Bertina Henrichs

 3.8 Sterne bei 215 Bewertungen
Autorin von Die Schachspielerin, Ein Garten am Meer und weiteren Büchern.
Bertina Henrichs

Lebenslauf von Bertina Henrichs

Bertina Henrichs erblickte 1966 in Frankfurt am Main das Licht der Welt. Dort studierte sie später auch Literatur- und Filmwissenschaft. Mittlerweile lebt sie aber seit langer Zeit in Paris, wo sie als Schrifstellerin und Filmemacherin arbeitet. Ihr Debütroman "Die Schachspielerin" war sowohl in Deutschland als auch in Frankreich ein großer Erfolg. So wurde er auch mit dem Corine-Buchpreis ausgezeichnet für das beste Debüt und auch als Kinofilm produziert. 2009 erschien ihr zweiter Roman "That's all right, Mama"

Alle Bücher von Bertina Henrichs

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Bertina HenrichsDie Schachspielerin
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Die Schachspielerin
Die Schachspielerin
 (145)
Erschienen am 18.11.2016
Bertina HenrichsEin Garten am Meer
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Ein Garten am Meer
Ein Garten am Meer
 (30)
Erschienen am 11.02.2013
Bertina HenrichsThat's all right, Mama
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That's all right, Mama
That's all right, Mama
 (19)
Erschienen am 07.09.2010
Bertina HenrichsDas Glück der blauen Stunde
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Das Glück der blauen Stunde
Das Glück der blauen Stunde
 (13)
Erschienen am 13.07.2015
Bertina HenrichsDie Schachspielerin
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Die Schachspielerin
Die Schachspielerin
 (5)
Erschienen am 01.07.2006
Bertina HenrichsEin Garten am Meer
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Ein Garten am Meer
Ein Garten am Meer
 (2)
Erschienen am 23.02.2011
Bertina HenrichsEin Garten am Meer
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Ein Garten am Meer
Ein Garten am Meer
 (1)
Erschienen am 31.03.2011
Bertina HenrichsLa Joueuse d' echecs
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La Joueuse d' echecs
La Joueuse d' echecs
 (0)
Erschienen am 03.03.2008

Neue Rezensionen zu Bertina Henrichs

Neu
Daphne1962s avatar

Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

Ein Garten am Meer
Daphne1962vor einem Jahr

Hörbuch von Bertina Henrichs - Ein Garten am Meer - gelesen von Hannelore Hoger.

Die Bretagne ist ja bekannt für ihr raues Klima, dem Wind und der salzigen Luft. Aber die Menschen, die dort leben, lieben ihre Atlantikküste und die dazugehörenden Dörfer. So auch Marthe Simonet, die sich ihre freie Zeit mit Nachhilfestunden vertreibt und mit Bestandsaufnahmen und dem Katalogisieren von Büchern in der Bibliothek. Sie unterstützt die Bibliothekarin regelmäßig. Marthe ist Witwe und im Rentenalter. Das Dorf Plouerbec ist eine Idylle, die sie und ihre Bewohner nicht missen möchten.

Eines Tages hat das aber leider ein Ende. Es soll ein riesiger Freizeitpark gebaut werden. Einige Bewohner verkaufen schnell ihre Häuser. Aber Marthe und ihre Nachbarn lassen sich nicht vertreiben. Sie wollen es mit dem Giganten aufnehmen. Sie bilden eine Bürgerinitiative, der auch der Deutsche Sonderling Hans von Scharnbeck beitritt. Normalerweise lebt er nur auf seinem Boot, aber nun muss er zu anderen Maßnahmen greifen. Die ersten Bagger rauschen auch schon bald heran und Schluss ist mit Ruhe und Besinnlichkeit. Noch ahnen sie nicht, was auf sie zu kommt.

Bertina Henrichs hat hier wieder ein feinsinniges Buch geschrieben (die Schachspielerin hatte mir schon ganz gut gefallen) Sehr gut die Sprecherin Hannelore Hoger dafür zu gewinnen. Die Figuren sind alle samt vortrefflich erdacht und beschrieben. Jeder hat seinen sonderbaren Charakter, der dem Leser allerdings nicht ganz so tief beschrieben wird, wie ich es mir erwünscht hätte. Manche Menschen bleiben etwas an der Oberfläche und die Geschichte zieht sich doch recht in die Länge um dann aber am Ende sehr abrupt und unverhofft zu enden. Hat mich dann doch schon sehr erstaunt. Ich blieb ein wenig ratlos zurück, aber wir denken uns jetzt einfach 
unseren Teil dazu.

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KasiaJaeckels avatar

Rezension zu "Die Schachspielerin" von Bertina Henrichs

Traditionen still und leise über den Haufen geworfen
KasiaJaeckelvor 2 Jahren

Wir beginnen auf Naxos (Griechenland) und begegnen Eleni.
Eleni ist ein Zimmermädchen mit einem für diese kleine Urlaubsinsel traditionellem, unspektakulärem Lebenslauf.
Sie ist vor Ort groß geworden, früh aus der Schule ausgeschieden und hat den ersten passenden Mann geehelicht, von dem ein Antrag kam. Mittlerweile ist Eleni zweifache Mutter von Teenagerkindern und hängt in ihrer täglichen Arbeit als Zimmermädchen in einem der lokalen Hotels gern ihren eigenen Gedanken über die Touristen und die weite Welt nach.

Der bahnbrechende Impuls

Ein unerwarteter Zwischenfall in ihrer exakten Routine lenkt sie aus der Bahn. Eleni fängt an, sich für ein scheinbar weltgewandtes Pariser Pärchen zu interessieren und stößt aus Versehen in deren Zimmer beim Bettenmachen eine Schachfigur auf einem Schachbrett um. Überfordert von der Situation, wohin sie nun diese Figur zurückstellen soll, lässt sie das Schachspiel und die damit verbundenen Phantasien immer mehr ihre Gedankenwelt beherrschen.
Wir lernen bereits an dieser Stelle im Buch wie eingepfercht Elenis Gemüt in den Alltagstraditionen ihrer Heimat funktioniert. Ihr Interesse an dem Schachspiel ist anfangs nicht selbstbezogen. Um einen inneren Konflikt mit ihren Gewohntheiten und den Erwartungen anderer zu meiden, schmiedet sie zu Beginn den Plan, ihrem Mann ein Schachspiel zum Geburtstag zu schenken. So – das ist die herrliche Ausrede – könnten sie beide was Neues erlernen. Allein der Kauf eines Schachspiels wird zu einem Spießroutenlauf in dem Inselstädtchen, in dem jeder jeden und alles sieht.

Der Trick ist ein Verbündeter

Die Not, ihr Interesse am Schachspiel und den Kauf selbst zu verheimlichen, lässt Eleni nach einem Verbündeten Ausschau halten. Sie vertraut sich Kouros, ihrem alten Schullehrer in ihrem Heimatdorf an. Er erklärt sich bereit beim Kauf zu helfen und entscheidet sich – glücklicherweise – für ein computergesteuertes Schachbrett. Nun zeigt sich das für den Leser bereits Absehbare. Der Ehemann von Eleni – Panos, der Mechaniker – hat nicht das geringste Interesse an dem Spiel und hält die ganze Geschenkidee für einen Spleen.

Das Spiel lässt Eleni aber nicht los. Sie beginnt an freien Nachmittagen im beiliegenden Lehrbuch zu blättern, Spielfiguren aufzustellen und erste Züge zu üben. Schnell entwickelt sich eine ganz eigene Welt für sie und so benötigt sie bald wieder einen Helfer. Nämlich als Spielpartner. Erneut wendet sie sich an den einsamen alten Lehrer.
Zu ihrem Glück findet dieser in der Situation und dem unerwarteten Interesse der jungen, einfachen Frau ein gewisses Amüsement oder eine Abwechlung. So richten die beiden regelmässige Lehrtage ein.

Emotionen beim Lesen

Besonders hat mich über diese erste Hälfte des Buchs die mit maßgeschneiderten Worten beschriebene Wahrnehmung von Eleni und deren Umwelt eingenommen. Obwohl deutlich wird, dass es sich nicht um einen gebildeten Menschen handelt, findet die Autorin einen Weg nicht entwertend darüber zu schreiben und trotzdem Elenis Gedankenwelt und Talent herauszuarbeiten. Phantastisch erlebt man die emanzipatorischen Schritte von Eleni anhand deren Gedanken zum Schachbrett und den Figuren mit. Besonders ist mir im Gedächtnis die Szene hängen geblieben, in der Eleni darüber grübelt, dass die mächtigste Figur des Spiels die Dame ist und nicht der König…und wie unbeweglich und starr der König ist. Ganz wie ihr Ehemann…
Wunderbar sind die ersten Begegnungen zwischen Eleni und Kouros – ihrem Lehrer. Die Wandlung, die Eleni in ihrer Leidenschaft für das Spiel vollzieht wird ab diesem Punkt auch immer wieder aus Kouros Sicht beleutet und man kann es geradezu vor Augen sehen, wie Eleni aus ihrer arbeitsamen Ehefrau & Mutter-Rolle in ihr geheimes zweites Ich schlüpft.

Der Preis des Glücks?

Natürlich bleibt es nicht aus und Elenis Geheimnis findet doch ans Licht. Nicht unerwartet ist die ablehnende Reaktion ihrer Umwelt. Eleni lässt sich nicht beirren. Wie sie es weiter schafft, dem Druck ihrer Gesellschaft zu trotzen und ihrem Weg der neu gewonnenen Leidenschaft zu gehen, möchte ich an der Stelle nicht verraten. Zu großer Spoiler...

Ein Manko?

Mir persönlich hat die Lektüre sehr gut gefallen. Eine Kritik? Man könnte es als unbefriedigend empfinden, dass die Charaktere des Kouros und seines Freundes (Costa, der Apotheker) nicht weiter ausgemalt werden und dass deren Beziehung zueinander stets in Anspielungen verbleibt und nicht vertieft wird. Das Subtile, welches diesem Stil zugrunde liegt, hat mich selbst jedoch nicht gestört. Sicher geschmackssache.

Kommentare: 3
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peedees avatar

Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

David gegen Goliath?
peedeevor 2 Jahren

Plourbec, Bretagne. Dies ist für Marthe Simonet seit vielen Jahren Heimat; auch nach dem Auszug der erwachsenen Kinder und dem Tod ihres Mannes. Doch die Idylle ist bedroht: Ein grosser Freizeitpark soll gebaut werden! Den Anwohnern wurden grosszügige Abfindungen für ihre Grundstücke angeboten. Aber Marthe will nicht weg; zusammen mit Hans von Scharnbeck und anderen Betroffenen will sie Widerstand leisten. David gegen Goliath?

Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit einem alten (oder auf alt gemachten) Transportfahrrad, angelehnt an eine rot-weiss gestrichene Wand. Für mich hat das Cover nichts mit dem Titel zu tun.

Vor ein paar Jahren habe ich „Die Schachspielerin“ von Bertina Henrichs gelesen; ich fand diese Geschichte sehr kurzweilig und interessant. Daher habe ich mich auf vorliegenden Roman gefreut. Mir haben die detailreichen Beschreibungen sehr gut gefallen, z.B. von der Küste, dem Haus, den Rosen (eine grosse Leidenschaft von Marthe) sowie von „Morgenstern“, dem Pferd von Hans. Auch die Beschreibungen der Protagonisten fand ich gelungen.

Der drohende Verlust des Zuhauses reisst die Anwohner aus ihrem alltäglichen Trott und führt dazu, dass sie mehr in Kontakt miteinander kommen, als bisher. Doch nicht jede/r kann es sich leisten, einen nicht sehr erfolgsversprechenden Kampf gegen den Bauriesen zu führen, weder finanziell noch gesundheitlich. Wie sollen die Anwohner nun weiter vorgehen?

„Es gibt im Leben Situationen, in denen es keine gute Lösung gibt […]. Aber es gibt Lösungen, die weniger schlecht sind als andere.“ (Marthe)

Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen. Das Ende hat mich jedoch etwas überrascht und nachdenklich gemacht. Ich bin etwas unschlüssig, was ich nun davon halten soll… Von mir gibt es 3 Sterne.

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Gespräche aus der Community

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I
Hallo an alle Lesesüchtigen! Schon seit einiger Zeit nahm ich das Buch "Ein Garten am Meer" in die Hand aber ich legte es immer wieder zurück und kaufte es schlussendlich nicht. Der Moment passte einfach nicht. Doch nun ist er gekommen. Der passende Moment und ich darf das Buch mein Eigen nennen. Aber ich möchte es nicht alleine lesen, und darum dachte ich mir, vielleicht rufe ich eine Leserunde ins Leben. Vielleicht finden einige von euch Gefallen an der Leseprobe und wir können gemeinsam das Buch besprechen. Auf jeden Fall würde mich das riesig freuen. Liebe Grüße Eure Sandra P.S. da dies meine erste "Leserunde" ist, die ich ins Leben rufen möchte, bitte verzeiht mir wenn ich vielleicht etwas vergessen habe anzusprechen.
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