Bert Lingnau

 4 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor*in von Singende Barsche, Steile Hechte und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Bert Lingnau

Cover des Buches Singende Barsche (ISBN: 9783941064898)

Singende Barsche

(1)
Erschienen am 21.03.2022
Cover des Buches "Da muss man Leute totmachen" (ISBN: 9783898127028)

"Da muss man Leute totmachen"

(0)
Erschienen am 01.02.2010
Cover des Buches Steile Hechte (ISBN: 9783941064966)

Steile Hechte

(0)
Erschienen am 03.07.2023

Neue Rezensionen zu Bert Lingnau

Cover des Buches Singende Barsche (ISBN: 9783941064898)
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Rezension zu "Singende Barsche" von Bert Lingnau

Woerter_auf_Papier
Humorvolle und ernste Kriminalfälle aus Mecklenburg-Vorpommern

Der in Barth/Vorpommern geborene Schriftsteller und Journalist Bert Lingnau hat in Singende Barsche 62 authentische Kriminalfälle zusammengetragen, die sich zwischen 1135 und 1985 in Mecklenburg-Vorpommern ereignet haben. 

Der Klappentext zeigt schon deutlich, dass Singende Barsche einen bunten Mix an Geschichten bereit hält. Und gerade dieser Mix sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Die Kurzgeschichten sind in die Abschnitte Westmecklenburg, Rostock und Umgebung, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern unterteilt. Außerdem beginnt jede Geschichte mit dem Ort, an dem sich das Verbrechen zugetragen hat. Als Leser weiß man also immer, wo in Mecklenburg-Vorpommern man sich gerade aufhält. Für eine noch bessere Übersicht gibt es auf der letzten Seite eine aufklappbare Karte des Bundeslandes, in dem noch einmal alle Tatorte aufgezeigt sind. Eine sehr schöne Idee.

Zu Beginn jedes Kriminalfalls weist zudem ein roter bzw. schwarzer Fisch darauf hin, ob es sich um eine eher heitere (rot) oder ernste (schwarz) Geschichte handelt. Da die Geschichten nicht aufeinander aufbauen, kann hier je nach Lust und Laune querbeet gelesen werden. Aber Achtung: Auch bei den roten Fischen geschehen Morde!

Der Tonfall der einzelnen Geschichten passt sich dem Kriminalfall an. Mal ist er heiter mit augenzwinkernden Metaphern, mal ernst und berührend. Nachdenkliches gibt es in Geschichten wie „Der Pogrom gegen mecklenburgische Juden 1492“ oder „Die Geschichte des Harry Weltzin“, in der 1983 ein Mann an der innerdeutschen Grenze zu Tode kommt. Ein Mahnmal für Harry Weltzin wurde 2013 eingeweiht, wie ein in der Geschichte enthaltenes Foto zeigt. Die zum Text passenden Fotos ziehen sich übrigens durch das gesamte Buch. Ein nettes Detail. 

Spannend ist er, der Einblick in die (kriminelle) Historie des Landes. Nicht immer ruhmreich, aber immer informativ. Der Autor reichert seine interessanten, gut recherchierten Erzählungen immer wieder mit Originalzitaten aus z. B. alten Zeitungen an. So macht das Buch auch große Lust, ein wenig mehr in die Vergangenheit Mecklenburg-Vorpommerns einzutauchen. Hier empfiehlt sich ein Blick in den Anhang, wo Bert Lingnau die Quellen seiner umfangreichen Recherchen aufgelistet hat. 

Fazit
Singende Barsche ist ein Potpourri aus unterschiedlichen Kriminalgeschichten, die allesamt in Mecklenburg-Vorpommern spielen. Mal mit einem humorvollen Ton versehen, mal ernst oder sogar bedrückend lassen sich die spannenden und wahren Fälle auch gut als Zwischendurchlektüre lesen.

Die ganze Rezension gibt es auf meinem Blog (https://woerteraufpapier.de/singende-barsche-von-bert-lingnau/)

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