten eingeschränkt ist, aber jeder Versuch ist besser als nichts. Man sollte ein gewisses Gleichgewicht zwischen der Gesellschaft anderer Menschen und dem Rückzug ins Private halten, weil man Gesellschaft und Einsamkeit hin und wieder gleichermaßen braucht. Auch die Frage, mit welchen Menschen man sich umgibt, ist wesentlich: Seneca rät dazu, sich von den ewigen Nörglern fernzuhalten, die immer einen Grund zum Jammern finden. Egal, wie nett diese Leute auch sonst sein mögen, sie schaden uns trotzdem durch ihre Launen.

Außerdem rät er zur Anpassung an neue Situationen. Man sollte flexibel bleiben und das, was das Schicksal einem zuspielt, einfach akzeptieren, So wird man in jeder Lebenslage einen Grund finden, das Leben trotzdem zu genießen. Das entspricht auch seinem letzten Ratschlag: Man sollte sich auch einfach mal entspannen. Es spricht nichts dagegen, sich nicht permanent den Kopf zu zerbrechen, sondern auch mal Spaß zu haben und sich locker zu machen. Überhaupt sei das Leben, so Seneca, im Großen und Ganzen eher zum Lachen, wenn man es sich mal genauer anschaut.

Ich finde, "Von der Gelassenheit" ist ein großartiges Buch und ein guter Ratgeber, der den philosophischen Büchern der heutigen Zeit, die für meinen Geschmack viel zu esoterisch und psychologisch angehaucht sind, weit überlegen ist.

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