Bertina Henrichs Die Schachspielerin

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Inhaltsangabe zu „Die Schachspielerin“ von Bertina Henrichs

Im Leben von Eleni ist eigentlich alles in bester Ordnung: Sie führt eine glückliche Ehe mit Panos, dem Besitzer der Autowerkstatt, hat zwei wohl geratene Kinder und liebt ihren Beruf als Zimmermädchen im Hotel Dionysos auf Naxos. Doch dann stößt Eleni eines Morgens bei ihrer Arbeit aus Versehen die Figur einer unbeendeten Schachpartie um. Wohin gehört die kleine Holzfigur? Eleni versteht nichts vom Schach und stellt den Springer verlegen neben das Brett. In den Tagen darauf wird sie den Gedanken an das geheimnisvolle Spiel nicht mehr los, hinter dem sich für sie eine neue, ungeheuer aufregende Welt verbirgt. Aber gehört es sich für ein einfaches Zimmermädchen, das vielleicht älteste und komplizierteste Spiel der Welt zu lernen? Darf sich eine gewöhnliche Frau auf Naxos einen ungewöhnlichen Traum erfüllen?

Bertina Heinrichs stellt Traditionen leise in Frage! Emanzipation geht viele Wege!

— KasiaJaeckel
KasiaJaeckel

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  • Traditionen still und leise über den Haufen geworfen

    Die Schachspielerin
    KasiaJaeckel

    KasiaJaeckel

    15. January 2017 um 21:16

    Wir beginnen auf Naxos (Griechenland) und begegnen Eleni. Eleni ist ein Zimmermädchen mit einem für diese kleine Urlaubsinsel traditionellem, unspektakulärem Lebenslauf. Sie ist vor Ort groß geworden, früh aus der Schule ausgeschieden und hat den ersten passenden Mann geehelicht, von dem ein Antrag kam. Mittlerweile ist Eleni zweifache Mutter von Teenagerkindern und hängt in ihrer täglichen Arbeit als Zimmermädchen in einem der lokalen Hotels gern ihren eigenen Gedanken über die Touristen und die weite Welt nach. Der bahnbrechende Impuls Ein unerwarteter Zwischenfall in ihrer exakten Routine lenkt sie aus der Bahn. Eleni fängt an, sich für ein scheinbar weltgewandtes Pariser Pärchen zu interessieren und stößt aus Versehen in deren Zimmer beim Bettenmachen eine Schachfigur auf einem Schachbrett um. Überfordert von der Situation, wohin sie nun diese Figur zurückstellen soll, lässt sie das Schachspiel und die damit verbundenen Phantasien immer mehr ihre Gedankenwelt beherrschen. Wir lernen bereits an dieser Stelle im Buch wie eingepfercht Elenis Gemüt in den Alltagstraditionen ihrer Heimat funktioniert. Ihr Interesse an dem Schachspiel ist anfangs nicht selbstbezogen. Um einen inneren Konflikt mit ihren Gewohntheiten und den Erwartungen anderer zu meiden, schmiedet sie zu Beginn den Plan, ihrem Mann ein Schachspiel zum Geburtstag zu schenken. So – das ist die herrliche Ausrede – könnten sie beide was Neues erlernen. Allein der Kauf eines Schachspiels wird zu einem Spießroutenlauf in dem Inselstädtchen, in dem jeder jeden und alles sieht. Der Trick ist ein Verbündeter Die Not, ihr Interesse am Schachspiel und den Kauf selbst zu verheimlichen, lässt Eleni nach einem Verbündeten Ausschau halten. Sie vertraut sich Kouros, ihrem alten Schullehrer in ihrem Heimatdorf an. Er erklärt sich bereit beim Kauf zu helfen und entscheidet sich – glücklicherweise – für ein computergesteuertes Schachbrett. Nun zeigt sich das für den Leser bereits Absehbare. Der Ehemann von Eleni – Panos, der Mechaniker – hat nicht das geringste Interesse an dem Spiel und hält die ganze Geschenkidee für einen Spleen. Das Spiel lässt Eleni aber nicht los. Sie beginnt an freien Nachmittagen im beiliegenden Lehrbuch zu blättern, Spielfiguren aufzustellen und erste Züge zu üben. Schnell entwickelt sich eine ganz eigene Welt für sie und so benötigt sie bald wieder einen Helfer. Nämlich als Spielpartner. Erneut wendet sie sich an den einsamen alten Lehrer. Zu ihrem Glück findet dieser in der Situation und dem unerwarteten Interesse der jungen, einfachen Frau ein gewisses Amüsement oder eine Abwechlung. So richten die beiden regelmässige Lehrtage ein. Emotionen beim Lesen Besonders hat mich über diese erste Hälfte des Buchs die mit maßgeschneiderten Worten beschriebene Wahrnehmung von Eleni und deren Umwelt eingenommen. Obwohl deutlich wird, dass es sich nicht um einen gebildeten Menschen handelt, findet die Autorin einen Weg nicht entwertend darüber zu schreiben und trotzdem Elenis Gedankenwelt und Talent herauszuarbeiten. Phantastisch erlebt man die emanzipatorischen Schritte von Eleni anhand deren Gedanken zum Schachbrett und den Figuren mit. Besonders ist mir im Gedächtnis die Szene hängen geblieben, in der Eleni darüber grübelt, dass die mächtigste Figur des Spiels die Dame ist und nicht der König…und wie unbeweglich und starr der König ist. Ganz wie ihr Ehemann… Wunderbar sind die ersten Begegnungen zwischen Eleni und Kouros – ihrem Lehrer. Die Wandlung, die Eleni in ihrer Leidenschaft für das Spiel vollzieht wird ab diesem Punkt auch immer wieder aus Kouros Sicht beleutet und man kann es geradezu vor Augen sehen, wie Eleni aus ihrer arbeitsamen Ehefrau & Mutter-Rolle in ihr geheimes zweites Ich schlüpft. Der Preis des Glücks? Natürlich bleibt es nicht aus und Elenis Geheimnis findet doch ans Licht. Nicht unerwartet ist die ablehnende Reaktion ihrer Umwelt. Eleni lässt sich nicht beirren. Wie sie es weiter schafft, dem Druck ihrer Gesellschaft zu trotzen und ihrem Weg der neu gewonnenen Leidenschaft zu gehen, möchte ich an der Stelle nicht verraten. Zu großer Spoiler... Ein Manko? Mir persönlich hat die Lektüre sehr gut gefallen. Eine Kritik? Man könnte es als unbefriedigend empfinden, dass die Charaktere des Kouros und seines Freundes (Costa, der Apotheker) nicht weiter ausgemalt werden und dass deren Beziehung zueinander stets in Anspielungen verbleibt und nicht vertieft wird. Das Subtile, welches diesem Stil zugrunde liegt, hat mich selbst jedoch nicht gestört. Sicher geschmackssache.

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  • Wer ist die weiße Dame?

    Die Schachspielerin
    HerrDoerner

    HerrDoerner

    28. August 2014 um 16:24

    Wunderbare, warmherzige Geschichte, in der eine simple - aus Versehen umgeworfene - Schachfigur das Leben eines Zimmermädchens auf einer griechischen Insel nachhaltig ändert und auf den Kopf stellt. Gegen alle Widerstände ihrer Familie, Freunde, und mehr oder weniger der gesamten Insel beginnt sie damit, das Schachspielen zu lernen, und hat so viel Talent, daß ihr Mentor sie schließlich zu einem Turnier schickt. Wunderbar geschrieben, kann man sich beim Lesen schön Fragen, welche Person in der geschichte welche Figur auf einem gedachten Schachbrett darstellt. PS: Die Verfilmung ist gruselig, unbedingt NICHT sehen...

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  • Das Leben einer Leidenschaft.

    Die Schachspielerin
    tiggger

    tiggger

    19. June 2014 um 16:52

    In diesem Buch entdeckt die Protagonistin ihre neue Leidenschaft Schach und lebt diese trotz Widerständen aus. Es ist schön mit zu erleben, wie sich Eleni nicht um die Gespräche ihrer Nachbarn und ihres Mannes kümmert, sondern ihre Leidenschaft ausleben möchte und dies auch tut. Sie steckt ihre Energie vollends in das Erlernen des schwierigen Spiels und kann letztlich einen privaten Erfolg verbuchen. Leider hat mich das Buch nicht mitgerissen, aber das Ende war ganz süß. Den Schreibstil fand ich persönlich nicht so gut. Es lies sich nicht so flüssig lesen. **Achtung: Kleiner Spoiler!!** Plötzlich wurde sie doch akzeptiert, obwohl sie zwischendurch sehr einsam zu sein schien. Ihr Mann hat sich von ihr abgewandt und sie konnte sich keinem anvertrauen - immer aus dem Grund: Man handelt so nicht, Eleni. Das gehört sich nicht. Ihr war das egal. Sie ist eine starke Persönlichkeit und man könnte sich ein Beispiel an ihr nehmen. Denn das, was man wirklich mag, sollte man leben, dann kann das Glück kommen. 3 von 5 Sternen, für die Kraft seine Leidenschaft zu leben.

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  • Schönes Buch für Schach-Fans!

    Die Schachspielerin
    Krimifee86

    Krimifee86

    26. May 2014 um 13:33

    Inhalt: Eleni ist mit dem Automechaniker Panos Pannayotis verheiratet, der eine Werkstatt auf Naxos betreibt. Sie haben zwei Kinder. Im Alter von 42 Jahren stößt Eleni bei ihrer Arbeit als Zimmermädchen versehentlich eine Schachfigur um. Kurz darauf schenkt sie Panos einen Schachcomputer zum Geburtstag. Weil ihn das Spiel jedoch nicht interessiert, macht Eleni sich allein damit vertraut. Als Gerüchte darüber kursieren, fürchtet Panos um seinen Ruf. Er möchte nicht als Ehemann einer Verrückten verspottet werden ... Cover: Zum Cover kann und will ich nicht so viel sagen, da ich eine Ausgabe habe, die einfach das Filmplakat zeigt. Sowas ist für mich kein Cover, von daher: No comment. Schreibstil: Obwohl sich die Geschichte sehr auf Eleni fixiert, bin ich mit ihr überhaupt nicht warm geworden. Entsprechend kann ich dem Schreibstil nicht allzu viel positives abgewinnen. Er ist sehr einfach und sehr verständlich geschrieben, weckt aber bei mir keinerlei Emotionen. Die Story: Tja, Eleni möchte Schach spielen und lernt das bei ihrem ehemaligen Lehrer. Eine irgendwie nicht so spannende Geschichte, vor allem, wenn man nicht so viel Ahnung vom Schach spielen hat. Ich kann auch gar nicht sagen, was noch so passiert, naja Elenis Familie ist gegen das Schachspielen, aber leider erfährt man da kaum was vom Hintergrund, weil sich die Geschichte einfach so sehr auf Eleni konzentriert. Fazit: Irgendwie hatte ich mehr von der Geschichte erwartet. So richtig überzeugen konnte mich das Ganze nicht. Die Geschichte an sich ist eigentlich nicht schlecht, aber leider hat es die Autorin nicht geschafft, die Emotionen, die sie erzeugen wollte, bei mir wirklich auszulösen. Ich glaube, im Film wirkt das besser, aber das kann ich nicht beurteilen.

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  • Rochade des Lebens

    Die Schachspielerin
    SueStark

    SueStark

    21. May 2014 um 12:37

    Wunderbar poetische Sprache (sehr gute Übersetzungsarbeit), strategischer Aufbau und Handlungsstrang, das Schachspiel als Metapher exzellent genutzt, so dass jede Aktion, Reaktion, Personen eine konkrete Rolle in der Rochade Elenis' Lebens einnimmt. Keine "volle Punktzahl", weil aus meiner Sicht die Übertragbarkeit zum Schachspiel nur jemandem klar ist, der Schach spielt/versteht und das Buch somit "nur" als wunderbare Erzählung wahrnimmt und diesem die brillanten Facetten verborgen bleiben.

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  • Ausreissen erwünscht

    Die Schachspielerin
    Zandy

    Zandy

    20. December 2013 um 12:01

    Eleni ist eine 42-jährige Frau, welche in einem Hotel als Reinigungskraft angestellt ist. Ihr Leben verläuft im Prinzip immer nach dem gleichen Schema, aufstehen, putzen gehen, nach Hause kommen und sich um die Familie kümmern. Da entdeckt sie in einem Zimmer, welches sie reinigt ein Schachspiel und ihr Interesse ist geweckt. Sie erlent das Spiel und wird so gut, dass sie an einem Turnier teilnehmen möchte. Aber das passt garnicht in ihr kleines Dorf hinein. Niemand darf aus dem Alltagstrott ausbrechen. Und vorallem was sagt ihr Mann dazu? Dieses Buch habe ich nur durch Zufall in die Finger bekommen und nach nicht mal zwei Stunden war es fertig gelesen. Eine schöne Geschichte, die zeigt, dass man auch einmal aus seinem Alltag ausbrechen muss um glücklich zu sein. Es geht nicht immer nur darum was andere wollen, sondern was man selbst möchte.

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  • Die Schachspielerin von Bertina Henrichs.

    Die Schachspielerin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. April 2013 um 03:30

    Dieses Buch lässt sich flüssig und schnell lesen. Ich meiner seits, Schneckentempo-Leser erster Güte, habe dafür zwei Tage gebraucht. Die Geschichte um eine Frau, die ein ziemlich eintöniges Leben nach Schema F führt, und sich mittels des Schachspiels etwas einzigartiges aneignet, ist Herz erwärmend, heiter und macht Lust darauf auch mal Schachspielen zu lernen. Der Klüngel im Dorf, der sich zunächst gegen sie wendet machte mich als Leser oft wütend, Schachspielen ist schließlich nichts anrüchiges! Doch die Gemeinschaft der Schachspielerin, ihres Lehrers und dessen Studienfreund, sorgte immer wieder dafür dass ich auch mal schmunzeln konnte – besonders an der Stelle, wo Elenis Mann meint ihr hinterher spionieren zu müssen, weil er denkt sie hätte eine Affäre und dann am Ende ganz enttäuscht ist, da im Haus des Lehrers wirklich nur Schach gespielt wird und keine Orgien statt finden. Die Ausdrucksweise der Autorin, ihre Wortwahl, der Stil ihrer Sätze, derer sie sich in ihrem Roman bedient, ist so poetisch und voller sprachlicher Leichtigkeit und Finesse, wie die Charaktere, die sie beschreibt unbeholfen und grob sind. Vielleicht noch ein Grund, warum sich dieses Buch so schwungvoll lesen lässt.Klein, aber fein – es hat sich gelohnt.

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  • Rezension zu "Die Schachspielerin" von Bertina Henrichs

    Die Schachspielerin
    Lalapeja

    Lalapeja

    19. November 2012 um 14:13

    Eleni ist Reinigungskraft in einem Hotel, in den 40ern, verheiratet und zwei Kinder im Teenager-Alter. Sie mag ihren Job und ist mit ihrer Familie glücklich. Eleni beobachtet gern die Hotelgäste, heimlich natürlich, und denkt sich Geschichten zu ihnen aus oder versucht zu erraten welche Gäste welches Zimmer haben. Eines Tages stößt sie im Zimmer eines französischen Paares, eine Schachfigur um. Sie weiß nicht, wo die Figur stand und kann mit dem Spiel leider nichts anfangen. Aber sie würde so gern! Sie verbindet das Schachspiel seitdem mit Frankreich und Eleganz. Ihr Traum ist es von nun an selbst Schach spielen zu können und sie macht sich sofort an die Arbeit diesen zu erfüllen. Das Buch ist wundervoll geschrieben und man kann es kaum aus der Hand legen und Eleni ist eine so beeindruckende Frau. Trotzdem gebe ich nur 4 Sterne, da mich zwei Dinge sehr gestört haben. Zum Einen ist es Elenis Mann und seine Starrköpfigkeit. Er hat mich manchmal so aufgeregt, dass ich das Buch am liebsten an die Wand werfen wollte. Und zum Anderen ist die Geschichte einfach viel zu kurz! Da hätte man noch so viel mehr erzählen können, aber leider war nach 175 Seiten Schluss. :( Sehr schade! Trotzdem auch sehr zu empfehlen. Eine Geschichte über eine Frau, die nichts abbringt ihren Traum zu erlernen.

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  • Rezension zu "Die Schachspielerin" von Bertina Henrichs

    Die Schachspielerin
    LimaKatze

    LimaKatze

    22. July 2012 um 19:40

    Eleni ist zweiundvierzig Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet als Zimmermädchen auf Naxos. Eines Tages wirft sie bei der Zimmerreinigung versehentlich eine Schachfigur um. Durch dieses zufällige Missgeschick wird bei ihr das Interesse am Schachspiel geweckt. Gegen alle Widerstände beginnt sie zunächst heimlich und mit immer größerer Leidenschaft dieses Spiel für sich zu entdecken und wächst dabei über sich hinaus. Sie verändert sich nicht nur selbst, sondern auch ihr bisheriges Leben und riskiert dadurch sogar ihre Ehe. Eine wunderbare Geschichte, sehr schön erzählt. Ein Buch über Zielstrebigkeit und den Mut zur Veränderung, aber auch über die Liebe.

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  • Rezension zu "Die Schachspielerin" von Bertina Henrichs

    Die Schachspielerin
    Booksmypassion

    Booksmypassion

    07. May 2012 um 13:37

    Eleni ist Zimmermädchen im Hotel Dionysos auf Naxos. Sie ist glücklich verheiratet, und hat zwei liebevolle Kinder. Eines Morgens stößt sie, beim Säubern eines Hotelzimmers, eine Schachfigur um. Dies ist der Moment, in dem sich ihr zukünftiges Leben verändert! Sie kann die Figuren des Spiels nicht mehr vergessen und beginnt, das Schachspielen zu lernen. Womit sie nicht gerechnet hat ist, dass sie durch ihre neue Leidenschaft die Ehe mit Panos und den guten Ruf der Familie aufs Spiel setzt. Ein wunderschöner Roman, der mich sehr beeindruckt hat. Eleni, eine warmherzige Mutter und Ehefrau, die täglich ihren Pflichten nachgeht, entdeckt eine neue Leidenschaft. Aus der kleinen Raupe wird auf einmal ein großer bunter Schmetterling. Ich glaube, diese Beschreibung passt am Besten. Gerne habe ich ihre Fortschritte verfolgt und gehofft, dass sie nicht kampflos aufgibt. Dieser zauberhafte Roman mit seinen gerade mal 175 Seiten ist ein kleiner Schatz im Bücherregal. Es zeigt uns, dass man an seine Träume/Leidenschaften glauben soll! Es ermutigt einen, sein Ziel zu verfolgen! Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt und es wird mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben!

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  • Rezension zu "Die Schachspielerin" von Bertina Henrichs

    Die Schachspielerin
    -Favola-

    -Favola-

    14. March 2012 um 12:36

    Was eine umgeworfene Schachfigur nicht alles bewirken kann! Als erstes muss ich betonenn, dass dieses Buch überhaupt nicht nur für Schachfans oder Leute, die Schach spielen können, ist. Es ist eher ein kleines Büchlein über Emanzipation, über Griechenland, über das Leben und den Kampf einer Frau. Eleni ist 42. Dass sie auf der Touristeninsel Naxos lebt, hilft ihr wenig, ihr Leben aufregender zu gestalten. Sie hat einen Mann, zwei halbwüchsige Kinder und eine nicht mehr ganz tadellose Figur. Sie arbeitet als Zimmermännchen in einem der vielen Hotels. Ihr ganzes bisheriges Leben hat sie auf der kleinen Insel verbracht, noch nie ist sie verreist. Mit der Eintönigkeit ihres Lebens hat sie sich eigentlich schon abgefunden. Doch dann wird alles anders. Aus Versehen stösst sie beim Putzen eines Hotelzimmers eine Schachfigur um und weiss nicht mehr, wo sie diese platzieren muss. Das lässt ihr keine Ruhe mehr. Doch ihr Mann, dem sie dann zum Geburtstag ein solches Spiel schenkt, hält davon überhaupt nichts. Sie bringt das Schachspiel aber nicht mehr aus dem Kopf. Hilfe findet sie bei ihrem 80jährigen ehemaligen Volksschullehrer Kouros, der ihr zeigt wie das Schachspiel funktioniert. Dadurch verstösst sie aber gegen die “ungeschriebenen Gesetzte” der Insel und ihre Familie, Freunde und Bekannte sind alles andere als begeistert. Kouros begleitet sie auf ihrem beschwerlichen Weg zur Selbstfindung und Unabhängigkeit. “Die Schachspielern” ist der Debütroman von Bertina Henrichs. Er liest sich leicht und flüssig, hat aber durch die Thematik auch wirklich Tiefgang. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich werde das Buch bestimmt demnächst mal wieder verschenken. Fazit: Ein wirklich schönes Buch, das einem Mut macht, Wünsche zu haben und diese auch erfüllen zu wollen.

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  • Rezension zu "Die Schachspielerin" von Bertina Henrichs

    Die Schachspielerin
    Psychovampirelady

    Psychovampirelady

    08. January 2012 um 22:54

    Das Zimmermädchen Eleni stößt eines Morgens beim Aufräumen eine Schachfigur um- und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Sie kann das geheimnisvolle Spiel der Könige einfach nicht vergessen. Als Eleni ein Trick einfällt, um das Schachspielen zu lernen, beginnt für sie ein Abenteuer mit unabsehbaren Folgen. Denn mit ihrer Leidenschaft riskiert sie bald ihre Ehr, ihren guten Ruf, ihr ganzes bisheriges Leben........ Das Buch ist spannender als der Film da das ende im Film anders ist als im Buch.

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  • Rezension zu "Die Schachspielerin" von Bertina Henrichs

    Die Schachspielerin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2011 um 17:56

    Griechische Putzfrau auf Naxos entdeckt das Schachspielen für sich und stellt dadurch ihr Leben und dass ihrer Familie auf den Kopf… Plot ist simpel, die Geschichte nicht aufregend, aber dennoch ist das Buch ein Kleinod. Es beschreibt uns genauso behutsam in dem Tempo und Umfang, wie sich die (Um-)Welt der Eleni nach und nach durch das Schachsoielen verändert. Toll, wie diese Erzählung (Erstlingswerk!) von Bertina Henrichs geschrieben ist. In ganz einfachen Sätzen, auf nur 175 Seiten ist alles feinfühlig und bestens erzählt. Ein Hoch auf das kleine Abenteuer, die kleine Veränderung und die große Wirkung, wenn man einfach mal verrückte Dinge tut...

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  • Rezension zu "Die Schachspielerin" von Bertina Henrichs

    Die Schachspielerin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt: Eleni ist 42 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Sie lebt auf der griechischen Insel Naxos. Jeden Vormittag arbeitet sie in dem Hotel Dionysos als Zimmermädchen. Sie hat sich damit abgefunden nicht mehr attraktiv zu sein und das ihr Mann Panos sich mehr für andere Frauen und das Tricktrack spielen im Cafè interessiert. Ihre kleine Welt ändert sich schlagartig, als sie beim Saubermachen der Hotelzimmer eine Schachfigur auf dem Boden findet. Als ob diese Schachfigur einen Zauber über sie geworfen hat, wünscht sie sich nichts sehnlicher, als dieses Spiel gegen jegliche Vernunft zu erlernen und plötzlich steht ihr ganzes bisheriges Leben auf dem Spiel. Rezension: Eleni ist eine Frau, die schon lange ihre Wünsche und Sehnsüchte verloren hat. Sie hat keine tiefen Emotionen mehr und jeder Tag reiht sich ohne Erlebnisse an den nächsten. Ihre Arbeit verrichtet sie automatisch und der nachmittägliche Besuch bei ihrer Freundin ist zur reinen Gewohnheit geworden. Was fasziniert diese eher schlichte Frau an dem 'Spiel der Könige'? Vielleicht ist es einfach nur die Entdeckung, dass auch sie noch Wünsche hat oder ist es ihre Sehnsucht nach mehr Gemeinsamkeit mit ihrem Mann und einfach das Gefühl wieder wahrgenommen zu werden? Der Wunsch schachspielen zu lernen brennt auf ihrer Seele und sie besucht ihren alten Lehrer Professor Kouros um ihn zu bitten, ein Schachspiel für sie zu erstehen. Der alte Mann ist ziemlich erstaunt über diese Bitte, da er Eleni nicht unbedingt viel zutraut. Er kauft für sie einen Schachcomputer und ein Lehrbuch. Eleni schenkt das Spiel ihrem Mann Panos zum Geburtstag, doch dieser hat keinerlei Interesse an dem Spiel. Heimlich beginnt sie an dem Computer zu üben, den sie vor ihrer Familie in der Gefriertruhe versteckt. Bald erkennt sie aber ihre Grenzen und sie wendet sich abermals an den alten Professor mit dem sie dann einmal in der Woche spielt. Eleni wird selbstbewusster und fängt an die Menschen in ihrer Umgebung besser einzuschätzen auch als sie zur Außenseiterin wird, lässt sie sich nicht von ihrem Weg abbringen. Wann dieses Buch spielt ist eher unwichtig, ich empfinde es als eher zeitlos, da es auch heute noch häufig vorkommt, dass eine Frau ihre Arbeit zu machen und zu funktionieren hat, für den Preis eine 'glückliche' Familie zu haben. Da ich zuerst den gleichnamigen Film gesehen hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf das Buch, obwohl ich sonst eine andere Reihenfolge bevorzuge. Der Film ist etwas anders, aber sowohl Buch als auch der Film haben mir sehr gut gefallen. Nicht nur Eleni ist ein sehr interessanter Charakter, auch Prof. Koros, der Apotheker und der Armenier hatten für mich Überraschungen parat.

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  • Rezension zu "Die Schachspielerin" von Bertina Henrichs

    Die Schachspielerin
    squirrel03

    squirrel03

    16. May 2011 um 22:06

    Eleni, Ehefrau und Mutter zweier Kinder, arbeitet in einem kleinen Hotel auf der griechischen Insel Naxos. Beim Saubermachen eines der Zimmer stösst sie aus Versehen eine Schachfigur um. Das ist der Beginn ihrer Leidenschaft für dieses Spiel. Sie bricht mit vielen Konventionen um Schach zu lernen. Dabei muss sie leidvoll erfahren, wie einsam sie ist. Aber sie bleibt sich bei allem was sie tut treu. Die Geschichte wird sehr schnörkellos erzählt. Leider habe ich nicht verstanden, wieso sich die Menschen der Insel gegen sie wenden. Es ist vielleicht nicht typisch, für einen eher weniger intellektuellen Menschen, der nie liest, wenn er plötzlich eine solche Begeisterung für dieses Spiel aufbringt. Ich kann darin aber auch nichts Verwerfliches entdecken. Der Erzählstil hat mir allerdings sehr gefallen. Als Leser freut man sich mit ihr über jede neue Hürde, die sie genommen hat. Die Autorin hat ein gutes Gespür für die stillen Momente, in denen wir Leser in Elenis Gedankenwelt blicken dürfen. Dieser Roman liest sich in kurzer Zeit (da nur wenige Seiten) aber er wirkt noch einige Zeit nach.

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