Ein wirklich großer Quatsch. Stephan erzählt hier, sucht man mal den Kern des Pudels, die Geschichte dreier Schüler die 1967 in Dresden eingeschult werden und dann ihren Weg durch die realsozialistischen Bildungsebenen machen. Dabei ist natürlich die schulische Laufbahn nur Kulisse für allerlei Erlebnisse unter Balkonbrüstungen oder in verlassenen Gartenanlagen. Das ganze ist dann allerdings eigentlich nie spannend aber doch irgendwie interessant, bis Stephan dann immer wieder zu ellenlangen, nichtssagenden Exkursen über völlig abstruse, zusammenhanglose Themen (Südpolexpeditionen, Euro-Einführung oder Urknall-Theorie) aufbricht, die er dann ebenso plötzlich wieder verlässt um im Regelfall ohne irgendeinen Anschluss oder eine Überleitung zu unseren drei Freunden zurückzukehren.
Im Grunde ist das Buch ein schöner Scheiß und man muss sich manchmal ganzschön zwingen, doch weiter zu lesen. Was aber dann doch zu drei Sternen führt, ist die Tatsache, dass ich mindestens 4/5 Mal mit heftigen Lachkrämpfen zu tun hatte, einfach weil die Sprüche Stephans oder seiner Charaktere so dämlich und gleichzeitig lustig sind, dass ich am Ende, trotz inhaltlicher Schwächen eigentlich doch ganz gut unterhalten war. Seltsames Buch, aber ich werd wohl auch das zweite vom Herrn Stephan lesen.



