Bertina Henrichs Ein Garten am Meer

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Inhaltsangabe zu „Ein Garten am Meer“ von Bertina Henrichs

Die Atlantikküste der Bretagne – geprägt von rauem Meer, salzigem Wind und dem dramatischen Licht: Für Marthe Simonet auch nach dem Tod ihres Mannes immer noch ein Paradies. Doch die Idylle droht jäh zu enden, als sie erfährt, dass ihr Dorf einem Freizeitpark weichen soll. Schon verkaufen einige Nachbarn ihre Grundstücke, und bald rücken die ersten Bagger an. Aber Marthe will nicht kampflos aufgeben. Zusammen mit dem wortkargen Deutschen Hans von Scharnbeck organisiert sie den Widerstand. Ein Bündnis, das sie erkennen lässt: Die größte Aufgabe in ihrer beider Leben liegt noch vor ihnen …

David gegen Goliath? Ein stilles Buch, das mich etwas unschlüssig zurücklässt...

— peedee
peedee

Bereits vor einigen Jahren gelesen - aber dafür eines meiner Lieblingsbücher und -orte ;)

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

Ganz nett - aber auch nichts besonderes Bewohner eines kleinen Dorfes an der Atlantikküste versuchen sich im Widerstand gegen Freizeitpark

— sansol
sansol

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  • David gegen Goliath?

    Ein Garten am Meer
    peedee

    peedee

    02. May 2016 um 16:39

    Plourbec, Bretagne. Dies ist für Marthe Simonet seit vielen Jahren Heimat; auch nach dem Auszug der erwachsenen Kinder und dem Tod ihres Mannes. Doch die Idylle ist bedroht: Ein grosser Freizeitpark soll gebaut werden! Den Anwohnern wurden grosszügige Abfindungen für ihre Grundstücke angeboten. Aber Marthe will nicht weg; zusammen mit Hans von Scharnbeck und anderen Betroffenen will sie Widerstand leisten. David gegen Goliath?Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit einem alten (oder auf alt gemachten) Transportfahrrad, angelehnt an eine rot-weiss gestrichene Wand. Für mich hat das Cover nichts mit dem Titel zu tun.Vor ein paar Jahren habe ich „Die Schachspielerin“ von Bertina Henrichs gelesen; ich fand diese Geschichte sehr kurzweilig und interessant. Daher habe ich mich auf vorliegenden Roman gefreut. Mir haben die detailreichen Beschreibungen sehr gut gefallen, z.B. von der Küste, dem Haus, den Rosen (eine grosse Leidenschaft von Marthe) sowie von „Morgenstern“, dem Pferd von Hans. Auch die Beschreibungen der Protagonisten fand ich gelungen.Der drohende Verlust des Zuhauses reisst die Anwohner aus ihrem alltäglichen Trott und führt dazu, dass sie mehr in Kontakt miteinander kommen, als bisher. Doch nicht jede/r kann es sich leisten, einen nicht sehr erfolgsversprechenden Kampf gegen den Bauriesen zu führen, weder finanziell noch gesundheitlich. Wie sollen die Anwohner nun weiter vorgehen?„Es gibt im Leben Situationen, in denen es keine gute Lösung gibt […]. Aber es gibt Lösungen, die weniger schlecht sind als andere.“ (Marthe)Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen. Das Ende hat mich jedoch etwas überrascht und nachdenklich gemacht. Ich bin etwas unschlüssig, was ich nun davon halten soll… Von mir gibt es 3 Sterne.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Widerstand gegen den Bau eines Freizeitparks

    Ein Garten am Meer
    sansol

    sansol

    30. December 2015 um 17:09

    Marthe, eine konservative Dame durch und durch, lebt in einem kleinen geruhsamen Dorf an der Atlantikküste. Zu ihrem eigenwilligen deutschen Nachbarn Hans hat sie kaum Kontakt. Nachdem beide allerdings zusammen mit anderen Nachbarn den Widerstand gegen den Bau eines Freizeitparks organisieren kommen sie sich langsam näher. Marthe entdeckt wieder die Lust am Leben und der Spontanität. Der Roman ist zwar nett geschrieben, viele der Charaktere kann man sich schnell gut vorstellen. Die Vergangenheit von Hans finde ich allerdings dazu im Gegensatz zu schwach dargestellt. Er erscheint absolut nicht unsympathisch bleibt aber leider schwach. Daher eine nette Unterhaltung für einen Nachmittag aber auch nicht mehr, leider.

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  • Was man ist, ist man für sich selbst

    Ein Garten am Meer
    dicketilla

    dicketilla

    02. March 2014 um 13:36

    Marthe Simonet war eine Dame, dazu hatte man sie gemacht. Ihre Großmutter und Mutter hatten es ihr beigebracht Wer A sagt, muss auch B sagen, das waren die Regeln die ihr beigebracht wurden. Seid einigen Monaten war sie pensioniert. Ihr Mann Paul war verstorben und ihre Kinder sah sie nicht mehr oft. Vor 30 Jahren hatte sie mit ihrem Mann in Plouerbec ein Landhaus am Meer gekauft. Anfangs nur in den Ferien besucht, später wurde es ihr ständiger Wohnsitz. Die anfängliche Abgeschiedenheit wurde bald durch den Bau einiger Fertighäuser lebhafter. Doch plötzlich droht der Bau eines Freizeitparks die Bewohner aus ihren Häusern zu vertreiben. Und es bildet sich Widerstand. Hans Scharnbeck bewohnt ein verfallenes Haus am Hügel. Jahrelang hatte er sich nicht gekümmert, doch nun schließt er sich den Demonstranten an, und hat so mache Iddee auf Lager. Die anfängliche Abneigung Marthe gegenüber dem Deutschen, wandelt sich in Interesse über seine Herkunft, und bald wird eine langsam wachsende Freundschaft daraus. Hans, der einst aus Ostpreußen mit seiner Familie vertrieben wurde, und das Gefühl des Verlustes gut geht. Der Ort ist liebevoll beschrieben, dass man sich wie mitten unter den Bewohnern fühlt. Zu den Bewohner selbst mit, ihrer vielfältigen Eigenart, findet man sofort Zugang. Und besonders Marthe war mir ans Herz gewachsen. Aus einer Art anerzogenen Steifheit, lockert sie sich immer mehr, und ihren Widerstand gegenüber Hans erzeugt oft ein lächeln. Bis sie dann fast schon in einen mädchenhaftem Schalk verfällt. Und manchmal scheint ein auswegloser Kampf, doch den Weg frei zu machen für etwas Neues. Einen Weg zu ebnen, deren Ende nicht absehbar, aber dennoch lohnenswert erscheint.

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  • Alleé des Pommiers

    Ein Garten am Meer
    Sabine17

    Sabine17

    01. March 2014 um 22:49

    Plouerbec, ein kleines Küstendorf in der Bretagne. Hier wohnt Marthe Simonet seit über 30 Jahren. Inziwschen lebt ihr Mann nicht mehr und ihre beiden Kinder sind erwachsen und ausgezogen. Sie liebt ihren Garten und die geruhsame Stimmung in dieser zauberhaften Umgebung. Eines Tages wird diese Idylle jäh gestört. Es soll ein großer Freizeitpark gebaut werden und man fordert die Bewohner der Allée des Pommiers zum Verkauf ihrer Häuser auf. Und plötzlich formiert sich eine kleine Gruppe der Bewohner zum Widerstand. Auch der merkwürdige, einsilbige deutsche Nachbar von Marthe schließt sich ihnen an. Durch die gemeinsame Sache lernen sich Hans von Scharnbeck und Marthe besser kennen. Ihr Leben, das nach dem immer gleichen Muster ablief, bekommt eine neue Aufgabe. Doch schon rollen die Bagger an. Können sie ihr Idyll noch retten? Bertina Henrichs hat mit leisen Tönen und schönen Bildern eine wunderbare Geschichte geschrieben. Beim Lesen hätte ich am liebsten meine Koffer gepackt und wäre in die Bretagne gereist. Die Dorfbewohner mit ihren Schrullen und Problemen sind mir rasch ans Herz gewachsen. Besonders vorsichtig hat die Autorin die sehr langsam wachsende Beziehung zwischen Marthe und Hans beschrieben, was mir sehr gut gefallen hat.

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  • Ein Ort am Meer

    Ein Garten am Meer
    gaby2707

    gaby2707

    29. January 2014 um 13:45

    Martha Simonet lebt seit dem Tod ihres Mannes allein in ihrem großen Haus. Ihre Tochter Claire lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Norden von Frankreich und kommt ab und an zu Besuch. Ihr Sohn Aurelien arbeitet in Mali. Mittwochs gibt Martha Schulkindern Nachhilfe und Donnerstags und freitags hilft sie in der Bibliothek aus. Ihr Leben ist in Ordnung, bis die Firma Resiplus beginnt, die Häuser in ihrem Viertel aufzukaufen um hier einen Lunapark entstehen zu lassen. Zusammen mit einigen anderen Bewohnern der Allee des Pommiers, die auch nicht weichen wollen, beginnt sie sich zu wehren. In dem schweigsamen Deutschen Hans von Schambeck findet sie einen Verbündeten. Bertina Henrichs erzählt diese anrührende Geschichte so leicht und flüssig, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Authentische, sehr vielfältig beschriebene Personen, wie sie jedes Stadtviertel hat, verbünden sich um einen großen "Feind" zum Scheitern zu bringen. Gerade bei Marthe kommen Ängste und Zweifel, aber auch Wut und Lebensfreude sehr gut zum Ausdruck. Die ganz langsame Annäherung von zwei ganz verschiedenen Personen - Marthe und Hans - gefällt mir besonders gut. Ein wunderbares Buch über die Verbundenheit zu Altem und der Auf euch zu Neuem.

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  • Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

    Ein Garten am Meer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. February 2013 um 15:11

    Die Beliebigkeit des Werkes erahnt man fast schon im Titel, der dem eines Romans von Kate Thompson entspricht. Das Coverbild (von einem IRISCHEN Bilderservice?) zeigt ein Foto, das hervorragend zu einem Roman "Das blaue Fahrrad" oder "Das rote Haus" oder so gepasst hätte, doch davon handelt dieser nicht! Irgendein Garten also, an irgendeinem Meer? So könnte man denken! Ist es nicht aber die Intention aller Schriftsteller, Geschichten zu erzählen, die ihnen irgendwie bedeutsam erscheinen? Diese gelangweilte Willkür schon im Entrée stösst mich als Leser ab und lässt mich nur zögerlich weiter ins Innere vordringen. Autorin und Verlag möchten doch MEINE Aufmerksamkeit gewinnen oder nicht? Leider kann das auch der Inhalt der schlichten, eindimensionalen Erzählung nicht schaffen. Allein die wunderschöne und von Bertina Henrichs durchaus pittoresk beschriebene Bretagne reichte nicht aus, um mein Leserinteresse dauerhaft zu binden. Der Plot gleicht dem eines Groschenromans: Anlieger einer Straße eines bretonischen Küstenörtchens wehren sich mit bekannten Methoden gegen den Bau eines Freizeitparkes. Dabei kommen sich ein weltkriegstraumatisierter(?) Deutscher (natürlich heißt er Hans, wie auch sonst) und eine französische Witwe, beide schon in reiferem Alter, näher. Kein noch so ärgerliches Klischee wird hier ausgelassen und ich wartete vergeblich auf eine unverhoffte Entwicklung, eine intelligente oder originelle Abweichung vom Vorhersehbaren. Die Figuren sind plakativ skizziert, ohne psychologische Tiefe - sie sind fleischgewordenes Erlebtes, aber ohne "Reifung". Typisch Werbung, die vollmundig "Eine bezaubernde Parabel auf die Macht der Phantasie" verspricht. Ich fand sie nirgendwo! Der Ausgang des Romans bleibt offen, was bei dem schmächtigen Umfang nicht wirklich verwundert. Nun könnte man meinen, die Absicht wäre ebendiese, es nämlich dem Leser und seiner Fantasie zu überlassen, ein Ende zu erdenken. Dafür ist aber widerum zuviel vorgegeben. Es hat eher den Anschein, als hätte die Autorin selbst die Lust an ihrer faden Geschichte verloren. Wurde hier womöglich ein früheres Werk verlegt, um in der Sogwirkung der preisgekrönten Vorgänger "Die Schachspielerin" und "ThatŽs all right, Mama" diesen en passant verkaufen zu können? Immerhin EUR 17 für ein gebundenes Werklein, das sich mit vergleichbarem Inhalt als Heftausgabe für ein paar Cent im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel erwerben lässt, um Reisenden die Fahrt (vielleicht in die Bretagne) zu verkürzen? (T)

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  • Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

    Ein Garten am Meer
    Monika58097

    Monika58097

    11. February 2013 um 13:50

    Marthe Simonet lebt seit dem Tod ihres Mannes allein in ihrem Haus in der Bretagne, direkt am Meer, inmitten der Natur. Ihr direkter Nachbar ist ein Deutscheer, Hans von Scharnbeck. Hans, den die Einwohner von Plouerbec nur den Boche nennen. Hans hat ein Grundstück direkt neben Marthas, lebt aber lieber auf seinem Boot. Alles geht seinen Gang, doch plötzlich soll in Plouerbec ein Freizeitpark errrichtet werden. Vorbei ist es mit der dörflichen Idylle. Während einige Bewohner sofort ihre Grundstücke verkaufen und wegziehen, formieren sich andere, um gegen den Bau zu demonstrieren. Mit dabei auch Marthe und Hans. Treffen und Demos werden organisiert. Man hält zusammen. Doch dann fangen auch hier irgendwann die ersten an zu wanken. Aus den unterschiedlichsten Gründen geben sie auf. Bei dem einen ist es das viele Geld, das geboten wird. Bei dem anderen die Gesundheit. Haben die wenigen, die übrig sind zu kämpfen, überhaupt noch eine Chance? Ein kleiner und vor allen Dingen sehr leiser Roman. Ein Roman über Menschen, die ihre Umgebung, die Natur, ihr Dorf lieben. Menschen, die von der Autorin so dargestellt werden, dass man das Gefühl bekommt, man sei dabei. Man kennt die Bewohner schon lange. Sie sind wie alte Bekannte. Man fühlt, man bangt mit ihnen. Ein wunderbarer Roman, einfühlsam geschrieben und mit einem überraschenden Ende.

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  • Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

    Ein Garten am Meer
    19angelika63

    19angelika63

    14. December 2012 um 07:15

    Klappentext: "Die Atlantikküste der Bretagne – geprägt vom rauen Meer, von dem salzigen Wind und dem dramatischen Licht. Marthe Simonet hat diesen Flecken lieben gelernt. Hier hat sie mit ihrem verstorbenen Mann, einem Arzt, gelebt und die Kinder großgezogen. Hier möchte sie ihren Lebensabend verbringen. Doch nun erfährt sie, dass ihr geruhsames Dorf einem Freizeitpark Platz machen soll. Schon verkaufen einige Nachbarn ihre Grundstücke, und bald rücken die ersten Bagger an. Im Dorf bildet sich Widerstand. Neben Marthe Simonet ist auch Hans von Scharnbeck dabei, ein wortkarger Deutscher, der auf einem Segelboot lebt. Aber wie kann man die Baulöwen vertreiben? Per Anwalt, durch zivilen Widerstand oder durch Sabotage und Gewalt? Marthe Simonet und Hans von Scharnbeck haben dazu denkbar gegensätzlichste Meinungen. Trotzdem fühlt sich die Arztwitwe auf schwer erklärliche Weise zu dem Deutschen hingezogen." Das malerische Dorf Plourbec an der Küste Bretagniens wird durch die Ankündigung, dass ein Freizeitpark dort errichtet werden soll, jäh aus seinem Dornröschenschlaf gerissen. Vor allem die Bewohner der Allée des Pommeries trifft es hart. Ihre Grundstücke und Häuser sollen dem Park weichen. Marthe Simonet ist eine der Anwohnerinnen. Sie lebt schon ewig in dieser Allée und möchte eigentlich nach dem Tod ihres Mannes ihren Lebensabend dort verbringen. Marthe ist eine liebenswerte alte Dame. Sie ist eine Frau der „alten Schule“. Anstand, Sitten und Moral sind ihr wichtig. Hans von Scharnbeck lebt ebenfalls in der Allée des Pommeries … mehr oder weniger. Denn eigentlich hat er dort nur eine kleine Holzhütte stehen und ist kaum dort. Die meiste Zeit lebt er auf seinem kleinen Boot und schippert vor der Küste rum. Doch als es hart auf hart geht, zieht er in seine Hütte ein und kämpft mit den andern um die Allée. Marthe und Hans sind zwei so unterschiedliche Charaktere und dennoch sind beide voneinander fasziniert. Ich denke eben wegen dieser Unterschiedlichkeit fühlen sie sich angezogen. Der eine hat das was der andere gerne hätte. Ein Roman, der wundervoll geschrieben ist, und verschiedene Lebensthemen anspricht. Es ist schön zu lesen wie eine ganze Straße im Kampf gegen Baulöwen zusammen hält und sich nicht einschüchtern lässt. Aber der Roman zeigt ganz deutlich auf, wann es dann aber auch Zeit ist loszulassen und neu anzufangen. Alles im Leben hat seine Zeit … das Leben, das Kämpfen, das Loslassen und der Neubeginn …

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  • Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

    Ein Garten am Meer
    parden

    parden

    30. July 2012 um 02:07

    LA RÉSISTANCE... Die Atlantikküste der Bretagne - geprägt vom rauen Meer, von dem salzigen Wind und dem dramatischen Licht. Marthe Simonet hat diesen Flecken lieben gelernt. Hier hat sie mit ihrem Mann, einem Arzt, gelebt und die Kinder großgezogen. Hier möchte sie ihren Lebensabend verbringen. Doch nun erfährt sie, dass ihr geruhsames Dorf einem Freizeitpark Platz machen soll. Schon verkaufen einige Nachbarn ihre Grundstücke, und bald rücken die ersten Bagger an. In Dorf bildet sich Widerstand. Neben Marthe Simonet ist auch Hans von Scharnbeck dabei, ein wortkarger Deutscher, der auf einem Segelboot lebt. Aber wie kann man die Baulöwen vertreiben? Per Anwalt, durch zivilen Widerstand oder durch Sabotage und Gewalt? Marthe Simonet und Hans von Scharnbeck haben dazu die denkbar gegensätzlichsten Meinungen. Doch sie begreifen, dass dies eine gemeinsame Aufgabe sein muss... Die kleine Erzählung besticht vor allem durch ihren wunderschönen Erzählstil, der oft sehr bildhaften Sprache. Die herbschöne Landschaft der Bretagne, die Schreie der Möwen, der Geruch des Meeres - all dies erlebt der Leser bei der Lektüre des schmalen Büchleins. Die Geschichte selbst ist nett zu lesen, bietet wenig Aufregendes aber manch Amüsantes und erstaunt durch einige präzise Charakterstudien, die die Personen selbst in wenigen Strichen treffend skizzieren. Das Ende leicht melancholisch aber auch hoffnungsvoll, bleibt die Frage: Widerstand bis zu welchem Preis? Wer die Schönheit der Sprache zu schätzen weiß und Geschichten der leisen Töne liebt, dem sei dieses Buch empfohlen. Für mich sicherlich nicht das letzte Werk von Bertina Henrichs!

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  • Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

    Ein Garten am Meer
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    07. March 2012 um 14:54

    Seit vielen Jahrzehnten lebt Marthe Simonet in dem kleinen Dorf an der bretonischen Atlantikküste. Es ist ein wunderbarer Ort, geprägt vom Meer und seinem Klima. Lange hat Marthe dort mit ihrem schon lange verstorbenen Mann, einem Arzt, gelebt und hat sich um ihre Kinder gekümmert, bis sie auszogen. Sie hatte schon einige Zeit gebraucht damals um sich an ein Leben im Dorf zu gewöhnen, doch mit jedem Jahr mehr hat sie es lieben und schätzen gelernt. Auch wenn sie jetzt allein ist, möchte sie doch dort leben, bis sie stirbt. Ihr wird es nie langweilig. Sie hat viel Hobbys und erteilt Kindern des Dorfes Nachhilfe. In diese Idylle platzt die Nachricht, dass das Dorf einem großen Freizeitpark weichen soll. Es regt sich Widerstand und auch Marthe ist aktiv dabei. Schon haben einige Einwohner ihr Anwesen unter dem Druck der Bauherren und der hohen finanziellen Angebote verkauft. Auch der Deutsche Hans von Scharnbeck besitzt im Dorf ein Haus, obwohl er die meiste Zeit auf seinem Segelboot lebt. Hans von Scharnbeck nimmt an den Treffen der Gruppe teil, die den Bau des Freizeitparks verhindern will. Er, der nach dem Verlust seiner Frau als Witwer zu einem eigenwilligen Kauz mutiert ist, setzt sich zunehmend zusammen mit Marthe und einigen anderen für den Erhalt des Dorfes ein und beide versuchen mit außergewöhnlichen Initiativen ihren Verein, der gegründet wurde, zu unterstützen. Bei ihrem gemeinsamen Engagement kommen sich die beiden näher, als sie jemals dachten. „Ein Garten am Meer“ ist eine zarte Liebesgeschichte, eine eindrucksvolle Studie eines dörflichen Milieus, fesselnd geschrieben und sehr unterhaltsam. Eine kleine, poetische Geschichte der Hoffnung auf Zukunft, nicht nur für die beiden Protagonisten, die den schönsten Teil ihres Leben hinter sich wähnten, sondern für ein ganzes Dorf und seine Kultur. Eine empfehlenswerte Lektüre.

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  • Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

    Ein Garten am Meer
    hexhex

    hexhex

    09. August 2011 um 22:21

    In einem kleinen beschaulichen Dorf in der Bretagne soll eine Freizeitsiedlung gebaut werden. Viele der alteingesessenen Bewohner engagieren sich gegen diese Verschandelung der schönen Landschaft. Genauer eingegangen wird auf ca. 10 Familien, wie sie auf die Baumaßnahmen reagieren. Schade, ich hatte mich so auf das Buch gefreut! Das Cover hat mich sofort angesprochen und das Vorgängerbuch "Die Schachspielerin" fand ich hinreißend. Leider kam dieses Mal kein rechtes Vergnügen beim Lesen auf. Ich hörte buchstäblich den Baulärm, den die Bewohner täglich ertragen mußten. Die kleinen Annährungsversuche von Marthe und dem Deutschen waren zwar manchmal ganz humorvoll und rührend, aber die kleinen "Ausflüge" in die Vergangenheit des Deutschen nach Ostpreußen fand ich nicht sehr gelungen.

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  • Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

    Ein Garten am Meer
    steffchen3010

    steffchen3010

    06. July 2011 um 22:34

    ~Die Story~ Das idyllische Dörfchen Plouerbec an der Atlantikküste der Bretagne. Ein Ort, geprägt von Naturschauspielen, ein Ort der Ruhe, ein Ort der Harmonie. Viele der Bewohner leben hier bereits seit vielen Jahren, haben Plouerbec über die Jahre lieben und schätzen gelernt. Doch die Idylle des Dörfchen wagt durch das künftige Projekt des Bauunternehmens Résiplus zu zerplatzen. Denn die Häuser der Bewohner sollen einem Vergnügungspark weichen. Die Bewohner, allen voran die Witwe Marthe Simmonet und der wortkarge Deutsche Hans Scharnbeck wollen das nicht zulassen und leisten Widerstand. Eine Geste, die nicht ohne Folge bleiben soll... ~Meine Meinung~ Bertina Henrichs gelang es, eine iebevolle Geschichte voller Hoffnung zu erzählen. Ihre Zeilen lasen sich sehr gefühlvoll, teilweise sehr poetisch. Sie schaffte es, eine einfache Geschichte mit sehr viel Liebe zum Detail zu erzählen. Die einzelnen Charaktere der Geschichte schienen mir bereits nach kurzer Zeit vertraut und gewährten mir Einblicke in ihre Vergangenheit. Marthe Simmonet begegnete mir anfangs als wohlerzogene konservative Dame. Durch jede Zeile wuchs sie mir mehr ans Herz und offenbarte mir ihr nachdenkliches Inneres. Während der Verlust ihres geliebten Mannes anfangs sehr stark zum Ausdruck kam sprühte sie bald schon voller Lebensgeister. Durch den gemeinsamen Widerstand mit der Nachbarschaft blühte sie auf, er schenkte ihrem Leben einen neuen Sinn. Auch die Person des Hans Scharnbek gestaltete Henrichs sehr interessant. Während er anfangs noch den wortkargen und reservierten Deutschen gab, öffnete er sich Zeile um Zeile. Für den gemeinsamen Widerstand verabschiedete er sich für eine Weile vom Leben auf dem Wasser und zog in seine mittlerweile heruntergekommene Bude auf dem Festland zurück. Eine Geste, die von vielen Nachbarn bis zum Schluß in Frage gestellt wurde. Anfangs nicht vermutet, entpuppte er sich während des Widerstandes jedoch zum stärksten Kämpfer. In der Mitte des Buches blätscherte das Geschehen etwas vor sich hin, dass ich befürchtete es würde ins Langweilige abtriften. Die Autorin rettete sich jedoch durch ein paar unvorhergesehene Entwicklungen und rundete die Geschichte durch ein offenes Ende perfekt ab. Henrichs zeigt uns in ihrem Roman, wie ein gemeinsames Ziel die unterschiedlichsten Menschen verbinden kann. Daher bekommt ihre Geschichte von mir 4 von 5 Sternen!

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  • Leserunde zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

    Ein Garten am Meer
    Irland1976

    Irland1976

    Hallo an alle Lesesüchtigen! Schon seit einiger Zeit nahm ich das Buch "Ein Garten am Meer" in die Hand aber ich legte es immer wieder zurück und kaufte es schlussendlich nicht. Der Moment passte einfach nicht. Doch nun ist er gekommen. Der passende Moment und ich darf das Buch mein Eigen nennen. Aber ich möchte es nicht alleine lesen, und darum dachte ich mir, vielleicht rufe ich eine Leserunde ins Leben. Vielleicht finden einige von euch Gefallen an der Leseprobe und wir können gemeinsam das Buch besprechen. Auf jeden Fall würde mich das riesig freuen. Liebe Grüße Eure Sandra P.S. da dies meine erste "Leserunde" ist, die ich ins Leben rufen möchte, bitte verzeiht mir wenn ich vielleicht etwas vergessen habe anzusprechen.

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  • Rezension zu "Ein Garten am Meer" von Bertina Henrichs

    Ein Garten am Meer
    Sophia!

    Sophia!

    13. May 2011 um 00:57

    „Man wurde melancholisch. Die erzwungene Untätigkeit verleitete dazu, Bilanz zu ziehen. Man war nicht mehr so sicher, obman die Bretagne liebte, ob man seine Lebensgefährtin liebte, ob man die richtige Wahl getroffen hatte. (...) jeder dachte an etwas anderes und wollte nicht derjenige sein, der den Tag verdarb.“ _ An der Atlantikküste der Bretagne liegt das idyllische Dorf Plouerbec. Romantische Naturanordnungen von Felsen, Meer und Strand zusammen mit dramatischen Lichtspielen, die etwa bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu beobachten sind, machen den kleinen Ort zu einer perfekten Erholungsstätte. Die Bewohner genießen diese Idylle, gezeichnet von einem ruhigen Leben in Plouerbec und dem freundschaftlichen Miteinander der einzelnen Menschen. Alles scheint perfekt bis zu dem Tag der bitteren Erkenntnis. Denn plötzlich steht der Bau eines großen Freizeitparks unmittelbar bevor, der alles bisher Gewohnte zunichte macht. _ Marthe Simonet lebt nach dem Tod ihres Mannes alleine in dem großen Haus. Ihre Kinder sind bereits erwachsen und führen ein eigenständiges Leben. Dennoch ist es ihr gelungen, ihren Lebensmut zu bewahren. Marthe ist ein herzensguter Mensch, ist sozial engagiert und hilft Kindern in der Kirchengemeinde bei den Schulaufgaben. Der Bau des Parks kommt nicht nur für sie, sondern für ihre gesamte Nachbarschaft völlig unvorbereitet. Auch für Hans Scharnbeck, ihr introvertierter Nachbar, die junge Bibliothekarin Virginie oder ihre beste Freundin ist es ein Schock. Die schlechte Nachricht erreicht ihren Höhepunkt, als die Bewohner freundlich dazu aufgefordert werden, ihre Häuser zu verkaufen, um Platz für den Park zu schaffen. _ Allmählich kommt es nun zu Veränderungen in dem kleinen Dorf. Gegen diese Ungerechtigkeit gilt es anzukämpfen. Frohen Mutes schließen sich die Betroffenen zusammen, gründen einen Verein, sammeln Unterschriften für eine Petition, machen erste Touristen auf die ganze Sache aufmerksam und schrecken letzten Endes auch vor Sabotage und einem Anwalt nicht zurück. Alle haben ein Ziel vor Augen, welches es zu erreichen gilt. Durch dieses gemeinsame Ziel entstehen neue Freundschaften, verschiedene Generationen arbeiten tatkräftig zusammen, allen Gefahren wird getrotzt und neue Erkenntnisse entstehen. Mit der Zeit entstehen nicht nur äußerliche Neuerungen durch die Baustelle, vielmehr entwickeln sich auch die einzelnen Personen weiter. So lernt Hans den Umgang mit anderen Menschen und auch Marthe erlangt neues Selbstbewusstein. Am Ende werden Beziehungen neu geordnet, Eltern müssen Trennungsschmerzen von ihren erwachsen gewordenen Kindern verarbeiten und eigene Prinzipien überdacht werden. _ Der Text ist eine berührende Geschichte über die enorme Kraft des Zusammenhalts, der Hoffnung und der Zielstrebigkeit. Bertina Henrichs, deren Debütroman bereits verfilmt wurde, schreibt sehr eindrucksvoll. Beim Leser entstehen lebendige, spannende Bilder durch einen kunstvollen Umgang mit Sprache. Die parallelen Einblicke in die verschiedenen Charaktere, ihre Ängste und Hoffnungen, ihre Vergangenheit und Zukunft, sind hochinteressant und dürfen genossen werden! _ Fazit: Ein Text, der einem Urlaub gleicht. Leicht und dennoch gewinnbringend, poetisch und realitätsnah zugleich, aufrüttelnd und gewinnbringend. Die perfekte Strand- oder Urlaubslektüre!

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