Bertha von Suttner Die Waffen nieder!

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Inhaltsangabe zu „Die Waffen nieder!“ von Bertha von Suttner

Bertha Sophia Felicita Freifrau von Suttner, geboren 9. Juni 1843 in Prag, war eine österreichische Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin, die 1905 als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.§Bertha von Suttner definierte Frieden als naturrechtlich verbürgten Normalzustand, dem der Krieg als eine Folge menschlichen Irrwahns gegenüberstehe. Dadurch wird das Recht auf Frieden völkerrechtlich einforderbar.§1898 wandte sich Bertha von Suttner entschieden gegen Tierversuche. Ihr Engagement galt allem Lebendigen dieser Erde, um die Unterdrückung, den Gewaltmissbrauch, die Grausamkeit, das Elend aus der Welt zu schaffen: Wer irgendwo das Mitleid erstickt, wer der Hartherzigkeit ein Privilegium gibt, der schadet der Mit- und Nachwelt weit mehr, als durch irgendwelche physiologische und medizinische dabei problematische Ergebnisse genützt werden kann. (Quelle:'Flexibler Einband/30.06.2014')

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    Die Waffen nieder!

    Icelegs

    25. February 2015 um 13:49

    Martha Althaus gehört zu den jungen Frauen der Wiener Hocharistokratie. Sie verliert ihren ersten Mann im Krieg und stellt von da an Kriege in Frage. Ihre Einstellung findet keinen Anklang in der Gesellschaft, nur ihr zweiter Mann Friedrich – selbst Offizier – versteht und teilt ihre Ansichten. Nachdem Martha selbst einen Kriegsschauplatz aufsuchte, verstärkt sich ihr Hass gegen den Krieg noch mehr. Als Tendenzroman erkennt man in dem Buch eindeutig die Absicht der Autorin, die Notwendigkeit eines Krieges zu widerlegen und zu Friedenswünschen anzuregen. Da Martha selbst nicht von Anfang an des Buches dieser Überzeugung ist, kann man miterleben, wie sie ihre eigenen Schlüsse zieht und welche Hinterfragungen sie letztendlich zu ihrer Meinung bringen.   Martha Althaus wird wie alle anderen Kinder ihrer Gesellschaftsschicht und ihrer Zeit dazu erzogen, den Krieg als etwas Notwendiges und auch als etwas Gutes zu sehen. Kriege können dem eigenen Land Ruhm bringen und den Soldaten Auszeichnungen – wer anderer Meinung ist, ist nicht patriotisch und verwehrt den Soldaten eine gute Karriere. Martha aber hinterfragt vieles und will sich nicht mit der letzten Antwort jeder Diskussion „das verstehst du nicht“ zufrieden geben. Auch kann sie nicht glauben, dass Kriege Gott gewollt sind. Sie denkt auch über die Landesgrenzen hinaus und trauert nicht nur um die österreichischen Gefallen: denn auch in anderen Ländern wird um die Verluste geweint. Damit denkt Martha viel weiter als die meisten ihrer Zeitgenossen. Mit ihrem zweiten Mann Friedrich kann sie über ihre Gedanken sprechen und gemeinsam stellen sie sich die Frage, warum es Kriege überhaupt geben muss. Mit ihrem Vater führt sie hitzige Diskussionen, da er ihre Meinung nicht teilt und auf Gegenargumenten beharrt, auch wenn diese bei näherer Betrachtung nicht stichhaltig sind. Ihre Versuche andere Menschen zu überzeugen, dass Frieden das Wünschenswerteste überhaupt sein sollte, scheitern immer wieder, und doch gibt sie sich nie geschlagen und diskutiert immer wieder von neuem.   Der Roman ist in der 1. Person, aus der Sicht von Martha verfasst. Die Erlebnisse sind aber nicht gegenwärtig, Martha erzählt nur ihre Geschichte und verweist immer wieder auf die roten Hefte, die ihr als Tagebücher dienten, und dank jenen sie noch vieles genau schildern kann. Dabei wird die politische Situation der Zeit beschrieben, aber auch ihre eigenen Gedanken, ihre Erfahrungen als junge Dame in der Gesellschaft, ihre Liebesbeziehungen und ihr Rolle als Mutter. Auch die Gesellschaft, das damalige Leben mit seinen Umständen und die allgemeine Stimmung in der der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts  bringt Martha mit ihrer Geschichte näher. Meine Meinung Ich habe dieses Buch als Frauenliteratur vor dem 2. Weltkrieg für den Deutschunterricht gewählt - weswegen diese Rezension auch relativ umfangreich ist und eben alles abdeckt, was mein Deutschlehrer so von einer Buchbeschreibung verlangt ;) Ich habe das Buch aber wirklich sehr interessant gefunden und kann es absolut weiterempfehlen. Meine Begeisterung rührt besonders daher, dass die Autorin mit ihrer Figur Martha verständlich erklärt, wie und warum die damalige Begeisterung für Kriege entstand. Bis auf die längeren Erläuterungen der politischen Hintergründe fand ich alles sehr spannend zu lesen und war von der Geschichte gefesselt.

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