Bertina Henrichs Das Glück der blauen Stunde

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(2)
(4)
(3)
(3)
(1)

Inhaltsangabe zu „Das Glück der blauen Stunde“ von Bertina Henrichs

Das Glück wartet in der Provence! Ein eigenes Haus in der Provence! Davon hätte Delphine niemals auch nur zu träumen gewagt. Doch ihr Mann Cyril hängt an Paris und drängt darauf, das Haus von Delphines Erbtante sofort zu verkaufen. Aber als sie zur blauen Stunde am Hafen von Sanary-sur-Mer ihren Aperitif trinken, ist auch Cyril verzaubert. Allerdings entpuppen sich die Kleinstädter am Mittelmeer als äußerst misstrauisch. Und auch ihre Tante war nicht die, für die Delphine sie gehalten hat...

Das Buch konnte mich leider nicht begeistern. Sehr seicht ....

— JanaBabsi
JanaBabsi

Schreibstil über Inhalt..

— SABO
SABO

Unheimlich toller Schreibstil, aber zu seichte und oberflächliche Geschichte...

— nicigirl85
nicigirl85

Stöbern in Romane

Und jetzt auch noch Liebe

Es geht im Leben um viel mehr als den richtigen Zeitpunkt, den gibt es nämlich nur selten. Es ist wichtig, was man daraus macht!

unfabulous

Kukolka

Keine Kindheit in der Ukraine. Stattdessen: vergessen, verraten, verkauft. Ein hübsches Puppengesicht ist kein Garant für eine gute Zukunft.

Buchstabenliebhaberin

Ein Haus voller Träume

Ein stimmungsvoller Familienroman mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren.

Jashrin

Frühling in Paris

Zähe Geschichte. Aber ganz nett für zwischendurch..

Julchen77

Was man von hier aus sehen kann

Wundervolle Geschichte(n)! ♥️

PaulaAbigail

Der Frauenchor von Chilbury

Eine Hommage an die Kraft der Musik und das Singen in harten Zeiten des 2. Weltkriegs - chapeau den Frauen des Chors und J. Ryan ! 5* +

SigiLovesBooks

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Haus in der Provence

    Das Glück der blauen Stunde
    JanaBabsi

    JanaBabsi

    05. August 2015 um 11:38

    Das Leben der 39-jährigen Delphine ändert sich in dem Moment, in dem sie von ihrer Erbschaft erfährt. Ihre Großtante Pauline Pastorelli hat ihr eine nicht unbeträchtliche Summe an Bargeld sowie ein altes Landhaus an der Côte d’Azur hinterlassen. Als Innenarchitektin hat Delphine zur Zeit eher weniger zu tun und sie würde am liebsten sofort ihre Koffer packen und nach Sanary-sur-Mer umziehen. Ihr knapp 10 Jahre älterer Lebensgefährte Cyril lehnt gerade diesen Gedanken jedoch vehement ab. Nach einem Kurzbesuch in Sanary-sur-Mer ändert auch Cyril seine Meinung und die beiden verlassen Paris und ziehen an die Côte d’Azur. Für Cyril, der als Literaturprofessor in Paris arbeitet, bedeutet das jedoch nun mehrmals wöchentlich nach Paris zu pendeln. Delphine möchte sich in Sanary-sur-Mer eine neue berufliche Existenz aufbauen. Als „Zugereiste“ und Erbin dieses traumhaften Anwesens wird Delphine allerdings nicht überall mit offenen Armen empfangen. Hat diese Zurückhaltung ihr gegenüber vielleicht etwas mit ihrer Tante zu tun? Die ersten Seiten des Buches flogen nur so dahin. Ich konnte fühlen wie Delphine endlich an einem Ort angekommen ist, an dem sie sich wohlfühlt. Morgens mit ihr auf der Terrasse den neuen Tag zu begrüßen, ihre Partnerschaft mit Cyril, ihr neues Leben – ihr Glück war für mich fast greifbar. Auf den folgenden Seiten verlieren jedoch sowohl Delphine als auch Cyril nach und nach meine Sympathie. Delphine ist sprunghaft und lässt sich von Cyril manipulieren. Die meisten ihrer Handlungen sind für mich nicht ansatzweise nachzuvollziehen. Cyril ist egoistisch und seine Art Delphine ein wenig Haushaltsgeld zukommen zu lassen, hatte für mich einen faden Beigeschmack. Ob er damit Überlegenheit suggerieren wollte? Ich weiß es nicht. Aber es hat mich auch nicht gereizt das herausfinden zu wollen. Leider hat das Buch nur 200 Seiten, was ziemlich schnell zu einer Abflachung der Spannungskurve führt. Viele Themen werden immer nur an der Oberfläche angekratzt aber nie wirklich vertieft. Hier entwickelte sich sowohl die Geschichte als auch die Charaktere rückwärts statt vorwärts und die letzten Seiten habe ich tatsächlich nur gelesen, weil ich das Buch in einer Leserunde gelesen habe. Ein paar Seiten mehr und eines der Themen mit mehr Tiefgang bearbeitet, und dieses Buch hätte richtig toll werden können. Der Schreibstil von Bertina Henrichs ist sehr angenehm zu lesen und ich finde es schade, dass dieses Buch, das wirklich sehr viel Potential gehabt hätte, nicht nachhaltig bei mir wirken wird. 

    Mehr
  • Bertina Henrichs - Das Glück der blauen Stunde - Diana Verlag

    Das Glück der blauen Stunde
    SABO

    SABO

    04. August 2015 um 15:31

    Bertina Henrichs - Das Glück der blauen Stunde - Diana Verlag Paris, Frankreich Delphine lebt so in den Tag hinein, ihr 10 Jahre älterer Lebengefährte Cyril bestreitet gönnerhaft den Unterhalt, der ihr fehlt, da liegt schon mal ein 50 Euro Schein in einer abgesprochenen Stelle. Die Wohnung ist nach seinem Geschmack eingerichtet und Delphine sorgt für seine Annehmlichkeiten. Schicke Freunde, falsche Freundinnen, Champagnerpartys und Petit Four. Delphine ist es leid, hat aber keine Perspektive. Das soll Liebe sein? War das alles? Der Brief eines Anwalts ändert alles, Delphine erbt ein Haus in der Provence von ihrer Tante. Ein Umzug aus Paris, kommt für Cyril nicht infrage, er ist wenig begeistert, sie trennen sich. Sein letztes Geburtstagsgeschenk, einen Kater, nimmt sie mit und lernt so einen brummeligen Tierarzt kennen. Fazit: Bertina Henrichs kann wunderschön die Atmosphäre beschreiben, nur türkisblaublitzendes Meer und weitstreckende Lavendelfelder reichen nicht ganz für einen Unterhaltungroman, auch bei nur 200 Seiten. Zuviele Ansätze, die keine Wurzeln schlugen, kein Funke für müheloses Lesen, das Buch hätte dicker sein müssen. Trotzdem tut es einem leid, dass das Buch den Erwartungen widersprach.  

    Mehr
  • Oberflächlich und seicht...

    Das Glück der blauen Stunde
    nicigirl85

    nicigirl85

    02. August 2015 um 12:05

    Der Klappentext klang sehr vielversprechend und da ich von Bertina Henrichs noch nichts gelesen hatte, wagte ich mich an diesen schmalen Frauenroman. In der Geschichte geht es um Delphine, deren Leben sich aufgrund einer Erbschaft völlig verändert. Ein Haus in der Provence und nun scheint der Traum wahr zu werden. Ob ihr Partner Cyril da mitziehen wird? Beim Lesen wird eins schnell klar: Die Autorin hat einen sehr angenehmen Stil Dinge zu beschreiben. So kann man sich alles gut vorstellen und die gewählten Worte sind ein Genuss. Mit den Figuren hatte ich leider so meine Probleme. Delphine hat mit ihren 39 Jahren im Leben noch nichts erreicht, ihr fehlt jedwedes Selbstbewusstsein und zudem lässt sie sich von ihrem Partner unterdrücken. Ihre Denke und ihre Interaktionen waren mir oft ein Rätsel. Über ihre Lebensumstände macht sie sich null Gedanken, sondern nur das Gründen einer Familie steht im Fokus. Delphine ist ein Charakter, in den ich mich leider gar nicht rein fühlen konnte. Sie macht keinerlei Entwicklung durch, was ich schade fand. Cyril, der Lebensgefährte von ihr, war für mich unerträglich. Bereits auf den ersten Seiten spürte ich, dass er nur an sich selbst interessiert ist und alles unternimmt, um Delphine in die Richtung zu leiten, die er für richtig hält. Hier hat die Autorin eine Figur geschaffen, die man auf Anhieb nicht mag, was von ihr gewiss auch so angelegt war. Die Handlung als solche ist leider sehr seicht und oberflächlich. Wenn es mal richtig spannend wurde, dann blendet die Autorin die Szene aus und wechselt zur nächsten, was mich ein ums andere Mal verärgert hat. Und leider ist nach den ersten 50 Seiten die Handlung auch sehr vorhersehbar, es passiert nichts Überraschendes. Die Geschichte, deren Grundidee wirklich gelungen ist, hätte gut 100 Seiten mehr haben können, dann wäre alles schlüssiger und nachvollziehbarer geworden und man hätte besseren Zugang zu den Akteuren bekommen. Das positive Ende war für mich zu viel Zufall und wenig realistisch. Fazit: Ich hatte mir einfach mehr von der Lektüre versprochen. Als leichte Urlaubslektüre für Zwischendurch geeignet, aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt der Roman nicht. Bedingt lesenswert!

    Mehr
  • Sprachlich wunderschön, inhaltliche Schwächen

    Das Glück der blauen Stunde
    marimirl

    marimirl

    29. July 2015 um 10:36

    Inhalt: Delphine lebt zusammen mit ihrem Mann in der Großstadt Paris. Als sie unerwartet ein Haus in der Provence erbt, beschließt sie von nun an ein neues und ruhigeres Leben abseits des Trubels der Stadt zu führen. Ihr Mann ist von dieser Idee jedoch nicht so begeistert, und auch Delphine hat sich das Leben in der Provence wohl ein bisschen anders vorgestellt. Meine Meinung: Gleich zu Beginn hatte ich mich in das Buch verliebt. Die Sprache ist wunderschön poetisch und ich konnte so richtig in der Geschichte versinken, mich wohlfühlen und bekam Lust auf ein Leben am Meer ohne Stress, Lärm und stickige Luft. Doch wie es so oft im Leben ist, war diese Liebe rasch vorbei. Am Schreibstil hat sich nichts geändert. Dieser hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es werden einige Metaphern eingebaut, alles wird bildhaft beschrieben und wie schon gesagt, für mich hatte die Sprache etwas sehr poetisches. Inhaltlich jedoch konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Die Geschichte ist ja nichts neues, hat man schon oft gelesen. Das an sich würde mich nicht stören, denn das Buch hätte eigentlich das Potential zu einem Wohlfühlbuch. Wenn ich so zurückdenke, ist in dem Buch sehr viel passiert: Liebe, Trennung, Streit, Freundschaft, Politik, Kunst, Kultur, und vieles mehr wird hier angesprochen. Doch kaum wird ein Thema oder eine Szene angeschnitten, ist sie auch schon wieder vorbei. Es wird kaum ins Detail gegangen, oft erfährt man gar nicht, wie die Szene endet. Möglicherweise wollte die Autorin so Spielraum für eigene Interpretationen lassen, aber mir gefällt das gar nicht. Es wurden viel zu viele Inhalte in viel zu wenige Seiten gepresst. Es hätte dem Buch sehr gut getan, ein paar Seiten mehr zu investieren. So hätte man ein bisschen Tempo rausnehmen können - denn wenn so viele Dinge passieren und derart kurz wiedergegeben werden, passiert für den Leser natürlich auch alles viel zu schnell. Das Buch hat sehr vielversprechend begonnen, doch leider war die Enttäuschung dadurch doch sehr groß. Die Autorin kann zweifelsohne schreiben, der Stil hat mir sehr gut gefallen. Doch inhaltlich ist das Buch noch sehr ausbaufähig.

    Mehr
  • Ein Neuanfang in der Provence

    Das Glück der blauen Stunde
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    27. July 2015 um 21:36

    Delphine ist 39 Jahre alt und seit zwölf Jahren mit Cyril zusammen. Die beiden wohnen in Paris und fühlen sich dort auch sehr wohl. Doch dann erbt Delphine von einer Verwandten ein Haus in der Provence. Können die beiden dort einen Neuanfang wagen? Mein Leseeindruck: Mit "Das Glück der blauen Stunde" entführt uns die Autorin nach Frankreich. Ich mag Frankreich sehr, besonders Südfrankreich. Daher war ich auch neugierig auf diese Geschichte, die doch hauptsächlich in der schönen Provence spielt. Ich habe beim Lesen auch wirklich ein leises Urlaubsgefühl gehabt und konnte mir vorstellen, in Frankreich zu sein. Die Beschreibung der verschiedenen Orte und der Menschen ist sehr gelungen. Die Geschichte an sich ist ebenfalls sehr schön. Die Hauptprotagonistin ist Delphine, die im Laufe des Buches eine echte Entwicklung durchmacht und viel an Selbstbewusstsein gewinnt. Das ist natürlich schön, mitzuerleben. Andererseits aber hat mir ein wenig auch die Spannung gefehlt. Die Geschichte hatte - für mich - keinen wirklichen Höhepunkt, sondern verlief gleichbleibend ruhig. Das ist an sich ja nicht schlecht, aber ich habe mich ein paar mal dabei ertappt, dass meine Gedanken beim Lesen abschweiften und mich die Geschichte nicht immer fesseln konnte. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen. Es ist eine schöne Sommerlektüre, die Lust auf einen Urlaub in Südfrankreich weckt.  

    Mehr
  • Eine Frau, die sich zur Selbständigkeit befreit

    Das Glück der blauen Stunde
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. August 2013 um 11:00

     Schon in ihrem letzten Roman „Ein Garten am Meer“ hatte sich die in Paris lebende und arbeitenden deutsche Schriftstellerin und Filmemacherin Bertina Henrichs als eine sensible Schöpferin einer zarten Liebesgeschichte gezeigt. Sie hatte damals eine eindrucksvolle Studie eines dörflichen Milieus verfasst, fesselnd geschrieben und sehr unterhaltsam zu lesen. Eine kleine, poetische Geschichte der Hoffnung auf Zukunft war das, nicht nur für die beiden Protagonisten, die den schönsten Teil ihres Lebens hinter sich wähnten, sondern für ein ganzes Dorf und seine Kultur.   In ihrem neuen Roman entführt Bertina Henrichs ihre Leser wieder an einen der schönsten Flecken in Frankreich, in das provencalische Städtchen Sanary-sur-Mer, in dem während der Herrschaft der Nazis viele deutsche Künstler und Intellektuelle wohnten. Geschickt verwebt sie die Geschichte der Selbstfindung einer Frau mit der Geschichte dieses Emigranten.   Delphine ist Innenarchitektin und lebt zusammen mir Cyril, einem Literaturprofessor an der Universität Paris 7. Er ist ihr Traummann und sie ist sehr glücklich. In ihrem Beruf als Innenarchitektin läuft es augenblicklich nicht so gut, und notgedrungen nimmt die sie Euroschiene, die Cyril mehrmals in der Woche in einer Schublade für sie versteckt. Doch nach etlichen Jahren glaubt sie, ihn überzeugt zu haben, dass auch er sich ein gemeinsames Kind wünscht.   Da bekommt sie eines Tages den Brief eines Anwaltes aus Südfrankreich. Sie habe von einer entfernte Verwandten ein Haus in Sanary geerbt. Es stellt sich heraus, dass es ein sehr ungewöhnliches, wertvolles Haus ist und dass auch eine Menge Barvermögen dabei ist. Auch weil davon die Erbschaftssteuer bezahlt werden könnte, drängelt Delphine ihren Cyril so langem bis der auf ihren Vorschlag eingeht, und einem Umzug nach Sanary zustimmt. Von dort fährt er mit dem TGV nach Paris, um dort seinen beruflichen Verpflichtungen nachzukommen.   Doch beide sind nicht glücklich. Während Delphine sich mit der Person und  der Geschichte ihrer Erbtante auseinandersetzt, die sich ihr schrittweise aufschlüsselt, je mehr sie in den durchaus schwierigen Kontakt mit Einheimischen tritt,  spürt Cyril schon bald, dass er nicht nur mit dem Haus, sondern auch mit der Wahl der damit zusammenhängenden Lebensweise einen Fehler gemacht hat.   Als er sich bald von Delphine trennt  sieht diese sich zum ersten Mal in ihrem Leben ganz auf sich allein gestellt. Da ist Cesar Chereau, dem sie bei ihren regelmäßigen Besuchen in dessen Buchhandlung näher kommt und der ihr viel über die deutschen Künstler im  Exil erzählt. Doch als er spürt, dass Delphine auch mit dem Tierarzt Antoine ausgeht, der ihr nach der Operation ihrer Katze den Hof macht, zieht Cesar sich zur Überraschung von Delphine zurück.   Tage der Trauer und des Rückzugs folgen, doch irgendwann gibt sie sich einen Ruck und nimmt ihr Leben in die eigene Hand. Delphine erfährt dabei die freundliche Unterstützung einer Nachbarin, die sie lange übersehen hatte. Erste Aufträge als Innenarchitektin führt sie zur Zufriedenheit ihrer Kunden aus und spürt, dass sie auch ohne das Geld von Cyril existieren kann Mehr und mehr Einzelheiten der Lebensgeschichte ihrer Erbtante kommen ans Tageslicht, und irgendwann wird auch klar, warum, Cesar sich zurückzog.   In einer berührenden, niemals kitschigen Weise beschreibt Bertina Henrichs eine Frau, die sich zur Selbständigkeit befreit und dennoch an ihrem Traum von einem liebevollen Mann, einem gemeinsamem Kind und einer Familie fest hält.

    Mehr