Bert Rauenbusch

Lebenslauf von Bert Rauenbusch

Nach meinem Schulabschluss wurde ich im Oktober 1978 bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Ausbildungsstandort Nürnberg eingestellt. Zwei Jahre lang war ich Angehöriger der 14. Hundertschaft. Im September 1980 begann der Anstellungslehrgang für den mittleren Polizeivollzugsdienst. Am Ende durfte ich im August 1981 endlich zur „echten“ Polizei in den Einzeldienst wechseln. Meine erste Station war der Einsatzzug Nürnberg 2. Damals musste man zu diesen E-Zügen, weil dort erfahrene Einzeldienstbeamte die jungen „Beponesen“ an den richtigen Schichtdienst heranführen sollten. In den meisten Fällen gelang dies auch. Nach einem halben Jahr kam ich – wiederum endlich – zur „ganz echten“ Polizei: Streife fahren bei der PI Nürnberg-Mitte 1 und PI Nürnberg-West (im Übrigen meine Heimatdienststelle). Fünf Jahre im Schichtdienst waren dann genug, so dass ich im Mai 1987 als Gruppenführer zum Einsatzzug Nürnberg 2 wechselte. Dort war ich nun der Ausbilder der jungen „Beponesen“. Doch schon im August des gleichen Jahres ordnete der damalige Staatssekretär, dessen Name nicht genannt werden darf, die Umbildung der Einsatzzüge in Unterstützungskommandos (USK) an. Ich bin also Gründungsmitglied der heute etablierten und nicht mehr wegzudenken Spezialeinheiten beim Einsatz von Veranstaltungen und besonderen Einsatzlagen. Nach vier Jahren, im Juni 1991, ließ ich mich zurück in den Schichtdienst bei der Nürnberger Einsatzzentrale versetzen. USK war mir zu anstrengend, weil dort sehr viel Selbstverteidigung auf dem Dienstplan stand und ich doch leidenschaftlicher Fußballer war. Das passte einfach nicht zusammen. Doch schon im März 1993 erhielt ich das Angebot, ins Präsidialbüro zur Filmstelle zu wechseln. Das war meine bisher schönste Zeit bei der Polizei. Ich lernte Fotografieren, Filme machen mit allem Drum und Dran und bereiste dienstlich ganz Deutschland und auch das benachbarte Ausland. Meist im Auftrag des Bayerischen Innenministeriums. Damals verfasste ich u.a. auch Drehbücher und Kommentare für Filmprojekte der nordbayerischen Polizei und des Innenministeriums. Schreiben war schon in allen Schulen, die ich besuchen musste und durfte, meine Leidenschaft. Als ich aber im Mai 2002 von meinem damaligen Leiter des Präsidialbüros gefragt wurde, ob ich denn einer von drei Pressesprechern Nürnbergs werden wollte, überlegte ich keine Sekunde. Was für ein Glück: Repräsentant der Polizei in meiner Heimatstadt Nürnberg! Und seitdem bin ich nun Pressesprecher – inzwischen von ganz Mittelfranken. Einige Polizeireformern wollten es so. Nun habe ich noch bis zum 31.07.2022 meinen Dienst zu leisten. Danach gehe ich in den Ruhestand und hoffe, von meiner Pension und den Tantiemen meines Werkes leben zu können :). Spaß beiseite: Ich habe meine Traumdienststelle gefunden, habe aber während meines vorherigen Dienstes nie daran gedacht, einmal als Pressesprecher in den Ruhestand zu gehen. Ich ging 1978 zur Polizei, um mit Blaulicht und Martinshorn in einem Polizeiauto in Nürnberg zu Einsätzen zu fahren. So geht’s halt manchmal im Leben. Natürlich ist mein Werdegang nicht nur allein mein Verdienst. Es brauchte Vorgesetzte, die meinen Charakter und meine Leistung richtig einschätzen konnten und mich deshalb gefördert haben. Ich hatte sie! Von allein jedenfalls kommt man nicht in die Position eines Pressesprechers – damals war das jedenfalls so. Ich bilde mir darauf auch nichts ein, doch Pressesprecher zu sein, ist mehr als nur schlau in Mikrofone oder Kameras zu reden, gemäß dem Motto: Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit. Ich jedenfalls freue mich jeden Tag, meinen Kollegen die Erfahrung aus fast 20 Jahren Pressearbeit weiterzugeben, um meine Polizei in Mittelfranken nach außen hin auch weiterhin gut vertreten zu sehen. Ich bin da guter Dinge, denn meine Kolleginnen und Kollegen in der Pressestelle sind alle rundherum für diese Arbeit mehr als geeignet. Jeder weiß, worum es geht und jeder weiß auch, dass wir die Arbeit unserer Basisdienststellen so gut wie es nur geht in der Öffentlichkeit wiedergeben müssen. Denn die Polizei steh

Quelle: Verlag / vlb

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