Berthold Riese Die Maya

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Inhaltsangabe zu „Die Maya“ von Berthold Riese

Erst in den vergangenen Jahrzehnten haben Wissenschaftler die politische Geschichte der Maya und ihre Religion mit den oft blutigen Ritualen entschlüsselt. Nichts mehr von der beschaulichen Geschichte dieser Indianer hat Bestand. Im Mittelpunkt des Buches steht die politische und kulturelle Entwicklung der Maya und die Darstellung der Dynastien der bedeutenden Stadtstaaten anhand der bildlichen und hieroglyphenschriftlichen Quellen. Berthold Riese, Professor für Ethnologie an der Universität Bonn, hat seit vielen Jahren an den Maya-Stätten archäologisch und epigraphisch gearbeitet und auch die Archiv- und Sprachquellen der Maya erforscht.
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  • Rezension zu "Die Maya" von Berthold Riese

    Die Maya

    Marcus_Krug

    12. June 2012 um 11:00

    Bei dem vorliegenden Buch von Berthold Riese handelt es sich um eine kurze Einführung in die Geschichte, Kultur und Religion der Maya. Dass man auf knapp 130 Seiten nicht allzu sehr ins Detail gehen kann, liegt auf der Hand, daher finde ich die Einführung Rieses auch im großen und ganzen gelungen. Da es sich bei dem Herrschaftsgebiet der Maya größtenteil um Stadtstaat ähnlich der griechischen Polis handelt, werden im Buch exemplarisch vier Orte und deren Dynastien verwendet um deren Geschichte, Kultur und Religion zu beleuchten. Das sind dann bekannte Maya-Orte wie Palenque, Tikal, Copán und Yaxchilán, die im Mittelteil des kurzen Bändchens jeweils nach Frühzeit, Blüte und Niedergang ihrer Dynastien beschrieben werden. Der Autor erläutert die Stellung von Bauern, Gelehrten und dem Adel und beschreibt an Hand dessen die Rituale und den Totenkult. Die gelingt Berthold Riese sehr gut. In der Wissenschaft möchte nun ein jeder langfristig gesehen Akzente setzen, so bleibt es auch bei diesem Autor nicht aus, dass er hier und da seine eigenen "Entdeckungen" über die der anderen stellt (XY vertritt die These, dass... aber ich konnte erfolgreich widerlegen, dass ...). Auch ist etwas störend, wenn Riese sich in der phonetischen Spitzfindigkeiten versteigt und seine eigene Transkription über die bereits etablierten stellt, mit der Begründung, dass seine doch viel näher an der tatsächlichen Aussprache ist. So passiert es, dass der Autor von K'iche schreibt, was man allerdings auf den Karten im Buch vergebens sucht, weil es dort in der gebräuchlicheren Form Quiche verzeichnet ist. Von den eben erwähnten Stolpersteinen abgesehen, stellt dieses Büchlein eine kurze und prägnante Einführung dar, die man auch durchaus dem interessierten Laien empfehlen kann.

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