Bertolt Brecht Liebesgedichte

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Inhaltsangabe zu „Liebesgedichte“ von Bertolt Brecht

Brechts Liebesgedichte behandeln das Thema der Liebe zu einem Menschen wie das der Liebe zu den Menschen, die aufgerufen sind, den Planeten Erde »bewohnbar« zu machen. Beide Themen bedingen sich, regen sich an, schöpfen eins aus dem anderen. (Quelle:'Fester Einband/25.10.2009')

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    Liebesgedichte

    buchwanderer

    17. February 2017 um 19:54

    „… und ich verbeuge mich in den Wind“ (S.49) Zum Inhalt: Brecht „hinterließ mit über 2000 Gedichten und drei großen Lyriksammlungen eines der umfangreichsten und gewichtigsten lyrischen  Werke der deutschsprachigen Literatur des 20. Jh.s.“1), so kommentiert Kindlers Neues Literaturlexikon das Lyrische Werk Brechts. In dem vorliegenden Band werden thematisch zusammengestellt einige der Liebesgedichte Brechts vor den Vorhang dieser überwältigenden Fülle geholt. 50 Stück sind es an der Zahl bei denen Brecht immer wieder zwischen lyrischen Formen changiert. In der Regel eingängig, melodiös gehalten ergänzen sich dabei Form und Inhalt in organischer Art und Weise, was den Leser oft mehr spüren als intellektuell analytisch erfassen lässt, was hinter oder zwischen den Worten ausgedrückt werden soll. Zumal die Perzeption und Interpretation gerade in Sachen Liebe eine ausgesprochen subjektive ist, wobei sich die Lyrik hierbei geradezu anbietet Brücken zwischen Gefühl und literarischem Ausdruck zu schlagen. So ist eines der für mich persönlich beeindruckendsten Gedichte aus diesem Band „Morgens und abends zu lesen“, de es in einer beeindruckenden Schlichtheit die Dualität von Zweisamkeit und Eigenliebe einfängt. Sonette, Balladen, Lieder selbst einfache kurze Stabreime spiegeln das Œvre Brecht in diesem Band ansatzweise wieder und machen die Lektüre zu einem Genuss. Fazit: Der kleine Band aus der Insel-Bibliothek kann nur als ein thematischer Einstieg in das lyrische Schaffen eines der bedeutendsten Schriftsteller des deutschen Sprachraumes dienen. Dies jedoch gelingt ihm außerordentlich gut. Elisabeth Hauptmann hat mit viel Gespür, sowohl für Autor wie für Leser, eine Auswahl arrangiert, welche die handwerkliche, wie auch inhaltliche Bandbreite Brechts ansatzweise wiedergibt. Auf jeden Fall ein überaus lesenswerter Beitrag mit dem die Insel-Bibliothek ihrem Anspruch erneut gerecht wird.

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  • Rezension zu "Liebesgedichte" von Bertolt Brecht

    Liebesgedichte

    Monsignore

    10. February 2010 um 22:01

    Während Krieg und Exil schrieb Brecht keine Liebesgedichte. Das ist völlig verständlich, geradezu normal. Der berühmte Satz, dass man nach Auschwitz keine Gedichte mehr schreiben kann, ist falsch. Richtig ist, dass man während Auschwitz keine Gedichte schreiben konnte. Vor der Barbarei schrieb Brecht sowieso nicht von der Liebe, da war er zu jung, um Liebeslyrik zu schaffen, die ans Innere des Herzens gelangen kann. Brechts Liebesgedichte sind sein Alterswerk und rührend schön. - "Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe / In meinem Arm wie einen holden Traum". Und doch ist ein Schatten über dieser Lyrik, ein zweifacher Schatten: Einmal der Schatten der Vergangenheit. Liebe und zwölf prägende Jahre der Barbarei passen schwerlich zusammen, man spürt und liest es in seinen Gedichten immer wieder: "Harte Menschheit, unbeweget / Lang erfrornem Fischvolk gleich / Doch das Herz bleibt schnell gereget / Und das Lächeln weich." - Zum anderen trübt sein Lebensweg die Lyrik: Brecht war ein Frauenverachter und Macho erster Güte. So waren ihm Schwangerschaften zuwider und der vielbegehrte Frauenheld Brecht beendete mehrfach Liebesverhältnisse, sobald die Geliebte schwanger wurde.

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