Beth Gutcheon

 3,4 Sterne bei 84 Bewertungen
Autor*in von Das Schulhaus, An einem Morgen im Mai und weiteren Büchern.

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Neue Rezensionen zu Beth Gutcheon

Cover des Buches Das Schulhaus (ISBN: B001NYKU34)
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Rezension zu "Das Schulhaus" von Beth Gutcheon

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✎ Beth Gutcheon - Das Schulhaus

„Das Schulhaus“ von Beth Gutcheon steht seit Jahren in meinem Reread-Regal. Gekauft habe ich es damals spontan bei einer günstigen Aktion, weil mich der Klappentext neugierig gemacht hat. Unterschwelliger Grusel, psychologische Spannung, ein altes Gebäude voller Geheimnisse - das klang nach einer intensiven Lektüre, auch wenn Horror sonst nicht mein bevorzugtes Genre ist.

Der Einstieg war jedoch mühsam. Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: eine in der Vergangenheit, atmosphärisch dicht und tatsächlich fesselnd, und eine in der Gegenwart, erzählt aus der Perspektive einer älteren Frau, die auf frühere Ereignisse zurückblickt. Genau dieser zweite Strang bremste für mich den Lesefluss. Viele Szenen wirken ausufernd, verlieren sich in Alltäglichem und tragen wenig zur eigentlichen Spannung bei. Während die Rückblicke ein klares erzählerisches Ziel erkennen lassen, bleibt die Gegenwartsebene seltsam schwerfällig.

Mehrfach stand ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Geblieben bin ich aus Neugier auf das zentrale Mysterium: die Andeutung eines Geistes, einer unheimlichen Präsenz im alten Schulhaus. Diese Erwartungshaltung trägt über viele Seiten - doch sie wird nicht eingelöst. Selbst am Ende bleibt die übernatürliche Komponente vage, beinahe beiläufig, als hätte sie sich nie wirklich entscheiden können, ob sie tragendes Element oder bloße Staffage sein will.

Rückblickend hätte ich den Gegenwartsstrang ohne Verlust überspringen können. Die relevanten Informationen ergeben sich ohnehin aus der früheren Handlungsebene. Die Spannung tritt hinter der ausführlichen Charakterzeichnung zurück und das vermeintliche Horrorelement wird eher psychologisch angedeutet als konsequent entwickelt. Die Geschichte ist mehr ein Familiendrama über Beziehungen, Schuld und Erinnerung als ein Schauerroman.

Am stärksten irritiert mich, dass der Gruselaspekt erzählerisch keine Notwendigkeit besitzt. Die emotionalen Konflikte tragen die Handlung allein. Die übernatürliche Andeutung fügt keine zusätzliche Tiefe hinzu und bleibt ohne Auflösung. Statt eines konsequenten Spannungsbogens bleibt ein diffuses Gefühl zurück. Nicht unlesbar, nicht schlecht geschrieben, aber emotional distanziert. Ich habe bis zur letzten Seite keinen echten Zugang gefunden.

©2026 adlatb

Cover des Buches Melodie des Schicksals (ISBN: 9783898974363)
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Rezension zu "Melodie des Schicksals" von Beth Gutcheon

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✎ Beth Gutcheon - Melodie des Schicksals

Zuerst war ich sehr angetan von der Geschichte. Sie ist locker-leicht geschrieben, sodass man Rue auf ihrem Weg gerne begleitet.
Mir hat vor allem gefallen, wie zugewandt den Kindern die Lehrerin beschrieben wurde. Auch gfK (gewaltfreie Kommunikation) konnte ich aus den Zeilen herauslesen. So etwas findet man in Unterhaltungsliteratur eher weniger.

Doch irgendwann wurde die Erzählung zäh und ich wartete gespannt auf die Stelle, als Georgia stirbt und sich das Leben der Protagonistin ändern würde. Das dies auf Seite 300 irgendwas (von ca. 430 Seiten) passiert, war mir nicht klar. Auch das Leben, welches danach stattfindet, hat nicht in mein Bild gepasst, welches ich mir die Zeilen vorher gezeichnet hatte.
Ich hatte das Gefühl, ich befinde mich auf einmal in einem anderen Buch.

Tatsächlich spielte ich dann mehrmals mit dem Gedanken, „Melodie des Schicksals“ nach über 300 Seiten abzubrechen, doch ich wollte nicht glauben, dass es nicht doch noch eine Wende geben wird. Leider wurde ich enttäuscht und mein letzter Gedanke war nur noch, dass das Werk weiterziehen muss.

Auf meinem SuB befindet sich noch „Das Schulhaus“ von Beth Gutcheon. Mal schauen, ob mich das mehr überzeugen kann.

©2024 a_different_look_at_the_book

Cover des Buches Das Schulhaus (ISBN: B001NYKU34)
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Rezension zu "Das Schulhaus" von Beth Gutcheon

MademoiselleMeow
Eine Schule, die einen das fürchten lehrt

„Das Schulhaus“ ist ein Roman, den ich mal vor Ewigkeiten aus der Bücherei ausgeliehen hatte. Auch wenn ich ihn etwas verworren fand, ist er mir stets in guter Erinnerung geblieben. Offiziell zwar nicht auf meiner Reread Liste, habe ich ihn mir nun spontan gekauft, denn es ist ein schöner Sommer-Roman.

In der Gegenwart begleiten wir Teenager Hannah, die den Sommer zusammen mit ihrem Bruder und der Stiefmutter in dem Örtchen Dundee verbringt. Sie beziehen das alte Schulhaus, das einst auf der nahegelegenen Beal Island stand. Schon bald geschehen merkwürdige Dinge und Hannah erscheint immer wieder eine Frau in Schwarz. Sie begibt sich auf Recherche und lernt dabei Conary Crocker kennen und lieben. Zusammen versuchen sie herauszufinden, was im Schulhaus umgeht und decken dabei das tragische Schicksal der Familie Haskell auf.
 Deren Geschichte beginnt in den 1850er Jahren mit Claris Osgood. Als diese den schweigsamen Danial Haskell heiratet, sind ihre Eltern nicht begeistert, denn die Haskells gelten als unglückliche Familie. Claris jedoch glaubt an ihre Ehe und zieht mit Danial auf Beal Island. Dort scheinen sich die Befürchtungen ihrer Eltern zu bewahrheiten. Es beginnen entbehrungsreiche Jahre für Claris, die schließlich mit dem grausamen Mord an Danial enden.

Ein wunderbares Buch, auch wenn ich wieder auf dieselben Stolpersteine gestoßen bin.
 Man hat bis kurz vor Schluss keine Ahnung, zu welcher Zeit Hannah‘s Erzählung spielt. Erst da bekommt man den Hinweis, dass es die 1930er sein müssen. Ich hatte eher auf die 50er getippt, aber der Ton ist auch recht modern, fast zeitlos.

Hannah ist ein richtiger Wildfang, ihre Gedanken humorvoll und zusammen mit Conary bilden die beiden ein süßes Paar, die beweisen, dass auch ein Sommer in einer verschlafenen Kleinstadt voller Abenteuer und schöner Momente sein kann.

Wäre da nicht der Geist.
 Geistergeschichten die in der sommerlichen, amerikanischen Hitze spielen, haben etwas für sich. Es sind vor allem die Szenen auf der Insel mit den Überresten der Siedlung, verlassenen Feldern und ehemaligen Grundstücken, die herrlich romantisch und unheilvoll wirken. Und dann ist da plötzlich die Geistererscheinung.

Wer dieser Geist ist, bleibt ein wenig unklar, denn es kommen 3 Frauen in Frage. Aber ich glaube erkannt zu haben wer es war.

Der Ursprung der Geistererscheinung und auch das Ende um Hannah und Conary lassen einen mit einem unheimlich melancholischen Gefühl zurück. Verpasste Gelegenheiten, ein verpasstes Leben, was hätte sein können. Da bin ich selbst ein bisschen ins Grübeln gekommen. Hoffentlich ende ich nicht auch mal als ruheloser Geist.

Ich finde es ist eine ganz besondere Geistergeschichte mit ganz viel Atmosphäre. Ein kleiner Geheimtipp, denn ich glaube viele kennen den Roman nicht.
 Schnell, lest es! Bevor der Sommer vorbei ist.

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