Beth Gutcheon

 3.4 Sterne bei 77 Bewertungen
Autor von An einem Morgen im Mai, Das Schulhaus und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Das Schulhaus" von Beth Gutcheon

Das Schulhaus
Unzertrennlichvor 4 Monaten

"Das Schulhaus" war mal wieder ein zufälliger Bücherschrank, bei dem mich besonders die Tatsache, dass es eine Mischung aus Krimi, Roman und Gruselgeschichte sein soll, angesprochen hat. Ich muss hier gleich zu Beginn sagen, dass das Buch tatsächlich so einige Genres vereint und genau aus diesem Grund doch recht wirr wirkt.


Am Anfang hatte ich große Probleme, um in die Handlung hineinzufinden, denn hier erzählt Hannah Gray als alte Frau, doch recht wirr, wie ihr Leben denn so verlaufen ist. Da man hier noch keinen Bezug zu den einzelnen Personen hat, liest es sich hier sehr schwer und leider war ich tatsächlich schon kurz davor, das Buch abzubrechen.


Zum Glück hat die Autorin dann doch noch zu einem besseren Stil gefunden und hat den Strang der alten Hannah Gray dann in eine etwas lebhaftere Erzählung verwandelt, in der wir sie als Jugendliche kennenlernen, die hier in das alte Schulhaus einzieht und recht bald mit ein paar sonderbaren Geschehnissen konfrontiert wird.


Als zweiten Strang gibt es hier die Geschichte von Claris und ihrem Leben, das kurz nach ihrer Hochzeit aus den Fugen gerät. Auch wenn diese Abschnitte nur kurz sind und sich recht schnell verlaufen, gingen sie mir hier besonders nahe. Schade nur, dass man über die Hintergründe zu Danials Charakter recht wenig erfährt.


Die Autorin weiß auf jeden Fall zu fesseln und baut einige Überraschungen in die Handlung ein, aber dennoch konnte sie mich mit diesem Buch leider nicht so recht überzeugen können. In erster Linie lag es wohl daran, dass hier zu viele Genres angeschnitten wird. Da ist die Liebesgeschichte, die ich zwar ganz nett fand, aber nicht gebraucht hätte, dann die Krimihandlung rund um einen Axtmord,der ein wenig an Lizzie Bordens Fall erinnerte und schließlich dann die paranormalen Geschehnisse, die leider keinerlei Atmosphäre besaßen.


Den Mittelteil fand ich hier noch am stärksten. Leider werden beide Handlungsstränge dann jedoch relativ schnell beendet, was bei mir für ein wenig Frust gesorgt hat. Ich mag offene Enden und ich mag auch eigene Spekulationen, aber hier blieb mir dann doch viel zu viel offen ...

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Rezension zu "Das Schulhaus" von Beth Gutcheon

Rezension zu "Das Schulhaus" von Beth Gutcheon
silbereulevor 8 Jahren

Die unheimliche und tragische Geschichte einer Familie im 19.Jahrhundert, die sich nur noch hassen bis eines Tages der Vater ermordet wird. Der Schuldige wird nie ermittelt und das Böse bleibt bestehen und wirkt sich auf die nachfolgenden Generationen aus.
1939 - Hannah ist 17 und verlebt ihre Ferien an dem Ort des Geschehens - sie verliebt sich, aber die dunklen Mächte stellen sich zwischen sie und ihre große Liebe.

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Rezension zu "Ein Käfig voller Mädchen" von Beth Gutcheon

Rezension zu "Ein Käfig voller Mädchen" von Beth Gutcheon
Cuchilla_Pitiminivor 8 Jahren

1959 ist das Jahr, in dem Muffin, Lisa, Jenny, Ann und Sally aufeinandertreffen: Sie sind „die Neuen“ in Miss Pratts Schule für höhere Töchter. Gemeinsam erleben die Mädchen die Irrungen und Wirrungen des Erwachsenwerdens – in einer Zeit, in der auch die Gesellschaft einen tief greifenden Wandel erfährt. 15 Jahre später begegnen die Freundinnen sich wieder, und es wird klar, wessen Träume sich erfüllt haben und wer gescheitert ist…

Dass man keinen Abenteuerroman oder Actionthriller erwarten darf, wenn man dieses Buch liest, sollte klar sein. Viel mehr stöbert man in einer kritischen Gesellschaftsstudie, in einem Roman, der die Geschichte vom Erwachsenwerden erzählt, eingebettet im neureichen Amerika der 60er Jahre. Ein Buch über fünf Freundinnen, die außergewöhnlich gewöhnliche Probleme haben und spannende Erfahrungen machen - von der ersten Liebe zur Sexualität, über Alkohol und Drogen, Anerkennung, Streitigkeiten, Figurprobleme..!
In einer sehr hasserfüllten Rezension las ich die Kritik, ein Mädchen würde dem anderen gleichen, man könne sie nicht unterscheiden. Dem muss ich vehement widersprechen, denn wenn man das Buch wirklich mit Interesse liest (und selbst wenn nicht), unterscheiden sich die Mädchen deutlich.
Die stürmische Sally, die aus einem zerrüttenen Elternhaus kommt und deren wichtigste Bezugspersonen ihre chaotischen, rebellischen Brüder sind.
Die hübsche Lisa, die einen krankhaften Geltungsdrang hat, mit Essstörungen kämpft und auf der Suche nach der wahren Liebe viele Frösche küssen muss.
Die talentierte Jenny, deren Herz nicht nur für die Musik, sondern auch für eine verbotene Liebe schlägt, und die nicht zuletzt mit dem Tod ihrer Mutter und der Homosexualität ihres Vaters konfrontiert wird.
Die moppelige Muffin, die mit der Zurechtweisung ihrer Mutter kaum klar kommt und die stets bemüht ist, es allen recht zu machen und die Schuld für schiefgelaufene Dinge immer bei sich sucht.
Und schließlich die ruhige Ann, die sich von ihren Eltern ungeliebt fühlt, sich früh der Poesie widmet und sich elementaren Fragen der Religion und Gerechtigkeit stellt.
Alle die Mädchen sind fein gezeichnet, gut beschrieben und man entwickelt ganz besondere Sympathien oder Antipathien für sie. Auch die männlichen Personen im Buch, die nicht ganz so differenziert sind, wirken glaubhaft, amüsant und doch irgendwo tragisch.

Natürlich wird man in diesem Buch mit vielen Namen, Orten und Gesellschaftstraditionen konfrontiert, doch der rote Faden, nämlich die Entwicklung der Mädchen und ihre Freundschaft, bleibt stets im Fokus. Leichte Kost ist das Buch mit all den schwierigen Themen nicht unbedingt, doch Autorin Beth Grucheon schafft es hin und wieder mit trockenem Humor die Situationen aufzulockern und die Charaktere glaubhafter zu machen. Generell schreibt sie sehr pragmatisch und gleichzeitig einfühlsam. Der direkte und wenig verschnörkelte Schreibstil trifft die Emotionen oft auf den Punkt, sodass ich nicht selten selbst ein Kribbeln im Bauch oder Tränen in den Augen hatte.
Man muss sich schon ranwagen an das Buch und auch darauf einlassen, denn eine Lektüre für Zwischendurch ist dies gewiss nicht. Doch wenn man bereit ist, den Geist der 60er und des Internatslebens in sich aufzunehmen und Interesse an der Geschichte findet, die ich aufgrund der vielen Höhen und Tiefen und dem weniger glücklichen Ende als „Drama“ verorten würde, dann kann ich dieses Buch durchaus empfehlen. Ich vergebe 6 von 7 Zwergen!

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