Bertrand Piccard Die richtige Flughöhe: Wie wir Ballast abwerfen und ein besseres Leben führen können

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Inhaltsangabe zu „Die richtige Flughöhe: Wie wir Ballast abwerfen und ein besseres Leben führen können“ von Bertrand Piccard

Bertrand Piccard begeisterte mit seiner Weltumrundung in einem Ballon und vielen weiteren Flugexperimenten. In diesem Buch schlägt der ausgebildete Psychiater einen faszinierenden Bogen von der Fliegerei zu den großen Lebensfragen des Menschen nach Sinn, Umgang mit Krisen und dem Tod. Denn im Leben ist es wie beim Fliegen: Um die Flughöhe zu ändern, muss man Ballast abwerfen, und lernen, auch mal die Kontrolle abzugeben. Bertrand Piccard begeisterte mit seiner Weltumrundung in einem Ballon und vielen weiteren Flugexperimenten. Doch neben seiner ungebrochenen Abenteuerlust, den Himmel zu entdecken, ist Piccard ausgebildeter Psychiater und erforscht seit Jahren und mit große Leidenschaft das Innenleben der Menschen. In diesem Buch schlägt er einen faszinierenden Bogen von der Fliegerei und seiner Tätigkeit als Psychiater zu den großen Lebensfragen des Menschen nach Sinn, Umgang mit Krisen und dem Tod. Daraus entwickelt Piccard wertvolle Gedankenanstöße und Vorschläge, wie sich jeder Mensch persönlich weiterentwickeln kann. Denn im Leben ist es wie beim Fliegen: Um die Flughöhe zu ändern, muss man Ballast abwerfen, und lernen, auch mal die Kontrolle abzugeben. Denn das Abenteuer Leben beginnt dort, wo Kontrolle aufhört.

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    Die richtige Flughöhe: Wie wir Ballast abwerfen und ein besseres Leben führen können
    R_Manthey

    R_Manthey

    20. March 2016 um 12:41

    Wäre nicht der auf dem Cover eingekreiste Untertitel dieses Buches, so könnte man vermuten, dass es sich um einen Bericht des Ballonfahres Bertrand Piccard handeln würde. Aber Piccard ist auch Psychiater, und so stellt dieses Buch eher seine Ansichten zur Gestaltung des Lebens dar, die auf seinen Erfahrungen fußen. Selbstverständlich auch auf denen seiner Weltumrundung im Ballon. Bei einer Ballonreise muss man sich von den Winden treiben lassen. Will man also ein bestimmtes Ziel erreichen, dann muss man Luftströmungen finden, die einen mitnehmen. Steuern kann man das nur über die Flughöhe. Nachdem ich die ersten paar Seiten dieses Textes gelesen hatte, musste ich das Buch erst einmal beiseite legen, weil mir nicht ganz klar wurde, worum es eigentlich geht. Beim zweiten Anlauf ging es besser, denn plötzlich kamen ein paar höchst interessante Stellen. Dieses Wechselbad der Eindrücke setzt sich im ganzen Buch fort. Man findet relativ weitschweifige Passagen, die plötzlich in sehr intensive Betrachtungen übergehen, um dann erneut in etwas flacheres Fahrwasser zu münden. Und ob die tieferen Stellen für jeden gleich erscheinen, weiß man auch nicht. Am Ende jedenfalls blieben bei mir die Abschnitte eindrucksvoll im Gedächtnis, an denen ich Piccards Erkenntnisse oder Ansichten teilen oder von ihm lernen konnte. Man merkt relativ schnell, dass Piccard ein Anhänger buddhistischer Sichtweisen auf das Leben ist, die er für sich zu seiner persönlichen Lebensphilosophie entwickelt hat, ohne dass er diese Quelle immer explizit nennt. Weiter verwunderlich erscheint das bei einem Psychologen nicht, denn Buddhas Lehre lässt sich auch als eine geniale Methode der Psychotherapie auslegen. Das Buch beginnt mit der Frage, ob wir im Wind des Lebens gefangen wären, und befasst sich dann mit der Angst vor dem Ungewissen, die viele Menschen umtreibt. Das europäische Denken wurde weitgehend von Descartes geprägt, der mit seiner grundlegenden Aussage: "Ich denke, also bin ich.", postulierte, dass man alles allein mit dem Verstand erklären kann. Das Ungewisse erscheint in diesem Zusammenhang als eine Bedrohung, die man nicht hinnehmen kann. Doch Ungewissheit ist Teil unserer Existenz. Folglich müssen wir mit ihr umzugehen lernen. Der Angst vor dem Ungewissen stellen wir gewöhnlich einen starken Hang zur Kontrolle entgegen. Piccard entwickelt in seinem Buch eine ganz andere Herangehensweise: "Wenn wir im Wind des Lebens unsere Richtung ändern wollen, müssen wir lernen, Ballast abzuwerfen. Und wir haben viel davon! Wenn wir einmal ein Inventar unseres alltäglichen Lebens anfertigen würden, was fänden wir dann unter dem Wort 'Ballast'? Sicherheit, Angewohnheiten, Vorurteile, Fixpunkte, Überzeugungen, Ausrufezeichen, Glaubenssätze, Paradigmen und andere Dogmen. Aber lernen wir, all das über Bord zu werfen? Ganz im Gegenteil! Die Gesellschaft legt uns ans Herz, daran festzuhalten, und tut so, als machte dieses Gewicht uns stärker. Doch das ist falsch. Es macht uns lediglich schwerer ..." Piccard entwickelt dieses Sichtweise dann weiter und erweitert sie durch zahlreiche Beispiele. Dann folgen einige sehr interessante Abschnitte über Beziehungen und die Kommunikationen zwischen Menschen. Insbesondere vertieft Piccard hier seine Ansicht, dass wir alle in unserer ganz speziellen Realität leben und uns die Realität, in der andere sich befinden, nicht immer besonders gut vorstellen können, was zu erheblichen Missverständnissen und anderen Schwierigkeiten führen kann. Äußerst interessant sind dabei seine praktischen Herangehensweisen, die er an verschiedenen Beispielen (unter anderen aus seiner Weltumrundung) deutlich macht. Er hätte beispielsweise niemals über China fliegen dürfen, wenn er sich so verhalten hätte wie viele seiner Vorgänger. An diesen sehr lehreichen Teil des Buches schließen sich Ausführungen zur Hypnose und Selbsthypnose an, die ihnen in nichts nachstehen. Danach befasst sich Piccard mit Krisen als einer Quelle von Veränderungen und mit der Frage, wie man mit Leid umgehen sollte. Insbesondere hier dringt seine buddhistische Sichtweise besonders durch. Danach verflacht das Buch leider ein wenig, obwohl es sich auch weiter mit sehr interessanten Fragen auseinandersetzt. Piccard widmet sich nun dem Verhältnis zwischen Religionen und Spiritualität und der Suche nach einer Welt, die "über uns hinausgeht". Der Klimawandel, dem Piccard sein Projekt eines Solarflugzeuges entgegensetzt, stellt eines der letzten Themen dieses Buches dar. Trotz der nach meinem Empfinden nicht gleichmäßig hochgehaltenen Spannung und Intensität dieses Buches, erweist sich dieser Text als eine sehr interessante Quelle der Inspiration. Abgesehen davon ist Piccard natürlich selbst ein ungewöhnlicher Mensch, von dessen hier weitergegebenen Erfahrungen und Erlebnissen man viel lernen kann.

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