Bertold Ulsamer Wie Sie alte Wunden allein heilen und neue Kraft schöpfen

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Inhaltsangabe zu „Wie Sie alte Wunden allein heilen und neue Kraft schöpfen“ von Bertold Ulsamer

Familienaufstellungen helfen schon lange, die Beziehung zu anderen Familienmitgliedern zu verbessern. Bertold Ulsamer zeigt mit vielen Beispielen, wie diese Methode auch ohne Stellvertreter praktiziert werden kann. Auch für die Liebe in Partnerschaften und berufliche Probleme lassen sich so schnell einfache Lösungen finden.
Der renommierte Aufstellungsexperte Bertold Ulsamer zeigt, wie das Familienstellen auch zu Hause, allein und ohne Stellvertreter praktiziert werden kann – etwa durch die Arbeit mit inneren Bildern oder das Aufstellen von Figuren im Raum. Anhand vieler Beispiele wird deutlich, wie sich so die Beziehung zwischen Eltern und Kindern verbessert und auch Partnerschafts- und berufliche Probleme schnell und einfach gelöst werden können. Mit 70 Übungen, eine Auswahl davon auf einer eigens beigefügten CD.

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  • Rezension zu "Wie Sie alte Wunden allein heilen und neue Kraft schöpfen" von Bertold Ulsamer

    Wie Sie alte Wunden allein heilen und neue Kraft schöpfen

    WinfriedStanzick

    18. May 2011 um 13:15

    Dieses Buch wird den heftigen Widerspruch vieler systemisch arbeitender Familientherapeuten hervorrufen. Denn der Berater, Coach und Familienaufsteller Berthold Ulsamer behauptet darin nichts weniger, als dass eine erfolgreiche Familienaufstellungsarbeit nicht nur ohne Stellvertreter durchgeführt werden kann, sondern dass Menschen dies auch allein in Selbsthilfe tun können und so “alte Wunden allein heilen“. Ich fand die Übungen, die auf einer dem Buch beigefügten CD auch zu hören sind, überzeugend. Menschen, die schon ein wenig Praxis haben in therapeutischen Kontexten, die innerlich wirklich bereit sind, sich mit ihren alten Wunden auseinanderzusetzen, finden in diesem Buch zu insgesamt sechs Problemfeldern wertvolle Hinweise zur eigenen Heilung: • Die liebevolle Verbindung zu Mutter und Vater entdecken oder stärken • Wenn die Liebe zu den Eltern schwerfällt • Schicksalsschläge in der Familie (Tod, schwarze Schafe,Krieg) • Liebe und Konflikte in der Partnerschaft • Über das Elternsein • Beruflicher Erfolg und familiärer Hintergrund • Jenseits der Familie: Problem lösen und Ressourcen wecken Der Protest der professionellen Therapeuten ist vielleicht ähnlich zu werten wie der der Analytiker, die gegen die sehr erfolgreichen systemischen Kurztherapien schon seit langem wettern. Dennoch: bei schwerwiegenden seelischen Problemen würde ich zunächst immer einen Therapeuten aufsuchen, denn die berühmten Widerstände kann ein einzelner in Selbsthilfe nicht erkennen und auflösen. Und gerade sie bergen ja einen wahren Schatz an Heilungspotential. Fazit: ein gutes Buch zur Selbsthilfe, das man gut für sich nutzen kann, wenn man nicht wirklich krank ist.

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  • Rezension zu "Wie Sie alte Wunden allein heilen und neue Kraft schöpfen" von Bertold Ulsamer

    Wie Sie alte Wunden allein heilen und neue Kraft schöpfen

    michael_lehmann-pape

    20. February 2011 um 11:26

    Selbstheilung? Das alte Verletzungen im Leben Narben hinterlassen, die den späteren Lebensweg deutlich mit prägen können, ist bekannt. Dass es manches Mal ein langer und in Teilen auch schmerzlicher Weg ist, an diesen „wunden“ Stellen mit sich ins Reine zu kommen ist ebenfalls die Erfahrung vieler, die therapeutische Hilfe bereits in Anspruch genommen haben. Die aus der systemischen Therapie gekannte Form der Aufstellungsarbeit ist mittlerweile eine anerkannte und nachgewiesen hilfreiche Methode. Was aber von vorneherein am Konzept des Buches kritisch zu betrachten ist, ist, dass eine „Selbstheilung“ im professionell und seriösen therapeutischen Bereich mit großen Schwierigkeiten nur gesehen werden kann. Gerade das Gegenüber durch einen geschulten und kompetenten Therapeuten ist eine der Schlüsselkomponenten für eine konstruktive Therapie. Vor weniger noch, wenn tiefste Kindheitsverletzungen unter Umständen unkontrolliert in den Raum treten. Ein kritischer Angang an das Buch, der sich auch nach dem Lesen weiterhin im Raume hält, trotz der durchaus einsichtig und in der Methode sachlich richtigen Darstellung. Es besteht nun einmal, wie in jedem psychotherapeutischem Prozess durchaus die Gefahr, dass ein Mensch bei der Lektüre des Buches und der plastischen Beispiele in demselben einen hohen Wiedererkennungswert zur eigenen Problematik erlebt, die aber eben nicht souverän und hilfreich von ihm alleine zu bearbeiten ist, sondern ihn im Gegenteil mit sich alleine lässt. Hier ist die Begleitung durch einen Fachmann unumgänglich. So ist dem Versprechen, dass der Titel des Buches beinhaltet, mit einer gesunden Skepsis zu begegnen, eine Skepsis, die durch de Lektüre nicht aufgelöst wird. Das Buch kann durchaus als gelungen allerdings betrachtet werden, In der Form sachlich klar strukturiert, die Methode der Familienaufstellung sachgerecht nachvollziehend, wird die Methode in der Ausprägung Ulsamers prägnant dargestellt. Inhaltlich sind viele klare Wahrheiten über die Vielfalt möglicher Beziehungsbelastungen vorhanden, intensiv natürlich stehen im Buch die Eltern und die möglicherweise verletzende, fehlende Liebe im Raum. Aber auch Partnerschaften und ihr Setting werden beleuchtet ebenso, wie die Beziehung zu sich selbst im Blick auf den Umgang mit Autoritäten, Burn Out Gefahren oder Selbstsabotage auf dem Weg zu eigenen Zielen. Die konstruktive Nutzung der eigenen Ressourcen wird zudem im letzten Kapitel aufgezeigt und methodisch verankert. Wiederum aber darf bezweifelt werden, ob diese Intensität der Arbeit an sich selbst wirklich alleine gelingen kann. Verständlich formuliert, durch griffige Beispiele in den Inhalten befördert und mit einem umfassenden Blick auf mögliche Verletzungen in Kernbeziehungen des Lebens bietet das Buch einerseits einen fundierten und kompetenten Einblick in die Methode. Ebenso benennt Ulsamer durchaus feinfühlig viele Bereiche möglicher Verletzungen, die sicherlich einen hohen Wiedererkennungswert besitzen. Andererseits steht die Aufforderung zur Selbstheilung als durchaus kritisch zu bewerten unaufgelöst im Raum. So kann nur empfohlen werden, sich bei Interesse ein ganz eigene Bild zu machen und sich nicht zu scheuen, das Buch zur Seite zu legen, wenn die eigene Person bei der Lektüre in destruktive Emotionen verfällt.

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